ich habe noch eine andere Frage, bei komplexen Themen wie Astrologie, wie würdest Du da überhaupt Zufall festlegen in Prozenten?
X Treffer unterzufällig, wa ja auch wichtig wäre und außergewöhnlich, Y Treffer sind Zufall, ab Z Treffern überzufällig... und dann?
12 Tierkreiszeichen, 12 Häuser (in denen Planeten sowie Mond, Sonne, Point of Fortune, AC, MC DC... stehen können) mit zu jeder Konstellation spezifische Beschreibungen...
Das habe ich doch nun schon mehrfach beschrieben. Aber gerne nochmal:
Das liefe (und lief schon) über einen Zuordnungs-Test: D.h. man versuche irgendwie ein Horoskop einer Versuchsperson zuzurodnen. Wie man das genau macht, ist dabei egel, hauptsache die Person, die diese Zuordnung durchführt, hat dabei NICHT das Wissen, welches Horoskop zu welcher Person gehört, sondenr muss das eben nur anhand der Stimmigkeit machen.
Am einfachsten wäre da beispielsweise, dass man jede Versuchsperson selbst das eigene Horoskop heraussuchen sollte. Dabei müssten aber Versuchspersonen ausgeschlossen sein, die schon früher ausführliche Horoskope von sich gelesen haben, weil sie durch das Wiedererkennen gebiast sein können.
Man könnte auch die Astrologen den Abgleich machen lassen, indem sie mit den Versuchspersonen jeweils reden, wobei in dem Gespräch Fragen über das geburtsdatum tabu wären. Nach den Gesprächen können dann die Astrologen versuchen die Versuchspersonen den geburtsdaten zuzuordnen, die ihnen gegeben wurden.
Wenn Du willst, brauchen die Zuordnungen auch nicht jeweils anhand der ganzen Vielfalt der Deutungen geschehen, sondern es werden pro Versuchsperson nur zwei oder drei Deutungen angeboten, wobei die falschen Deutungen von mir aus auch zufällig erstellt sein können (solange sie mit genau dem gleichen Verfahren erstellt wurden, wie das echte Horoskop; nur eben mit einem zufälligen Geburtsdatum).
Von mir aus kann man die Wahl auch schwammiger gestalten und Punkte auf die Horoskope verteilen a la: "Am besten passt die Deutung, am zweitbesten die andere etc."
Vieles ist da möglich, und es wurde da auch schon einiges gemacht, OHNE, dass die Zufallserwartung überschritten wurde.
Die Zufallserwartung, d.h. wieviele richtige Zuordnungen alleine aufgrund der Zufallserwartung zu erwarten sind, kann man leicht anhand des testdesigns ausrechnen. Ebenso kann man leicht ausrechnen, wieviele richtige Zuordnungen nötig wären, um von "statistisch signifikant" reden zu können.
Als Kontrolgruppe kann man dann auch nicht-Astrologen Deutungen schreiben lassen, die den gleichen Test durchlaufen, und die Trefferquoten können verglichen werden.