Ein Gedicht von Günter Grass

  • Ersteller Ersteller Greenorange
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Gedichtlein muss genialen entsprungen sein oder verdrängte Wahrheiten transportieren bei der Anteilnahme :).
Solches zeigts immer schön wo wir immer noch stehen...den würden wir Menschen uns nicht immer so zu wichtig nehmen, wer würde das bei Worten eines Herrn Grass schon tun ;)
 
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Ich warte noch darauf, daß Prominente sagen: "Ich werde öffentliche Einladungen aller Glaubensrepräsentanten ausschlagen, um nicht für deren Zwecke zu werben."

Vielleicht macht es sogar ein wenig interessant, auf diese Weise als Antisemit, Antichrist, Antimoslem zu gelten, weil man den Forderungen der Schreier nicht nachkommt.

Ich bin einer von denen, die aus Gewissensgründen kein Obst aus Krisengebieten kaufen - schmeckt mir zu bitter. Ich will auch nicht, daß die sich mit meinem Geld Munition oder Waffen kaufen.

Bin ich nun auch ein Anti*? Kommt schon, sagt es schon...
 

Die Augstein hat doch in der Illner-Runde die interessante Bemerkung gemacht, es gäbe eine Einschätzung der Geheimdienste, daß der Iran keine A-Bombe hätte und auch an keiner interessiert wäre. Das fand ich in der Sendung sehr spannend und dachte mir auch: Das mußt du unbedingt nachgooglen. Habs dann aber vergessen.

Jetzt, wo du das anschneidest, hab ichs nachgeholt und bislang das hier gefunden:

Die US-Geheimdienste zweifeln daran, dass der Iran tatsächlich an der Entwicklung einer Atombombe arbeitet. Vielmehr glaubt die CIA daran, der Iran wolle eine «strategische Zweideutigkeit» schaffen.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/27925161
 
ach, diese pösen pösen juden, pardon israelis...haben iran die bombe unterjubelt, um iran endlich angreifen zu dürfen... wie eckelhaft.


:ironie:



shimon

Ich weiß gar nicht was daran so lustig ist?

Man brauch sich nur mal die Geschichte des Mossad anschauen und das Ganze wird sogar ziemlich wahrscheinlich. Diese erinnert mehr an eine brasilianisches Todesschwadron als an einen Geheimdienst und natürlich mal wieder stillschweigend akzeptiert, zu mindestens ignoriert.Jeder andere Staat, mit so einer grottenschlechten Außenpolitik-Bilanz, wäre schon längt in die Achse des Bösen eingereiht worden. Und das sollte man auch sagen dürfen und in dem Punkt hat Grass Recht gehabt.
 
Der Iran will die Bombe, weil sie dadurch vor Angriffen sicher sind (keine unrealistische Gefahr, siehe Irak), und eine Drohkulisse aufbauen können, was den eigenen Macht-und Einflussbereich erhöhen könnte (daran sind sie schon lange interessiert). Die Bombe werden sie allerdings mit Sicherheit nicht einsetzen, sonst wäre das ihr eigener Untergang.

Dass man sich als israelischer Staatsbürger damit nicht wohlfühlt ist kein Wunder, aber man bedenke eben was passiert wäre, wenn die Amerikaner den atomaren oder selbst nichtatomaren Erstschlag gegen die Sowjetunion versucht hätten, bevor diese ihr Atomwaffenprogramm fertigstellten (Mitte bis Ende der 40er Jahre).
 
tommy
Die Augstein hat doch in der Illner-Runde die interessante Bemerkung gemacht, es gäbe eine Einschätzung der Geheimdienste, daß der Iran keine A-Bombe hätte und auch an keiner interessiert wäre. Das fand ich in der Sendung sehr spannend und dachte mir auch: Das mußt du unbedingt nachgooglen. Habs dann aber vergessen.
Interessanterweise rät auch der Mossad von einem Erstschlag ab - wahrscheinlich würde der Mossad weiterhin lieber im Geheimen Einzelpersonen auslöschen.

LGInti
 
Was gesungen werden muß. Günter Grass als Chanson.

Der sympathische Schnauzbartträger und Nobelpreisballtänzer ist mal wieder in aller Munde - aber wurde der Inhalt seines Gedichts wirklich verstanden und korrekt interpretiert? Moritz Eggert versucht, die Worte von Grass in eine einfache und allen Menschen verständliche Sprache zu übertragen, und plötzlich ist alles gar nicht so schlimm. :zauberer1 :D

 
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gerade per mail gekriegt von der kritischen jüdischen stimme österreichs.


Werter Herr Günter Grass!


Vor allem möchten wir Ihnen unseren Dank und unsere Anerkennung für Ihr Gedicht „Was gesagt werden muss...“ aussprechen. Wie Sie aus dem beiliegenden Flugblatt entnehmen können, schlagen wir seit einigen Wochen in dieselbe Kerbe. Wir verteilten es in unserer Straßenarbeit – und werden es weiterhin verteilen, da die österreichischen Medien uns kein Forum bieten. Auch sind wir natürlich bei weitem nicht so bekannt wie Sie, noch haben wir die schriftstellerische Gabe des Autors der „Blechtrommel“, des „Butt“, des „Krebsgang“. Unsere Aktivitäten sind dagegen eher nüchtern und rein politisch.

Auch wenn Sie, wie Sie in Ihrem letzten Interview sagten, Sie würden jetzt Ihr Gedicht „anders fassen“, wären Sie den gleichen Angriffen ausgesetzt. Die Pro-Israel-Lobby, die Israels Taten und Untaten blind unterstützt, findet jegliche Kritik an Israels Politik unerträglich, setzt sie mit Antisemitismus gleich und schwingt dazu gelegentlich die Holocaustkeule. Wir betrachten so manche der Kommentatoren, die Sie wegen Ihres Gedichts gelinde gesagt verunglimpfen, als so genannte „Philosemiten“, die ihre übertünchte Abneigung gegen Juden, oft tief verborgen und vielleicht aus irgendwelchen Schuldgefühlen verdrängt, durch Überidentifizierung mit dem Staat Israel zu kompensieren versuchen.

Mit Ihrem Gedicht haben Sie eine öffentliche Debatte in Deutschland, Österreich und Israel ausgelöst, die sonst kaum stattgefunden hätte. Es war höchste Zeit dafür! Daher sind Ihnen viele Menschen mit Sinn für Gerechtigkeit zutiefst verbunden.

Mit besten Grüssen,

.....
 
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