Dissoziative Identitätsstörung

Mutmasslich gibt es darauf
Du solltest die Triggerwarnungen selbst ernst nehmen.
Es scheint, als wärst du total fasziniert von diesen Mädels, die hier über ihre vielen Persönlichkeiten sprechen als wäre es eine Modeerscheinung. Suchst du gezielt nach diesen Videos? Was löst das bei dir aus, wenn du sie dir ansiehst?
eine genauso geschnappte Antwort (wenn überhaupt) wie auf meine höfliche Frage auf Selbstbetroffenheit.
 
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Mutmasslich gibt es darauf

eine genauso geschnappte Antwort (wenn überhaupt) wie auf meine höfliche Frage auf Selbstbetroffenheit.

Vielleicht nicht unbedingt selbst betroffen aber zumindest irgendwie angezogen von der Thematik.
So etwas gibt es durchaus:

Bestimmte psychische Krankheiten, insbesondere die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) (oft fälschlicherweise als "multiple Persönlichkeit" bezeichnet), üben auf viele Menschen eine gewisse Faszination aus. Diese Faszination hat in den letzten Jahren, befeuert durch soziale Medien und Medienberichte, teilweise Züge einer Modeerscheinung angenommen.

Warum Borderline & DIS faszinieren (und oft idealisiert werden)
  • Intensität und Dramatik: Borderline-Symptome wie extreme emotionale Schwankungen, intensive Beziehungen ("Idealisierung und Abwertung") und das Gefühl der "inneren Leere" werden in Filmen (z. B. Durchgeknallt) oder Serien oft theatralisch oder "glamourös" dargestellt. Das entspricht der Sehnsucht nach einem Leben voller Intensität, statt grauer Routine.
  • Romantisierung von Leiden: Insbesondere auf Plattformen wie TikTok oder Instagram werden psychische Erkrankungen manchmal entkontextualisiert. Borderline wird dort teils als "leidenschaftlich" oder "besonders tief fühlend" dargestellt, was die schweren, peinigenden Aspekte der Krankheit (wie Selbstverletzung, enorme Selbstzweifel) ausblendet.
  • Faszination des "Geheimnisvollen" (DIS): Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) fasziniert durch die Idee, "mehrere Persönlichkeiten" in einer zu haben. Die Vorstellung, dass eine Person verschiedene Anteile mit eigenen Stimmen, Fähigkeiten oder Altersstufen hat, wirkt auf viele mysteriös und filmreif.
  • Medienpräsenz von Stars: Prominente Persönlichkeiten (z. B. Pete Davidson, Selena Gomez, Amy Winehouse), die offen über BPS-Diagnosen oder Symptome sprechen, tragen dazu bei, dass das Thema sichtbarer, aber auch "trendiger" erscheint.

Der "Trend"-Aspekt (Modediagnose?)
  • TikTok-Mental Health Trend: Insbesondere bei jungen Menschen (Gen Z) sind Videos über "Signs you have BPD" sehr beliebt. Dies führt dazu, dass Symptome oft selbst diagnostiziert werden, auch wenn keine klinische Relevanz vorliegt.
  • Verlust des Stigmas = Hype: Positiv ist, dass psychische Krankheiten kein Tabu mehr sind. Der Schattenseite ist jedoch, dass manche Menschen eine Diagnose (oder das Zeigen von Symptomen) als Teil ihrer Identität sehen, um besonders oder "anders" zu sein.
 
Der Schattenseite ist jedoch, dass manche Menschen eine Diagnose (oder das Zeigen von Symptomen) als Teil ihrer Identität sehen, um besonders oder "anders" zu sein.
Man ist mit einer Krankeit anders als ohne diese.
Zeigten sich keine Symptome gaebe es keine Diagnose.
Eine psychische Erkrankung von seiner Psyche zu trennen (sich also nicht damit identifiziert zu sehen), halte ich praktisch fuer unmoeglich oder als Symptom einer Spaltung.
 
Auch für dich gilt, bevor du dich über Hörensagen Geschichten auslässt, habe einfach den Mut, sie selbst anzuhören und prüfe dich, wie weit du eine Neigung hast, verbreitete Narrative zu übernehmen.

Ich bin gespannt, ob EmmaRa den Mut findet, sich das Münsteraner Gutachten durchzulesen - oder ob sie eher die Neigung hat, ihr genehme Narrative kritiklos zu übernehmen. Eigentlich müsste das Gutachten für sie sehr interessant sein, denn dort geht es auch um Aussagen, von denen sie hier schrieb.
 
Du solltest die Triggerwarnungen selbst ernst nehmen.
Es scheint, als wärst du total fasziniert von diesen Mädels, die hier über ihre vielen Persönlichkeiten sprechen als wäre es eine Modeerscheinung. Suchst du gezielt nach diesen Videos? Was löst das bei dir aus, wenn du sie dir ansiehst?
Keine Antwort von der Fadenerstellerin....
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Antwort der Fadenerstellerin....

Sie wollte "uns" ja erstmal etwas Zeit für die nötige Beschäftigung mit Betroffenen geben:

Und obwohl es jetzt interessant werden könnte, lasse ich euch mal etwas Zeit, die nötigen Beschäftigungen mit den Betroffenen nachzuholen.

Von mir aus, dies überlasse ich natürlich den Moderatoren, nachdem ein Beitrag von @Yogurette und die Antwort darauf von mir gelöscht wurde, kann die Thematik nun auch mangels Interesse und mangels Fähigkeit sie unvoreingenommen als Ganzes zu betrachten, geschlossen werden.

Bestimmt wird sie sich noch melden, denn gewiss wird sie ihre Unvoreingenommenheit nicht nur auf tiktok Videos beschränken...
 
Wie würdest du es sonst erklären wenn plötzlich ein über 40jähriger Mann wie ein Kleinkind durch die Wohnung tapst und auf Einhörner steht?

Wenn ich das sagen darf, ohne dir damit iwie weh zu tun, denn das möchte ich nu wirklich nicht, aber du fragst ja hier danach: Ich würde denken, daß er sich total überfordert davon fühlt, als der erwachsene Mann im Leben stehen zu müssen, der er ist, und daß dieses gespielte Kleinkindsein ihm Erleichterung verschafft und zugleich ein Hilferuf ist, es ihm nicht so schwer zu machen. Ich würde denken, daß er ein ihn vernichtend deprimierendes Scheitern erlebt hat, emotional darin feststeckt und von früher her glaubt, daß nichts leisten zu können Kleinkindern vorbehalten ist, bei Erwachsenen jedoch bedeutet, abgelehnt zu werden und keine effektive Hilfe zu bekommen.

Seine Art dies umzusetzen, also durch die Wohnung zu tapsen, auf Einhörner zu stehen usw, mag ja sehr von normalem Verhalten abweichen, aber was tun denn all die vielen anderen Erwachsenen, um sich von etwas sie Quälenden abzulenken, sich zu trösten und wohlig einzulullen, sich oft aus all dem rauszubeamen? Da gibt es eine ganze Menge, wie im Übermaß Alkohol, Drogen, Fernsehen, Zocken, sich ins Sofa kuscheln, Sachen kaufen ... Nur ist all das bis zu einem gewissen Punkt gesellschaftlich abgesegnet als normale Freizeitgestaltung freier Erwachsener. Solange sie funktionieren, fällt´s nicht groß auf, und kaum jemand würde ein tiefes Unglücklichsein vermuten.

Darum würde ich denken, daß er wie alle anderen in einem emotionalen Loch steckenden Erwachsenen zu betrachten wäre und nicht, daß er eine spezielle psychische Störung oder Krankheit oder so hätte, die einen eigenen Namen trägt und der, weil sie so besonders ist im Sinne von abweichend von allen anderen, gar nicht beizukommen wäre. Es wird wie bei allen anderen leidenden Menschen sein: Die üblichen Therapien sind gut gemeint und können einen aus seinem Loch heraus geleiten, doch Klick machen muß es in ihm selbst. Und dazu kommt ja noch, daß das Leben für den Rest der Familie derweil ja weiterläuft und es schwer ist, so viel wie vermutlich nötig zu geben.
 
Zitat von Chantal Frei:
"In England brachte mich Queen Elisabeth II. zur Westminster Abbey, wo sie zuschaute, wie ich auf der Streckbank gefoltert wurde. Mit 16 Jahren wurde ich in die Sagrada Familia (große Kathedrale/Basilika) in Barcelona gebracht, das war an einem 30. April, dem Geburtstag Satans. Angeleitet wurde diese Feier von dem österreichischen Schauspieler und Sänger Peter Alexander.
Bei dieser Feier waren sehr viele Leute dabei, einige berühmte Menschen habe ich erkannt, wie z.B. König Felipe von Spanien. Der französische Rugby-Spieler Serge Blanco, der Schauspieler Gérard Depardieu und die drei Tenöre Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras. (...)"

Hast du / habt ihr (in die Runde) das gesehen? Ich fand´s gerade übers Googeln nach ihrem Namen.

(seltsame Meldung: "Browser wird nicht unterstützt..." Bei mir gehts, das Video usw erscheint.)

Was daraus mittlerweile alles geworden ist: Podcast, Lesungen, Vorträge, Film, Buch, Spendenaufruf..
Und die vielen Links, die auf der Seite aufgeführt sind. Bereits die Gliederung des Podcasts zeigt auf,
wo es langgeht. Das übliche Klischee mit allem drum und dran. Wirkt auf mich sehr dicke aufgetragen.

(Man muß das ganze 2 Std+Ding laufenlassen, kann nicht vorspulen? uff .., allein das ist schon aufdringlich)
 
Wenn ich das sagen darf, ohne dir damit iwie weh zu tun, denn das möchte ich nu wirklich nicht, aber du fragst ja hier danach: Ich würde denken, daß er sich total überfordert davon fühlt, als der erwachsene Mann im Leben stehen zu müssen, der er ist, und daß dieses gespielte Kleinkindsein ihm Erleichterung verschafft und zugleich ein Hilferuf ist, es ihm nicht so schwer zu machen. Ich würde denken, daß er ein ihn vernichtend deprimierendes Scheitern erlebt hat, emotional darin feststeckt und von früher her glaubt, daß nichts leisten zu können Kleinkindern vorbehalten ist, bei Erwachsenen jedoch bedeutet, abgelehnt zu werden und keine effektive Hilfe zu bekommen.

Seine Art dies umzusetzen, also durch die Wohnung zu tapsen, auf Einhörner zu stehen usw, mag ja sehr von normalem Verhalten abweichen, aber was tun denn all die vielen anderen Erwachsenen, um sich von etwas sie Quälenden abzulenken, sich zu trösten und wohlig einzulullen, sich oft aus all dem rauszubeamen? Da gibt es eine ganze Menge, wie im Übermaß Alkohol, Drogen, Fernsehen, Zocken, sich ins Sofa kuscheln, Sachen kaufen ... Nur ist all das bis zu einem gewissen Punkt gesellschaftlich abgesegnet als normale Freizeitgestaltung freier Erwachsener. Solange sie funktionieren, fällt´s nicht groß auf, und kaum jemand würde ein tiefes Unglücklichsein vermuten.

Darum würde ich denken, daß er wie alle anderen in einem emotionalen Loch steckenden Erwachsenen zu betrachten wäre und nicht, daß er eine spezielle psychische Störung oder Krankheit oder so hätte, die einen eigenen Namen trägt und der, weil sie so besonders ist im Sinne von abweichend von allen anderen, gar nicht beizukommen wäre. Es wird wie bei allen anderen leidenden Menschen sein: Die üblichen Therapien sind gut gemeint und können einen aus seinem Loch heraus geleiten, doch Klick machen muß es in ihm selbst. Und dazu kommt ja noch, daß das Leben für den Rest der Familie derweil ja weiterläuft und es schwer ist, so viel wie vermutlich nötig zu geben.

Keine Sorge es ist ein freies Land, da kann jeder seine Meinung sagen, mache ich ja auch.
Meine Frage war eher rhetorisch gemeint, denn für mich gibt es keinen Zweifel dass es eine DIS ist und was andere meinen ist mir ehrlich gesagt egal.
Seine Therapeutin hat das ja auch diagnostiziert, auch wenn die meisten Therapeuten, von denen ich gehört hab, mit sowas gnadenlos überfordert sind.
 
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Meine Frage war eher rhetorisch gemeint, denn für mich gibt es keinen Zweifel dass es eine DIS ist und was andere meinen ist mir ehrlich gesagt egal.
Seine Therapeutin hat das ja auch diagnostiziert, auch wenn die meisten Therapeuten, von denen ich gehört hab, mit sowas gnadenlos überfordert sind.

Dann hat das Ding also einen Namen bekommen. Und dahinter stehen die Emotionen und Gedanken der Person.
 
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