Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

zu frage eins-
keine sau wird sich freiwillig bestrahlen lassen. wie will ein privatunternehmen menschen finden,
die sich diesen gefahren aussetzen. auch sind die kosten nicht gedeckt, weil ein kurzzeit kredit von 13 milliarden fehlt.
welche banken investieren in ein unternehmen, das am abstürzen ist.

frage zwei-
die haben aus obigen und anderen gründen keine ahnung.

frage drei-
sollten die rettungsversuche scheitern und die verstrahlung zunehmen, wird der rest der welt japan
als no go zone erklären lassen.
d.h. heisst kein mensch geht raus- und kein mensch geht rein nach japan.

der jap. automarkt ist zu 65% eingebrochen, auch sony, nikon und co sind am schweren verluste schreiben.

Zu eins: Klingt logisch, wenngleich auch irgendwie wahnwitzig, sollten Alternativen fehlen.

Zu zwei: Ich auch nicht.

Zu drei: Das ziehe ich als bittere Möglichkeit ebenfalls in Betracht, ja... aber bevor es soweit käme, müssten sich doch Bauarbeiter finden lassen *denk.
 
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http://www.strato.de/strato-video/p...limaforschung.net&contentfile=tschernobyl.flv


Rund 3800 Arbeiter sind in Tschernobyl beschäftigt, den Sarkophag instand zu halten, dennoch weist er Risse und undichte Stellen auf in einer Fläche von etwa 100m2. Die Strahlung ist nach wie vor extrem hoch dort, wenn man den Informationen Glauben schenken mag, was kein großes Problem sein dürfte.

Schaut euch den Film ruhig an. Ist sehr interessant bzgl. etwas = Tschernobyl, was noch lange nicht ausgestanden ist. Und die neuen Probleme in Japan haben ja nicht auf sich warten lassen.

:morgen:
 
Danke.
Kann man nicht von der Luft aus z.B. die Temperatur im Reaktor messen?
Von aussen misst man die radioaktive Strahlung... und (makabererweise) ebenfalls im Boden.
Dass gekühlt werden muss, ist mir klar, ja. Doch wie sieht das bei der derzeitigen Lage auf Dauer damit aus? Ist es wirklich sinnvoll, erstmal 3 Monate (als Bsp.) zu kühlen und weiter nichts gegen die austretende Strahlung zu tun?
Wenn man dann mit dem Bau von Sargophargen beginnt, vergehen doch nochmal Monate... mir entzieht sich grad irgendwo die Logik, wieso man das nicht sobald als möglich macht. Dass die Bauarbeiter sterben werden, steht leider offen zur Diskussion... doch hofft man derzeit wirklich noch auf eine Alternative?
Wenn ja, wie sieht die aus? Die Belastungen können so gering gehalten werden, dass die jetzigen Massnahmen das Beste sind? Und wenn man sich irrt???


Die Temperaturen in den Reaktoren selbst sind von außen hier nicht zu messen. Zu viele Trümmerteile, dann die Betonummantelung und dann noch das eigentliche Reaktorgefäß. Kannste auch eine Kristallkugel befragen.

Im Moment sieht es so aus, dass die Radioaktivität hauptsächlich aus den offenen Abklingbecken stammt. Deshalb haben auch die Wasserberieselungen durch die Feuerwehr immer mal wieder Erfolg. Weil damit die Abklingbecken getroffen werden. Ist aber nur eine Notlösung. Im Endeffekt braucht es einige Millionen Tonnen Wasser, um dort eine Kühlung zu erreichen. Und das geht nur mit richtigen, fest installierten Pumpen und entsprechenden Rohren.

Wie erfolgreich eine Kühlung wirklich sein wird, ist derzeit nicht nicht wirklich abzuschätzen. Sind einfach wenige Informationen. Klar aber ist, dass sich mit zunehmender Kühlung die Situation verbessern wird. Und damit weitere Schritte möglich werden. Wie lange das dauern wird? Ist nicht vorhersagbar.

Im besten Fall wird der Austritt radioaktiver Partikel spürbar innerhalb einer Woche nach Herstellung einer funktionierender Kühlung absinken. Gekühlt werden muss dann sicherlich noch 5-10 Jahre. Bevor man dran gehen kann, die Reaktoren demontieren.

Jedenfalls, die 4 Reaktoren gehen sicherlich nie wieder in Betrieb.

:)

crossfire

 

Wie erfolgreich eine Kühlung wirklich sein wird, ist derzeit nicht nicht wirklich abzuschätzen. Sind einfach wenige Informationen. Klar aber ist, dass sich mit zunehmender Kühlung die Situation verbessern wird. Und damit weitere Schritte möglich werden. Wie lange das dauern wird? Ist nicht vorhersagbar.

Im besten Fall wird der Austritt radioaktiver Partikel spürbar innerhalb einer Woche nach Herstellung einer funktionierender Kühlung absinken. Gekühlt werden muss dann sicherlich noch 5-10 Jahre. Bevor man dran gehen kann, die Reaktoren demontieren.

:)

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Es ist nicht abzuschätzen, aber es könnte möglich sein, dass...
ehm, aha. :confused:

Danke. :umarmen:
 
Um die Hälfte, war das so?

nee

ich habe oben korrigiert.
wicki zu den halbwertzeiten von plutonium isotopen

da soll ein normalbürger mal schlau werden.
wir sind doch keine atomphysiker und desshalb auch leicht zu verarschen

http://de.wikipedia.org/wiki/Plutonium

Von Plutonium wurden 20 Isotope und 15 Kernisomere mit Massenzahlen von 228 bis 247 vermessen.[34] Die Halbwertszeiten liegen zwischen 37 · 10−12  s für das Isomer 236m1Pu und 80 Mio. Jahren für 244Pu. Die langlebigsten Isotope mit Halbwertszeiten größer als 11 Tagen haben Massenzahlen zwischen 236 und 244. Das Isotop 243Pu ist mit einer Halbwertzeit von weniger als 5 Stunden[34] eine Ausnahme. Einige der Plutonium-Isotope werden als Ausgangspunkte für radioaktive Zerfallsreihen angesehen.

* 236Pu zerfällt über die Thorium-Reihe. Es kommt mit einer Halbwertzeit von 2,858 Jahren[34] durch α-Zerfall auf die Zwischenstufe 232U, die mit einer Halbwertszeit von 68,9 Jahren zu 228Th zerfällt, das auf dem Hauptstrang der Reihe liegt. Dieses Isotop wird in Kernreaktoren, die mit Uran betrieben werden, nur in winzigen Mengen erbrütet.

* 237Pu wandelt sich mit einer Halbwertzeit von 45,2 Tagen[34] zu 99,9958 % durch Elektroneneinfang in das Neptunium-Isotop 237Np um, das der Startpunkt der Neptunium-Reihe ist. Die restlichen 0,0042 % zerfallen durch α-Zerfall zu Uran 233U das ebenfalls über die Neptunium-Reihe zerfällt.

* 238Pu ist ein α-Strahler mit einer Halbwertszeit von 87,7 Jahren[34]. Es zerfällt zunächst in 234U und weiter über die Zerfallskette der Uran-Radium-Reihe.

* 239Pu ist das am häufigsten produzierte Plutoniumisotop. Es hat eine Halbwertszeit von 24.110 Jahren[34] und zerfällt überwiegend unter Abgabe von α-Strahlung in 235U. Der weitere Zerfall folgt der Uran-Actinium-Reihe, für natürliche Radioaktivität, die bei 235U beginnt. Zu einem Anteil von 3 ·10−10 % tritt Spontanspaltung auf.

* 240Pu zerfällt mit einer Halbwertszeit von 6564 Jahren[34] durch α-Strahlung in 236U. Dieses Uran-Isotop zerfällt mit einer Halbwertzeit von 23,4 Mio. Jahren zum natürlichen 232Th. Der weitere Zerfall folgt der Thorium-Reihe.

* 241Pu ist der Beginn der Neptunium-Reihe. Es zerfällt mit einer Halbwertszeit von 14,35 Jahren[34] und einer Wahrscheinlichkeit von 99,9975 % mit einem β-Zerfall zu 241Am, sowie mit 0,0025 % Wahrscheinlichkeit unter α-Zerfall zu 237U. 241Am zerfällt unter α-Zerfall und 237U durch β-Zerfall zum gleichen langlebigen Neptuniumisotop 237Np.

* 242Pu zerfällt über die gleiche Zerfallskette wie 238Pu. Während jedoch 238Pu als Seitenarm beim 234U auf die Zerfallskette kommt, steht 242Pu noch vor dem 238U. Plutonium 242Pu zerfällt durch α-Zerfall in 238U, den Beginn der natürlichen Uran-Radium-Reihe. Mit einer Halbwertszeit von 375.000 Jahren[34] ist es nach 244Pu das langlebigste Isotop.

* 243Pu ist mit einer Halbwertszeit von 4,956 h[34] kurzlebig. Es geht zunächst durch β-Strahlung in Americium 243Am über, das in 239Np übergeht und weiter zu 239Pu zerfällt. Damit steht es in Verlängerung der Uran-Actinium-Reihe.

* 244Pu ist wegen seiner langen Halbwertszeit von 80 Mio. Jahren[34] das einzige natürlich vorkommende Plutonium-Isotop.[13] Es ist der Ausgangspunkt der Thorium-Reihe, die darum manchmal auch Plutonium-Thorium-Reihe genannt wird. 244Pu zerfällt durch α-Zerfall zu 240U, dieses durch zwei β-Zerfälle über 240Np zu 240Pu, dieses dann wieder durch zwei weitere α-Zerfälle über 236U zum 232Th. Danach folgt der Zerfall der Thorium-Reihe.
 
* 238Pu ist ein α-Strahler mit einer Halbwertszeit von 87,7 Jahren[34]. Es zerfällt zunächst in 234U und weiter über die Zerfallskette der Uran-Radium-Reihe.

Das also? :confused:

Die Frage bezog sich nicht darauf, wie lange gekühlt werden muss, bis es aufhört zu strahlen... sondern ab wann man anfangen kann, einen Sargopharg zu bauen und keiner dabei zu Schaden käme. Ich wollte halt ein paar Realitäten schaffen.
 
Es ist nicht abzuschätzen, aber es könnte möglich sein, dass...
ehm, aha. :confused:

Danke. :umarmen:


Ich will es mal so sagen:

Im Moment ist jede einigermaßen begründete Maßnahme, die schnell durchgeführt werden kann, eine richtige Maßnahme.

Und der Erfolg einer Maßnahme ist schnell an der austretenden Radioaktivität abzulesen.

Die Techniker in Japan haben das Problem, dass es keine Bedienanleitung für diesen Fall gibt. Und auch kein Lehrbuch. Sie sind darauf angewiesen, auf der Basis ihrer physikalischen Kenntnisse zu improvisieren.

Ist ein weiterer Grund, alle AKWs abzuschalten.

:)

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Können wir die Atomlobby noch ernstnehmen?

"Atomlobby: Energie der Zukunfgt!"


Für die Atom-Lobby-Organiation "World Nuclear Assotiation" (WNA) ist die Kernkraft (trotz die Katastrophe in Fukushima) die Energie der Zukunft. Generaldirektor John Ritch betonte, mann müße aus den Vorkomnissen in Japan "die richigen Lehren Ziehen. Dies sei aber nicht ein grundsätzliches Überdenken der Kernkraftnutzung. Fukishima sein ein "bedaurlicher Einzelfall".

:ironie:



(Was lernen wir daraus?)



Shimon A.
 
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