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Wie teuer ist die Menschenwürde - oder .....

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von SammyJo, 19. Juni 2009.

  1. SammyJo

    SammyJo Guest

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    ..... kann man Menschenwürde wirklich kaufen?

    Diese Frage kreiselt mir ständig durch den Kopf, seit wir im Prostitutions-Pornographie-Tread schreiben.

    Ich habe da jetzt mehrfach einige Praktiken beschrieben und verlinkt, die an Entwürdigung aus meiner Sicht und ganz bestimmt bei allgemeiner Definition von Entwürdigung kaum zu überbieten sind.

    Nun wird ja immer damit "argumentiert", daß wenn man es freiwillig macht und wenn man sogar Geld dafür nimmt - es also ein Geschäft ist - der Vorgang nicht im Entferntesten an der Menschenwürde kratzen würde, es damit ab- und ausgeglichen ist. Weil man ja so fortgeschritten, tolerant, offen und en vogue ist heutzutage.

    Nun frage ich in die Runde:

    Ist das wirklich ernst gemeint?
    Ist die Menschenwürde bei menschenunwürdigen Praktiken wieder hergestellt, weil es durch Zahlung (und auch Freiwilligkeit) in irgendeiner Form legitimiert ist / scheint?
    Und wie teuer ist denn dann die Menschenwürde, für alle gleich teuer oder sind die Preise unterschiedlich, also gestaffelt zum Beispiel?

    Mich würde interessieren, wie ihr das seht.

    Momentan verzichte ich noch darauf, Beispiele zu nennen, vielleicht komme ich aber über kurz oder lang nicht drumherum, wir werden sehen. Vielleicht erstmal allgemein zur "freiwilligen Abgabe der Menschenwürde" und dem "Rückkauf". Kann man sie wirklich zurückkaufen?

    :morgen:
     
  2. Rosenrot

    Rosenrot Mitglied

    Registriert seit:
    21. Mai 2009
    Beiträge:
    259
    Ort:
    home is where your heart is
    hm,schwieriges thema.
    vor allem,was bedeurtet menschenwürdig,bzw -unwürdig.
    das definiert ja schon jeder anders für sich.
     
  3. Urajup

    Urajup Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. November 2004
    Beiträge:
    22.253
    Ich denke, das kann jeder Beteiligte nur für sich selber beantworten.
    Der "Mieter" dieses "Dienstes", ob er trotz Einverständnis seiner Handelspartnerin menschenwürdig handelt und dann die "Verkäuferin" selbst, ob sie sich mit dem Verkauf ihres Körpers selbst würdig/unwürdig behandelt...
    Wer sonst soll darüber entscheiden? Es ist eine Frage des eigenen Gewissens....


    LG
    Urajup
     
  4. SammyJo

    SammyJo Guest

    Wenn Menschenwürde also tatsächlich eine - wier ihr beiden schreibt - völlig individualisierte, dem eigenen Befinden folgende Angelegenheit ist, was ist dann das im Art. 1 des Grundgesetzes:



    http://dejure.org/gesetze/GG/1.html


    Müßte oder kann sich eine Grundgesetzgebung an Individualprozessen orientieren oder gibt es somit eine definierte Norm?

    Da steht, daß man sie außerdem nicht veräußern kann. Was nun?

    :confused:
     
  5. WUSEL

    WUSEL Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2008
    Beiträge:
    11.687
    Ort:
    Steiermark

    Seh das auch so... in jeglichem Bereich des Lebens, nicht nur auf die Prostitution bezogen....
     
  6. Isabellas

    Isabellas Mitglied

    Registriert seit:
    28. Mai 2009
    Beiträge:
    40
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    Realistisch gesehen kann man nichts kaufen mit Geld. Geld ist nur ein Mittel einen Wert auszudruecken, nicht mehr. Geld ist schon gar nicht der Wert selber. Also: mit Geld kann man nichts kaufen.
     
  7. Crotalus

    Crotalus Mitglied

    Registriert seit:
    19. Juni 2009
    Beiträge:
    93
    Ort:
    Mother Earth
    Ob du als Mensch Würde hast,bestimmst du alleine selbst.
    Die im Gesetz verankerte Menschenwürde existiert am Papier.Jedoch die Realität zeigt täglich, dass nicht einmal der Gesetzgeber und die ausführenden Stellen sich an diese Verfassung halten bzw. halten wollen.
     
  8. Sirya

    Sirya Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2008
    Beiträge:
    109
    Ort:
    verwurzelt in der Ewigkeit
    Es gibt würdelose Menschen (falls das jemand anders beurteilen kann als sie selbst), die sich nie prostituiert haben oder zu einer Prostituierten gegangen sind. Und so gibt es auch welche, die das tun und doch ihre Würde behalten. Ist immer die Frage, wie man sich selbst dabei fühlt.

    Dieser Satz im Grundgesetzt ist ohnehin völlig daneben. Wie soll Würde denn geschützt werden? Schon bei Kleinkindern ist es möglich, daß sie würdelos behandelt werden und keiner da, der das überwachen könnte.

    .... ich frag mich gerade, was Würde überhaupt ist? :rolleyes::confused:
     
  9. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
    Beiträge:
    2.277
    Ort:
    Berlin
    Eben. Es ist keine Privatangelegenheit. Und in den von dir angesprochenen Vergewaltigungspornos wird ganz klar die Herabwürdigung anderer Menschen zelebriert - per se eine Verletzung der Menschenwürde, und ich kann nicht verstehen, wie eine zivilisierte Gesellschaft eine solche Barbarei zulassen kann. Ich würde vermuten, dass die Kreatur Thompson ihre faschistoide Scheiße nur deshalb ungehindert produzieren kann, weil kaum jemand weiß, was er in seinen Folterstudios wirklich veranstaltet.

    In den Machwerken dieser Kreatur müsste man nur mal "Frauen" durch "Juden" ersetzen oder durch "Schwarze". Ein Aufschrei ginge durch die Republik. Rassismus. Judenhass. Die Justiz würde zu härterem Durchgreifen gegen Faschisten angehalten. Der Aufstand der Anständigen würde beschworen. Aber bei Thompson sinds eben keine Juden und keine Schwarzen, sondern bloß Frauen, die in brutalstmöglicher Weise erniedrigt werden. Frauen sind offenbar keinen Aufschrei wert.
     
  10. Bulldackel

    Bulldackel Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    25. August 2008
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    Berlin
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    Ich warte jetzt eigentlich nur noch auf die Klugscheißer der "linken" Avantgarde, die mir verklickern wollen, dass Thompsons Gewaltexzesse Kunst sind.
     
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