Danke, Walter. Ich habe hier schon länger nicht mehr gepostet und lese meist auch keine Threads mehr, weil die überquellen von denen von dir genannten Beiträgen. Das ist einfach ermüdend zu lesen, zumal die Leute sich seitenweise im Kreise drehen und nichts Neues zur Diskussion beisteuern. Man sollte meinen, dass es in einem Esoterikforum weniger Leute dieser Sorte gibt, aber denkste, Puppe.
Meine Gebete gehen zur Zeit an Japan. Mal von der Atomdebatte abgesehen, ist dies ein interessantes Experiment in Sachen "Was kann Gedankenkraft bewirken". Da zur Zeit weltweit Leute für Japan beten, sollte das die atomare Katastrophe von der Russland sich nach Tschernobyl bis heute nicht erholt hat, aufhalten können-wenn all diese esoterischen Theorien wahr sind. Das steht jetzt für mich auf dem Prüfstand.
Informationen zu den Spätfolgen von Tschernobyl, wie Russland die Räumung und Säuberung des betroffenen Gebietes und den Bau des sogenannten Sarkophags (in der die radioaktiven Teile und der Müll eingekapselt wurden, ein monumentales Bauwerk) bewerkstelligt hat mit Hilfe von 500.000 Mernschen gibt es erst jetzt für die breite Masse. Erst jetzt erfahre ich, dassr eine riesige Reservistenarmee, die sogenannten Liquidatoren versucht haben unter Einsatz ihres Lebens die atomare Apokalypse einzudämmen. Ein großer Teil dieser Menschen ist gestorben oder bis heute schwer erkrankt, von den Menschen in den betroffenen Gebeiten ganz abgesehen. Russland hat übrigens danach die atomare Abrüstung eingeleitet, weitere Atomprojekte (inklusive dem Bau weiterer Atommeiler) gestoppt. Was haben wir über die "dummen Russen" gelästert, das die nicht in der Lage waren ein technisch sicheres Atomkraftwerk zu bauen. Nur die haben wenigstens aus ihren Fehlern gelernt. Ich schäme mich, dass ich das damals einfach abgetan habe.
Damals, als wir noch nicht über das Internet global vernetzt waren, konnte das alles allerdings auch von den westlichen Regierungen vertuscht werden und schön den "blöden" Russen in die Schuhe geschoben werden, nach dem Motto, das kommt vom Vodkasaufen und vom Kommunismus .
Die Aufräumarbeiten in Tschernobyl sind damals übrigens spurlos an mir vorübergegangen und ich habe auch nicht für diese Menschen gebetet. Dies ist heute anders und ich hoffe die globale Vernetzung bewirkt, das wir langfristig anders mit den Katastrophen und deren Opfern umgehen und auch, dass wir umfassender und ehrlicher informiert werden. Ich habe übrigens auch bis vor einer Woche an die Lüge von der sauberen Atomkraft geglaubt. In Tschernobyl liegen unter dem langsam brüchig werdenden Sarkophag 100 Kilo Plutonium, ein Mikrogramm reicht aus um einen Menschen zu töten. 100.000.000 Menschen können mit dieser Menge getötet werden und Plutonium hat eine Halbwertszeit von 240.000 Jahren. All das habe ich bis vor kurzem überhaupt nicht gewusst. Ich habe das Gefühl als ob ich mich inmitten des Romanszenarios aus 1984 befinde, wo das Ministerium der Wahrheit der Verbreitung von Propagandalügen gilt und das Ministerium des Friedens Kriegspolitik betreibt. George Orwell war wirklich ein Visionär. Ich schäme mich dafür, dass ich auf all diese Lügen hereingefallen bin und das ich, das muss man sich mal reinziehen, überhaupt kein Problem mit der Verlängerung der Laufzeit der Atommeiler hatte. Ich komme mir vor, als ob ich aus einem langen Schlaf erwacht bin. Die Naivität hatte aber auch was Gutes, ich habe ruhiger geschlafen.
Die Menschen, die in Tschernobyl gekämpft haben und die jetzt in Japan kämpfen sind für mich die wahren Helden, das was die Amerikaner als "unsung heroes" bezeichnen, die Helden, denen man nicht in Liedern oder Gedichten gedenkt. Diese Helden habe weder Auszeichnungen, Geld, Ruhm oder Ehre erhalten. Ihnen sollten wir auch gedenken.

Ich hätte den Mut nicht gehabt. Wir sollten auch den Opfern von Tschernobyl gedenken.
LG Suffragette