Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

War ein paar Tage nicht im Forum und schon ist hier eine heiße Diskusion entbrannt. Ich hab mir aber jetzt nicht die Zeit genommen alles zu lesen(wird nachgeholt). Sorry, wenn das schon jemand geschrieben haben sollte.

In meiner Gegend stehen viele Windkraftanlagen. Die stehen ganz oft still...auch bei Wind, manchmal tagelang. Nachfragen haben ergeben, das nur soviel Strom gespeichert wird, wie auch verbraucht wird, d.h. ist genügend Strom vorhanden, stehen die Windräder still! So, bekommen die Akws ihre Berechtigung.
Seltsam finde ich auch das nun auf einmal 7 Kernkraftwerke vom Netz gehen, von heute auf morgen war das also möglich, ohne das eine Glühbirne geflackert hätte;)dabei sind wir doch sooo auf den Atomstrom angewiesen, oder sind das nicht in Wirklichkeit die Geldbeutel einer gewissen Lobby.
Ganz ehrlich....das ist alles eine riesen Verarsche:schmoll:

Woher denkst du kommt der fehlende Strom? der wird importiert, keiner weiss zu welchen Teilen er aus KKW stammt...

Atomenergie ist die teuerste Art Energie zu produzieren , wer soll bloß für die Folgen und den ganzen Müll aufkommen....:confused:

In der Schweiz ist die Endlagerung und gesamter Abbruch- und Entsorgungskosten bereits von den KKW vorfinanziert. Klar, Endlagerung könnte teuerer aber auch billiger werden als prognostiziert...

Aus dem 20min liveticker:

Bei der Inspektion des havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi hat es offenbar massive Unreglmäßigkeiten gegeben. Das geht aus einem Bericht der japanischen Atomsicherheitsbehörde hervor, der neun Tage vor dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami veröffentlicht wurde. Demnach ließ Betreiber Tepco 33 Teile der Anlage nicht inspizieren. Darunter hätten sich Notstromgeneratoren, Pumpen und andere Teile des Kühlsystems befunden, die dann vom Tsunami beschädigt wurden und deren Ausfall zu den massiven Problemen in dem Kraftwerk führte.

Schon vor der jüngsten Katastrophe hatte es immer wieder Kritik an Tepco wegen nachlässiger Wartung von Atomkraftwerken gegeben.

Wieder ein Hinweis mehr, warum dieses Unglück in Japan passiernen konnte
 
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Woher denkst du kommt der fehlende Strom? der wird importiert, keiner weiss zu welchen Teilen er aus KKW stammt...
Das ist Unsinn. Deutschland muss durch das Abschalten der 7 AKWs keinen Strom importieren. Das wurde auch schon oft hier belegt... Deutschland hat eine große Überproduktion und exportiert Strom.
 
ich find den Artikel grad nicht, aber die geplanten Windparks in der Ostsee, welche 10 KKW (oder 16?) ersetzen können, wird erst 2030 fertig gebaut sein.

Windparks in der Schweiz sind mom durch Einsprachen blockiert.

Nach wie vor ist das Problem des Stromnetzwerkes ungelöst, resp wird Investitionen im grösseren Milliardenbereich erfordern.

Bsp

Ohne Strom geht in der modernen Gesellschaft nichts mehr und unsere Abhängigkeit von Elektrizität wird in Zukunft sogar noch steigen. So sollen beispielsweise auch Autos künftig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Doch damit das möglich wird, müssen sich unsere Elektrizitätsnetze grundsätzlich ändern – und viel intelligenter werden.

Eine der grössten Herausforderungen bei der Umstellung auf erneuerbare Energien und intelligente Netze ist die Einspeisung von Strom, der von zahlreichen kleinen und grossen Produzenten kommt. Ausserdem muss der Strom zum Teil weiter transportiert werden als heute. Beispielsweise von einem Windpark aus der Nordsee, der 120 Kilometer von der deutschen Küste entfernt steht. Da hat es besonders viel Wind, es lohnt sich also, herauszufinden, wie man diesen Wind auf dem Meer in möglichst viel Strom auf dem Land verwandelt. Der Stromverlust auf dem langen Weg ist dabei ein Problem, das man gerade mit neuartigen Kabeln am beheben ist. Schwieriger ist, das Problem der schwankenden Energiegewinnung aufgrund von schwankenden Windstärken zu lösen.

Das Stromnetz in Europa wurde zum grössten Teil in den 60er-Jahren gebaut. Es besteht vorwiegend aus Grossanlagen wie Staudämmen, Atom- oder Kohlekraftwerken. Die grössten Verbindungen von diesen Grosskraftwerken führen hauptsächlich in Städte, wo der Verbrauch am grössten ist. Dort wird der Strom nochmals unterteilt und kommt dann als ein kleinermaschigeres Verteilernetz zu uns nach Hause, in die Schule oder an den Arbeitsplatz.

Das heutige Stromnetz stösst aus verschiedenen Gründen an seine Grenzen. Es kann zum Beispiel nichts speichern, Stauseen als Energiespeicher mal ausgenommen. Deshalb müssen alle Kraftwerke zusammen genau so viel Strom produzieren, wie gerade benötigt wird.

Speicherstauseen sind übrigens nur in Skandinavien und Schweiz möglich.
 
ich find den Artikel grad nicht, aber die geplanten Windparks in der Ostsee, welche 10 KKW (oder 16?) ersetzen können, wird erst 2030 fertig gebaut sein.

Windparks in der Schweiz sind mom durch Einsprachen blockiert.

Nach wie vor ist das Problem des Stromnetzwerkes ungelöst, resp wird Investitionen im grösseren Milliardenbereich erfordern.

Bsp







Speicherstauseen sind übrigens nur in Skandinavien und Schweiz möglich.

Was Du vollkommen zu verkennen scheinst ist, dass die Energiekonzerne bzw. die Atom-Industrie ganz aktiv alternative Energien unten hält - durch politische Einflussnahme. Nicht mal nur in Deutschland, sondern z.B. auch deutsche Konzerne in England.
 
Das ist Unsinn. Deutschland muss durch das Abschalten der 7 AKWs keinen Strom importieren. Das wurde auch schon oft hier belegt... Deutschland hat eine große Überproduktion und exportiert Strom.

Na aber eine Exportreduktion ist doch auch ein Nettoimport ;) Aber von Spitzfindigkeiten mal abgesehen, wird das Problem nur ver- resp ausgelagert. Immerhin besteht so die Chance, dass weniger dreckigen Kohlestrom genutzt wird, da ja va De welchen produziert.

Und die 7 KKW sind auch die ältesten und wahrscheinlich tendentiell die unproduktivsten. Also wieviel Energie tatsächlich ausfällt, wäre spannend zu erfahren!
 
Was Du vollkommen zu verkennen scheinst ist, dass die Energiekonzerne bzw. die Atom-Industrie ganz aktiv alternative Energien unten hält - durch politische Einflussnahme. Nicht mal nur in Deutschland, sondern z.B. auch deutsche Konzerne in England.

Darüber habe ich einen Bericht gelesen, dass zum Teil Alternativen nicht ans Netz gehen wegen dem Atomstrom, dh. denen wird die Netzeinspeisung verweigert, wenn die AKWs am laufen sind.
Ebenfalls theoretisch wäre es laut Strommix möglich auf AKWS zu verzichten bei den Deutschen, weil sie 25% Export haben, dh. die Grundversorgung wäre gesichert ohne die sieben Meiler,... . Atomkraft macht so um die 20% aus beim Strommix in DE. Das ganze ist schon nicht so sauber und Transparenz wie bei uns in der Schweiz.
Dh. es sind 7 AKWS vom Netzt von 17 Stk. und dh. der Stromanteil von AKWS macht keine 20% aus im Strommix also wäre die Kapazität die jetzt ohne die 7 AKWS wäre, weniger als 10% Verlust, ... . Rein von der Logik her.
lg
Cyrill
 
Was Du vollkommen zu verkennen scheinst ist, dass die Energiekonzerne bzw. die Atom-Industrie ganz aktiv alternative Energien unten hält - durch politische Einflussnahme. Nicht mal nur in Deutschland, sondern z.B. auch deutsche Konzerne in England.

scheinst ; hehe

Bist du sicher, dass sie unten gehalten werden oder einfach nicht (genügend) unterstüzt? Da wäre ich nicht so sicher. Unsere Stromkonzerne, die auch zur sogenannter "Atomindustrie" gehören, da ihnen ja auch die KKW gehören, investieren doch recht in erneuerbare Energien, natürlich aus wirtschaftlichen Überlegungen... Lässt sich 1. Gewinn machen und 2. als wichtiges Standbein, da KKW eine unsichere politische Zukunft haben.

Einsprachen gehören nun mal zum demokratischen Prozess, viele vergessen im jeweiligen Fall, warum diese "Bürokratie" zwingend nötig ist.

Der Windpark kann aus div Gründen erst dann fertiggestellt werden, ua Produktionskapazität, beschränkt verfügbare Arbeiter, schwierige Bauumgebung... Da eine Kette bekanntlich so stark wie ihr schwächstes Glied ist, nützt es wenig, manche der Faktoren zu forcieren, wenn andere sehr inelastisch auf Änderungen sind.
 
scheinst ; hehe

Bist du sicher, dass sie unten gehalten werden oder einfach nicht (genügend) unterstüzt? Da wäre ich nicht so sicher. Unsere Stromkonzerne, die auch zur sogenannter "Atomindustrie" gehören, da ihnen ja auch die KKW gehören, investieren doch recht in erneuerbare Energien, natürlich aus wirtschaftlichen Überlegungen... Lässt sich 1. Gewinn machen und 2. als wichtiges Standbein, da KKW eine unsichere politische Zukunft haben.

Einsprachen gehören nun mal zum demokratischen Prozess, viele vergessen im jeweiligen Fall, warum diese "Bürokratie" zwingend nötig ist.

Der Windpark kann aus div Gründen erst dann fertiggestellt werden, ua Produktionskapazität, beschränkt verfügbare Arbeiter, schwierige Bauumgebung... Da eine Kette bekanntlich so stark wie ihr schwächstes Glied ist, nützt es wenig, manche der Faktoren zu forcieren, wenn andere sehr inelastisch auf Änderungen sind.
In DE scheint eben dieser demokratische Prozess zu fehlen, weil die haben nicht so wie wir eine direkte Demokratie, dort entscheiden nur die Politiker und das Volk hat kein Mitsprachrecht. Bei uns herrscht viel mehr Transparenz, weil man es ja offen haben will, damit jeder sieht was wo und wieviel produziert wurde, ... . AKWS gehören bei uns zu einem Grundpfeiler für die Grundversorgung, dh. über 40% Stomanteil, ... .
Wasser ist die Andere Grundpfeiler und dann kommen die restlichen Alternativen. Zuwanderung ist das nächste Problem, wo bei uns den Strombedarf erhöhen lässt.
lg
Cyrill
 
Wieso Videos drehen ? Glaubst Du Terroristen wollen Videos drehen ? :lachen:

Das Ding wird gestürmt mit MG und Panzerfaust und dann in die Luft gejagt.
Die Sicherheitsmanschaft wird einfach niedergemäht, kein Problem, bei jedem AKW.

Wie zB lediglich 24 kleine C4 Brickets aussehne hier:


Also immer schön bei der vollen Wahrheit bleiben! Was steht in der Videobeschreibung?

This is an Explosive Ordinance Disposal (EOD). The C4 is detonating a weapon cache. That's why the explosion is so big.

Da es so einfach ist wie du denkst, verüben Al Quaida oder eine x-beliebige Terrororganisation ja am Laufmeter solche Anschläge :ironie:
 
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Na aber eine Exportreduktion ist doch auch ein Nettoimport ;) Aber von Spitzfindigkeiten mal abgesehen, wird das Problem nur ver- resp ausgelagert. Immerhin besteht so die Chance, dass weniger dreckigen Kohlestrom genutzt wird, da ja va De welchen produziert.

Und die 7 KKW sind auch die ältesten und wahrscheinlich tendentiell die unproduktivsten. Also wieviel Energie tatsächlich ausfällt, wäre spannend zu erfahren!

Hier gibts Listen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,750752,00.html
 
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