Gurus stehen im Mittelpunkt, weil Gott im Mittelpunkt zu stehen hat.
Wenn der Guru den nach außen gestellten inneren Gott darstellt, muß er, so wie Gott in uns, im Mittelpunkt stehen. Unsere Aufmerksamkeit ist auf das Wesen des Gurus gerichtet, da das Wesen des Gurus eins ist mit unserem wahren Wesen. Beim Guru geht es um Verschmelzung mit dem Prinzip, ums Einswerden.
Das, mit dem man eins werden will, muß im Mittelpunkt stehen.
Solange es nach außen gerichtet ist, stellt sich der Guru dafür zur Verfügung.
Verbeugt man sich vor einem Guru, verbeugt man sich auch automatisch vor seinem inneren Guru. Verbeugung bedeutet, ich unterstelle meinem inneren Guru alles - ich beuge mich meinem inneren Guru. Das ICH - Ego wird unterstellt.
Tut man das mit tiefer Liebe und Hingabe vor dem äußeren Guru, kann man spüren, wie es automatisch nach innen zurückwirkt. Das ist das Geheimnis, das sich nicht ergründen läßt, wenn man mit hierarchischem Denken und einem ausgeprägten Kopf einer solchen Runde zuschaut.
solange innerlich sowas wie höher oder tiefer vorhanden ist, größer oder kleiner, wird man auch höher oder tiefer, größer oder kleiner sehen, wenn man Menschen beobachtet, die das tun.
Die Menschen selbst aber, die das tun, spüren etwas ganz anderes. Und das entzieht sich jedweder *Beobachtung*. Man muß es fühlen. Und bereit dazu sein.
Das schließt aber nicht aus, daß man die Menschen sein läßt, wie sie sind und sie ihren Weg gehen läßt, wie sie es möchten. Man kann natürlich darüber urteilen und abfällig darüber denken, es ändert aber nichts an den Tatsachen. Um über so ein Thema reden zu können, bedarf es der Fähigkeit zu Toleranz.
Ein Schamane übernimmt da in der Tat eine andere Funktion und ist auch nicht mit einem Guru zu vergleichen. Wenngleich ich Inti hier Recht gebe, daß ein Guru ebenso Heilung bringt.
und ansonsten ist diese "Anbetung" des göttlichen im anderen und damit auch im Guru halt eine speziell indische Art damit umzugehen, halt Kulturbedingt und Westler mögen damit Probleme haben
So ist es.