Beschneidung - ein furchtbares Verbrechen

Ich sehe Körper und Seele als gleichwertig - von daher auch Defekte (bitte wörtlich: "fehlendes") an Körper und Seele vergleichbar dramatisch. Und jetzt versuch mal, irgendwo über das zu diskutieren, was Wilh.Reich als "Seelenpest" bezeichnet hat - nada, niente, dat jeht ja gaaar net. Aber bei Beschneidung, da regen sich dann alle auf. Dabei isses nur die materielle Entsprechung für etwas, was auf der Seelenebene die ganze zeit passiert.
(Und der Geist steht über der Materie - das materielle ist -aus gnostischer Sicht- am wenigsten dramatisch, ist im Grunde nur Projektionsfläche.)

Ich kenne die Schriften von Wilhelm Reich leider noch nicht. Natürlich ist die Beschaffenheit des Körpers nicht das Wichtigste. Aber ich gebe dir Recht dass Geist und Körper eine Einheit bilden sollten. Es gibt im Leben eines Mensch möglicherweise Phasen wo Sex für ihn wichtig ist und Phasen wo er nicht wichtig ist. Viele Menschen haben aus verschiedenen Gründen keinen Sex oder nur Sex mit sich selbst. Sex ist die treibende Kraft auf diesem Planeten die dafür sorgt dass das Leben weitergeht und/oder dass sich Menschen einfach nur zufrieden und optimistisch fühlen.

Menschlicher Sex findet zum Großteil im Kopf statt. Die Funktionstüchtigkeit der dazugehörigen Organe wird dem Menschen mitgegeben. Sex ist etwas sehr Sensibles. Insofern kann ich es nur aufregend finden wenn Menschen anderen Menschen (vor allem Schutzbefohlenen) an den Geschlechtsteilen etwas abschnippseln. Ich frag mich dann immer, warum sie das tun.

Ich weiß noch, ich hab mich auch damals bei meinem ersten festen Freund gefragt (ihn selbst hab ich auch gefragt) ob es denn gar keine andere Möglichkeit gab die "Phimose" zu beheben als das gesamte Hautteil zu entfernen? Ich hab ihn das gefragt obwohl ich vor ihm erst eine einzige Erfahrung mit einem Mann (unbeschnittenen) hatte. Er konnte mir keine Antwort darauf geben, seine Eltern hatten das auf Anraten des Arztes entschieden als er noch ein Kind war.

Ich bin immer froh wenn ich von Ärzten höre die die Schulmedizin hinterfragen und sich lieber auf alternative Behandlungs- und Op-Methoden spezialisieren, als auf die hergebrachten Chirurgie zurückzugreifen.

Liebe Grüße, FHag
 
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Zitat: Das kannst du mir ja jetzt mal erklären. Wird doch bei Kleinkindern / Kindern, wo es medizinisch notwendig ist, recht problematisch?! So zwecks Zustimmung.

Damit wir nämlich mal wieder auf das Absurdum kommen!


Medizinische Notwendigkeit ist etwas völlig anderes als die religiöse oder kulturelle Überzeugung der Eltern. Oder willst du es Eltern erlauben, dass sie ihr Baby tätowieren lassen? Das wäre wohl sogar noch harmloser, aber da wären dann alle geschockt, weil es eben keine "wichtige" Tradition ist.

Warum nennen wir es nicht beim Namen, es ist eine SchönheitsOP. Sie ist nicht immer Notwendig, aber wieso soll es auf der einen Seite nicht so schlimm und auf der andren extrem schädlich für das Kind sein? Das ist absurd. Die religiöse Begründung sollte überhaupt keine Bedeutung haben. Entweder es ist immer Ok oder eben nicht.
 
ja, und genauso hat Berlin ja entschieden. Sie konnten sich auf die religiösen Standpunkte nicht einlassen, wie auch? Klaro oder.

Das Traurigste ist, dass auf Grund dieser Entscheidung jetzt viele Buben beschnitten werden die ihr sexuelles Manko als Erwachsene nicht mehr ok finden werden. Zb weil sie geliebte Frauen dadurch verlieren.
 
die ihr sexuelles Manko als Erwachsene nicht mehr ok finden werden.
Warum so abwertend, das ist gar nicht der Fall. Es hat beides sein Pro und Kontra. Physische Beschwerden sind in der Regel durch eine mangelhafte medizinische Behandlung begründet. Die Psyche stört sich nur daran, anders als die anderen zu sein, deklassifiziert und von anderen abgelehnt behandelt zu werden. Das lässt sich gut umdrehen. In einer Gesellschaft in der alle beschnitten sind, ist der ohne Beschneidung, der psychisch Geschädigte.
 
ja, und genauso hat Berlin ja entschieden. Sie konnten sich auf die religiösen Standpunkte nicht einlassen, wie auch? Klaro oder.

Das Traurigste ist, dass auf Grund dieser Entscheidung jetzt viele Buben beschnitten werden die ihr sexuelles Manko als Erwachsene nicht mehr ok finden werden. Zb weil sie geliebte Frauen dadurch verlieren.


Es wäre wichtig, sowas öffentlich zu machen, eben auch diese Seite aufzuzeigen, und zwar von Betroffenen.
Je mehr sich trauen, um so besser, dann ändert sich vielleicht was.
Ist ja überall so, wo Kinder misshandelt werden, erst wenn die dann Erwachsenen aufstehen und es öffentlich machen, anklagen, dann ändert sich erst was.
 
Sex ist die treibende Kraft auf diesem Planeten die dafür sorgt dass das Leben weitergeht und/oder dass sich Menschen einfach nur zufrieden und optimistisch fühlen.

Uiuiui, wie bist Du denn darauf gekommen? ;) Das ist ja fast so schräg wie die Grufties die mir mal erklärt haben, alles was der Mensch hervorbringt, alles was er kreativ tut, würde im grunde auf Sex abzielen.
Ich täte mal so sagen: die treibende Kraft ist die subtile "magnetische" Anziehung zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen - die mit Sex erstmal gar nichts zu tun hat, sondern die nach Nähe und Vereinigung strebt.
Sex ist dann lediglich eine Möglichkeit, um Nähe und Vereinigung zu erfahren - aber nur rein körperlich.
Es ist ein Effekt der heute verbreiteten rein materialistischen Weltanschauung, dass sie Sex irgendwie für ganz wichtig ansieht, aber gleichzeitig alles andere, was eine erfüllte Zwischenmenschlichkeit ausmachen würde, ignoriert. Und im grunde geht es dann auch bei Sex nur darum dass du dir ganz viel kaufen sollst, und dich in jeder erdenklichen Weise verbiegen sollst, nur damit du sexuell attraktiv bist. (Und das was es dabei vielleicht zu gewinnen gäbe, ist nichtmal was wert, weil menschlich völlig entwertet.)

Ich weiß noch, ich hab mich auch damals bei meinem ersten festen Freund gefragt (ihn selbst hab ich auch gefragt) ob es denn gar keine andere Möglichkeit gab die "Phimose" zu beheben als das gesamte Hautteil zu entfernen?

Und ich dachte, ohne das schlabberige Hautzeug isses einfach ästhetischer.

Ich bin immer froh wenn ich von Ärzten höre die die Schulmedizin hinterfragen und sich lieber auf alternative Behandlungs- und Op-Methoden spezialisieren, als auf die hergebrachten Chirurgie zurückzugreifen.

Da, denke ich, greifst Du ein bischen zu kurz. Es sollte nicht darum gehen, die böse böse Chirurgue zu verteufeln nur weil sie ja so böse ist - man sollte schon auch verstehen wie die Alternativen funktionieren. Ich gehe davon aus, dass so gut wie jede körperliche Beschwerde ein Pendant im Geist hat. Du kannst also das eine oder das andere korrigieren - und sehr oft ist es sinnvoller, weil nachhaltiger, wenn die betreffende Geisteshaltung verändert wird.
Aber - was sollte das bei einer Phimose sein? Und ja, ich gehe schon davon aus, dass es da was gibt, und dass man das auch finden könnte, und dass sich dann auch das entsprechende Hautwachstum verändern kann. Aber in dem Fall ist es wohl wirklich einfacher, zu operieren - zumal das, vom Fachmann richtig durchgeführt, ganz problemlos ist.
 
ja, und genauso hat Berlin ja entschieden. Sie konnten sich auf die religiösen Standpunkte nicht einlassen, wie auch? Klaro oder.

Das Traurigste ist, dass auf Grund dieser Entscheidung jetzt viele Buben beschnitten werden die ihr sexuelles Manko als Erwachsene nicht mehr ok finden werden. Zb weil sie geliebte Frauen dadurch verlieren.




das ist bloss ein gerücht...aber, internet ist geduldig und wir haben auch "die meinungsfreiheit"! :lachen:
 
Ich täte mal so sagen: die treibende Kraft ist die subtile "magnetische" Anziehung zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen - die mit Sex erstmal gar nichts zu tun hat, sondern die nach Nähe und Vereinigung strebt.
Sex ist dann lediglich eine Möglichkeit, um Nähe und Vereinigung zu erfahren - aber nur rein körperlich.
Es ist ein Effekt der heute verbreiteten rein materialistischen Weltanschauung, dass sie Sex irgendwie für ganz wichtig ansieht, aber gleichzeitig alles andere, was eine erfüllte Zwischenmenschlichkeit ausmachen würde, ignoriert. Und im grunde geht es dann auch bei Sex nur darum dass du dir ganz viel kaufen sollst, und dich in jeder erdenklichen Weise verbiegen sollst, nur damit du sexuell attraktiv bist. (Und das was es dabei vielleicht zu gewinnen gäbe, ist nichtmal was wert, weil menschlich völlig entwertet.)

Ich finde es schade, dass du Sex als eine rein körperliche Angelegenheit betrachtest, aber das bin ich von Männern gewöhnt *g*. Es könnte sein dass Männer versuchen sich dadurch zu schützen und ich respektiere das auch. Aber ich fürchte genau du bist der momentanen Weltanschauung mehr erlegen als andere. Auch mein 23jähriger Bursch - er ist ein ganz lieber :) - ist leider der Meinung dass er sich, um sexuelle Befriedigung mit einer Frau zu erlangen, verbiegen muss. Hm ich dachte bei richtig Erwachsenen wie dir kommt derlei Verkrampftheit nicht mehr vor? :D

Und ich dachte, ohne das schlabberige Hautzeug isses einfach ästhetischer.

Diejenigen Frauen die Wert darauf legen, möglichst immer hart gef**** zu werden, mögen das dann toll finden. Bei mir trifft leider das zu was bei anderen auch zutrifft: beim Koitus wird die kostbare weibliche Gleitflüssigkeit sogar durch den trockenen Eichelkranz "herausgeschaufelt" was früher oder später zu Unannahmlichkeiten beiderseits führt. Wenn man dann auch nicht auf von Koitus abweichende Varianten zurückgreifen kann, wirds halt eng. Übrigens wurden in den 70er Jahren in den USA fast alle Männer beschnitten. Das Ergebnis können wir heute in US-Pornos bewundern: abgesehen davon dass die armen Teufel Orgasmusprobleme haben - die können ja auch nichtmal richtig wichsen? :D

Da, denke ich, greifst Du ein bischen zu kurz. Es sollte nicht darum gehen, die böse böse Chirurgue zu verteufeln nur weil sie ja so böse ist - man sollte schon auch verstehen wie die Alternativen funktionieren. Ich gehe davon aus, dass so gut wie jede körperliche Beschwerde ein Pendant im Geist hat. Du kannst also das eine oder das andere korrigieren - und sehr oft ist es sinnvoller, weil nachhaltiger, wenn die betreffende Geisteshaltung verändert wird.
Aber - was sollte das bei einer Phimose sein? Und ja, ich gehe schon davon aus, dass es da was gibt, und dass man das auch finden könnte, und dass sich dann auch das entsprechende Hautwachstum verändern kann. Aber in dem Fall ist es wohl wirklich einfacher, zu operieren - zumal das, vom Fachmann richtig durchgeführt, ganz problemlos ist.

Es ist ein schwerer Eingriff. Viele Beschnittene haben mir bisher von ihren erlittenen Qualen nach der Op erzählt und ich glaube ihnen. Was die Erhaltung der Sensiblität betrifft gibt es chirurgische Alternativen, nur wenden sie die meisten (unspezialisierten) Ärzte sie mangels Erfahrung lieber nicht an. Eine Zirkumzision hingegen hat bisher keiner übelgenommen, sie hat sich bewährt bringt schnellen Erfolg und schnelles Geld.

Die meisten diagnosizierten Phimosen bedürfen aber gar keiner chirurgischen Intervention. Informationen dazu sind u. A. auf beschneidung-von-jungen im www zu finden.

Liebe Grüße FHag
 
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mir ist erst durch diese diskussion hier bewusst geworden, dass es diese probleme als folgen einer beschneidung überhaupt gibt (was aber nicht heisst, dass ich davor zwangsbeschneidungen befürwortet hätte), aber anscheinend sind die probleme nicht so selten - auch wenn ich persönlich keinen kenn, den sie betreffen. aber vermutlich gibts da auch eine gewisse scheu, drüber zu reden.

Und genau das, sollte zum nachdenken anregen,

..... ich habe gehört
..... ich kenn da jemand, der weiß von jemandem
..... und da eine Seite im WWW und da noch eine und da noch eine ..... da sind so viele, mit Problemen, Seiten gehostet von einem.

Wenn wirklich so viele Probleme sein sollen, dann her damit. Denn mit Scheu, gegen etwas anzuwettern, kann es dann doch nichts mehr zu tun haben.

Denn nun kömmt der Punkt, den Beschnittenen Männern hier im Forum, werden dann ja noch Probleme angedichtet. So geht es natürlich auch. Komischerweise von Frauen angedichtet ........... Diesen Punkt, müsste man jetzt tiefer ergründen ;)
 
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