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boah, ich muss sagen: mir geht meine "krisenberichterstattung" mittlerweile selber auf den sack....
ich mach damit jetzt mal ein paar wochen pause...
Eigentlich ist es völlig schnuppe, wers kriegt. Ein kleiner Imbiss. Hält ein paar Stunden und dann knurrt wieder der Magen.
Dann kann man es ja auch gleich in Schulen, Kindergärten und soziale Einrichtungen stecken - ich glaube, das wäre nachhaltiger...man kann es natürlich auch mir geben - ich denke, ich würde es schon sinnvoll ausgeben, zumindest sinnvoller als es Menschen in den Rachen zu werfen, die eh schon genug haben.
Ich dachte da z.B. an die Unterstützung von Menschen mit Visionen, die sie aber leider nicht umsetzen können, weil ihnen das nötige Kleingeld fehlt - und wenn diese es versaubeuteln, so haben sie wenigstens die Chance gehabt, es zu versuchen. Die Banker haben ihre Chance ja vertan...
Oder eine Breitstreuung an Familien, die finanziell echte Probleme haben (und davon gibt es ja einige) - oder ich würde die Gelder in Ausbildung investieren. Da gibt es soviele Baustellen, die schon lange sehr dringend sind, aber anscheinend in manchen Augen nicht wichtig genug....
Aufkeimende Sorge um das Euro-System
Von Stefan Ruhkamp
05. November 2008
Gewissheiten sind rar geworden in der Finanzkrise. Vor ihrem Beginn zählten Spekulationen über die Stabilität des Euro-Systems allenfalls zum Repertoire von Verschwörungstheoretikern. Heute gilt ein Auseinanderbrechen des Euro-Raums unter den etablierten Ökonomen zwar immer noch als extrem unwahrscheinlich.
Aber auf den Anleihemärkten spielt dieses Szenario dennoch eine Rolle, wenn auch bisher eine untergeordnete. Seit der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September, durch die auch viele europäische Banken in Schwierigkeiten gerieten, haben sich die Risikoprämien für Anleihen von Ländern wie Italien und Griechenland nahezu verdoppelt. Die Anleger fragen besorgt, ob der zu erwartende Anstieg der Verschuldung verarbeitet werden kann und ob es nicht doch ein Restrisiko gibt, dass sich einige Staaten mit der Rettung der Banken übernehmen....
....Griechische Titel mit zehn Jahren Restlaufzeit sind zum Beispiel derzeit nur verkäuflich, wenn der Investor eine Verzinsung erwarten darf, die rund 1,4 Prozentpunkte höher liegt als die von deutschen Bundesanleihen. Italienische Titel locken mit gut einem Prozentpunkt Renditeaufschlag, dreimal mehr als noch zu Jahresbeginn....
....zeigt das Beispiel Island. Das kleine Land - eines der reichsten der Erde - steht vor dem Zahlungsausfall. Die maroden Banken der Insel haben Verpflichtungen in fremder Währung, die dem 15-Fachen der jährlichen Wirtschaftsleistung Islands entsprechen.
Die Auslandsengagements der Banken spielen auch in einigen Ländern des Euro-Raums eine große Rolle. Selbst die Risikoprämie für österreichische Anleihen ist in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Die Beunruhigung geht hier von der Schwäche der osteuropäischen Nachbarn aus. Banken und Staat haben Auslandsforderungen im Wert von rund 600 Milliarden Euro. Die Hälfte entfällt auf osteuropäische Schwellenländer, darunter Ungarn, Rumänien und die Ukraine.
Das sind Länder, die wegen ihrer Schulden schon in arge Schwierigkeiten geraten sind. 300 Milliarden Euro entsprechen etwa 80 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung Österreichs. Sollte also nur - sagen wir - ein Zehntel der Forderungen uneinbringlich sein, wären die österreichischen Banken rasch überfordert, der Staat müsste einspringen und seine Verschuldung nennenswert erhöhen.
wacht die mainstream-presse etwa auf?
Von Corinna Visser
5.11.2008
Berlin - Wirtschaft und Politik haben die Banken aufgefordert, mittelständischen Unternehmen trotz Finanzkrise weiter ausreichend Kredite zu gewähren. Jetzt ist es ihre Aufgabe, auch wieder ihre originäre Funktion wahrzunehmen, nämlich die gesamte Wirtschaft mit Kapital zu versorgen, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Der Schaden ist groß genug. Die globale Finanzmarktkrise habe in wachsender Intensität und Geschwindigkeit auch die deutsche Wirtschaft erfasst. In einigen Branchen sei die Auftragslage dramatisch eingebrochen, und es mehrten sich die Anzeichen, dass sich die Krise nachhaltiger auf die gesamte Wirtschaft niederschlage als bisher erwartet. Auch der Bundesverband der deutschen Industrie verlangte von den Banken, zu gegebenen Kreditlinien und vereinbarten Konditionen für Unternehmen zu stehen. Sonst verstärken sich die negativen Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft, warnte BDI- Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf.
06.11.2008 12:01 Toyota prophezeit schlimmste Krise
Die Hiobsbotschaften aus der Autobranche reißen nicht ab. Der nach Absatz weltgrößte Autobauer Toyota hat die Märkte mit einer Gewinnwarnung geschockt und vor "einer nie da gewesenen Krise" der Autoindustrie gewarnt.
"Die Finanzkrise entwickelt sich zur Wirtschaftskrise", warnte Daimler-Chef Dieter Zetsche.
(Thomas Leithäuser (Hrsg.), Entwurf zu einer Empirie des Alltagsbewußtseins, Ffm 1977, S.65)Das Alltagsbewußtsein betreibt unausgesetztes Schicksalsmanagement, das die Gefahr so lange übersieht, möglichst unthematisch hält, ihre Thematisierung schwächt, bis sie hautnah und unausweichlich geworden ist.