Die Augen aufmachen - wer will

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neee, um Beurteilungen der Menschen ..........

Hier ging es nicht um die Beurteilung von Menschen, sondern von der Beurteilung einer Situation.
Wenn eine Frau schwanger ist, was wünscht sie sich, ein gesundes Kind oder ein behindertes Kind? Ich denke die Antwort ist da eindeutig. warum, weil das behinderte Kind nicht die gleichen Chanzen im Leben hat, weil die Lebensqualität nicht so gross wäre wie für ein gesundes Kind. Wer das leugnet, entweder lügt, ist unrealistisch oder ist so krampfhaft esoterisch dass er Unterschiede gleich machen will.
 
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Der Mensch ist wesentlich mehr als Materie.

Ich stimme dir zu, das der Mensch mehr als Materie ist, aber gerade deswegen ist in in vielen Fällen ein optimales Zusammenspiel von gesunder Ernährung und das arbeiten an (heilen von) Psyche und Seele wichtig , um allumfassende Gesundheit zu erlangen.
Aus eigener Erfahrung (ich war lange krank, unter anderen auch fast 20 Jahre magersüchtig ) um gesund zu werden , spielte bei mir das optimale Zusammenspiel eine große Rolle.
Ich stelle das auch immer häufiger bei meiner Arbeit mit Klienten fest ,dass gesunde Ernährung ein hohen Stellenwert zur Verbesserung des Wohlbefindens einnimmt. Ein auch wichtiger Aspekt ist Selbstliebe.


Charlie Chaplin - Selbstliebe schrieb:
...
Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,
aber heute weiß ich: Das ist “Selbstliebe”.

...​
 
bornfree schrieb:
Du tendierst eben,aber du weisst es nicht.

Ich habe meine Ansicht, und zwar aufgrund langjähriger Erfahrung. Allerdings maße ich mir im Gegensatz zu dir nicht an, 100%ig zu wissen, was andere empfinden. Du machst es mit den Behinderten genauso, wie du es mit der veganen Ernährung machst. Für dich ist sie optimal, und demnach sind alle anderen, die sich nicht so ernähren, ja sicherlich nur aufgrund ihres Fleischkonsums krank. :ironie:

bornfree schrieb:
Wenn alle die Wahl hätten, nicht behindert zu sein, würden sich , die meisten wenigstens , dafür entscheiden , nicht behindert zu sein.

Logisch, aber das ist nicht das Thema. Wenn jemand mit Behinderung auf die Welt kommt, kennt er es nicht anders. Erzähl' mal einem von Geburt an Blinden, dass der Himmel blau und das Gras grün ist. Das müsste auch dir klar sein - um bei deiner Ausdrucksweise zu bleiben. Ebenso jemand, der von Geburt an im Rollstuhl sitzt. Er kann diverse Vorstellungen haben, sehen, wie andere laufen usw. Wie es tatsächlich ist, weiss er nicht. :rolleyes:

bornfree schrieb:
Wenn eine Frau schwanger ist, was wünscht sie sich, ein gesundes Kind oder ein behindertes Kind?

Sorry, aber was soll das? Es geht nicht um wünschen oder nicht wünschen. Dass sich niemand eine Krankheit oder Behinderung wünscht, steht doch wohl hoffentlich ausser Frage. Es geht schlicht um die bedingungslose Akzeptanz, um das Annehmen einer Situation, und sonst um gar nichts. Je mehr man es schafft, seine Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen, umso eher kann er einen Sinn darinnen erkennen und ein für ihn erfülltes Leben führen.

Es gibt Menschen, die werden nach schwerster Krankheit und/oder mit Behinderung zum Segen für andere. Somit kann die Krankheit/Behinderung eine enormer spiritueller Entwicklungsschritt sein.

LP
 
Zuletzt bearbeitet:
Logisch, aber das ist nicht das Thema. Wenn jemand mit Behinderung auf die Welt kommt, kennt er es nicht anders. Erzähl' mal einem von Geburt an Blinden, dass der Himmel blau und das Gras grün ist. Das müsste auch dir klar sein - um bei deiner Ausdrucksweise zu bleiben. Ebenso jemand, der von Geburt an im Rollstuhl sitzt. Er kann diverse Vorstellungen haben, sehen, wie andere laufen usw. Wie es tatsächlich ist, weiss er nicht. :rolleyes:

LP

Das Thema war dass Leben ohne Behinderung nicht so hohe Lebensqualität wie ein gesundes leben. Das war meine Original AUssage. Dann würde etwas anderes daraus gemacht.
Und nichts anderes habe ich gemeint. Wenn du über etwas anderes reden möchtest, kann ich das auch. Ein Blinder weiss zwar nicht was blau oder grün ist, aber er weiss dass er blind ist und wenn er die Wahl hätte, würde er sich dafür entscheiden , nicht blind zu sein.Der Junge im Rollstuhl weiss zwar nicht wie es sich anfühlt zu laufen, aber er weiss dass andere laufen. Und er hat sich bestimmt schon mal gewundert wie das wäre oder hat sich gewünscht dass er es auch könnte. Darum ging es mir. Du redest von etwas ganz anderes.
 
bornfree schrieb:
Das Thema war dass Leben ohne Behinderung nicht so hohe Lebensqualität wie ein gesundes leben. Das war meine Original AUssage.

Ja, für DICH mag das so sein. Das heisst aber noch lange nicht, dass es für andere genauso sein muss. Es liegt immer am Menschen selbst, ob er lernen kann bzw. will, mit den Gegebenheiten umzugehen und sie zu akzeptieren als nunmal vorhanden und unabänderlich - dann ist durchaus ein erfülltes Leben möglich. Oder man sträubt sich permanent dagegen, dann wird man auch permanent unzufrieden und unglücklich sein.

bornfree schrieb:
und wenn er die Wahl hätte

Ein Behinderter hat aber - sofern es sich um eine bleibende handelt - keine Wahl. Punkt.

Die ganzen Statements haben sich in diesem Rahmen bewegt. Was ist daran so schwer zu verstehen?

[QUOTEpolarfuchs]Die Mehrheit würde wohl lieber kerngesund sein, als eine Behinderung zu haben.[/QUOTE]

Das steht ausser Frage.

LP
 
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Ist ja ganz einfach:

Die Mehrheit würde wohl lieber kerngesund sein, als eine Behinderung zu haben.
Oder wäre hier jemand lieber behindert, als nicht behindert?
Ich finde die Frage danach, was sich Eltern für ihre Kinder wünschen würden schon richtungsweisend.

Und natürlich ist behindert nicht gleich mit gesund. Jedenfalls nicht im praktischen Alltag. Ich verstehe gar nicht, was da für ein Fass aufgemacht wird.

(Ich sollte hier MOD sein... mal den Walter fragen:D)
 
Hier ging es nicht um die Beurteilung von Menschen, sondern von der Beurteilung einer Situation.

Ne ne, schau dir den Threadtitel an und schau dir noch einmal an, wogegen es hier im Grundtenor ging.

Eine Beurteilung, gepaart mit Verurteilung.

Und nun sind wir wieder bei Beurteilung, diesmal über Behinderte, wie die sich zu fühlen haben.

Hat übrigens was mit dem Tenor des Threads zu tun, wir beurteilen andere, über eine Sache, die zu deren Leben gehört und verurteilen gleichzeitig.

Fehlte jetzt analog nur noch, das gemeint wird, man müsse auch den Behinderten die Augen öffnen, wie sie doch eingeschränkt sind. Und, solche Menschen gibt es auch noch tatsächlich.
 
Das Thema war dass Leben ohne Behinderung nicht so hohe Lebensqualität wie ein gesundes leben. Das war meine Original AUssage. Dann würde etwas anderes daraus gemacht.
Und nichts anderes habe ich gemeint. Wenn du über etwas anderes reden möchtest, kann ich das auch. Ein Blinder weiss zwar nicht was blau oder grün ist, aber er weiss dass er blind ist und wenn er die Wahl hätte, würde er sich dafür entscheiden , nicht blind zu sein.Der Junge im Rollstuhl weiss zwar nicht wie es sich anfühlt zu laufen, aber er weiss dass andere laufen. Und er hat sich bestimmt schon mal gewundert wie das wäre oder hat sich gewünscht dass er es auch könnte. Darum ging es mir. Du redest von etwas ganz anderes.

Habe zwei Jahre lang in einer WfbM gearbeitet. Ich stimme dir zu. Ein Beispiel (es gibt natürlich noch viel mehr davon): Eine 20jährige Frau, leichte Lernbehinderung, schwere Gehbehinderung (ihr ist es nur möglich mit zwei Gehilfen zu gehen). Sie war oft verzweifelt und meinte, wie gerne würde sie rennen, tanzen und springen können. Ihr ist klar, dass es ihr niemals möglich sein wird, aber sie sehnt sich trotzdem danach (obwohl sie diese Behinderung von Geburt an hat).


Wenn eine Frau schwanger ist, was wünscht sie sich, ein gesundes Kind oder ein behindertes Kind? Ich denke die Antwort ist da eindeutig.

Dies war ein großes Diskussionsthema im Unterricht. Seit der Einführung der Pränataldiagnostik werden immer mehr Kinder abgetrieben, wer will schon ein Kind mit "Chromosomenschaden", die Zahlen von schwerst-mehrfach-Behinderungen steigen jedoch.
Im Zuge einer langangelgten Förderplanung (mit einem Jungen Mann mit Down-Syndrom) hatte ich auch viel mit seiner Mutter zu tun. Eines Tages fragte ich sie, ob sie mit dem heutigen Wissen, ihren Sohn abtreiben würde. Ihr Antwort war klar: "Um himmelswillen, nein!" Ihr Sohn sei der, der Lebensqualität in die Familie bringen würde. Er brächte Freude und Liebe, war ihre Hauptaussage.
Er war selten traurig. Nur einmal war er verzweifelt... als seine Schwester schwanger war. Es gab zwei Gründe für seine Verweiflung. Der erste war, er hatte Angst, ob das Kind so sein könnte wie er. Der zweite Grund war, er fragte sich, ob er ein guter Onkel sein könnte. Den zweiten Grund der Sorge konnte ich ihm nehmen. Er fragte mich: "Was muss guter Onkel machen?" Ich antwortete: "Das Kind immer ganz arg lieb haben!" Sichtlich erleichtert sagte er: "Kann ich!" Ein Jahr später (hatte den Arbeitsplatz schon gewechselt, machte aber einen Besuch in der WfbM), kam er zu mir und zeigte mit ein Foto von ihm und dem Baby. Er sagte: "(zeigte auf das Baby) Isch g'sond... Gott sei dank! ond (zeigte auf sich) Der beschde Onkel uf der Welt! Hab's ganz arg lieb!"
 
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Die Mehrheit würde wohl lieber kerngesund sein, als eine Behinderung zu haben.
Oder wäre hier jemand lieber behindert, als nicht behindert?
Ich finde die Frage danach, was sich Eltern für ihre Kinder wünschen würden schon richtungsweisend.

Behinderung ist für mich eine Einschränkung, bei einigen körperlich und bei anderen gehirnwindungstechnisch und ich meine hier nicht eine geistige Behinderung mit.

So gesehen, relativiert sich der Begirff Behinderung. Gehirnwindungstechnisch beurteilt, würden die Behindertenzahlen aber enorm ansteigen. ;)
 
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