Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

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Ich bin ja echt gespannt, ob sich das Volk/der Bürger wiedermal einseifen läßt....oder obs diesmal für die Lobbyisten, auf breiter Linie, in die Hose geht.
 
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) spielt in empörender Weise herunter, was in Fukushima passiert. So verheimlicht sie bisher eine Wasserstoffexplosion, die sich nach Greenpeace-Recherchen in der vergangenen Woche im Abklingbecken von Reaktor 4 ereignet hat.


Atomenergiebehörde manipuliert Reaktorstatusmeldung




IAEO: Verharmlosung wie beim Super-GAU in Tschernobyl



http://www.greenpeace.de/themen/ato..._wasserstoffexplosion_in_fukushima_reaktor_4/
 
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) spielt in empörender Weise herunter, was in Fukushima passiert. So verheimlicht sie bisher eine Wasserstoffexplosion, die sich nach Greenpeace-Recherchen in der vergangenen Woche im Abklingbecken von Reaktor 4 ereignet hat.


Atomenergiebehörde manipuliert Reaktorstatusmeldung




IAEO: Verharmlosung wie beim Super-GAU in Tschernobyl



http://www.greenpeace.de/themen/ato..._wasserstoffexplosion_in_fukushima_reaktor_4/

was erwartest du von loby-isten?!


shimon a.
 
Bin auch sehr skeptisch, was die Informationen von dort angeht.
Irgendwo verstehe ich sogar, dass man versucht Panik zu vermeiden. Dennoch
ist der Evakuierungsradius möglicherweise viel zu klein. Radioaktive Strahlung tötet ja langsam und unauffällig. Und dann wird später wieder abgestritten, dass stark erhöhte Krebsraten damit zu tun haben, und TEPCO und Co machen weiter Geschäfte:rolleyes:
 
Bin auch sehr skeptisch, was die Informationen von dort angeht.
Irgendwo verstehe ich sogar, dass man versucht Panik zu vermeiden. Dennoch
ist der Evakuierungsradius möglicherweise viel zu klein. Radioaktive Strahlung tötet ja langsam und unauffällig. Und dann wird später wieder abgestritten, dass stark erhöhte Krebsraten damit zu tun haben, und TEPCO und Co machen weiter Geschäfte:rolleyes:

Ja, sehe ich auch so. Das Problem wird nicht sein, dass es innerhalb kurzer Zeit viele Opfer gibt. Möglicherweise "nur" einige der Arbeiter dort, die innerhalb von Wochen oder Monaten sterben. Aber auf lange Sicht ist die Katastrophe viel größer. Es werden erhöhte Strahlungen im Meer gemessen, in Nahrung und Trinkwasser... bestimmte Gebiete werden zwar schwache, aber eben lange erhöhte Strahlung aufweisen. Und das alles trifft vor allem Kinder, da sie am anfälligsten sind... und damit trifft es auch die nächste Generation, also die zukünftigen Kinder der Kinder.
 
Das ist zu befürchten. Mit 100% Sicherheit sterben heute noch Leute wegen
Tschernobyl. Die Strahlung schädigt eben die DNA, und wenn dadurch die Kontroll- und Reparaturmechanismen ausfallen, dann gerät die Zelle ausser Kontrolle. Und wenn das Immunsystem den Fehler nicht bemerkt, dann erkrankt man an Krebs. Es lässt sich aber bloss nur statistisch feststellen, warum das Erbgut geschädigt wurde. Dadurch ist es einfacher sich von der Verantwortung zu drücken und Folgen runter zu spielen....
 

es werden sogar Erdbeben 7 erwartet...


so sieht ein Plutium ein fallout aus
darum rät die US Regierung zu einem 80 Km Radius für Fukushima:



Zwei Milliarden Dollar Kosten im Jahr


die tickende Zeitbombe in den USA


Abertausende Arbeiter, Anwohner und Farmer wurden sogar teils absichtlich verstrahlt - zu Testzwecken. Am 3. Dezember 1949 jagten Hanford-Physiker eine hochradioaktive Wolke durch den Schornstein des T-Werks, des damals weltgrößten Plutoniumwerks. Die Strahlung übertraf die des späteren Reaktorunfalls von Harrisburg fast ums Tausendfache. Das Experiment hieß "Green Run", Fallout wanderte bis nach Kalifornien.

Die Menschen wunderten sich, warum sie auf einmal erkrankten. Feldstudien ergaben, dass manche Babys in Hanford doppelt so stark verstrahlt waren wie die Tschernobyl-Kinder. Farmersohn Tom Bailie, der im Dezember 1949 zwei Jahre alt war und gerne in den Feldern spielte, erlitt nach dem "Green Run" eine Lähmung, später war er zeugungsunfähig. Seine gesamte Familie starb an Krebs.

Doch erst 1986 fand Bailie mit Hilfe einer hartnäckigen Reporterin der Lokalzeitung "Spokesman-Review" allmählich heraus, was wirklich dahinter steckte. Es war der Beginn eines jahrzehnteangen Kampfes der Strahlenopfer gegen die US-Regierung, die sie vor Gericht zwangen, Rechenschaft abzulegen und die Hanford-Geheimprotokolle zu öffnen. Die Sammelprozesse ziehen sie bis heute hin.

1988 wurde Hanford stillgelegt. Eine massive Dekontaminierung begann und dauert bis heute. Washington sprach von der "größten Entsorgungsaktion der Menschengeschichte", als sei man stolz darauf.


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Mehr als zwei Milliarden Dollar pro Jahr kostet das immer noch. Fürs Haushaltsjahr 2013 sind 2,9 Milliarden Dollar veranschlagt. Immer wieder gibt es Schlampereien, Rückschläge, Unfälle. 2008, nach zwei Jahrzehnten Arbeit, war man gerade mal halb fertig. Erst vier der neun Reaktoren sind bisher "eingesargt". Die Außenzone soll nun spätestens 2020 dekontaminiert sein, die Tanks im Ende 2047. Und dann ist da noch der aktive Reaktor. Seit 1984 am Netz, gilt er als einer der weniger sicheren US-Atomreaktoren. Nach der Japan-Katastrophe versicherte der Betreiber, das Konsortium Energy Northwest, die Anlage habe mehrere Backup-Systeme und könnte einem Erdbeben der Stärke 6.9 widerstehen.

Im vorigen Jahr wurden im Gebiet um Hanford insgesamt 210 Erdbeben gemessen. Das schwerste hatte gerade mal die Stärke 3.0. Unweltschützer beruhigt das kaum: "In Hanford droht weiter ein radiologisches Desaster", sagt Glen Spain, der Chef der Fischereivereinigung PCFFA. "Hanford ist eine tickende Zeitbombe."


Spiegel online

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/a-752346.html
 
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Ich bin ja echt gespannt, ob sich das Volk/der Bürger wiedermal einseifen läßt....oder obs diesmal für die Lobbyisten, auf breiter Linie, in die Hose geht.
Ich denke, die breite Masse der Menschen wird sich nicht so einfach übertölpeln lassen. Bei uns in Europa sind Atomgegener bereits eine stark bewegende Kraft. In Japan werden sie sicher an Kraft gewinnen, obwohl ich den Eindruck habe, dass sich die Japaner eher an dem orientieren werden, wie in ein oder zwei Monaten ihre Welt aussieht. Dann werden sie entweder einen Super-Gau erlebt haben - oder eben keinen, sondern "nur" ein sehr schweren Atomunfall mit erhöhten Strahlen.
Und man darf nicht vergessen: Die Japaner lebten bereits sehr sehr lange mit Strahlen, ich meine jene nach den Atombomben in 2.Weltkrieg.
Sie sind nicht in andere Gebiete geflüchtet, sie haben die zerstörten Städte Hiroshima und Nagasaki wieder aufgebaut - obwohl es noch zig Tausende Spätfolgen-Tote gab.
Trotzdem glaube ich, werden auch sie so schnell wie möglich alternative Energieträger suchen und ausbauen. Möglicherweise geothermische Nutzung von Vulkanen. Wer weiß.
 
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