Joey
Sehr aktives Mitglied
Die aktuellen Impfempfehlungen zeigen imho gut, wie unterschiedliche "evidenzbasiert" interpretiert wird.
Ö+D sind immer noch auf der "impfen, impfen, impfen" Schiene (ab 12 Jahren, allerdings können jüngere Kinder auch problemlos geimpft werden. Ich staune, wie schnell sich jemand findet, der bereit ist...)
Schweden+Dänemark ab 18.
(wobei da auch noch unterschieden wird, ob für die jeweiligen Zielgruppen nur "Stiche 1+2" empfohlen werden oder auch noch "Booster". In manchen Ländern sind Stiche 1-3 Basisimmunisierung, in anderen ist der 3te schon ein Booster).
Florida hat derer Tage für Schlagzeilen bezüglich ABRATEN von der Impfung gesorgt (selbstverständlich ist das kaum in unserer Presse abgebildet worden. Da wird Florida nur erwähnt, wenn in 2 Spitälern Intensivstationen voll sind...).
(Hervorhebungen von mir. Quelle:
Also ganz neue Töne: statt es "einer der typischen Risikogruppen" zu empfehlen, wird diese ausdrücklich davor gewarnt, sich impfen zu lassen (Zielgruppe siehe Zitat).
So what? An diesen Unterschieden wird unter anderem deutlich, dass es in der Lebensweise der Menschen sowie in der detailierten Zielrichtung der Pandemie-Maßnahmen Unterschiede gibt. Die Evidenz, auf der diese Richtlinien beruhen, ist die selbe. Wie sinnvoll welche Maßnahme ist, hängt eben auch davon ab, wie weit welche Risikofaktoren in welcher Altersgruppe verbreitet sind. Und alleine da zeigen sich mitunter deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern.

