Atomstrom (2. Teil) und die Katastrophe in Japan

Soso :lachen: Worin unterscheiden sich die Folgen eines hypothetischen Ereignisses wie einem Tsunami deiner Meinung nach von denen eines realem Ereignis?
Und wie kommst du von einer nicht realen Gefahr auf ein nicht reales Ereignis, welches, obwohl nie stattgefunden, plötzlich reale Auswirkung haben soll? :tomate:

SO geht das, würde Malony sagen:

zitat wiki.

Störfall Juli 2006 [Bearbeiten]

Ein Kurzschluss außerhalb des Kraftwerkes führte am 25. Juli 2006 zur Trennung der Anlage vom Stromnetz und zur automatischen Reaktorschnellabschaltung. Um die Nachzerfallswärme des abgeschalteten Reaktors abzuführen, hätte ein Notkühlsystem automatisch anspringen müssen. Jedoch versagten Teile der Notstromversorgung für das Notkühlsystem, nur zwei von vier Siemens-Dieselgeneratoren sprangen an und versorgten die Nachkühlung mit Energie. Weil durch die Stromunterbrechung auch ein Teil des Steuerungssystems ausgefallen war, hatte die Betriebsmannschaft mehr als zwanzig Minuten lang keinen vollständigen Überblick über den Zustand des Reaktors. Danach konnte sie die beiden nicht automatisch angelaufenen Notstromgeneratoren per Hand starten.
Tragweite des Störfalls [Bearbeiten]

Welche Auswirkungen der Störfall nach dem Stand der in Forsmark eingesetzten Technik im schlimmsten Fall hätte haben können und wie nahe die Anlage durch den Zwischenfall an eine Kernschmelze gekommen war, wurde unterschiedlich bewertet, da die Schnellabschaltung und wesentliche Teile des Notkühlsystems funktionierten. Laut Aussage eines ehemaligen Konstruktionsleiters des Kraftwerks, Lars-Olov Höglund, habe das Kraftwerk kurz vor einem GAU durch Kernschmelze gestanden.[4]
 
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Wer jetzt schnell den Bösewicht ausgemacht haben will, nämlich Tepco, die Firma, die vertuscht, lügt und betrügt und dann das Mantra "bei uns kann das nicht vorkommen" hintendran hängt, um schnell zur Tagesordnung überzugehen, verkennt, daß Vertuschung weltweit im AKW-Sektor der Normalfall zu sein scheint.

Vertuschung in Spanien:

http://derstandard.at/3293294

Vertuschung in der Slowakei:

http://derstandard.at/1295571403024/Brand-im-AKW-Mochovce-Ende-November-vertuscht

Vertuschung in der Schweiz:

Wenige Monate nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ereignet sich in der Schweiz die sog. Filterpanne: Weil Abluftfilter im AKW Mühleberg defekt sind, kann radioaktive Luft in die Umgebung entweichen. Da auch das Messgerät kaputt ist, wird die Freisetzung erst gar nicht bemerkt. Und auch nachher kommt sie nur durch Zufall an den Tag – die Betreiberin hatte die Oeffentlichkeit nicht informieren wollen, weil der Vorfall zu unbedeutend sei. Mühleberg-Vizedirektor wird im «Blick» zitiert mit den Worten: «Wir benachrichtigen die Presse auch nicht, wenn bei uns ein Wasserhahn tropft.» Auch der Bund wartet zu: Eidgenössische Experten kommen erst drei Wochen nach der Panne in die Region, um Früchte und Gemüse zu untersuchen. Sie empfehlen, Äpfel vorläufig geschält zu essen. Unabhängige Fachleute kommen zum Schluss, dass bei der Filterpanne mehr Radioaktivität freigesetzt worden ist als durch Tschernobyl in die Schweiz gelangte.

http://www.risikofaktormensch.ch/sites/atomarehopplas/atomare_hopplaliste.php?hopplalist=6#

Vertuschung in Deutschland:


Um nur mal wenige rauszugreifen.

Die letzte Reportage ist doppelt interessant, weil in ihr (etwa ab Mitte) das Ammenmärchen von der Unverzichtbarkeit der AKWs ("Dann gehen die Lichter in Deutschland aus") widerlegt wird.
 
moin Tommy


der spanische Reaktor ist in Tarragona am Mittelmeer
es gibt auch noch einen am Tejo... Tajo in Spanien genannt
etwa vierhundert Kilometer von uns untfernt...



Frage an Radio Eriwan:

* Darf man die Pilze aus Tschernobyl wieder essen?
– Im Prinzip ja, aber Sie dürfen Ihre Toilette nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen haben.

* Hätte die Katastrophe von Tschernobyl vermieden werden können?
– Im Prinzip ja, wenn nur die Schweden nicht alles ausgeplaudert hätten. :banane:
 
Wie ich feststelle, ist es recht schwierig aktuelle Informationen über die Lage in Fukushima zu bekommen. Habe jetzt Live-Ticker abgesucht, die letzten Meldungen sind von Montag und in den Hauptnachrichten ist es nicht einmal eine Überschrift mehr wert.

:morgen:
 
Wie ich feststelle, ist es recht schwierig aktuelle Informationen über die Lage in Fukushima zu bekommen. Habe jetzt Live-Ticker abgesucht, die letzten Meldungen sind von Montag und in den Hauptnachrichten ist es nicht einmal eine Überschrift mehr wert.

:morgen:

das ist mir gestern bereits aufgefallen
nach dem Störfall in 3 und 2


eine Mauer des Schweigens...


es wird nach Hilfe der US Army gesucht
die Tsunami Welle war 14 Meter hoch
und der Reaktor für 5,70 m gesichert...


die Feuerwehrleute werden mehr oder weniger gezwungen
es wiederholt sich da was...:rolleyes:


Kaffee?:morgen:
 
Ja, gerne. :umarmen:

das ist mir gestern bereits aufgefallen
nach dem Störfall in 3 und 2


eine Mauer des Schweigens...


es wird nach Hilfe der US Army gesucht
die Tsunami Welle war 14 Meter hoch
und der Reaktor für 5,70 m gesichert...


die Feuerwehrleute werden mehr oder weniger gezwungen
es wiederholt sich da was...:rolleyes:


Kaffee?:morgen:


Moin Alice,

habe das gestern mal wo anders geschrieben, mich erinnert das an diese Tellerdreher, und das mal 6


http://schwaighofer-art.com/wp-content/uploads/Zirkus-Tellerdreher1-682x1024.jpg

Jetzt lass es bei einem (Reaktor) platzen. Dann müssen die anderen Reaktoren sich selbst überlassen bleiben, da keiner dort mehr was anrichten kann. Ist ja jetzt schon ein Himmelfahrtskommando für die Arbeiter vor Ort.

Sonntag bei A. Will sagte jemand, daß es einfach nicht sein dürfte, daß wir uns einer Technik bemächtigen, die Menschen dazu bringen muß und wird, in den Tod zu gehen.

:-(((
 
Ja, gerne. :umarmen:




Moin Alice,

habe das gestern mal wo anders geschrieben, mich erinnert das an diese Tellerdreher, und das mal 6


http://schwaighofer-art.com/wp-content/uploads/Zirkus-Tellerdreher1-682x1024.jpg

Jetzt lass es bei einem (Reaktor) platzen. Dann müssen die anderen Reaktoren sich selbst überlassen bleiben, da keiner dort mehr was anrichten kann. Ist ja jetzt schon ein Himmelfahrtskommando für die Arbeiter vor Ort.

Sonntag bei A. Will sagte jemand, daß es einfach nicht sein dürfte, daß wir uns einer Technik bemächtigen, die Menschen dazu bringen muß und wird, in den Tod zu gehen.

:-(((



Ja Sammy


laut CNN aus Toki gerade
sind 660 Tellerdreher 24 Stunden rund um die Uhr beschäftigt

Stromanschluss ist da, aber die Pumpen gehen nicht
neue wurden angefordert


und das schreckliche: bis zu einem Radius von 16 Km ist der Pazifik verseucht
und Fische schwimmen wohin sie wollen. Also nicht wie Tschernobyl
alle Tiere ringsum durch Millitär abknallen

die Radioktivität kommt in die Nahrungskette anderer Fische etc.


das mal abgesehen vom Super Gau;)


das psoitive ist das Volksbegehren in Deutschland und Europa
sogar weltweit: aus der Atomenergie auszusteigen


aber Greenpeace gestern mit den Lichtprojektionen auf AKW:


"Es wird weiter gelogen"


LG Ali:umarmen:
 
Wieso sollte KKW gegen Terrorismus anfällig sein? Weil man einfach mal so ohne jegliche Grundlage behauptet oder stillschweigend davon ausgeht, dass ein Mensch tatsächlich soviel Sprengstoff mitnehmen kann, um einen SuperGAU bewirken zu können. :rolleyes:
Selbst wenn man sich "von Tür zu Tür" sprengen würde, ist ein Erfolg zu bezweifeln, wenn man nicht von davon ausgeht, dass weder Sprengstoffmenge noch die Zeit eine Rolle spielen würde...
"Wo" und "Wie" ist desshalb einfach zu beantworten: Nirgendwo konnte einen Terroranschlag irgendwie verübt werden....

Liebes Todeskraut,
Du weißt sicher nicht viel von der Effektivität von Spezialeinsatzkommandos.
Weißt Du wieviel Türen es sind bis zur Steuerzentrale ?
Ein 10-Mann Trupp mit Vorkenntnissen der ungefähren Lagepläne und der richtigen Bewaffnung inklusive Sprengstoff schaffte es in weniger als 10 Minuten bis in die Zentrale. Danach ist es nicht besonders schwer, die Steuerung so zu beeinflußen, dass es zu einer gewollten Kernschmelze kommt.
Da helfen auch keine GSG9 von außen, um das zu stoppen.
Zu den Detaills sag ich nichts mehr, will ja nicht das know how verbreiten und später wegen Beihilfe zu Genozid verurteilt werden. :rolleyes:
 
Man hört tatsächlich nicht mehr viel. Die Abklingbecken sind wieder mal überhitzt, ist die letzte Meldung:

http://www.welt.de/vermischtes/welt...ken-in-Fukushima-wieder-stark-ueberhitzt.html

und Tesco hat sich entschuldigt, seltsame Wortwahl:

11.03 Uhr: Der Energiekonzern Tepco entschuldigt sich bei Flüchtlingen aus der Region Fukushima für die Katastrophe in dem Atomkraftwerk. Norio Tsuzumi, ein Mitglied der Unternehmensspitze, sagt am Dienstag bei einem Besuch in einem Notlager: "Es tut uns leid, dass wir Ihnen so viel Mühe bereitet haben.“ Das meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagabend (Ortszeit).

Wir bedauern, daß Umstände gemacht werden mußten --- hm, so kann mans natürlich auch formulieren.
 
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Berlin/Zürich. Das Schweizer Fernsehen prüft als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Japan die Streichung einzelner Folgen der Kultserie "Die Simpsons". „Die Redaktion sichtet die Episoden und würde allenfalls Folgen austauschen", sagte eine Mediensprecherin des SRF am Freitag auf dapd-Nachfrage und fügte hinzu: „Bis jetzt haben wir noch keine Folgen ausgetauscht." ProSieben, das in Deutschland die „Simpsons" zeigt, will die Folgen wie geplant weiter zeigen.

In der Serie steht ein Atomkraft in Mittelpunkt, in dem mit dem Giftmüll äußerst lax umgegangen wird. Hauptfigur Homer Simpson ist als Sicherheitsinspektor völlig unqualifiziert. Häufiger kommt es zu Störfällen.

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2716458

Weiß gar nicht, was es da auszutauschen gibt. Klingt sehr realistisch.
 
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