Brexit...?

Bist Du für einen Austritt Großbritanniens aus der EU?

  • Ja

    Stimmen: 17 70,8%
  • Nein

    Stimmen: 7 29,2%
  • Mir egal

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    24
  • Umfrage geschlossen .
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Frankreich gehts ja zum einen so wie Deutschland, dass sie durch den Euro weit mehr Verpflichtungen übernommen haben als es GB hat. Daher ist das nicht so einfach. Aber für Frankreich gibts m.A.n. zwei Szenarien (die sich im Übrigen nicht ausschließen):

1. Frankreich geht pleite bzw. französische Banken --> zu groß, kann nicht "gerettet" werden.
2. Frankreich wählt Le Pen --> was genau sie will ist m.A.n. nicht ganz klar, aber sie will meines Wissens auf jedem Fall aus dem Euro.

Beide Punkte können mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten, die Pleite ist eigentlich sogar nur eine Frage der Zeit - wie im Grunde bei allen. Ich habe keine Ahnung wie das Kartenhaus Euro überleben soll und dann wird sich die EU extrem verändern oder wirklich auseinanderfliegen.

Was ich irgendwie hoffe ist, dass sich die EU verkleinert auf einen Kern aus starken Ländern. Nur: England gehörte dazu und verlässt das sinkende Schiff. Die Niederlande sind auf einem ähnlichen Kurs. Frankreich auch. Österreich möglicherweise auch wenn man sich die Entwicklung anschaut. Und auch Deutschland braucht möglicherweise gar nicht mehr so viel damit hier deutlich radikalere Leute mitmischen. Ich denke, vor allem der Euro steht wirklich total auf der Kippe und wie die EU die nächsten 10 Jahre überstehen wird... keine Ahnung. Bisher war ich ehrlich gesagt immer wieder überrascht wie lange der Kollaps noch rausgezögert werden kann, was ja v.a. der EZB zu verdanken ist die eben Geldberge druckt, damit aber gerade die Starken schwächt während sich die Schwachen noch massiver verschulden.

Letztlich ist das alles ein ökonomisches Problem und es gibt meines Wissens keinen Ausweg. Die EU mag irgendwie überleben aber der Euro hat eigentlich keine Chance. Es wird jedenfalls spannend bleiben. Ich bin fest davon überzeugt dass wir in einer Zeit leben über die zukünftige Schüler ne Menge im Geschichtsunterricht lernen werden weil sie wirklich bedeutend ist, viele Veränderungen brachte... eine echte "Umbruchzeit" die wahrscheinlich in einige Katastrophen führen wird.

Im schlimmsten Fall kann die EU nicht nur wirklich total auseinanderbrechen, sondern einzelne EU-Staaten versinken richtig. Ein bisschen wie Griechenland. Ich habe schon immer gesagt, dass es sinnlos ist auf die Griechen einzuschlagen, denn sie sind einfach nur die ersten in der Reihe auf der ökonomischen Schlachtbank.

Italien ist ja übrigens auch am Ende. Geht fast nie groß durch die Medien, aber die retten ja schon immer wieder Banken. Deutschland ist nach wie vor das stabilste Land, aber selbst hier stehen die Zeichen ja eher auf Sturm. Es ist übrigens kein Zufall dass die dt. Bank heute -13,72% an der Börse verloren hat. So sieht der gesamte Kurs aus: http://www.finanzen.net/aktien/Deutsche_Bank-Aktie

Die stecken in Problemen die vermutlich auch nicht mehr zu bewältigen sind und alleine diese gigantische Bank kann Deutschland möglicherweise schon zum Sinken bringen.

Ja, da werden noch turbulente Zeiten auf uns ,bzw., die EU zu kommen . Aber dem entgültigen Brexit müssen doch jetzt erstmal die anderen Mitgliedsstaaten zustimmen . Dadurch könnte der Ausstieg doch noch verhindert werden ?
 
Ja, da werden noch turbulente Zeiten auf uns ,bzw., die EU zu kommen . Aber dem entgültigen Brexit müssen doch jetzt erstmal die anderen Mitgliedsstaaten zustimmen . Dadurch könnte der Ausstieg doch noch verhindert werden ?

Nein. Die anderen Staaten haben kein Recht und keine Möglichkeit einen Austritt zu verhindern. Theoretisch bestünde die Möglichkeit dass das engl. Parlament das Votum ignoriert, aber nichts deutet darauf hin und es würde vermutlich auch nicht wirklich funktionieren. In Camerons eigener Partei wollen ja auch nicht wenige den Brexit.

Der nächste Schritt ist im Grunde, dass Cameron den Austrittswunsch GB's offiziell bekannt gibt und dann starten Verhandlungen für die Zeit danach. Es wird also eine Art Übergangszeit geben in der GB noch Mitglied ist aber sozusagen schon die Sachen packt und beide Seite die Zeit danach vorbereiten.
 
Die EU wird gesehen als das Projekt einer abgehobenen und unkontrollierbaren Elite, die über die Köpfe und Interessen der Völker hinweg entscheidet. Massiv verstärkt worden ist dieses Gefühl der Entmündigung und der Selbstaufgabe durch die Handhabung der Flüchtlingskrise. Den Briten ging schon der Zustrom von Einwanderern aus anderen EU-Ländern zu weit. Auf die deutsche Macht-hoch-die-Tür-Politik im vergangenen Herbst blickte man in England mit blankem Entsetzen. Die Linie der Kanzlerin war mit dem Verständnis von nationaler Souveränität in England unvereinbar.
http://www.faz.net/aktuell/politik/...r-eu-zwischen-himmel-und-hoelle-14307115.html

Unsere Berliner Politiker-Darsteller mögen damit zufrieden sein, die Souveränität Ds zu verramschen, andere sind es offensichtlich nicht.
 
Ja, da werden noch turbulente Zeiten auf uns ,bzw., die EU zu kommen . Aber dem entgültigen Brexit müssen doch jetzt erstmal die anderen Mitgliedsstaaten zustimmen . Dadurch könnte der Ausstieg doch noch verhindert werden ?

Zum Glück nicht, und wie sollte das auch gehen? Truppen schicken?

Jeder Gedanke in die Richtung würde EU-Gegnern in die Karten spielen.

Wir akzeptieren jetzt eben was die Briten demokratisch entschieden haben.
Gehört sich so.
Auch wenn ich es nicht gut finde.
 
Interessanter Artikel über die Reaktionen in Brüseel:

Reaktionen aus der EU-Hauptstadt: Weiß vor Wut
Das Brexit-Votum trifft die EU schwer. Einen Plan B hat niemand in der Tasche, schon jetzt kündigt sich Streit an. Einig ist man sich nur in einem: Die Briten sollen schnellstmöglich raus aus der EU.
http://www.spiegel.de/politik/ausla...ion-ratlos-nach-dem-referendum-a-1099629.html

Aus diesem von dir zitierten Artikel könnte man ja schon etwas Mut schöpfen, wenn man liest das S&D Fraktionschef Pitella sich schon gedanklich auf den Weg gemacht hat und in die richtige Richtung organisiert. Das wäre ein so ersehnter Anfang.

[...Wie der Weg in die Zukunft aussieht, ist allerdings völlig unklar. S&D-Fraktionschef Pittella etwa kündigte an, dass seine Partei im Oktober einen paneuropäischen Kongress veranstalten will, um Ideen für eine weitere politische Integration des Kontinents zu sammeln. Er will dafür werben, dass die restlichen Mitglieder der EU nun viel enger beispielsweise in der Verteidigung oder bei Einwanderungsfragen zusammenarbeiten. Es brauche auch eine gemeinsame Fiskalpolitik für die Eurozone.

"Das ist eine historische Gelegenheit, Europa zu stärken", sagte Pittella. Sein Forderungskatalog enthielt aber auch einige beispielsweise für Deutschland kaum akzeptable Punkte wie die Aufweichung des Stabilitäts- und Wachstumspakts und das Ende der Sparpolitik, die sich als "Katastrophe für Europa" erwiesen habe. Schnell wurde deutlich, dass Europa auch an diesem historischen Tag völlig unterschiedliche Vorstellungen hat, wie es weitergehen soll.
http://www.spiegel.de/politik/ausla...ion-ratlos-nach-dem-referendum-a-1099629.html

Nur so lange Merkel und Schäuble noch dieser Regierung angehören, fürchte ich, das die eventuell angestrebten Wege die aus dieser Sackgasse führen, versperrt bleiben könnten.
Denn sie haben ja jetzt unzähligemale bewiesen, das sie leider keiner der mehrfach nachgewiesenen vernünftigen Argumentationen zugänglich sind.
 
Zum Glück nicht, und wie sollte das auch gehen? Truppen schicken?

Jeder Gedanke in die Richtung würde EU-Gegnern in die Karten spielen.

Wir akzeptieren jetzt eben was die Briten demokratisch entschieden haben.
Gehört sich so.
Auch wenn ich es nicht gut finde.

Nein , natürlich nicht militärisch . Ich hatte das mit dem Parlament falsch verstanden. Die Frage ist nur ,wie sich das hierauf auswirkt.

http://www.n-tv.de/politik/Jetzt-kommt-Kleinbritannien-article18037791.html

Die unmittelbare Folge des britischen Referendums dürfte in Nordirland folglich nicht ein eigenes Referendum sein, sondern eine Verschärfung des politischen Klimas. Die in Dublin erscheinende "Irish Times" nennt den Ausgang des Brexit-Referendums daher einen "Alptraum".
Verschlimmert werden die inner-nordirischen Konflikte voraussichtlich noch durch die Probleme, die in den nächsten Jahren im irisch-nordirischen Verhältnis entstehen könnten. Die Grenze zwischen Großbritannien und Irland ist bislang frei passierbar – zwischen Nordirland und Irland merkt man vielerorts gar nicht, dass man eine Grenze überschritten hat.
Diese offene Grenze war ein Kernbestandteil des Friedensprozesses seit 1998. Die Politik in Irland hofft, dass sich daran nichts ändert. Irlands Premierminister Enda Kenny will sich für ein möglichst enges Verhältnis Großbritanniens zur EU einsetzen
 
Brexit von Brexit?

Online-Petition

Eine schon vor dem Referendum gestartete Petition – die auf einer Website eingereicht wurde, die gemeinsam von der britischen Regierung und dem britischen Parlament betrieben wird – forderte ein zweites Referendum abzuhalten, falls die Wahlbeteiligung geringer als 75 % ist und keine Abstimmungsoption von 60 % der Wähler gewählt wird. Diese Bedingungen treffen zu, da die Wahlbeteiligung bei ca. 72 % lag und die am meisten gewählte Option nur ca. 52 % der Stimmen erhielt. Sie überschritt am 24. Juni die Schwelle von 100.000 Stimmen und muss demnach im Parlament debattiert werden. Zusätzlich ist die Regierung verpflichtet, mit einer öffentlichen Stellungnahme darauf zu antworten. Als Petition mit dem schnellsten Stimmenzuwachs in der britischen Geschichte sorgte sie dafür dass die Petitionswebsite zwischenzeitlich nicht mehr aufrufbar war.
https://de.wikipedia.org/wiki/Refer...inigten_Königreichs_in_der_Europäischen_Union
 
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Muss schon sagen, dass es nicht nachvollziehbar ist, warum fast 30% der Bevölkerung dort bei sowas nicht zur Wahl gehen.

Es ist auch nicht so schwierig wählen zu gehen. Das bekomme sogar ich hin, obwohl ich sozialphobisch bin.
 
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