Aber müssen nicht die Jungen für die Alten da sein?
Ist es nicht meine Pflicht für dich zu sorgen?
Papa weiß deine Gesinnung zu schätzen und wenn er deine Hilfe will, weil er meint, noch nicht so weit zu sein, durch das große Tor zu gehen, dann wird er dich fragen, denn falscher Stolz ist ihm fremd.
Wir

kennen keine Sorge-Pflicht oder eine Pflicht, das Leben eines anderen verlängernd zu erhalten. Bei uns ist es eine innere Veranlagung, ein Instinkt viel mehr, der uns bereits bei unserer Zeugung eingeimpft wird, das Leben zu erhalten. Keine Pflicht. Wir

kennen keine Rechte und Pflichten, wir kennen nur ein Sein und ein Tun und diese niemals endende Reise durch die Lichtkanäle und Adern des pulsierenden Universums. Und hier ist ein fortwährendes geboren werden und sterben, ein ewiger Kreislauf. Wenn wir sehen, dass ein Leben eines Monkianers zu Ende geht, dann wenden wir uns an das große Licht, das für uns keine phantasitsche Fiktion mehr ist sondern eine Realität, und bitten es, dieses Leben in seiner Erinnerung aufzubewahren. Denn wie wir wissen, gibt es im großen Netzwerk lichtvoller Gedanken keine Demenz und kein Vergessen.
Natürlich behandeln wir auch unsere Kranken und trachten danach, dass sie wieder gesunden. Wir lassen nicht jeden Monkianer einfach verbluten, wenn er sich mal verletzt. Doch wir schließen sie nicht an Maschinen an, von denen sie beatmet werden, denn es gibt nur einen Beatmer im All.
Würde ich nicht dann eines Tages an deinem Grabe stehen und denken: "Ich hab ihn allein gelassen, in den letzten Zügen seines Lebens.." und mein Gewissen würde mich zerfleischen?
Dein Gewissen will dich nicht zerfleischen, es will dir mitteilen, dass dein Papa ins ewige Licht gegangen ist und du keine Sorge mehr haben brauchst, sondern ihn in freudiger Erinnerung in deinem Herzen tragen darfst, von wo aus er weiterhin zu dir sprechen wird.
Papa
