Geschmackssache.
In demjenigen Moment, in dem etwas Neues entsteht, entsteht das Neue. Und nicht erst zu einem beliebig gewählten Zeitpunkt danach. Eine lebende, befruchtete Zelle, die sich einmal geteilt hat, ist schon ein Lebewesen.
lg
Nee danke, die hab ich schon. Und mein Kollege noch viel mehr. Der hält täglich (berufsgezwungendermaßen) die Originalbücher von damals in der Hand. Der haut genausolche Sprüche raus wie Du weiter oben. Da lag ich mit meiner Vermutung also nicht ganz so falsch ...
Ja. Ich muß dazu sagen: nicht daß ich etwas in dem Thread hier oder jemanden von Euch ernsthaft in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bringen will. Bitte nicht mißverstehen.
Aber der Zusammenhang ist eben der: in der Aktion T4 wurden über 70.000 Kranke und Behinderte von ärztlichem und pflegerischem Personal umgebracht. Warum? Weil man das lebensunwerte Leben erlösen wollte, weil der Volkskörper gesund sein sollte (verhindern von Vermehrung durch Zwangssterilisation oder Tötung) und weil es so teuer ist. Die Familien sind überfordert, die Kinder müssen in Heime, lebenslang. Das waren die Argumente, siehe die Bilder.
https://www.google.be/search?q=aktion t4 propaganda&client=firefox-a&hs=BJm&rls=org.mozilla:de
fficial&channel=nts&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=NXmIVKiFEMn5UJWbhJgN&ved=0CAgQ_AUoAQ&biw=1024&bih=610
Ihr seht, daß wir obige Aussagen teilweise auch hier im Thread hatten. Deswegen möchte ich darauf aufmerksam machen, daß das ein falscher Zusammenhang ist. Natürlich kann man diesen Blickwinkel einnehmen und gesundes Leben bevorzugen. Aber ich möchte doch anmerken, daß es in unserer heutigen Gesellschaft allgemein eigentlich kein akzeptabler Auslöser mehr zur Meinungsbildung sein sollte, ob ein Mensch behindert ist und was sein Leben uns dann eben kostet. Jedes Leben ist gleich viel wert, gleich schützenswert, gleich förderungswert und sollte uns lieb und teuer sein. Wir sollten das wirklich aus der Vergangenheit lernen und unsere Einstellung stets überprüfen, ob solches Anstreben von Gesundheit wirklich menschlich ist.
Zu den Heimbewohnern gehörten auch Frauen, die von ihren Familien aufgrund ihrer Alkoholerkrankung und damit verbundener Verhaltensauffälligkeit in die Heime gebracht wurden, um dort zu leben. Wenn weitere geistige Einschränkungen wie eine Intelligenzminderung vorhanden waren (die man recht rasch einfachen Menschen unterstellen kann), dann blieben die suchtkranken Geistesgestörten in den psychiatrischen Kliniken und wohnten dort, arbeiteten dort in Werkstätten oder in der Hauswirtschaft etc.. Da diese Personen laufend Kosten verursachten und eine Vermehrung nicht wünschenswert
war, wurden die glücklicheren zwangssterilisiert und die Unglücklichen wurden ermordet. Man holte sie ab, versprach ihnen einen Urlaub, brachte sie in die Tötungsanstalt und vergaste sie. Den Familien schrieb man einen Brief mit einer falschen Todesursache, z.B. eine heftige Grippe im Urlaub.
Aus Respekt vor diesen Toten erscheint es mir wichtig, darauf hinzuweisen, was die Aufgabe und die Pflicht unserer Rechtsstaaten ist: die Würde des Menschen zu achten. Dies trifft insbesondere auf Menschen zu, die am Rande unserer Gesellschaft leben und weil sie im Leben keine andere Lösung sehen an einer Sucht nach einem Stoff erkranken, der ihr Leid zu lindern in der Lage ist. Woran die Gesellschaft scheitert, das löst der Alkohol. Flächendeckend, würde ich beinahe sagen.
Jetzt die Armen, die Hilfe brauchen, zu bestrafen, ist nicht menschlich. Und: Leben zu verhindern, weil es behindert ist: auch das muß gründlich überdacht werden. Ist
das menschlich? Oder wirkt da nicht doch noch die Nazi-Ideologie?!
lg