Hi Drangonsbalance
Ja, so mache ich es auch: ich lasse mich auf den Geist des anderen ein. Ich erfasse also nicht, was er sagt, sondern was er meint. Das geht natürlich nur, wenn ich eine neutrale Position einnehme, vor allem mir selbst gegenüber. Da stellt sich aber die Frage, ob es überhaupt möglich ist, neutral zu sein, wenn doch in Wirklichkeit alles subjektiv ist- denn dann ist auch meine Neutralität nur vermeintlich, weil genauso subjektiv. Es ist aber möglich, denn nur so funktioniert Lernen. Lernen bedeutet, das bisherige Wissen nicht nur beiseite zu lassen, sondern es in Frage zu stellen, ja, es vom anderen in Frage stellen zu lassen.
Ich meine nicht das Gleiche wie Qia- ich spreche von etwas anderem als er.
Man sollte beides beherrschen: das Denken und das Fühlen- erst dann kann man von Meisterschaft sprechen. Zuerst lässt man die materielle Ebene hinter sich und betritt die subtile Ebene der Energie. Hier lernt man, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt. Da man aber nicht in der Lage ist, die Aufmerksamkeit auf das zu bündeln, was man will, forscht man nach der Instanz, die die Aufmerksamkeit steuert- das ist das Denken. Mit dieser Erkenntnis betritt man die mentale Ebene, allerdings hat die zwei Sektionen: Denken und Fühlen.
Ja, exakt.
*schmunzel* Ich weiss, was du meinst, Dragon- aber sag' bitte nicht, dass dem Mann die Logik und der Frau das Gefühl zuzuordnen ist, da springt dir jede Frau an den Hals, um dich zu erwürgen.
Die Hingabe der Frau an ihn erscheint dem Mann unlogisch und dumm, zu gefühlsbetont eben. Mit Gefühl an sich hat Hingabe aber nichts zu tun, im Gegenteil- Hingabe ist die Logik der Frau, sie hält den Mann für dumm, weil er zu Hingabe seiner selbst nicht fähig ist. In ihren Augen ist er ein kleiner Junge, der den Helden spielen will, indem er grosse Werke vollbringt, die nur in seiner Phantasie blühen.
Ich habe zwar keine Ahnung vom Tantrismus, aber es ist richtig, das Männliche und das Weibliche müssen in einer Person zum Ausgleich kommen. Fälschlicherweiser versuchen meist beide, sich die Eigenschaften des anderen anzueignen, dies führt nicht zum Ziel. Richtig ist, seine ureigene Rolle zu erkennen und vollkommen auszufüllen, dh ganz Frau sein, ganz Mann sein. Dabei kommen beide in Berührung mit ihrer Scham, denn beide Seiten schämen sich, zu sein, was sie sind: der Mann schämt sich, der Unterlegene zu sein, die Frau schämt sich ihrer Überlegenheit. Wird diese Scham gekostest, tauschen sich die Rollen quasi von selbst, dh jeder von beiden erlebt eine Phase in den Schuhen des anderen und damit dessen Scham- das beendet den Neid auf den anderen und jeder kehrt zu seiner ursprünglichen Rolle zurück, die nun frei gelebt wird.
Ich weiss, was du meinst, um das Männliche und das Weibliche zu verbinden, braucht es das Verstehen, was beides ist. Verstehen ist aber nicht gleich Luft, Verstehen ist Geist- tatsächlich findet das oben Beschriebene im 5. Chakra statt, nicht im 4ten.
Ja, meine Rede- ich bin dabei.
Typisch männlich, lach. Ich hab's aber ähnlich gemacht, haste gesehen? Ich kannte Qia zwar schon, nur war er ja ein Jahr nicht hier, ich wollte wissen, wo er jetzt steht, deshalb.
Wo du stehst, weiss ich noch nicht genau, da ordne ich dich erst mal als über mir stehend ein. Wie ich sagte: ich sehe überall Meister, lach. Dann, also jetzt, kommt die Prüfung- du hast nämlich hier und da etwas geschrieben, dazu habe ich Fragen. Bereit? Sag' an, dann stelle ich sie und wir ergründen die Geheimnisse der Magie.