Tommy
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Mehr Nebeneinanderstellen für eine Verknüpfung geht nicht.
Obwohl vielleicht:
kein Anlass = Die IAEA hatte Strahlenwerte um das Zweieinhalbfache über dem Niveau entdeckt, ab dem sie Evakuierungen empfiehlt
Und das im 21. Jahrhundert, im Jahr 2011.
;-)
Auch Greenpeace hat aufgrund eigener Messungen dringendst empfohlen, den Evakuierungsradius auf 40 Kilometer zu erweitern. Man kann sich nun wundern über das störrische "Nein, machen wir nicht" der japanischen Regierung, entgegen der Expertenmeinung, die mit gesicherten Daten aufwartet. Auch die Internationale Atombehörde empfiehlt eine solche Erweiterung. Stellt sich die Frage, warum Kan& Co. sich weigert.
Das Motiv?
Wenns nicht so bizarr und menschenverachtend klingen würde, würde ich mal sagen, es folgt der Logik der Kosteneinsparung. Eine weitere Evakuierung und damit erforderliche Errichtung weiterer Notaufnahmelager würde weitere Riesensummen verschlingen, und lieber lassen sie die Leute in den verstrahlten Zonen verrecken, als daß sie weitere Millarden in das Handling der Katastrophe investieren. Im Kosten-Nutzenkalkül zählt ein Menschenleben nichts.
Inzwischen traue ich den japanischen Behörden genau ein solches Denken zu. Anders kann ich mir diesen surrealen Mix aus "Eine unmittelbare gesundheitliche Gefährdung besteht nicht" und "Kein Erweiterung der Evakuierungszone nötig" nicht erklären.