Aufklärung Vogelgrippe

Helga17 schrieb:
Liebe Reinfriede!

Dr. Lanka ist Mikrobiologe und hat ganz sicher eine Ahnung, wovon er schreibt!

Liebe Helga!

Weisst Du, bei Dr. Lanke finde ich schade, dass gerade DIE Menschen, die Dinge erkannt haben und etwas zu sagen hätten, so polemisch sind. Das macht viele Feinde....

Wahrscheinlich wird man "so", wenn man gegen den Strom schwimmt, doch ich glaube, es wäre weit mehr zu erreichen, würde man Polemiken weglassen und einfach "normal" darüber diskutieren.

Viele Menschen lesen sich die Artikel durch und hören nach ein paar Zeilen auf, weil der Ton so aggressiv ist, es klingt wie eine Hetze, genau DADURCH gehen die (wertvollen!) Inhalte verloren.

Find ich schade....

Liebe Grüße
Reinfriede
 
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Reinfriede schrieb:
Liebe Helga!

Weisst Du, bei Dr. Lanke finde ich schade, dass gerade DIE Menschen, die Dinge erkannt haben und etwas zu sagen hätten, so polemisch sind. Das macht viele Feinde....

Wahrscheinlich wird man "so", wenn man gegen den Strom schwimmt, doch ich glaube, es wäre weit mehr zu erreichen, würde man Polemiken weglassen und einfach "normal" darüber diskutieren.

Viele Menschen lesen sich die Artikel durch und hören nach ein paar Zeilen auf, weil der Ton so aggressiv ist, es klingt wie eine Hetze, genau DADURCH gehen die (wertvollen!) Inhalte verloren.

Find ich schade....

Liebe Grüße
Reinfriede

Da hast du leider Recht - ich habe gestern meinem Mann diesen Artikel vorgelegt und als dann die Weltverschwörungstheorien hervorgekommen sind, hat er ziemlich zu gemacht. Er hält zwar generell auch nix von der Vogelgrippe, aber die teilweise sehr "schrägen" Theorien des Dr. Lanka haben dann zwischen uns für Diskussionen gesorgt. Mir sind seine Verschwörungstheorien auch total egal, seine wissenschaftlichen Erklärungen zu dem Virus und dessen "Erkennung" sind super und toll beschrieben. (Das musste auch mein Mann zugeben!)
 
July schrieb:
Ein Großteil der Vögel stirbt mit Sicherheit an Hunger, es ist dennoch vernünftig, die Tiere zu untersuchen und die Todesursache bzw. die Verbreitung des Virus zu erforschen. Sonst stehen wir irgendwann vor dem Supergau und keiner hats gewußt. Wir wissen noch sehr wenig über dieses Virus, es steht aber die Frage im Raum: Kann H5N1 eine Pandemie auslösen und wie können wir uns davor schützen. Was ist daran verkehrt?

Hallo July,

du hast vollkommen Recht. Ich möchte auch wissen, ob ein H5N1-Virus eine Pandemie auslösen kann. Ich würde mich aber auch darüber freuen, wenn die Wissenschaftler andere mögliche Ursachen für den Tod der H5N1-Vögel mit untersuchen würden. Soviel ich weiß, hat die Wissenschaft bisher aber noch keine Diagnostikverfahren, um bei Vögeln eine Kälte im Körper feststellen zu können, die zur Erschöpfung und einen erhöhten Nahrungsbedarf führt, da der Vogel mehr Energie aufwenden muss, um die Körpertemperatur im Normbereich zu halten. Kennt Mensch vielleicht auch vom Schwimmen. Wassertemperatur 27 Grad, Körpertemperatur 37 Grad. Nach dem Schwimmen ist man meistens ziemlich ausgepowert und muss viel essen.

Grüsse
Lipolyse
 
Hi,

man kann aber am Allgemeinzustand feststellen ob ein Tier an Erschöpfung und durch Verhungern gestorben ist. Es ist auch allen Beteiligten klar, dass um diese Jahreszeit viele Tiere verhungern. Wir haben z.B. im vergangenen Herbst einen toten Greifvogel auf der Wiese liegen gehabt. Da kam dann auch der Gedanke, Vogelgrippe? Der Jäger hat das Tier entsorgt. Dieser Greif ist mit Sicherheit nicht verhungert - es gab zu diesem Zeitpunkt keine "Anweisungen" wie man mit solchen Funden umzugehen hat. Äußere Verletzungen wies das Tier nicht auf. Tot vom Himmel gefallen.

Mir ist nicht klar, warum so vehement von vielen Seiten, gegen die Erkenntnisse der Wissenschaftler gearbeitet wird. Meiner Meinung nach sollten wir froh und dankbar sein, das die Wissenschaft inzwischen so weit ist, dass wir auf solche Ereignisse wie eine mögliche Pandemie aufmerksam gemacht werden können. Vor ein paar Monaten wußte noch kaum jemand, was eine Pandemie ist und wie sie ausgelöst werden kann. Ich finde, wir wurden inzwischen umfangreich aufgeklärt und können selber entscheiden, wie wir damit umgehen. Sollte irgendwann einmal ein Impfstoff gegen die Influenza und H5N1 auf den Markt kommen, können sich diejenigen impfen lassen, denen danach ist. Diejenigen, die sowieso nicht krank werden haben dann Geld gespart.

Gruß
July
 
July schrieb:
Hi,

man kann aber am Allgemeinzustand feststellen ob ein Tier an Erschöpfung und durch Verhungern gestorben ist. Es ist auch allen Beteiligten klar, dass um diese Jahreszeit viele Tiere verhungern. Wir haben z.B. im vergangenen Herbst einen toten Greifvogel auf der Wiese liegen gehabt. Da kam dann auch der Gedanke, Vogelgrippe? Der Jäger hat das Tier entsorgt. Dieser Greif ist mit Sicherheit nicht verhungert - es gab zu diesem Zeitpunkt keine "Anweisungen" wie man mit solchen Funden umzugehen hat. Äußere Verletzungen wies das Tier nicht auf. Tot vom Himmel gefallen.

Mir ist nicht klar, warum so vehement von vielen Seiten, gegen die Erkenntnisse der Wissenschaftler gearbeitet wird. Meiner Meinung nach sollten wir froh und dankbar sein, das die Wissenschaft inzwischen so weit ist, dass wir auf solche Ereignisse wie eine mögliche Pandemie aufmerksam gemacht werden können. Vor ein paar Monaten wußte noch kaum jemand, was eine Pandemie ist und wie sie ausgelöst werden kann. Ich finde, wir wurden inzwischen umfangreich aufgeklärt und können selber entscheiden, wie wir damit umgehen. Sollte irgendwann einmal ein Impfstoff gegen die Influenza und H5N1 auf den Markt kommen, können sich diejenigen impfen lassen, denen danach ist. Diejenigen, die sowieso nicht krank werden haben dann Geld gespart.

Gruß
July

Hallo July,

das ist ja genau der Punkt. Die Wissenschaft kann ja eben nicht genau sagen, ob der H5N1-Vogel an Kälte oder an H5N1 gestorben ist. Bei beiden Möglichkeiten treten die gleichen Symptome auf. Die Naturwissenschaft ist da übrigens schon viel weiter. Die misst den Witterungseinflüssen eine viel größere Bedeutung bei.

Grüsse
Lipolyse
 
Die Tiere werden auf H5N1 labordiagnostisch untersucht - über Speichel oder Kotreste, PCR -Test. Augrund der Menge der infizierten toten Tiere, wird warscheinlich hochgerechnet, wieviele Tiere des Bestandes infiziert sind. Wir werden sehen, wieviele Tiere im Frühjahr - wenn das Nahrungsangebot wieder da
ist, verenden. Zudem kommen die Zugvögel zurück und die Situation wird sich möglicherweise nochmal ändern.

July
 
July schrieb:
Die Tiere werden auf H5N1 labordiagnostisch untersucht - über Speichel oder Kotreste, PCR -Test. Wenn kein H5N1 nachgewiesen wird, denke ich mal, dass eine andere Todesursache nicht untersucht wird und davon ausgegangen wird, der Vogel ist verhungert. Es wäre doch auch etwas zuviel verlangt nun alle verendeten Vögel auf die jeweilige Todesursache hin zu untersuchen.

Beim Menschen wird bei Influenza-Verdacht das gleiche gemacht. Erstmal der Influenzaschnelltest und dann die Behandlung.


July
Hallo July,

wenn man seriös sein will, müsste man aber die tatsächliche Ursache für den Tod der Vögel untersuchen. Und die Tatsache, das viele tote Vögel auf Rügen nicht den H5N1-Virus in sich trugen, müsste doch eigentlich mal zum Nachdenken anregen.
Beim Untergang der Titanic hat auch eine "Pandemie" stattgefunden. Innerhalb kürzester Zeit sind hunderte von Menschen verstorben. Hier kommt aber komischerweise keiner auf die Idee, das die Menschen an einem Virus verstorben sind, sondern hier weiss jeder, das die Menschen an der eisigen Kälte des Wassers verstorben sind. An diesem Beispiel sieht man, wie tödlich Kälte sein kann. Bei den toten Vögeln wird merkwürdigerweise auf solche Ursachen wie Kälte und Nässe gar nicht eingegangen. Und jeder Förster weiss, das es in kalten Wintern schon immer tote Vögel gab.
Für die Vögel auf Rügen war der Winter sehr lang und hart.

Ich hinterfrage, ob es immer ein Virus sein muss, der einen Infekt und möglicherweise den Tod verursacht.

Grüsse
Lipolyse
 
Hi,

es wurde sehr wohl darüber informiert, dass die Tiere auch an Unternährung und der hinzukommenden Kälte verendet sind. Es ging wie gesagt um die Erkenntnis, tragen diese toten Tiere auch das H5N1 Virus. Diese Frage konnte in einigen Fällen mit einem ganz klaren "Ja" beantwortet werden.
Nun ist aber auch bekannt, dass lebende Tiere, wie ein Schwan der entkräftet in ein Tierheim gebracht wurde, innerhalb kürzester Zeit anderes Federvieh mit H5N1 angesteckt hat. Diese Vögel und der Schwan sind verendet. Die bereits vorhandenen Vögel waren nicht entkräftet und unterernährt. Das gleiche galt für den Betriebe in Frankreich. Dort wurde wohlgenährtes, der Kälte trotzendes Federvieh infiziert. Dass z.B. finde ich viel interessanter. Warum wurden diese Tiere infiziert? Ist eventuell doch eine Übertragung von Singvögeln auf Hühner, Gänse usw. möglich? In jedem Hühnerstall halten sich auch andere Vögel wie Spatzen, Schwalben etc. auf.

Es geht außerdem darum, dass das Virus mutiert ist. Der Sprung auf Säugetiere ist jetzt einfacher geworden. Katzen und Hunde sind Träger und Katzen können auch an der Vogelgrippe erkranken. Wie sieht der nächste Sprung aus? Dass ist die Frage. Wann springt das Virus auf den Menschen über oder springt es überhaupt?

Klar muß man hinterfragen, welche Ursache der Tod eines Tieres oder Menschen hat. Tiere sterben am Herpes Virus. Habe ich selber schon erlebt bei einer meiner Katzen. Da war nichts mehr zu machen. Das Virus hat sich in der Lunge ausgebreitet und die Katze ist gestorben. Da wars auch Winter und kalt, und die Katze war bis zu ihrer Erkrankung meistens draußen. Ich hätte den Tod des Tieres aber nicht auf die Kälte geschoben sondern es war klar, dass das Tierchen an Herpes verstarb, einem Virus.

Die Titanic ist ein hinkender Vergleich. Ein "Verkehrsunfall" ist keine Krankheit. Gegen Kälte kann man nichts machen, außer warm anziehen oder drinnen bleiben und heizen. Tiere leben nunmal draußen, man kann jetzt nicht alle Enten und Schwäne aufstallen, weil sie Hunger haben und es kalt ist. Dann haben wir keine Wildvögel mehr sondern nur noch degeneriertes Federvieh.


July
 
July schrieb:
Hi,

Nun ist aber auch bekannt, dass lebende Tiere, wie ein Schwan der entkräftet in ein Tierheim gebracht wurde, innerhalb kürzester Zeit anderes Federvieh mit H5N1 angesteckt hat. July

Ich nehme an, dass es sich hier um den Schwan in der Grazer Arche Noah geht - da besteht bei dir Falschinformation! Nachdem man bei dem Schwan das Virus angeblich festgestellt hatte, wurde alles Federvieh der Arche Noah aus "Sicherheitsgründen" geschlachtet!!!!!!!! Da gab es keinen Beweis, dass das Virus irgendwo noch vorhanden ist!
 
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Neien, es ging dabei um was anderes. Ich finde, die Tierschützer haben richtig reagiert und diesen Grazer Schwan gemeldet und den vorhandenen Bestand geschlachtet. Oder hättest Du den TIeren einen H5N1 Tod gewünscht?

July
 
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