8. Mai

Man kann feiern, dass Deutschland verloren und damit die Nazis entmachtet wurden - auch in Deutschland - denn ich gehe davon aus, dass wir, die hier im Thread darüber schreiben, alle froh darüber sind.

Anderes (erwähnt) muss zusätzlich erfüllt sein, damit es ein nationaler Feiertag sein kann.

Zusätzlich sagte ich auch schon, dass es sich nicht um zweiwertige Logik handelt. Wenn ein Erfolg der Nationalsozialisten eine Katastrophe gewesen wäre ist eine Niederlage kein Grund um wirklich zu feiern (da wir verantwortlich waren, und mit den Konsequenzen leben mussten). Wirklich positiv wäre gewesen, wenn wir die Nazis verhindert oder gestürzt hätten.
 
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... so, nun das Deine Worte aus dem Eingangsthread sind und somit nehme ich Dein Angebot an und arbeite mittels meiner Worte dazu hier daran, eine Lösung zu finden, zu kreieren, zu ermöglichen, auch zu zeigen, in dem ich diese Symbol in seiner wahrharftigen Bedeutung wieder leben lassen möchte. Denn es verschwinden lassen zu wollen, wäre als würde man auch die wahre Bedeutung dessen auszublenden oder gar leugnen.
Somit leiste ich einen konstruktiven Beitrag dazu, die Menschheit nicht nur in ihren Herzen sondern auch auf Gedankenebene zu (ver)einen, statt weiterhin einer scheinheiligen Trennung zu unterliegen.

Dies sind meine Ansätze zu einer guten und schönen Gestaltungsmöglichkeit im Hier und Jetzt.... alles einschließend und nichts ausschließend.

Die Assoziation zwischen Hakenkreuz und Nazi-Ideologie ist sehr stark, und Neonazis benutzen auch immernoch dieses Symbol für ihre Ideologie. Und so lange diese Assoziation so stark ist, bleibt auch das Symbol ein NoGo für mich.

Und in diesem Thread geht es darum, dass die Nazi-Ideologie verloren hat und entmachtet wurde, und dass ich mich darüber freue. Und, wenn diese Niederlage dadurch zum Ausdruck gebracht wird, dass ein Symbol gesprengt wird, welches die Anhänger exessiv verwendet haben, so freue ich mich auch darüber, und es ist mir egal, was das Symbol wo mal bedeutet hat oder auch noch bedeutet.
 
Anderes (erwähnt) muss zusätzlich erfüllt sein, damit es ein nationaler Feiertag sein kann.

Zusätzlich sagte ich auch schon, dass es sich nicht um zweiwertige Logik handelt. Wenn ein Erfolg der Nationalsozialisten eine Katastrophe gewesen wäre ist eine Niederlage kein Grund um wirklich zu feiern (da wir verantwortlich waren, und mit den Konsequenzen leben mussten). Wirklich positiv wäre gewesen, wenn wir die Nazis verhindert oder gestürzt hätten.

Natürlich wäre das noch besser gewesen. So what? Es ist nach wie vor gut, dass die Nazis verloren haben.
 
Natürlich wäre das noch besser gewesen. So what? Es ist nach wie vor gut, dass die Nazis verloren haben.

Es ist nicht in einer Weise positiv, um das in dieser Weise zu feiern. Es macht auch keinen Sinn, weil ich Nationalfeiertage anders interpretiere.

Ja, es musste so passieren, es gab keine bessere Lösung mehr, das ist schon klar. Wir sind insgesamt gescheitert darin es zu verhindern, und viele waren sogar direkt schuldig. Leute heute nicht, aber das Staatsgebilde trägt weiter eine historische Verantwortung.

Aber ist trotzdem keine Feierstimmung. Habe ihn nie gekannt (und meine Mutter deswegen auch nicht, der hatte sie nur einmal gesehen), aber mein Opa hier ist zum Beispiel durch den Krieg verschollen. Klar, könnte man für die andere Seite auch sagen (sehr viele Tote), und insofern ist es immer schwierig Kriege zu feiern, aber Leute hier haben letztlich für Verbrecher gekämpft. Wie ich sagte, wir waren auf der falschen Seite (und man kann sich jetzt nicht revisionistisch auf die andere Seite stellen und mitfeiern, das ist peinlich und lächerlich).
 
Leute heute nicht, aber das Staatsgebilde trägt weiter eine historische Verantwortung.

Inwiefern trägt das Staatsgebilde aus Deiner Sicht heute noch die (historische) Verantwortung dafür?
Reine Neugier meinerseits...

Ist nicht nur das Denken so manchem Deutschen, noch heute diese Verantwortung tragen zu müssen? Müssen die Deutschen diese heute denn wirklich noch tragen?
Wofür sollte dies denn sinnvoll sein?

Wenn all die Erlebnisse, aus der Vergangenheit - so auch diese, die sehr viele von uns nicht einmal selbst erlebt haben oder miterlebt haben -unser heutiges Leben weiterhin so sehr im Griff haben, braucht sich niemand darüber wundern, aufregen oder sonst was, dass dies auch die Gegenwart bestimmt.
Die Frage für mich wäre also... müssen oder wollen wir als deutsche Bürger dies so auch noch mit in die Zukunft schleppen... diesen Generationen-Balast?
Wann können wir es ruhen lasssen, gehen in Frieden damit und lassen es los?
Jetzt, genau jetzt kann auch dazu eine sehr gute Zeit sein, dies genauer zu hinterfragen und es auch transformieren zu können.
 
Inwiefern trägt das Staatsgebilde aus Deiner Sicht heute noch die (historische) Verantwortung dafür?

Quasi so wie ein Erbe, der seine Besitztümer von jemandem erhalten hat, der Verbrechen begangen hat.

Es ist möglich das zu übertreiben, aber man kann auch nicht so tun, als wäre da gar keine (oder kaum eine) Verbindung.
 
Quasi so wie ein Erbe, der seine Besitztümer von jemandem erhalten hat, der Verbrechen begangen hat.

Es ist möglich das zu übertreiben, aber man kann auch nicht so tun, als wäre da gar keine (oder kaum eine) Verbindung.

Ja... hört sich interessant an und verstehe auch durchaus, dass da immer noch eine Verbindung besteht und diese wird auch nicht wirklich zu kappen sein. So wie andere Nationen dies in der Geschichte ihres Landes auch haben.
Da würde ich gern mal die Frage hier in den Raum stellen, warum ausgerechnet die Deutschen immer noch dermaßen an diesem Erbe "festhalten".

Auch geerbte Besitztümer können, ob nun rein in ihrem Sein oder gar mit Blut befleckt, dürfen, sollen oder müssen sogar ausgemistet werden, um "Neuem" Platz zu schaffen. Platz für Frieden im Inneren, im Herzen, sodass dieser auch im Außen sich zeigen kann.

Das soll nicht heißen, die Verbindung gänzlich zu kappen, es zu vergessen oder gar zu leugnen... es möge lediglich eine andere Sichtweise hierzu entstehen können.... so auch in Bewertung und Beurteilung dessen.
 
Da würde ich gern mal die Frage hier in den Raum stellen, warum ausgerechnet die Deutschen immer noch dermaßen an diesem Erbe "festhalten".

Unser schlimmes Erbe ist nicht wirklich lange her. @Loop spricht ja zum Beispiel davon. Und ebenfalls handelt es sich um ein (bzw. enorm viele) letztlich extrem schweres Verbrechen.

Gibt aber in der Tat andere Länder, die ihre Verantwortung abwälzen. Sowas ist immer leichter, wenn man gewonnen hat, weil die Geschichte bekanntlich von den Siegern geschrieben wird, siehe zum Beispiel USA und "Indianer".
 
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Man kann feiern, dass Deutschland verloren und damit die Nazis entmachtet wurden - auch in Deutschland - denn ich gehe davon aus, dass wir, die hier im Thread darüber schreiben, alle froh darüber sind.

Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn ich mir das kranke Zeugs anschaue, das einige hier vom Stapel lassen, um das Hakenkreuz wieder salonfähig zu machen und das Geblubber im Gauland-Format, warum die Beseitigung des Nazi-Regimes angeblich nicht gefeiert werden kann, kommen mir berechtigte Zweifel.
 
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