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hi zahler,
momentan haben wir deflation... das liegt an den kursstürzen an den börsen die milliarden vernichtet haben und vernichten und an den gigantischen abschreibungen. da werden gigantische (virtuelle) summen vernichtet. auch geht die nachfrage rapide zurück, was momentan noch zu preisrückgängen führt und sich im prinzip auch deflationär auswirkt.
aber, wie du schon richtig erkannt hast werden auf der anderen seite die märkte mit milliarden geschwemmt was natürlich hyperinflationär ist.
das kann man nun auch nicht mehr stoppen, will man auch nicht, denn die flutung wird ja ständig als unsere rettung gepriesen.
das ergebnis ist: wenn die börsen dann am boden angelangt sind, wenn die abeschreibungskandidaten (und viele viele viele andere auch) insolvent sind und die staatsanleihen nicht mehr abgekauft werden, dann schlägt die deflation um in die hyperinflation.
Freitag, 21. November 2008
"Citigroup im freien Fall"
Die Citigroup im freien Fall, gestern notierte die Aktie auf ein 15-Jahrestief, bei nur noch 4,71 Dollar, -26,4%. Die Marktkapitalisierung der Citigroup schrumpfte auf 25,67 Mrd. Dollar. Ein unvergleichlicher Absturz von knapp 300 Mrd. Dollar Börsenwert seit Ende Mai 2007!
Der Markt scheint die Insolvenz der ehemals größten Bank der Welt einzupreisen! In den letzten 4. Quartalen fuhr die Citigroup unfassbare 20,254 Mrd. Dollar Verlust ein. Seit Ausbruch der Finanzkrise nahm die Citigroup Abschreibungen in Höhe von 60,8 Mrd. Dollar vor und ist damit weltweit "Marktführer" bei den vorgenommenen Abschreibungen!
Die Citigroup hält Total Assets (Summe der Vermögenswerte) von gewaltigen 2,05 Billionen Dollar. Die weltweiten Kundeneinlagen betragen gigantische 780,3 Mrd. Dollar. Too Big to Fall? In der aktuellen Phase der Finanzkrise scheint nichts mehr unmöglich.
393 Mrd. Dollar betragen die langfristigen Schulden der Citigroup und die Citi hat Schatten-Assets in Höhe von unglaublichen 1,226 Billionen Dollar in Zweckgesellschaften, Special Purpose Entities (SPEs) geparkt. Dies dürfte auch der eigentliche Grund für den Absturz der Aktie sein. Denn das Bewusstsein der Finanzmarktakteure das dies nicht wieder einbringbare Vermögenswerte sind, ist in den letzten Wochen und Monaten der Finanzkrise doch stark angestiegen!
In diesen SPEs addiert sich eine unglaubliche Summe an Kreditmüll! 578,3 Mrd. Dollar an Hypothekenkreditverbriefungen, 122,5 Mrd. Dollar an verbrieften Kreditkartenschulden, 34,5 Mrd. an Collateralized Debt Obligations (CDOs), 24,5 Mrd. an CLOs (verbriefte Kredite für Firmenübernahmen), 86,8 Mrd. an Asset Backed Commercial Papers (ABCP) u.s.w.
324,3 Mrd. des Kreditmülls von den 1,226 Billionen Dollar an in SPEs geparkten "Assets" wird in außerbilanziellen Variable Interest Entities (VIEs) verwaltet. In diesen unkonsolidierten VIEs hat die Citigroup 46,1 Mrd. Dollar an verbrieften Commercial Real Estate Loans versteckt, dies sind Kredite für gewerbliche Immobilien, deren Wert gerade besonders einbricht, siehe CMBX-Index von Markit!
Angesichts dieser Datenlage würde die Citigroup wohl das US-Rettungspaket Troubled Asset Relief Program (TARP) in Höhe von 700 Mrd. Dollar alleine verschlingen können, um diesen spekulativen Verhau wieder auf solide Füße zu stellen.
Einen weiteren Hinweis für die dramatische Lage bei der Citigroup, liefern die in der Bilanz unter Fair Value im 3. Quartal verbuchten Level 3 Assets in Höhe von 157,6 Mrd. Dollar. Level 3 Assets sind Vermögenswerte welche nicht handelbar sind und für die es keine verfügbaren Marktpreise gibt, de facto werden diese illiquiden Vermögenswerte mit Fantasiebewertung nach "Mark to Modell" bewertet. Aber auch für die 1,036 Billionen Dollar welche nach Level 2 bewertet wurden besteht großer Gestaltungsspielraum denn hier werden bei nicht direkt vorhandenen Marktwert oder nicht ausreichend liquiden Märkten einfach vergleichbaren alternativen Marktpreisen zur Bewertung herangezogen.
Ein letzter Beleg für den Casino-Player Citigroup, das Derivatepotfolio:
Ein nominal ausstehendes Derivatevolumen von 36,8 Billionen Dollar, davon 3,29 Billionen Kreditderivaten, CDS.
Die platzende Kreditblase fordert auch bei den Mitarbeitern der Citigroup Opfer, in 2009 sollen weitere 52'000 Jobs bei der Citigroup wegfallen. Nach Angaben von Bloomberg sollen weltweit in der Finanzindustrie bis Mitte 2009 gewaltige 350'000 Stellen gestrichen werden. Dies passt ins Bild zu den gestern veröffentlichen Erstanträgen für die Arbeitslosenhilfe in den USA, in der Woche bis zum 15. November, sie stiegen auf 542'000 Anträge, der höchste Stand seit 1982!
Die Abwärtsspirale dreht sich unaufhaltsam weiter, die Verwerfungen des Finanzmarktes sind einfach zu groß!
Infla sobald die Blase platzt, im Mom ist die Nachfrage nach Dollar ja weiterhin rel. hoch bedingt durch Fonds etc, alles will in Rohstoffe, dafür braucht man eben erstmal Dollar. Wenn das durch ist...was dann?
Das Problem ist, das alle am Tropf der USA hängen, also rein wirtschaftlich.
Das ist die schlechte Seite der Globalisierungsmedaille, alles ist verknüpft, wie in einem Kartenhaus. Wenn da eine Stütze (und das sind die USA, die sind quasi DIE Stütze).
....Text...........
Mfg
Zahler
Kein Problem =)
Was ich mich grade frage...die cds wurden doch von Blythe Masters erfunden, bei J.P. Morgen Chase.
Ist J.P. Morgen Chase nicht größter Anteilseigner an der FED?
Wo ist der Sinn? Will man die EU nach dem Kollaps in eine gemeinsame Währung "zwingen" nach dem Motto "Größe schützt"? Ergäbe zumindest einen Sinn, denn wenn man sich dann der FED unterordnen würde, hätte diese nicht nur die finanzielle Kontrolle über die USA.
Die Frage wäre, wenn....was für Druckmittel hat man? Die EU würde dem sicher nicht zustimmen?
Dann würde es allerdings schlüssig sein, dass man erst diesen CDS Crap entwickelt und dann Streubombenlike über den ganzen Globus verteilt, jetzt braucht man nur noch einen Zündfunken...die Citygroup?
Mal so rein spekulativ =)
Mfg
Zahler