Corona-Virus (Covid-19) und Impfung

Die aktuellen Impfempfehlungen zeigen imho gut, wie unterschiedliche "evidenzbasiert" interpretiert wird.
Ö+D sind immer noch auf der "impfen, impfen, impfen" Schiene (ab 12 Jahren, allerdings können jüngere Kinder auch problemlos geimpft werden. Ich staune, wie schnell sich jemand findet, der bereit ist...)

Schweden+Dänemark ab 18.
(wobei da auch noch unterschieden wird, ob für die jeweiligen Zielgruppen nur "Stiche 1+2" empfohlen werden oder auch noch "Booster". In manchen Ländern sind Stiche 1-3 Basisimmunisierung, in anderen ist der 3te schon ein Booster).

Florida hat derer Tage für Schlagzeilen bezüglich ABRATEN von der Impfung gesorgt (selbstverständlich ist das kaum in unserer Presse abgebildet worden. Da wird Florida nur erwähnt, wenn in 2 Spitälern Intensivstationen voll sind...🙄).


(Hervorhebungen von mir. Quelle:

Also ganz neue Töne: statt es "einer der typischen Risikogruppen" zu empfehlen, wird diese ausdrücklich davor gewarnt, sich impfen zu lassen (Zielgruppe siehe Zitat).

So what? An diesen Unterschieden wird unter anderem deutlich, dass es in der Lebensweise der Menschen sowie in der detailierten Zielrichtung der Pandemie-Maßnahmen Unterschiede gibt. Die Evidenz, auf der diese Richtlinien beruhen, ist die selbe. Wie sinnvoll welche Maßnahme ist, hängt eben auch davon ab, wie weit welche Risikofaktoren in welcher Altersgruppe verbreitet sind. Und alleine da zeigen sich mitunter deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern.
 
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Es lebe der kleine Unterschied. :)


:escape:

Diese Unterschiede sind tatsächlich wichtig zu betrachten, bzw. von diverse Schwurbelei kommt schlicht dadurch zustande, weil diese Unterschiede zwischen den Ländern unter den Teppich gekehrt wurden.

Extrembeispiel: Es wurde mal drauf hingeschwurbelt, dass in Tansania auch ganz ohne Eindämmungsmaßnahmen die Pandemie herzlich wenig reinhaut. Was diese Leute ignoriert oder geflissentlich verschwiegen haben ist, dass in Tansanie das Durchschnittsalter 18 Jahre beträgt und somit die vulnerablen Menschen einen sehr viel kleineren Anteil der Bevölkerung ausmachen als z.B. in Deutschland. Dann kann man auch darüber nachdenken, wie stark da die test- und Meldeinfrastruktur ausgebaut ist etc. Wenn man solche Faktoren dann mit betrachtet, werden Unterschiede darin, wie verschiedene Länder mit der Pandemie umgehen, etwas verständlicher.

Wie schon gesagt: Die Evidenz, die zugrunde liegt, ist die gleiche. Nur die Vorraussetzungen sowie auch die genaue Zielsetzung unterscheidet sich.
 
Diese Unterschiede sind tatsächlich wichtig zu betrachten, bzw. von diverse Schwurbelei kommt schlicht dadurch zustande, weil diese Unterschiede zwischen den Ländern unter den Teppich gekehrt wurden.

Extrembeispiel: Es wurde mal drauf hingeschwurbelt, dass in Tansania auch ganz ohne Eindämmungsmaßnahmen die Pandemie herzlich wenig reinhaut. Was diese Leute ignoriert oder geflissentlich verschwiegen haben ist, dass in Tansanie das Durchschnittsalter 18 Jahre beträgt und somit die vulnerablen Menschen einen sehr viel kleineren Anteil der Bevölkerung ausmachen als z.B. in Deutschland. Dann kann man auch darüber nachdenken, wie stark da die test- und Meldeinfrastruktur ausgebaut ist etc. Wenn man solche Faktoren dann mit betrachtet, werden Unterschiede darin, wie verschiedene Länder mit der Pandemie umgehen, etwas verständlicher.

Wie schon gesagt: Die Evidenz, die zugrunde liegt, ist die gleiche. Nur die Vorraussetzungen sowie auch die genaue Zielsetzung unterscheidet sich.
Natürlich ist das wichtig und richtig.

Aber du hast sicher genau verstanden worauf ich hinaus wollte.

:)
 
Die Corona-Inzidenz in München am 11.10. beträgt 1.497

Die Lage in den Krankenhäusern dort ist sehr angespannt.
Vom Klinikpersonal sind ebenfalls viele krankgemeldet.

Das gesellige Beisammensein auf dem Oktoberfest war ja gerade zu eine Einladung für das Virus. Und niemand von den Herrschaften den es erwischt hat sollte sich darüber wundern. Wenn ich mich auf das Gleis vor einen heranbrausenden Zug lege muss ich damit rechnen überfahren zu werden.

Zu bedauern ist das Personal in den Kliniken, die ohnehin ständig überlastet sind. Dass diese Menschen stocksauer bei einem solchen Verhalten werden, ist sicher nicht verwunderlich.

:blue2:
 
Das gesellige Beisammensein auf dem Oktoberfest war ja gerade zu eine Einladung für das Virus. Und niemand von den Herrschaften den es erwischt hat sollte sich darüber wundern. Wenn ich mich auf das Gleis vor einen heranbrausenden Zug lege muss ich damit rechnen überfahren zu werden.

Zu bedauern ist das Personal in den Kliniken, die ohnehin ständig überlastet sind. Dass diese Menschen stocksauer bei einem solchen Verhalten werden, ist sicher nicht verwunderlich.

:blue2:

Ja, es ist weder überraschend, dass die Covid-Inzidenz in München wieder in die Höhe schnellt, noch dass das Kliniken da wieder vor der Überlastung stehen und das Personal sauer über diese Umstände ist.

Und gleichzeitig kann ich es den Veranstaltern des Oktoberfests und den Besuchern nicht übel nehmen, dass es dieses Jahr wieder stattfand. Die Pandemie dauert nun schon fast zwei Jahre. Die Maßnahmen zur Eindämmung waren auf vielen Ebenen - finanziell, emotional, gesellschaftlich etc. - für viele Menschen sehr belastend. Hinzu kommt nun seit einem halben Jahr ein Krieg in direkter Nähe, der sich auch auf uns deutlich spürbar auswirkt. Oder kurz: Seit knapp eineinhalb Jahren ist die Situation für viele menschen psychisch ziemlich belastend. Da kann ich es gut verstehen, dass sich viele Menschen wieder mehr Normalität und eben auch die Möglichkeit zu feiern wünschen.

Schade, dass sich ihnen keine weniger Infektionsträchtige Möglichkeit geboten hat bzw. ihnen dahingehend nichts anderes eingefallen ist.
 
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