Du bist doch sonst nicht zimperlich, Covid mit Grippe zu vergleichen. Das fällt dann für Dich alles unter "Atemwegserkrankungen". Aber nein, die spanische Grippe darf es dann doch nicht sein. Die ist natürlich etwas gaaaaaanz anderes als alle anderen Influenza-Stämme
Die spanische Grippe war unbestritten weitaus schlimmer als die aktuelle Covid19-Pandemie... aber tatsächlich war tatsächlich NUR die spanische Grippe schlimmer. Wie schon mehrfach geschrieben, hat keine Grippewelle der letzten Jahrzehnte seit der spanischen Grippe so gewütet, wie aktuell Sars-Cov-2.
Siehe z.B.:
https://www.mdr.de/wissen/corona-ho...scher-grippe-schweden-spanien-schweiz100.html
Wir können auch gerne die aktuelle Pandemie mit der Pest vergleichen. Dieser Vergleich ist epidemiologisch durchaus interessant: Dadurch, dass die Menschen damals weitaus weniger gereist sind und weniger mobil waren, breitete sich die Pest nämlich nicht so schnell aus, sondern die Epidemien rollten in einer Art Welle über Europa, die mehrere Jahre brauchte, um von einer Seite zur anderen zu kommen. Die Menschen, die sich gut isolieren konnten, haben auch wahrscheinlicher überlebt - aber auch das war damals eher ein Luxus, das gut und effektiv zu können und davon abhängig, wie reich man war etc.
Die Pest ist übrigens auch nicht ausgestorben. Heutzutage bricht sie nur nicht in der Form mehr aus, weil zum einen die hygienischen Bedingungen sich deutlich verbessert haben und desweiteren die Pest auch wesentlich besser behandelbar ist als damals. Impfstoffe gibt es auch, die den Menschen auch gegeben werden, die beruflich bedingt wahrscheinlicher mit dem Erreger in Kontakt kommen.
Werden wir auch nicht dauerhaft müssen. Alleine schon der Booster - also die dritte Dosis - bewirkt eine Immunität, die größer ist als die doppelte Impfung am Anfang (und auch größer als eine durchgemachte Infektion mit Omikron). Und die vierte Dosis wird nur für ältere Menschen, deren Immunität leider schnell wieder abnimmt, empfohlen, während die Immunität der anderen - jüngeren - Menschen tatsächlich nach dem Booster auch länger als drei Monate anhält, so dass sie durch eine vierte Dosis nach diesem Zeitraum keinen weiteren Vorteil mehr hätten und die Impfdosis in einem anderen Arm sinnvoller eingesetzt wäre.
Richtig. Wir können dadurch aber die Endemie schneller erreichen, ohne dass viele Menschen gleichzeitig krank werden und durch die durchgemachte Erkrankung viel mehr Opfer zu beklagen wären.
Welche Panik verbreite ich denn? Es geht darum sich zu überlegen, welche Maßnahmen welche Folgen haben werden, und welche Folgen wir als Gesellschaft hinnehmen wollen und welche nicht. Und ich möchte nicht den Selbstschutz der Menschen, für die das Virus (trotz Impfung) immernoch eine reale Gefahr ist, unnötig erschweren. Meine Mutter ist glücklicherweise geimpft und geboostert und plant auch die vierte Dosis sich geben zu lassen, sobald die entsprechende Zeit verstrichen ist. Damit ist sie so gut geschützt, wie es eben geht. Hoffentlich reicht das für sie in ihrem Alter und ihrer Vorerkrankung aus.
Panik verbreitest Du hier z.B. damit, wie wenig Wirksamkeit Du den Impfungen zuschreibst. Wenn ich Deine Worte so glauben würde, wie Du sie hier schreibst, und da keine besseren validen Studien und Statistiken kennen würde, die die Wirksamkeit der Impfungen beweisen... DANN hätte ich Panik. Und DANN würde ich weitaus mehr fordern, als ich mir aktuell wünsche. Denn DANN wären die Risikogruppen nach wie vor komplett Schutzlos dem Virus ausgeliefert, sobald die Eindämmungsmaßnahmen fallen, und ihr Selbstschutz wäreum einen wichtigen Bestandteil ärmer. Wenn einem die Risikogruppen also nicht komplett egal sind, sollte man DANN umso mehr sich fragen, ob ein Freedom Day am 20. März für Deustchland vielleicht doch noch zu früh ist.
Oh, in einem schwedischen Forum hätte ich die gleichen Erfolgsaussichten, wie in diesem hier. Kommt halt drauf an, was man als "Erfolg" verbucht. Und, wie ich schon schrieb: Die Leute hier sind nicht so entspannt, wie Du sie gerne sehen möchtest. Sie tragen beim Einkaufen zwar mehrheitlich keine Maske, fliehen aber z.B. aus den Ballungszentren - sofern Homeoffice es ermöglicht - oder lassen ihre Mandanten draußen warten, während sie den notariellen Papierkram drinnen erledigen uvm. Ich berichtete schon davon.