Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

Risikoforscher Wolfgang Kromp zu den Auswirkungen der Katastrophe in Japan:
http://derstandard.at/1297820689169...n-von-Fukushima-werden-nicht-lange-ueberleben

Es ist einfach nur grausam ....

und das betrifft uns alle .

wenn Radioaktivität ins Meer gelangt, kommt diese dann auch in die Lebensmittelkette - sprich zum Konsumenten, der die Meerestiere isst ?
Wolfgang Kromp
Ja, das ist ein sehr ernstes Problem. Denken Sie z.B. an die Folgen der Entlassung radioaktiver Stoffe ins Meer durch die WAA Sellafield, wo über Meeresströmungen radioaktiv belastete Fische sogar Eskimos weit im Norden gefährden.
 
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Wer redet denn von vorschreiben ?
Mein kurzzeitgedächtnis sagt mir "politisieren"...

Ja Politik anderer Länder ist Eingriff in dessen Länderbefugnis, ... .
Also es ist nicht möglich AKWs beispw. in Frankreich auszuschalten, wenn man fordert Ihr müsst die AKWs abschalten, politisch nicht machbar.
Aber politisch machbar, dass die Sicherheit massiv erhöht wird und so fallen die alten Kästen automatisch aus dem System, dh. ist meine Logik.
Denn die Atomaufsichtsbehörde viel strengere Massstäbe hätte, könnte man über diesen Massstab die AKWs wo nicht sicher sind und die allerhöchsten Standards haben zum ausschalten erzwingen, dann wäre es zwar auch (poltisch) aber dann wäre es einheitlich und es heisst dann nicht man darf keine AKWs haben, aber diejenigen wo (noch) sind müssen die allerhöchsten Auflagen erfüllen, im Sinne von Sicherheitsvorschriften.
lg
Cyrill
 
Es ist einfach nur grausam ....

und das betrifft uns alle .

wenn Radioaktivität ins Meer gelangt, kommt diese dann auch in die Lebensmittelkette - sprich zum Konsumenten, der die Meerestiere isst ?
Wolfgang Kromp
Ja, das ist ein sehr ernstes Problem. Denken Sie z.B. an die Folgen der Entlassung radioaktiver Stoffe ins Meer durch die WAA Sellafield, wo über Meeresströmungen radioaktiv belastete Fische sogar Eskimos weit im Norden gefährden.

Legale Entsorgung in den Weltmeeren [Bearbeiten]Radioaktive Abfälle konnten legal im Meer verklappt werden, bis diese Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der International Maritime Organisation (IMO) verboten wurde. Sämtliche Atommüll produzierenden Länder haben bis dahin in weniger als 50 Jahren mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfall im Meer versenkt. Die Briten haben hierbei mit 80 % den größten Anteil beigesteuert, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle sowie radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung unter der Führung der OECD im Nordatlantik versenkt hat.[9] Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergieorganisation eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten versenkt zu haben. Aus Deutschland wurden einige hundert Tonnen Atommüll im Meer entsorgt.[10][11]

Die direkte Einleitung von radioaktiven Abwässern in das Meer ist jedoch nach wie vor legal und wird auch noch praktiziert: Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague spült über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal.[12] Auch in Sellafield werden ganz legal radioaktive Abwässer in die Irische See eingeleitet. Diese Einleitungen übersteigen die Einleitungen aus La Hague für fast alle Nuklide
http://de.wikipedia.org/wiki/Radioaktiver_Abfall

Das ist das krankhafte daran, nicht das was sicher ist und irgendwo weggeschlossen ist in Speziallagern, sondern das was schon in den Meeren ist!
lg
Cyrill
 
Ja Politik anderer Länder ist Eingriff in dessen Länderbefugnis, ... .
Dass ich nicht lache....
Also es ist nicht möglich AKWs beispw. in Frankreich auszuschalten, wenn man fordert Ihr müsst die AKWs abschalten, politisch nicht machbar.
Aber politisch machbar, dass die Sicherheit massiv erhöht wird und so fallen die alten Kästen automatisch aus dem System, dh. ist meine Logik.
Denn die Atomaufsichtsbehörde viel strengere Massstäbe hätte, könnte man über diesen Massstab die AKWs wo nicht sicher sind und die allerhöchsten Standards haben zum ausschalten erzwingen, dann wäre es zwar auch (poltisch) aber dann wäre es einheitlich und es heisst dann nicht man darf keine AKWs haben, aber diejenigen wo (noch) sind müssen die allerhöchsten Auflagen erfüllen, im Sinne von Sicherheitsvorschriften.
Wie ich schon sagte, auch das sicherste AKW ist nicht sicher genug.
 
Dass ich nicht lache....

Wie ich schon sagte, auch das sicherste AKW ist nicht sicher genug.

Ja das mag sein, wenn man das Restrisiko nimmt, aber zumindest wenn man was bewirken will, dann bringt das radikale Nichts, denn wenn man radikal gegen was ist, bringt es nichts, man muss Sachpolitik machen und die muss auf Grundlagen basieren, dh. wenn man AKWs loswerden will, muss man sie über die Sicherheit mal vorerst vom Netz nehmen, dass heisst mal sicher das Restrisiko verringern, dann mittelfristig (20-30) Jahre, bringt man die Regierungen zum umdenken, dh. Frankreich wird die AKWs nicht abstellen, weil sie soviel Geld darin investiert haben und keine Alternative haben.
Ebenfalls fossile Erzeugung von Strom ist heutzutage auch nicht mehr verantwortbar, es gibt nur noch die Alternativen, ... .
Dh. es muss mit den natürlichen Resourcen produziert werden, wo ich Biogas, Wasser, Wind und Solarenergie sehe, dh. nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, denn wenn es Brückentechnologie ist, heisst das, man muss Alternativen finden und solange muss man auch den Ländern Zeit geben was zu finden, die Brückentechnologie muss aber die allerhöchsten Sicherheitsbedingungen erfüllen.
lg
Cyrill
 
In DE war ja das Problem, dass die alten Kästen die nicht die Sicherheitsanforderungen erfüllten wieder ans Netz kamen und der Bevölkerung als Brückentechnologie verkauft wurden, was im Falle DE nicht stimmt, da sie ja Überkapazität haben in der Grundversorgung. Deshalb ist es nicht verantwortbar mit (Brückentechnologie) zu politisieren weil es keine ist in dem Falle, dh. man kann in DE ohne die alten die Grundversorgung sicherstellen. Dort ist ja die Lüge gewesen oder ist sie versteckt.
Ebenfalls wären die alten Meiler vom Netz, hätte man keine Laufzeitverlängerung gemacht, dh. das Gesetz wurde umgangen, denn sie hätten zumindest den heutigen Sicherheitsanforderungen stand halten müssen, dh. die AKWs sind nicht sicher gewesen, deshalb hätten sie auch so oder so vom Netz müssen. Hier hat die Politik was ausgereizt, was sie nie hätte tun dürfen, ... . Dh. die Regierung ist dann erst erschrocken nach Japan und hat reagiert (schlechtes Gewissen und def. Unsicherheit).Denn wären die alten wirklich sicher gewesen zu jederzeit, müsste man sie jetzt nicht nach dem Vorfall auf Sicherheit überprüfen, vieleicht merkt der einte oder andere was das genau heisst, es wurde was am Netz gelassen, wo die Sicherheit nicht erfüllte und deshalb ist es eine Sauerei. Wären die Meiler sicher, könnte die Regierung auch nach Japan dahinter stehen und müsste nicht jetzt auf Sicherheit machen, vorher hätten sie das tun müssen, dann wäre es Glaubwürdig gewesen.
lg
Cyrill
 
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