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Corona-Ursprungsbericht: Fakten und Fehlinterpretationen im Licht der Wissenschaft
Die wissenschaftliche Konsenslage
Die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler geht davon aus, dass SARS-CoV-2 zoonotischen Ursprungs ist. Das bedeutet, dass das Virus von Tieren – wahrscheinlich Fledermäusen – auf den Menschen übertragen wurde, möglicherweise über einen Zwischenwirt wie den Marderhund. Diese Annahme basiert auf umfassenden genetischen Studien, die zeigen, dass SARS-CoV-2 eng mit anderen Coronaviren verwandt ist, die in Fledermäusen vorkommen.
Dr. Anthony Fauci, renommierter Immunologe und ehemaliger Berater der US-Regierung, erklärte, dass es "molekular unmöglich" sei, dass die in Wuhan untersuchten Fledermausviren durch genetische Manipulation zu SARS-CoV-2 umgewandelt wurden. Diese Aussage deckt sich mit zahlreichen Studien, die keine Hinweise auf gentechnische Veränderungen im Virusgenom finden konnten.
Fazit: Wissenschaft statt Spekulation – auch für Medien
Die Theorie eines Laborunfalls als Ursprung von SARS-CoV-2 bleibt unbelegt und widerspricht der bisherigen Forschung.
Es ist bedauerlich, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender wie das ZDF diesen wissenschaftlich nicht haltbaren Behauptungen Raum gibt. Medien tragen eine hohe Verantwortung, Fakten von Spekulationen zu trennen und den wissenschaftlichen Diskurs angemessen zu präsentieren. Solange keine stichhaltigen wissenschaftlichen Beweise vorgelegt werden, sollten Spekulationen nicht unkritisch weiterverbreitet werden.
Corona-Ursprungsbericht: Fakten und Fehlinterpretationen im Licht der Wissenschaft
DMZ – WISSENSCHAFT ¦ S. Koller ¦ KOMMENTAR Die Veröffentlichung eines Berichts durch einen Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses, der die Theorie eines Laborunfalls als Ursprung der Corona-Pandemie stützt, sorgt erneut für Schlagzeilen. Doch ein genauer Blick auf die wissenschaftlichen...