Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

Das heisst aber nicht, dass es harmlos wäre, nur ist es eben erfahrungsgemäss weit weniger schlimm als angenommen und die Kontamination auf dem Lande sein wird, wo nix verdünnt werden kann...

Ooch, wir könnten die strahlende Erdöberfläche einfach tief unterpflügen... wie bei einer Meliorations Maßnahme...
Dann sind die bösen Strahleteilchen wieder da, wo sie herkommen... unter der Erde.
Bei der Gelegenheit könnten wir auch gleich...... naja, lassen wir das mal...
:ironie:
 
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Wenn man in einem Wald alle Bäume ausreißen würde, dann würde der Wald sterben.
Wenn man einen Wald richtig bewirtschaftet, fälliges Holz herausholt und neue Mischwälder pflanzt - das tut dem Wald gut, das tut dem Volk gut.
Was meine ich damit?

Vielleicht: Man soll das Kind nicht mit dem Bade ausschütten?
Aber wie so oft stimmen diese Aussagen für das Gleichnis nur bedingt, nämlich nur aus der Sicht des den Wald bewirtschaftenden Menschen, denn:

Der Wald stirbt nicht, wenn man die Bäume ausreißt (oder auch "nur" abschneidet, oder sogar brandrodet) - die Natur macht es ja oft vor, indem sie mit Sturm, Feuer oder im Gebirge Schneedruck Wälder großflächig "zerstört" - im Boden warten genug Samen, die durch das plötzlich verfügbare Licht sofort den "neuen Wald" bilden - über Pionierpflanzen, die den Boden vor Abtrag schützen, Erstbesiedler, die Feuchtigkeit binden usw.
Gefährlich für den Wald ist nur, wenn der Mensch rodet und in der Folge düngt und Felder bewirtschaftet ...

aus Sicht der natur gibt es kein "richtiges Bewirtschaften", denn die Entnahme des "fälligen" Holzes heißt nichts anderes - auf den Menschen umgelegt - alle jungen gesunden Männer eines Volkes "zu entnehmen"! Somit gehen dem Wald die für das gesamte (!) Leben im Wald wichtigen alten Bäume verloren: Baumkronen beherbergen eine Vielzahl von Tieren, sind "Wohnungen", Nahrungsgrundlage, Versteck, Wanderstraßen ... und der sterbende Baum (mit seinen Höhlungen) wird ebenfalls als Wohnstatt und Entwicklungsraum genutzt ... all dies entfällt bei "richtiger Bewirtschaftung"!

Aber ein Punkt stimmt: Richtiges Bewirtschaften tut dem Volk gut!

Aber generell: Man muß unterscheiden zwischen Wald und Forst. Letzterer ist für die Bewirtschaftung vorgesehen, und sogar hier werden in letzter Zeit (bei uns durch die Bundesforste) Anstrengungen unternommen, die Bewirtschaftung naturverträglicher zu gestalten.
Aber: Hände weg vom "Wald" ... der darf nicht bewirtschaftet werden - und dafür gibts (leider viel zu wenig) die entsprechenden Schutzgebiete!

Ich hoffe, damit einiges zum Verständnis des "Waldes" beitragen zu können.
Nachfragen gerne, aber im eigens aufgebauten Thema
Allgemeines > Allgemeine Diskussionen > Der Wald (Ort der Spiritualität) und der Forst (wirtschaftliches Nutzgut)
 
..ich glaub, wir wissen noch ne ganze Menge nicht..ironie off...

so ist es...


Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) spielt in empörender Weise herunter, was in Fukushima passiert. So verheimlicht sie bisher eine Wasserstoffexplosion, die sich nach Greenpeace-Recherchen in der vergangenen Woche im Abklingbecken von Reaktor 4 ereignet hat.


Die Information über die Explosion findet sich in einem Dokument des Japan Atomic Industrial Forum (JAIF). JAIF repräsentiert alle japanischen Atomunternehmen. Das Forum veröffentlicht regelmäßig und mehrmals täglich den aktuellen Status der Anlage in Fukushima. Am 18. März ist dort für 16:00 Uhr vermerkt, dass sich Wasserstoff gebildet hatte. Im Statusbericht für 22:00 Uhr ist eine Wasserstoffexplosion angegeben. JAIF meldete das Ereignis als „"sehr ernst"“ an die IAEO.

„"Die Informationspolitik der internationalen Atomenergiebehörde ist skandalös"“, sagt Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. „"Eine Wasserstoffexplosion in einem Brennelementelagerbecken muss veröffentlicht werden. Bei jeder Explosion wird Radioaktivität freigesetzt, die Atomanlagen werden weiter zerstört. So ein gravierendes Ereignis darf nicht verheimlicht werden. Die Behörde versucht gegenwärtig, die Nachrichtenlage schönzureden, obwohl immer noch vier Reaktoren außer Kontrolle sind."“

Greenpeace fordert die Verantwortlichen in der UN-Behörde auf, vollständig und rückhaltlos über den Zustand der Reaktoren zu berichten.

Atomenergiebehörde manipuliert Reaktorstatusmeldung


http://www.greenpeace.de/themen/ato..._wasserstoffexplosion_in_fukushima_reaktor_4/
 
Warum versucht man nach 2 Wochen immer noch, die Reaktoren ans Netz zu bekommen?
Wieso baut man keine Sargopharge wie in Tschernobyl?
Wie geht das in diesem AKW (geplanterweise) weiter?
Was wird der Rest der Welt tun- wird er was tun?
 
moin Sayalla


so wie ich es verstanden habe
gehen die Reaktoren nicht mehr ans Netz


zuerst muss überhaupt gekühlt werden
bevor mit Sand und Beton daran gegangen wird


es wiederholt sich alles irgendwie von Tschernobyl


das "Danach" kostet sehr viel Aufwand und Geld

in Tscernobyl wird daran gedacht, eine Kuppel über den
Sarkophag zu bauen... es hört nie auf;)


es war wieder heute ein Erdbeben Stärke 6...
 
Warum versucht man nach 2 Wochen immer noch, die Reaktoren ans Netz zu bekommen?
Wieso baut man keine Sargopharge wie in Tschernobyl?
Wie geht das in diesem AKW (geplanterweise) weiter?
Was wird der Rest der Welt tun- wird er was tun?


Die Versorgung mit Strom ist die Voraussetzung dafür, raus zu kriegen, was wirklich in den Reaktoren abläuft. Alle Messgeräte brauchen Strom.
Und ohne Messgeräte ist man blind.

Und, es ist wichtig, dass die Kühlung in irgendeiner Form wieder ans Laufen kommt. Mit einer funktionierenden Kühlung wird auch die Freisetzung radioaktiver Partikel weniger.

Einen Sarkophag in der Größe zu bauen dauert Monate. Und solange Radioaktivität freigesetzt wird, sind die Bauarbeiter permanent strahlengefährdet. Ist im Moment nicht wirklich eine Möglichkeit.

:)

crossfire
 

Die Versorgung mit Strom ist die Voraussetzung dafür, raus zu kriegen, was wirklich in den Reaktoren abläuft. Alle Messgeräte brauchen Strom.
Und ohne Messgeräte ist man blind.

Und, es ist wichtig, dass die Kühlung in irgendeiner Form wieder ans Laufen kommt. Mit einer funktionierenden Kühlung wird auch die Freisetzung radioaktiver Partikel weniger.

Einen Sarkophag in der Größe zu bauen dauert Monate. Und solange Radioaktivität freigesetzt wird, sind die Bauarbeiter permanent strahlengefährdet. Ist im Moment nicht wirklich eine Möglichkeit.

:)

crossfire

Danke.
Kann man nicht von der Luft aus z.B. die Temperatur im Reaktor messen?
Von aussen misst man die radioaktive Strahlung... und (makabererweise) ebenfalls im Boden.
Dass gekühlt werden muss, ist mir klar, ja. Doch wie sieht das bei der derzeitigen Lage auf Dauer damit aus? Ist es wirklich sinnvoll, erstmal 3 Monate (als Bsp.) zu kühlen und weiter nichts gegen die austretende Strahlung zu tun?
Wenn man dann mit dem Bau von Sargophargen beginnt, vergehen doch nochmal Monate... mir entzieht sich grad irgendwo die Logik, wieso man das nicht sobald als möglich macht. Dass die Bauarbeiter sterben werden, steht leider offen zur Diskussion... doch hofft man derzeit wirklich noch auf eine Alternative?
Wenn ja, wie sieht die aus? Die Belastungen können so gering gehalten werden, dass die jetzigen Massnahmen das Beste sind? Und wenn man sich irrt???
 
Warum versucht man nach 2 Wochen immer noch, die Reaktoren ans Netz zu bekommen?
Wieso baut man keine Sargopharge wie in Tschernobyl?
Wie geht das in diesem AKW (geplanterweise) weiter?
Was wird der Rest der Welt tun- wird er was tun?

zu frage eins-
keine sau wird sich freiwillig bestrahlen lassen. wie will ein privatunternehmen menschen finden,
die sich diesen gefahren aussetzen. auch sind die kosten nicht gedeckt, weil ein kurzzeit kredit von 13 milliarden fehlt.
welche banken investieren in ein unternehmen, das am abstürzen ist.

frage zwei-
die haben aus obigen und anderen gründen keine ahnung.

frage drei-
sollten die rettungsversuche scheitern und die verstrahlung zunehmen, wird der rest der welt japan
als no go zone erklären lassen.
d.h. heisst kein mensch geht raus- und kein mensch geht rein nach japan.

der jap. automarkt ist zu 65% eingebrochen, auch sony, nikon und co sind am schweren verluste schreiben.
 
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Wie lange muss gekühlt werden? Wie lange gibt wohl MOX weiterhin Strahlung an die Umwelt ab?

baut sich ab in etwa
ca 25 000 jahre

stimmt auch nicht.

darum wiki

Von Plutonium wurden 20 Isotope und 15 Kernisomere mit Massenzahlen von 228 bis 247 vermessen.[34] Die Halbwertszeiten liegen zwischen 37 · 10−12  s für das Isomer 236m1Pu und 80 Mio. Jahren für 244Pu. Die langlebigsten Isotope mit Halbwertszeiten größer als 11 Tagen haben Massenzahlen zwischen 236 und 244. Das Isotop 243Pu ist mit einer Halbwertzeit von weniger als 5 Stunden[34] eine Ausnahme. Einige der Plutonium-Isotope werden als Ausgangspunkte für radioaktive Zerfallsreihen angesehen.

* 236Pu zerfällt über die Thorium-Reihe. Es kommt mit einer Halbwertzeit von 2,858 Jahren[34] durch α-Zerfall auf die Zwischenstufe 232U, die mit einer Halbwertszeit von 68,9 Jahren zu 228Th zerfällt, das auf dem Hauptstrang der Reihe liegt. Dieses Isotop wird in Kernreaktoren, die mit Uran betrieben werden, nur in winzigen Mengen erbrütet.

* 237Pu wandelt sich mit einer Halbwertzeit von 45,2 Tagen[34] zu 99,9958 % durch Elektroneneinfang in das Neptunium-Isotop 237Np um, das der Startpunkt der Neptunium-Reihe ist. Die restlichen 0,0042 % zerfallen durch α-Zerfall zu Uran 233U das ebenfalls über die Neptunium-Reihe zerfällt.

* 238Pu ist ein α-Strahler mit einer Halbwertszeit von 87,7 Jahren[34]. Es zerfällt zunächst in 234U und weiter über die Zerfallskette der Uran-Radium-Reihe.

* 239Pu ist das am häufigsten produzierte Plutoniumisotop. Es hat eine Halbwertszeit von 24.110 Jahren[34] und zerfällt überwiegend unter Abgabe von α-Strahlung in 235U. Der weitere Zerfall folgt der Uran-Actinium-Reihe, für natürliche Radioaktivität, die bei 235U beginnt. Zu einem Anteil von 3 ·10−10 % tritt Spontanspaltung auf.

* 240Pu zerfällt mit einer Halbwertszeit von 6564 Jahren[34] durch α-Strahlung in 236U. Dieses Uran-Isotop zerfällt mit einer Halbwertzeit von 23,4 Mio. Jahren zum natürlichen 232Th. Der weitere Zerfall folgt der Thorium-Reihe.

* 241Pu ist der Beginn der Neptunium-Reihe. Es zerfällt mit einer Halbwertszeit von 14,35 Jahren[34] und einer Wahrscheinlichkeit von 99,9975 % mit einem β-Zerfall zu 241Am, sowie mit 0,0025 % Wahrscheinlichkeit unter α-Zerfall zu 237U. 241Am zerfällt unter α-Zerfall und 237U durch β-Zerfall zum gleichen langlebigen Neptuniumisotop 237Np.

* 242Pu zerfällt über die gleiche Zerfallskette wie 238Pu. Während jedoch 238Pu als Seitenarm beim 234U auf die Zerfallskette kommt, steht 242Pu noch vor dem 238U. Plutonium 242Pu zerfällt durch α-Zerfall in 238U, den Beginn der natürlichen Uran-Radium-Reihe. Mit einer Halbwertszeit von 375.000 Jahren[34] ist es nach 244Pu das langlebigste Isotop.

* 243Pu ist mit einer Halbwertszeit von 4,956 h[34] kurzlebig. Es geht zunächst durch β-Strahlung in Americium 243Am über, das in 239Np übergeht und weiter zu 239Pu zerfällt. Damit steht es in Verlängerung der Uran-Actinium-Reihe.

* 244Pu ist wegen seiner langen Halbwertszeit von 80 Mio. Jahren[34] das einzige natürlich vorkommende Plutonium-Isotop.[13] Es ist der Ausgangspunkt der Thorium-Reihe, die darum manchmal auch Plutonium-Thorium-Reihe genannt wird. 244Pu zerfällt durch α-Zerfall zu 240U, dieses durch zwei β-Zerfälle über 240Np zu 240Pu, dieses dann wieder durch zwei weitere α-Zerfälle über 236U zum 232Th. Danach folgt der Zerfall der Thorium-Reihe.

:morgen:
 
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