Iakchus
Sehr aktives Mitglied
Hallo
http://www.integralworld.net/de/visser_novalis.html
Er schreibt zB:
Weil dies alles nur in unserem Geist existiert. Anders gesagt, da wir diese Dinge nur in psychologischen Zuständen erfahren können, zB in Meditation, sind sie auch NUR Resultat unserer Psychologie: Die Inhalte sind erfahrbar... bestehen als psychische Seinszustände,
Da Mythen immer einer Interpretation bedürfen. Diese Interpretation nehmen wir jeweils selbst vor und es ist unser (geistiegr) Freiraum, die Mythen als Sinnbild, als Allegorie oder Symbol zu verstehen.
Dazu gehört auch, was Engel angeht. Mit Engeln wurden in den letzten Jahren viel kommuniziert und ihre Bedeutungen von einigen Personen aufgeschrieben, die in Kontakt mit ihnen treten konnten.
Es ist ja richtig, sich kein Bild zu machen, und gewisse Dinge nicht als sprichwörtlich aufzufassen, so zB Dämonen in der tibetanischen Religion als "subjektive Kreation " aufzufassen, aber dabei handelt es sich um das Bild, das man sich nicht machen sollte, was man als subjektiv auffassen sollte.
Der Inhalt, die archetypisch-energetische , seelische, wesentliche oder verborgene Wirklichkeit ist damit noch nicht angetastet.
Mich stört dieses Rationalisieren immer dann, wenn die Möglichkeit ausser Acht gelassen wird, dass das rationalistische Vereinfachen nicht genügt, um die komplexe Wirklichkeit sein zu lassen, was sie ist. Die Möglichkeit also, dass eine moderne Weltsicht nur eine weitere Hochstufe der irregulären Beschreibung bedeuten kann, was man mit Annehmlichkeiten für den Verstand verwechselt.
LG
Stefan
http://www.integralworld.net/de/visser_novalis.html
Er schreibt zB:
Wenn man den Artikel an dieser Stelle weiterliest wird deutlich, wie rationalisiert das nun vollendet wird, also der eigentliche Inhalt dieser Ebenen entwertet wird. Engel gibt es also nicht, das aber ist so ja nicht richtig.Zum Beispiel werden in den alten Traditionen die Ebenen der Realität oft begriffen als das Terrestrische, das Zwischenreich, das Himmlische und das Unendliche, und man glaubt, dass dies Bereiche in der äußeren Wirklichkeit sind, die von mythischen Wesen bevölkert sind. Die buddhistischen ‚sechs Bereiche der Existenz', in denen hungrige Geister, Titanen, Halbgötter und Engel leben, sind ein Beispiel dafür. Die buddhistischen ‚sechs Bereiche der Existenz', in denen hungrige Geister, Titanen, Halbgötter und Engel leben, sind ein Beispiel dafür. Moderne buddhistische Lehrer interpretieren diese sechs Bereiche fast immer als psychologische Zustände.
Weil dies alles nur in unserem Geist existiert. Anders gesagt, da wir diese Dinge nur in psychologischen Zuständen erfahren können, zB in Meditation, sind sie auch NUR Resultat unserer Psychologie: Die Inhalte sind erfahrbar... bestehen als psychische Seinszustände,
Ken Wilber wird ja oft angeführt, ich weiss nicht wo, - aber habe ich oft schon gesehen. Das ist doch ein Philosoph, der einfach nur das für den rationalen Geist Unverständliche umformt, aber auch verfremdet. Mythen sollten angepasst werden an ein modernes Verständnis:die man durch eine Veränderung des Bewusstseins direkt erfahren und wissen kann und die deshalb direkt untersucht werden können durch eine phänomenologische (oder Tiefen-) Wissenschaft mitgeteilter Selbstbeobachtung, und bestätigt durch eine rationale Rekonstruktion seitens derjenigen, die sich bezüglich solcher Bewussstseinsveränderungen als kompetent ausgewiesen haben.
Da können aber noch so viele in vermeintlich guter Absicht eine neue Sicht auf die Mythen entwerfen, sie dürfen nur nicht behaupten, dass damit die alten Mythen (so wie sie geschrieben sind), nicht mehr gültig wären, und ersetzt durch das neue Bild. Sie sagen, die Mythen sind gültig, aber! Aber sie müssten Moderner aufgefasst werden. Wer sagt nun, was modern UND gleichzeitig richtig ist? Diese Modernisierung, das hat auch oft eine Kehrseite. Vor einigen Jahren sprach man davon, man müsste die Finanzwelt modernisieren. Bequemer und einfacher sollte es sein, das war der wahre Inhalt. Heute haben wir die Finanzkrise. Das ist ein typischer Fall, was Modernisierung manchmal später die Zerstörung einer Sache bringt.Wenn sie entlang moderner und postmoderner Schienen rekonstruiert werden, so wie es ja auch Trungpa und etliche andere Lehrer (in Christentum, Judentum, Hinduismus etc.) heutzutage auf hohem Niveau bereits tun. Meine Arbeit gibt einfach eine philosophische Grundlage und Methodologie hierfür – um von einer metaphysischen zu einer kritischen, nachmetaphysischen und intgraleren Spiritualität zu gelangen.
Da Mythen immer einer Interpretation bedürfen. Diese Interpretation nehmen wir jeweils selbst vor und es ist unser (geistiegr) Freiraum, die Mythen als Sinnbild, als Allegorie oder Symbol zu verstehen.
Dazu gehört auch, was Engel angeht. Mit Engeln wurden in den letzten Jahren viel kommuniziert und ihre Bedeutungen von einigen Personen aufgeschrieben, die in Kontakt mit ihnen treten konnten.
Es ist ja richtig, sich kein Bild zu machen, und gewisse Dinge nicht als sprichwörtlich aufzufassen, so zB Dämonen in der tibetanischen Religion als "subjektive Kreation " aufzufassen, aber dabei handelt es sich um das Bild, das man sich nicht machen sollte, was man als subjektiv auffassen sollte.
Der Inhalt, die archetypisch-energetische , seelische, wesentliche oder verborgene Wirklichkeit ist damit noch nicht angetastet.
Mich stört dieses Rationalisieren immer dann, wenn die Möglichkeit ausser Acht gelassen wird, dass das rationalistische Vereinfachen nicht genügt, um die komplexe Wirklichkeit sein zu lassen, was sie ist. Die Möglichkeit also, dass eine moderne Weltsicht nur eine weitere Hochstufe der irregulären Beschreibung bedeuten kann, was man mit Annehmlichkeiten für den Verstand verwechselt.
LG
Stefan