Dissoziative Identitätsstörung

....wieso erinnert mich dieses gesamte Konstrukt um die "Satanic Panic" an die mit der Pandemie aufgekommene (seehr lukrative!) Marktstrategie, eine Wachstumsindustrie... die Aufmerksamkeit, Buchverkäufe, Spenden und Therapiehonorare generiert. ?

Und ja, es gibt Opfer.
Und ja, es gibt auch hier wieder Menschen, die das Leid anderer Menschen für sich, für das Füllmich ihres Geldbeutels vermarkten, ein weiterer Missbrauch.
 
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Kleiner Ausblick bzgl. des Anteils psychischer Erkrankungen in Deutschland

Basisdaten zu psychischen Erkrankungen in Deutschland
Wie häufig kommen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung vor? Welche sind die
häufigsten Krankheitsbilder? Und wie viele Fachärzte und Fachärztinnen für Psychiatrie
und Psychotherapie gibt es in Deutschland? Die DGPPN stellt laufend aktuelle Informa
tionen, Fakten und Zahlen rund um die psychische Gesundheit zusammen.
Prävalenz
In Deutschland sind jedes Jahr 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkran-
kung betroffen [1, 2]. Das entspricht rund 17,8 Millionen betroffenen Personen, von denen pro Jahr
nur 18,9 % Kontakt zu Behandlerinnen und Behandlern aufnehmen [3].
Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen zählen in Deutschland Angststörungen (15,3 %), ge-
folgt von affektiven Störungen (9,8 %, davon allein die unipolare Depression: 8,2 %) und Störungen
durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum (5,7 %) [1, 2].


Bedeutet jeder vierte in Deutschland ist von einer psychischen Störung, Erkrankung betroffen. Das kann oder sollte man im Hinterkopf behalten, je nachdem wo man sich so bewegt, auch im Internet.

Kinder und Jugendliche
Ein neuer Bericht der WHO/Europa (Stand Nov 2025) stellt fest, dass etwa jedes siebte Kind mit einer psychischen Beeinträchtigung lebt. In Deutschland werden insbesondere Angststörungen bei Jugendlichen zunehmend chronisch.

DIS Statistik:

Die dissoziative Identitätsstörung (DIS) – früher als "multiple Persönlichkeit" bekannt – ist statistisch gesehen keine seltene Erkrankung, wird aber oft erst sehr spät oder gar nicht korrekt diagnostiziert.

Statistische Einordnung (Stand 2024/2025)
  • Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung: Schätzungen zufolge sind etwa 1 % bis 1,5 % der Bevölkerung betroffen. Damit ist die DIS statistisch gesehen fast so häufig wie die Schizophrenie (ca. 1 %).
  • Häufigkeit in der Psychiatrie: In allgemeinpsychiatrischen Kliniken liegt der Anteil deutlich höher, etwa bei 5 % der Patienten. In speziellen Gruppen, wie Patienten mit schweren Traumatisierungen, kann die Rate auf bis zu 15 % oder mehr steigen.
  • Geschlechterverteilung: Frauen erhalten die Diagnose wesentlich häufiger als Männer, was zum Teil auf unterschiedliche Symptomausprägungen und eine höhere Sensibilisierung bei der Diagnostik zurückgeführt wird.
Warum die DIS statistisch oft "unsichtbar" ist
Obwohl die Zahlen eine relevante Häufigkeit belegen, taucht die DIS in großen Krankenkassen-Statistiken (wie dem DAK-Psychreport) oft nicht als eigene Hauptkategorie auf. Das hat mehrere Gründe:
  1. Fehldiagnosen: Betroffene verbringen im Schnitt 6 bis 12 Jahre im psychiatrischen System, bevor die korrekte Diagnose gestellt wird. Oft werden stattdessen Fehldiagnosen wie Borderline, Schizophrenie oder bipolare Störungen vergeben.
  2. Komorbidität: Die DIS tritt fast nie allein auf. Statistisch gesehen haben Betroffene oft mehrere Begleiterkrankungen (Depressionen, PTBS, Sucht), die in den Statistiken als Hauptdiagnose geführt werden.
  3. Traumatischer Hintergrund: Da über 90 % der Betroffenen schwere Kindheitstraumata (Missbrauch oder Vernachlässigung) erlebt haben, ordnen viele Mediziner die Symptome primär der Kategorie der Traumafolgestörungen zu.
Die DIS ist also häufiger als oft angenommen, wird aber aufgrund ihrer Komplexität und der langen Diagnosewege statistisch unterrepräsentiert.

Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/d...stiziert-fa95dc06-fefb-444d-9603-3bd4499f959f



Mal abseits der DIS

Zwangsstörung (Obsessive-Compulsive Disorder, OCD)

Betroffene erleben ein ständiges Eindringen von Gedanken oder Impulsen, die sie als quälend und fremd empfinden. Um die dadurch entstehende Angst zu lindern, führen sie rituelle Handlungen aus.

  • Symptome:
    • Zwangsgedanken: Wiederkehrende, angstauslösende Ideen (z. B. Angst vor Schmutz, Angst ).
    • Zwangshandlungen: Ritualisierte Verhaltensweisen (z. B. Waschzwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang), die stundenlang dauern können.
  • Wahrnehmung: Die Patienten wissen meist, dass ihr Verhalten unlogisch ist, können es aber nicht unterdrücken.
  • Häufigkeit: In Deutschland leiden etwa 2 % bis 3 % der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer Zwangsstörung, Quelle DGPPN

Wahnhafte Störung
Hierbei handelt es sich um eine Form der Psychose, bei der eine oder mehrere feste Überzeugungen bestehen, die nicht der Realität entsprechen, aber unkorrigierbar verteidigt werden.
  • Symptome:
    • Thematisch fokussierter Wahn: Häufige Formen sind Verfolgungswahn, Eifersuchtswahn, Größenwahn oder körperbezogener Wahn (z. B. die feste Überzeugung, an einer Krankheit zu leiden, obwohl alle Tests negativ sind).
    • Alltagsfunktion: Abgesehen vom Wahnthema wirken Betroffene oft völlig normal und unauffällig.
  • Wahrnehmung: Es fehlt die Distanz zum Gedanken; der Wahn wird als absolute Tatsache erlebt.
  • Häufigkeit: Diese Störung ist deutlich seltener als Zwangsstörungen und wird oft erst spät erkannt.
Vergleich im Überblick

MerkmalZwangsstörungWahnhafte Störung
EinsichtVorhanden ("Ich weiß, das ist quatsch, aber...")Fehlend ("Ich weiß, dass es so ist!")
GefühlQuälend, fremd, ich-dystonÜberzeugt, Teil der eigenen Realität
HandlungRituale zur AngstreduktionHandeln aufgrund der Wahnüberzeugung
DiagnosegruppeAngst- und ZwangsstörungenSchizophrenie-Spektrum / Psychosen


Der Unterschied im Handeln ist oft der deutlichste Hinweis darauf, welches Störungsbild vorliegt.
Während der Zwangskranke gegen seinen eigenen Impuls ankämpft, handelt der Wahnkranke folgerichtig innerhalb seiner (veränderten) Realität.

Quelle https://www.msdmanuals.com/de/heim/psychische-gesundheitsstörungen/schizophrenie-und-ähnliche-störungen/wahnhafte-störung


Die Zwanghafte Persönlichkeitsstörung (Anankastische PS)
Dies ist die häufigste Ursache für ein dauerhaft andere korrigierendes Verhalten. Hierbei handelt es sich nicht um eine Zwangsstörung mit Wasch- oder Kontrollritualen, sondern um ein tief verwurzeltes Persönlichkeitsmerkmal.
  • Warum wird korrigiert? Betroffene haben ein extremes Bedürfnis nach Ordnung, Perfektion und Regeln. Ein Fehler (Grammatik, Fakten, Tischmanieren) löst bei ihnen echtes Unbehagen aus.
  • Das Motiv: Es geht darum, die Welt "richtig" zu machen. Sie empfinden es oft als ihre Pflicht, andere auf Fehler hinzuweisen, und wirken dabei oft belehrend oder moralisierend.
Charakter/Persönlichkeit: Der Betroffene hält sich schlicht für kompetenter und sieht das Korrigieren als notwendige Erziehungsmaßnahme.

Quellen:
Neurologen und Psychiater im Netz: Das Informationsportal der deutschen Fachverbände (DGPPN u. a.) bietet klinisch fundierte Informationen zur Abgrenzung von der Zwangsstörung.
ww.therapie.de/psyche/info/index/diagnose/persoenlichkeitsstoerungen/zwanghaft/
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt wäre noch die Frage zu klären, wo man in der Fachliteratur etwas über die "Schmetterlingskonditionierung" findet...

Die bisher genannten Quellen scheinen diesbezüglich ungeeignet zu sein.
 
Ja, ein Körper, viele Persönlichkeits-Identitäten.

Ein Körper, viele Persönlichkeiten (DIS Betroffene Bonnieleben)

Dann lassen wir mal wieder DIS Betroffene selbst zu Wort kommen. Triggerwarnungen folgen immer dann, wenn sie mE nötig sind.

So lange der Faden weiter offen bleibt, ich hatte ja eine Schließung ebenfalls in Betracht gezogen, so lange lasse ich auch weiterhin von einer Traumafolgestörung Betroffene durch Verlinkung hier zu Wort kommen. Um aufzuzeigen, wie man sich das Leben, in diesem Fall eine Therapiestunde, mit vielen anderen teilen muss und welche Konsequenzen es hat.
 
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