Böhm selbst lebte mehrere Monate im Jahr unter einfachen Bedingungen in Äthiopien. Für sein Engagement erhielt er zahlreiche Preise und Ehrungen. So verlieh ihm im Jahr 2003 der äthiopische Staatschef Meles Zenawi als erstem Ausländer die Ehrenstaatsbürgerschaft. "Mit Karlheinz Böhm verliert die Welt einen mutigen Visionär und unerbittlichen Kämpfer für Gerechtigkeit", heißt es in einer Erklärung der Stiftung in München.
Der österreichische Schauspieler war viermal verheiratet, er hat sieben Kinder. Mit seiner dritten Frau bekam er 1964 Tochter Katharina, die heute ebenfalls eine bekannte Schauspielerin ist.
Böhm war seit längerer Zeit krank. Seit einigen Jahren führte seine äthiopische Frau Almaz die Stiftung. Im vergangenen Dezember gab sie den hauptamtlichen Vorstandsvorsitz ab, um sich um ihren schwer kranken Mann zu kümmern.
Zuletzt hatten Vorwürfe eines Großspenders gegen Almaz Böhm und die Stiftung Schlagzeilen gemacht. Der Vorwurf von Bilanzfälschung, Verschwendung und Intransparenz wurde jedoch entkräftet; die Stiftung erhielt Unterstützung vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen und behielt dessen Spendensiegel wenngleich mit der Empfehlung, einige Verbesserungen vorzunehmen. Insgesamt hat die Organisation in Äthiopien etwa 300 Schulen, zahlreiche Krankenstationen und Hunderte Wasserstellen gebaut.