Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

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Ja, wir hatten auch Physik und Chemie in der Schule, aber nie über Kernspaltung oder Geld regiert die Welt. Die Ösis hatten und haben teilweise noch die Schulbildung aus der K&K Zeit *G.

Als die Demos wegen dem Vietnamkrieg waren, war die ganze Welt in Aufruhr, da war das gigantisch und sehr hautnah. Da waren auch mitlerweile die Reprter mit Bildern, Informationen, etc. und dieser Krieg bekam/hatte Gesichter.

Der Mensch ist psychologisch so, dass er erst dann realisiert, ich konnte das beobachten und WATZLAWICK und E.Fromm beschreiben das auch sehr gut. Für den Menschen wird es erst dann, wenn er sich selbst im Anderen sieht, überhaupt reell vorstellbar. Vorher ists zwar da, wird aber irgendwie ausgelagert aus der Psyche, wird nicht so wahrgenommen, oder eher als sehr entfernt wahrgenommen, sozusagen nicht im Bezug zu sich selbst.

Du kannst es ja auch an dir selbst beobachten, dass ganz neue Ereignisse, welche nur beschrieben werden, zwar verstanden werden, aber das Wahrnehmen nicht so erreichen als wenn ein anschauliches Bild dazu da ist.

Für mich hatte Vietnam ein Gesicht schon durch die Medienberichterstattung und durch die vielen Menschen-Massen, welche wollten, dass er beendet wird. Tschernobyl damals nicht. Das bekam erst ein Jahr später mehr Gewicht, als ich den Freund traf....hab ich eh schon wo geschrieben, der mir da nachhaltig die Augen öffnete. Durch ihn bekam es dann ein Gesicht. Durch ihn bekam vieles ein Gesicht.

Meine Kinder sind sicherlich in dem Bezug wahrnehmender, da es für sie durch mich an Gewicht gewonnen hat....Meine Familie ist zweigeteilt: Der eine Teil, wo ich aufwuchs war Besitzgesteuert, der andere Teil, zu dem ich kaum Kontakt hatte, wiederum politisch sehr engagiert.

Was ich damit sagen will: Die nähere Umgebung prägt, viele schlafen einen Dornröschenschlaf (auch wenn sie dies und das hörten, aus den Medien mitbekommen haben), viele realisieren es nicht wirklich...

...und aber auch können einzelne Menschen Einen prägen, können die Einstellung verändern, können das Interesse/Aufmerksamkeit stärker wecken, durch konkrete, wahre, hautnahe Informationen und die Massen müssen sich wiedermal zusammen erheben. Dann wird das was Gutes, dann kann man verändern.:)

Liebe Izabella,

ja, du hast volkommen Recht, - die Nähere Umgebung prägt. Uns haben eben schon Erwachsene, unter anderem auch unsere Lehrer, schon mit 14Jahren zu Demos mitgeschleppt. Ich war aber auch bei den Anfängen der Grünen voll dabei, Greenpace und Amnesty International durch meine Schwester stets im Haus....Deshalb war ,wenigstens ich sehr aufmerksam, was in der Welt geschah. Eine eigene Meinung bilden war die Devise unserer Lehrer. Ich habe meine Eltern mehr oder weniger mitverantwortlich für den 2. Weltkrieg gemacht, anstatt sie als Opfer zu sehen.
Das wollte ich für mich verhindern. Was sagen unsere Kinder zum radioaktiv verseuchten Abfall, mit dem wir sie zurücklassen? Wie konntet ihr das nur zulassen? Hattet ihr nur "Fun und Bequemlichkeit" im Kopf?

Mein überhebliches Geschwätz vom vorherigen Beitrag tut mir leid. *zerknirsch*
 
Es wird zwar teilweise die letzten Tage von Stabilisierung gesprochen, aber
ein "Informations-GAU" kann da wohl zusätzlich auch nicht mehr ausgeschlossen werden.:rolleyes:
Erst sagen sie, die Radioaktivität hätte bei Reaktor 2 einen Höchstwert erreicht, dann wird revidiert:confused:
Sogar außerhalb der Evakuierungszone soll die Strahlung teilweise 400 x so hoch sein wie normal.
 
http://www.sueddeutsche.de/wissen/japan-nachbeben-der-staerke--1.1075927

Hinweise auf Austritt von Plutonium


23.03.2011, 05:41 2011-03-23 05:41:34

Die Betreiberfirma hat Hinweise, dass Plutonium und Uran aus dem havarierten AKW Fukushima ausgetreten sind. Zuvor mussten die Helfer ihre Arbeiten abbrechen, weil schwarzer Rauch aus Block 3 austrat. Und in Tokio darf Babys kein Leitungswasser mehr gegeben werden - die Strahlungswerte überschreiten die Grenzwerte.

Aus dem Katastrophen-AKW Fukushima-1 sind anscheinend geringe Mengen von Plutonium und Uran ausgetreten. Die Betreibergesellschaft Tepco erklärte am Mittwoch, dass sie in 1,5 Kilometern Entfernung vom Reaktor insgesamt 13 Mal Neutronenstrahlen auf dem Betriebsgelände gemessen habe, was auf einen Austritt der radioaktiven Stoffe hindeutet. Die Regierung hatte zuvor erklärt, es bestehe keine Notwendigkeit, die Evakuierungszone um das AKW auszuweiten.
 
Bikini Atoll

1968 verkündete Präsident Lyndon B. Johnson die baldige Rückkehr der Bikinianer. Die radioaktive Verschmutzung sollte beseitigt und die ursprüngliche Vegetation wieder hergestellt werden. Später wurden Hütten und Häuser gebaut, damit die Rückkehrer sofort ein Dach über dem Kopf hatten.

Der Umzug vollzog sich nur schleppend, da nach dem Abzug des Militärs kaum noch Transportmöglichkeiten bestanden. 1972 stellte ein Überwachungsteam eine erhöhte Radioaktivität bei den in der Lagune lebenden Krabben fest. Weitere Messungen in den Jahren 1975 und 1977 ergaben, dass das Trinkwasser und die Früchte der Insel für den menschlichen Gebrauch nicht geeignet waren. Daraufhin begann das Energieministerium mit Wasser- und Nahrungsmittellieferungen. Ende 1978 wurde das Atoll erneut evakuiert.

Bikini heute [Bearbeiten]Am 5. März 2001 wurde vom Nuclear Claims Tribunal beschlossen, dass die USA an die Bikinianer eine Gesamtzahlung von rund 1,1 Mrd. US-Dollar vorzunehmen haben. Dies beinhaltet den Wertverlust des Atolls, Schmerzensgeld und Wiederaufbauhilfe. Ob das Geld bezahlt wird, ist fraglich, da der Beschluss nicht einem Gerichtsurteil entspricht. Derzeit rufen die Bikinianer immer wieder den Petitionsausschuss des US-Kongresses an.

Wann das Bikini-Atoll wieder besiedelt werden kann, ist noch unklar. Allerdings sind die Inseln nicht mehr Sperrgebiet. In der Lagune liegen die bei den Atomtests gesunkenen Schiffe; sie sind als Ziele für Wracktaucher sehr beliebt. Nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation ist der Aufenthalt dort unbedenklich; nur vor regelmäßigem Verzehr von lokal erzeugten Nahrungsmitteln wird gewarnt.[7]

http://de.wikipedia.org/wiki/Bikini-Atoll#Bikini_heute
 
Da bezeichnet tatsächlich ein "Experte",
seines Zeichens Leiter des Institus für Strahlenschutz irgendwas in München,
die von der Internationalen Atom Energie Behörde gemessenenen Werte als Zahlen,
die vergessen werden können, weil es keine belastbaren Informationen seien. :lachen:


http://www.n-tv.de/Spezial/Super-GAU-versus-Panikmache-article2927076.html


Und man solle erst DANACH über eine Ausweitung der Evakuierungszone nachdenken.

Natürlich nicht davor.

Die Welle muss erst fast über die Menschen hereingebrochen sein,
damit die Menschen DANACH evakuiert werden können. :lachen:



Die müssen sich ja richtig beschützt fühlen, die Menschen in Fukushima Umgebung, wenn sie davon eine Übersetzung lesen.

Ja guad Peter, des hast schee g'macht ! :lachen:
 
Echt krank, dass diese Forderungen jetzt erst kommen und das nicht schon ganz am Anfang umgesetzt wurde:

Parlamentarier fordern Ausweitung der Evakuierungszone

Im japanischen Parlament wurden weitere Evakuierungen um das havarierte Atomkraftwerk im Nordosten Japans gefordert. In einer Petition plädieren zwölf Abgeordnete dafür, auch außerhalb des bislang gezogenen 20-Kilometer-Radius die Evakuierung "drastisch voranzutreiben". Vorrangig sollten schwangere Frauen und Kleinkinder aus einem Umkreis von 30 Kilometern herausgeholt werden, fordern Abgeordnete aus dem Ober- und Unterhaus des japanischen Parlaments.

(...)

In den vergangenen Tagen hatten die japanischen Behörden erhöhte Strahlenwerte auch außerhalb der 20-Kilometer-Evakuierungszone festgestellt. Ein Team der Universität Gunma hatte am Montag rund 40 Kilometer nordwestlich von Fukushima 400-fach erhöhte Radioaktivität im Boden gemessen.
Regierungssprecher Yukio Edano räumte am Mittwoch ein, an manchen Orten, die weiter als 30 Kilometer von dem Kraftwerk entfernt seien, sei erhöhte Strahlung gemessen worden.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,752703,00.html
 
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Entschuldigt bitte wenn ich so dazwischen platze.
Kann mir einer sagen ob folgendes unten stimmt?
Habe ich gerade im Gästebuch von Hart aber Fair gelesen.

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Rezzo Schlauch,einst grüner Oberbürgermeisterkandidat in Stuttgart,Joschka Fischer und früher die grüne Wahlkämpferin Gunda Röstel sitzen im Aufsichtsrat der Atomindustrie, ebenso wie der Grüne Herr Bsirske von
Verdi (von Jutta Dittfurt veröffentlicht. Verkaufte Seelen Herr Özdemir,oder ???
 
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