Für Islamphobiker und -hetzer ist es wohl ein "Glück", dass das Attentat in Orlando von einem Moslem durchgeführt wurde, und zwar schneller und erfolgreicher, wie das geplante Attentat auf Schwule in L.A.
http://edition.cnn.com/2016/06/12/us/california-west-hollywood-suspect-aresenal/
Ein "Glück" für Trump und Konsorten, die uns alle in einen weltweiten Religionskrieg ziehen werden, der mit Religion einen Scheißdreck zu tun hat.
Mit ein Grund, warum wohl bei Howell nix von seiner religiösen Identität angesprochen wird.
Den Religionskrieg haben die Islamisten schon lange ausgelöst.
Ich weiß, dass Sufis und moderate Muslime nicht direkt beteiligt sind (oder aber auch als Opfer wie in Mali), eine größere und auch mächtige Gruppe innerhalb des Islams (und ich misstraue da allen Salafisten inklusive Saudi-Arabien insgesamt) allerdings schon. Und es hat wenigstens mit diesem Islam, der gerade die heiligen Stätten kontrolliert sehr viel zu tun. Und
https://en.wikipedia.org/wiki/No_true_Scotsman hilft da auch nicht, bzw. geht am Problem vorbei, da wir überhaupt gar nicht unterscheiden und kontrollieren, welcher Islam hier Fuß fasst. Es wurde einfach definiert, dass der Islam an sich gut ist, obwohl es eine ganze Gruppierung überhaupt nicht ist.
Da dürfte uns nichts anderes übrig bleiben als genau zu kontrollieren, wer hierher kommt. Aber nein, der Islam ist angeblich eben nicht schuld, Einwanderung in Massen und undifferenziert kein Problem. Aber eine Auslegung des Islams ist sehr wohl das Problem. Und es ist nicht sehr klar, wie verhindert werden kann, dass sich Leute dieser Gruppe zuwenden. Wir müssen uns nicht für einen "dreißigjährigen Krieg" des Islams selbst massiv in die Schusslinie bringen. Wenn du das willst, dann schließe dich Hilfsorganisationen an, die dort arbeiten. Dagegen sage ich gar nichts. Aber habe kein Interesse, dass das hier zum Kriegsgebiet wird. Wir können unsere Zukunft nicht für eine Gesellschaft opfern, die mehr oder weniger gescheitert ist, da eine wirkliche Isolation des Fundamentalismus nicht gelungen ist.
Und weshalb soll das denn Zufall (oder deine Worte "Glück") sein? Schau dir auf Wikipedia, oder sonst wo an, wie die Rechte von Homosexuellen in islamischen Ländern sind. Da ist ein großer Unterschied zu Europa und auch zu den USA. In den islamischen Ländern geht es nicht um Adoption oder Heirat, sondern teilweise um Leben oder Tod. Weshalb bitte wundert dich das dann, wenn die Terroristen exakt dort angreifen? Hattest du geglaubt die mögen unsere Konservativen nicht? Nein, sie hassen genau das, was die Leute, die dieses Problem klein reden unterstützen. Und da könnt ihr noch so islamfreundlich sein, solange du kein Kopftuch anziehst und dich den Männern unterordnest bist du ein Feind, als Hexe (Schmanismus) wirst du sowieso mit als erstes gesteinigt. Es ist so als würdest du einen gewalttätigen Macho lieben, der dich nur schlecht behandelt, außer dass das irgendwie politisch geworden ist.
Diese Person da aus deinem Link war übrigens selbst schwul:
http://www.indystar.com/story/news/...-ex-boyfriend-didnt-surprise-me-all/85836328/
"Greeson and others told IndyStar that Howell harbored no violent feelings toward the lesbian, gay, bisexual and transgender community. In fact, they said, Howell is gay."
Ob er was plante? Wenn überhaupt, dann vermutlich aus ganz anderen Gründen.
Theoretisch könnte eventuell auch ein christlicher Fundamentalist irgendwann einen Anschlag planen. Es ist aber lächerlich, das zu vergleichen. Jeden Tag gibt es Terror der Jihadisten, die in einem Staat organisiert sind. Die Situation der Homosexuellen ist hier wie gesagt auch unfassbar viel besser.