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Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, und mehr noch der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude
Juncker, spielen zurzeit die beleidigte Leberwurst. Bei Juncker fragt man sich gar, ob er überhaupt noch mit dem nötigen Ernst bei der Sache ist. Nicht einmal eine Woche nach dem Brexit hat er nichts Besseres zu tun, als zu postulieren, dass über das Handelsabkommen CETA, das die EU mit Kanada abschließen will, nur das Europäische Parlament abzustimmen habe, nicht aber die nationalen Volksvertretungen.
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Jean-Claude Juncker, der Premierminister des Großherzogtums war, wusch seine Hände seinerzeit in Unschuld, so wie er es als Chef der EU-Kommission mit Blick auf die Abstimmung in Großbritannien jetzt abermals tut. Er wirkt dabei auch noch seltsam gut gelaunt, nach dem Motto: Mir kann keiner.
Wenn eine solche Haltung für Europa steht, wenn sie europäische Politik kennzeichnet, darf sich niemand wundern, dass die Wähler das nur noch zum Weglaufen finden.