Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

quizzfrage: wenn in einer normalen Fabrik was passiert, wird dann auch so viel Radioaktiven Schrott in die Atmosphäre, in das Wasser, in den Boden rausgeschläudert? :confused:

Nein es geht um die Wahrscheinlichkeit, wenn ich ein alter Dampfer auf dem Meer habe der noch die Lenzpumpen am laufen hat und sich so schon kaum über Wasser halten kann, was passiert dann wenn eine heftiger Sturm kommt?
lg
Cyrill
 
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Und wenn es 500 Damper sind, wieviele sinken ?

Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der einte oder andere havarieren wird. Deshalb ist es ja wichtig, dass die Dinger auf Sicher gemacht sind, dh. dass sie auch gewartet werden. Wenn sie nicht gewartet werden saufen sie ab, wenn es ernst wird.
lg
Cyrill
 
Leider hast Du den Zusammenhang nicht verstanden. Les den Artikel noch einmal ganz langsam durch.

Ich habe den Zusammenhang schon verstanden, deshalb ist diese Berechnung für mich falsch, denn Restrisiko heisst, dass die Wahrscheinlichkeit ist, dass in 100000 Jahren ein Super Gau passieren kann.
Okay, dh. man rechnet sicher nicht das nach einem Jahr was passiert, sondern setzt die Zahl oben an, dh. wenn Du ein 0.000001 irgendwas Risiko hast, heisst es zwar nicht das es nie passieren muss aber die Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass man es eben rechnerisch ausdrückt.
Ebenfalls bezieht sich die Aussage pro Reaktor und das heisst jeder Reaktor hat rechnerische das Selbe Risiko, deshalb kann man auch keine Mischrechnung machen, dh. man muss davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit sozusagen zu vernachlässigen ist, dass ein Reaktor einen Super Gau hat.
Aber hier solche komischen Abwandlungen in Statistik zu machen ist missbrauch der mathematischen Aussagen.
lg
Cyrill
 
@Akwaaba,
Bei bewglichen Dingen könnte man sagen oder eher sagen, die Dinger könnten untereinander kollidieren, dh. wenn ich 100 Autos habe und das Risiko ist ein Prozent dass es einen Unfall gibt dann kann es eins erwischen auf Absolut aber wenn die Hundert Autos je nach Umgebung nahe aufeinander sind, kann das Risiko noch höher sein, dass es eines eher erwischt od. mehrere, dh. dann wirkt es statistisch anders, was man aber bei einem AKW nicht so sehen kann wie bei den Autos. Denn ein AKW ist eine Einheit mit einem Restrisiko pro Einheit, da rechnet man nicht alle mit ein,... .
Denn das Restrisiko wird pro AKW gerechnet, dh. die Wahrscheinlichkeit pro AKW ist ausschlaggebend und wenn es tausend sind, ist zwar von der Anzahl her die Wahrscheinlichkeit grösser aber das Risiko für den einzelnen ist nicht grösser.
lg
Cyrill
 
Die Betreiber von Atomkraftwerken haben das „Unwahrscheinliche“ schon immer schöngerechnet, doch eine wirkliche Sicherheit können selbst modernste Atomkraftwerke nicht garantieren
....
Die Wahrscheinlichkeit für einen Kernschmelz-Unfall laut der Studie: pro Reaktor „einmal in 10.000 Betriebsjahren“. Was wie ein geringes Risiko klingt, ist es nicht. Legt man zugrunde, dass damals weltweit rund 250 Reaktoren liefen, musste mit einer Kernschmelze pro 40 Jahren gerechnet werden.
....
Experten resümieren deshalb: Schwere Kernschmelzfälle waren nie absolut unwahrscheinlich. Restrisiko ist also ein irreführender Begriff.

Reaktorsicherheit in Deutschland - Die Mär vom Restrisiko



Danke für diese Ausführung:umarmen:
 
Schon mal was von Wahrscheinlichkeitsrechnung gehört ?

Klar, aber Wahrscheinlichkeitsrechnung ohne Statistik ist sinnlos

Egal wie das "Restrisiko" beziffert wird, es gibt keinen Term, der sagt, ob der Restrisikofall gleich am ersten Tag oder in 10.000 Jahren eintritt.
Das ist für alle Reaktoren gleich.

Ja die Aussage an und für sich ist schon richtig, aber es werden zuviele vereinfachende Annahmen gemacht.
Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Reaktoren zur gleichen Zeit eine Kernschmelze erleben, ist relativ gering. D.h., dass der Restrisikofaktor durch die Anzahl der Reaktoren geteilt werden kann, um eine annähernd realistische Zahl für das Eintreten (weltweit) zu erhalten.
Die publizierte Zahl stimmt ganz gut mit den bisher seit existenz der Kernenergie stattgefundenen Kernschmelzen überein.

Nur ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung bei weitem nicht homogen.
- Jedes Kraftwerk hat durch seinen geo- und politische Lage, Bauart, Führung usw ein eigenes Risikoprofil, dass sich um Potenzen unterscheiden kann
- das Risiko ist über die Laufzeit nicht konstant

Wenn jetzt diese 10000 J einen Durchschnitt aller KKW darstellen soll, verfälscht sich die Ereignisverteilung enorm, so dass keine Aussagen mehr gemacht werden können.

Und zwei Ereignisse sind statistisch nicht relevant - es gibt ja kein Therm, der sagt: nun ists wieder fällig...

Aber als Verdeutlichung wie es sich mit dem Risiko verhält, ist dein Beitrag doch sehr anschaulich - aber man sollte auch mal berrechnen, wieviel es nützen würde, die einheimischen KKW zu entfernen...

Du glaubst doch nicht wirklich, dass Erdbeben die einzige Unfallursache für eine Kernschmelze ist, oder?

Ich sollte meine Posts unbedingt nochmals durchlesen bevo ich sie abschicke ;)
Ich hatte eben schon mal ausführlich darüber geschrieben und wollte mich kurz fassen. Nein, Katastrophen und grobes menschliches Versagen.
Meine Aussage sollte sein:
- lausige, durch viele Faktoren unsichere KKW wie Fukushima haben, unter Ausschluss von den zwei oben genannten Faktoren, durchaus ein theoretisch kleines Unfallrisiko.
- Sie sind aber gegen gewisse Ereignisse völlig ungeschützt, um es mal so zu sagen. Diese Ereignisse sind in ihrer statistischen Häufigkeit bekannt, und darum entspricht das Unfallrisiko nicht dem theoretischen Wert, sondern in der Eintritswahrscheinlichkeit der kritischen Ereignisse.

So, nun sollte es klar sein wie ich es gemeint habe ;)
 
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