Laguz
Sehr aktives Mitglied
Also, ich urteile auch nicht über Singles.Eh. Ich wehr mich aber dagegen, dass über Singles oft so geurteilt wird, als wären sie irgendwie nicht ganz richtig. Da muss irgendwas in der Kindheit passiert sein oder sie haben schlechte Erfahrungen gemacht, sie sind blockiert, die Muttermilch hat nicht geschmeckt oder der Mond hängt schief. Ich finde das anmaßend.
Es sind schlichtweg Lebenserfahrungen, die dazu führen, ob sich jemand erst mal bewusst gegen eine enge Zweisamkeit entscheidet oder nicht.
Bei mir war es eindeutig so, dass ich (Beziehung ab 21 J., geheiratet mit 25 J.) auf einen Menschen hereingefallen bin, dabei an das Gute in ihm glaubte, obwohl er nicht wirklich Interesse an mir als Mensch hatte (was ich erst mit den Jahren begriff). Er hinterging mich schließlich sogar schamlos (Ehebruch als ich mit 31 J. schwanger war) und begann dann auch, mich emotional zu erpressen, sodass ich irgendwann die Reißleine zog (als unser Sohn alt genug war.). Interessanterweise ließ er unseren Sohn insgesamt in Ruhe, sah ihn (wie typische Narzissten eben) als sein eigenes Abbild.
Früher war es ja üblicher, eine Zweckgemeinschaft einzugehen. Frauen waren abhängiger von ihren Ehepartnern.
Seit sich das geändert hat, merkt man auch, dass es v.a. Frauen sind, die sich zu einer Scheidung - nach einer langjährigen Partnerschaft - durchringen, und dass Frauen auch zunehmend in Ländern, wo es möglich ist (!), ihre Freiheit leben und genießen!
Ich halte es daher grundsätzlich für einen Blödsinn, jemanden als krank zu bezeichnen, nur weil der sich bewusst für ein Singleleben entscheidet bzw. entschieden hat.
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Nachtrag:
https://www.welt.de/gesundheit/psyc...uen-viel-oefter-die-Scheidung-einreichen.html
Auszug:
So würden seine Daten auch zeigen, dass der Ehemann noch immer von seiner Frau erwartet, die Hauptlast der Kindererziehung und Hausarbeit zu tragen – beziehungsweise sie einfach nicht selbst übernimmt. Die Ehe brächte damit für Frauen in dieser Hinsicht mehr Nachteile als Vorteile, während die Männer klar von der Ehe profitierten.
Nur lassen sich die Frauen das offensichtlich nicht mehr lange bieten: Ihren Wunsch nach einer Trennung ziehen viele, einmal dazu entschlossen, unbeirrt durch. Dass Männer mehr von der Ehe haben als Frauen, hatten Wissenschaftler schon länger vermutet.
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