Was ist Einbildung daran, wenn man mit 20 glaubt, die gesamte Wegstrecke zurückgelegt zu haben? Es gibt für ihn ja noch gar nicht mehr Wegstrecke.
Die Strecke entsteht erst mit dem Gehen.
nun, solange du nicht gestorben bist, wirst du im laufe deines lebens noch viel erleben.
in welcher form das erleben/erlebtes prägt, ist individuell verschieden.
ich persönlich denke, dass es wichtig ist für sich selbst ein ziel zu finden - ein ziel, das sich im laufe des lebens/erlebens und der verarbeitung des erlebten definiert - oder auch nicht.
für mich ist das ziel zu größtmöglicher eigenverantwortung und achtsamkeit zu finden.
so verstehe ich auch die frage von
@PaulaM.
für mich kann das ziel nicht sein den glauben an eine abhängigkeit von einer eingreifenden höheren macht zu kultivieren.
in meinen augen ist das eine rückschrittliche entwicklung.
statt erwachsen werden - zurück in eine kindheit, die betreuende und lenkende hände braucht.
Unsere westliche Gesellschaft ist stark individualisiert, was aber nicht den Wunsch nach Menschen, die einen verstehen und unterstützen verbannt hat. Mit dem individuellen Einzelgängertum ist maximale Trennung erreicht, nun ist es an der Zeit wieder zueinander zu finden.
weil so viel von liebe gesprochen wird -
wirkliche liebe kann für mich erst dort sein, wo menschen einander nicht mehr brauchen -
sehr wohl aber zueinander finden als absolut eigenverantwortliche, achtsame und insofern freie menschen.