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Warum Verrat an Jesus Christus.

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Universelight, 27. Januar 2012.

  1. Universelight

    Universelight Mitglied

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    Hallo Forumwelt,

    seit einigen Jahren versuche ich zu verstehen und herauszufinden, warum Jesus Christus überhaupt verraten werden konnte und warum dieser darüber den Kreuztod sterben musste?

    In welchem Kontext war ein Verrat grundsätzlich möglich und welche Rolle spielt das jüdische Volk in diesem Sachverhalt?

    Gibt es hier Theorien oder gar schriftliche Überlieferungen?

    Gruß Universelight :)
     
  2. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Deine Fragen enthalten irgendwie versteckten Antisemitismus, so kommt mir das vor. Was ist denn nun das Problem, es ist doch alles ganz einfach nachzulesen.
     
  3. Universelight

    Universelight Mitglied

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    Warum Antisemitismus? Der Herr Jesus Christus war selbst auch Jude und ich liebe diesen Herrn. Ich habe doch nur gefragt, welche Rolle das jüdische Volk im Verrat an Jesus spielt. Wo ist hierzu irgend etwas anstößiges hinein zu interpretieren.

    Das Problem: Ich möchte gerne hier im Forum klären, warum Jesus Christus verraten wurde und wo die Grundlage für eine Anklage und späteren Kreuzigung zu finden ist?

    Gruß Universelight :)
     
  4. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    ***Ich habe die Streitgespräche, die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben, gelöscht. Es wäre schön, wenn man beim Thema des Threaderstellers bleiben könnte.***

    Siriuskind
     
  5. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Ok, dann habe ich es falsch verstanden, tut mir leid. Es klang erst mal so für mich.:)

    Es gibt wohl noch Evangelien und auch Quellen ( die ich jetzt leider nicht belegen kann, ich weiß nicht mehr, von wo ich das habe ), die aussagen, dass der "Verrat" von Jesus selber geplant war, es sollte so sein, als letzte Prüfung, man könnte auch Einweihung sagen. Und Judas ist in dem Sinne kein Verräter, sondern er hat diese Aufgabe als "Opfer" auf sich genommen. Es ist ja keine leichte Aufgabe, den Buhmann zu spielen. Das wäre eine Möglichkeit, wie es gewesen sein könnte und es wurde später anders dargestellt, vielleicht auch, weil es Aussenstehenden ( und die Schreiber der vier Evangelien sind Aussenstehende, denn sie hatten Jesus nie kennengelernt ) falsch verstanden haben.

    Die Grundlage für eine Anklage von Seiten der Hohepriester war die, dass Jesus sich nicht an die Anordnung hielt, am Shabbat zu ruhen, er heilte auch an diesen Tagen Menschen. Und er hatte Gedanken, die den konservativen Priestern nicht gefiel, er war unbequem. Das waren alles Gründe für die Hohepriester, ihn verurteilen zu lassen.

    Siriuskind
     
  6. Universelight

    Universelight Mitglied

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    Hallo Siriuskind,

    jetzt bitte nicht falsch verstehen, jedoch kamen bei mir einmal einige Fragen auf, warum gerade Jesus solch einen unendlich schmerzhaften Kreuztod erleiden musste und dass das jüdische Volk im Vorfeld den Herrn Jesus Christus nicht als König der Juden akzeptieren konnten und darüber eine Verschwörung inszenierten, um diese starke Persönlichkeit (Jesus Christus) los zu werden.

    Es geht mir hier nicht um igend welche Schuldzuweisungen, sondern möchte ich gerne die tiefsten Gründe über den Kreuztod des Herrn erfahren.

    Gruß Universelight
     
  7. Siriuskind

    Siriuskind Moderatorin und Alien in geheimer Mission Mitarbeiter

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    Hallo Universelight,

    vielleicht ist es gar nicht so kompliziert. Der Kreuzestod ist die übliche Hinrichtungsmethode der Römer gewesen, um die Menschen in den von ihnen eroberten Teilen des römischen Reiches zu disziplinieren. Zu der Zeit gab es viele Widerstandskämpfer im jüdischen Volk, Barrabas war einer davon, er war kein einfacher Verbrecher, sondern eben einer, der die Römer loswerden wollte. Es war also für das jüdische Volk auch eine schwierige Zeit, da sie nicht eigenständig waren, die Herrscher wie Herodes waren zwar Juden, aber sie waren die Vasallen der Römer, also war das alles ein sehr unschöner Zustand für ein Volk, dass sich als auserwähltes Volk sah.

    Und ich denke, da gab es viele, die gerne die Führung im jüdischen Volk annehmen wollten. Ob sich Jesus wirklich als König der Juden bezeichnet hat, das würde ich mal bezweifeln, denn Jesus selbst hat sich nicht als König der Juden bezeichnet, das wurde nachher sein Spottname, als er an das Kreuz geschlagen wurde. Er bezeichnete sich als König eines anderen Reiches, als König der Wahrheit.

    Und Du sagst, dass das jüdische Volk eine Verschwörung inszenierte. Das Volk hat von der ganzen Sache mit Sicherheit nicht viel mitbekommen, wenn dann waren es die Hohepriester, die Pharisäer, die Jesus loswerden wollten, da sie ihre Macht gefährdet sahen.

    Das wären jetzt die nach außen sichtbaren Gründe, warum das so abgelaufen ist, es war schon damals ein sehr unruhiges Land mit vielen Problemen.

    lg Siriuskind
     
  8. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

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    3. November 2006
    Beiträge:
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    Ort:
    burgenland.at
    Gerne wird dieses Thema in den emotionalen Bereich des Menschen verschoben. Es soll immer wieder Neid und Rangstreitigkeiten geben, und die hätten sich hier entfacht und wären aufgebrochen.

    Beginnen wir aber bei dieser Struktur der Jünger, dann wird eine scheinbare enorme organisatorische Fähigkeit offenbar, mit einem Kern von 12 Personen und darüber hinaus einen Kreis von 72 Anhängern, und danach noch mehr Gläubige.

    Einerseits wird dadurch nicht nur eine geistige Ausrichtung erkennbar, sondern in den Anfängen genau so ein weltliches Interesse. Die Leitung von 12 Personen unmittelbar in der Struktur von Aposteln verliert dann ihren göttlichen Glanz, wenn wir nicht nur den Glauben, sonder auch die historische Forschung der Bibel zu Wort kommen lassen, denn nicht nur in meiner Wenigkeit werden da immer wieder Stimmen laut, die besagen es hätte eine beträchtliche Anzahl an Teilnehmern gegeben, die mit dem Helden der Geschichte unmittelbar verwandt gewesen sind.
    Zum Beispiel waren Jakobus und Judas die Brüder von Josef dem Nährvater, und somit die Oheime des Nazaräners. Oder Philippus der später als „Lukas“ von sich Reden machte, war sein Schwager. Ebenso Johannes, der zuerst Stiefbruder gewesen ist, dann Stiefsohn, um dann wieder als Stiefbruder zu gelten. Ergänzend kommen als Freunde dazu die Söhne des Lebensretters, Andreas und Petrus.
    So gesehen sind gleich 6 Personen dem Teil zuzuordnen den wir als gesellschaftliches Umfeld einer Hauptfigur bezeichnen können, so wie es jeden von uns betrifft.
    Und die umfangreiche Organisation von 12 Personen bei den Aposteln reduziert sich sogleich auf lediglich 6 zusätzliche neue Teilnehmer.

    Darum sollte auch klar sein, wenn wirklich dieser Josef als leiblicher Vater von Johannes gilt, dass jene familiären Kinder die er mit Maria hatte hier sehr wenig Interesse zeigten, weder geistig noch weltlich, um hier tatsächlich „mitzuspielen“.

    Verloren gegangen ist auch die Übung der Zweisamkeit, die paarweise Anordnung der Jünger.
    Hier finden wir die unterschiedlichsten Gruppierungen, ein Freund und einer aus der Familie, wie bei Petrus und Johannes, oder Andreas und Jakobus, und die stärkste Formation bildeten zwei familiäre Angehörige, in der Kombination von Judas und Philippus. Während die anderen Einteilungen jeweils einen Neuhinzugekommenen mit einem anderen neuen Jünger enthielten.

    In der Tendenz den Kreis von 12 auszuweiten auf 72 und mehr wurde genau so eine unmittelbare familiäre Beziehung weniger betont der man nachkommen wollte, wie auch in einer nicht in der Vererbung liegenden Hervorhebung der praktischen Tatsache eines fast Ertrinkens, wie beim Freund Petrus als neuen Leiters und Nachfolgers.

    So gesehen ist die Kombination allein in familiärer Hinsicht bei Judas und Philippus ein sehr starkes Hindernis gewesen für alle anderen Aposteln. Mit einen scheinbar unüberwindlichen Macht- und Führungsanspruch.

    Anderseits beruht eine solche soziale Einstellung auf den Traditionen nicht nur in diesem Volk, kann genau so bei uns festgestellt werden, wurde auch noch sehr lange in der weiterführenden Linie des Erbrechtes in den Königsfamilien gepflegt.

    Übrigens sei hier erwähnt, Johannes hat mit seiner Formulierung die von keinem der Evangelisten sonst verwendet wurde, jener vom „anderen Jünger den der Herr liebte“ eine Beschreibung eingeflochten, mit er zwar so etwas wie ein Geheimnis direkt in der Schrift ausgeplaudert hat, was die Wandlung seiner Person durch die Heirat des Nazaräners mit seiner Mutter betraf, die nach dem Ableben des Stiefvaters durch die noch lebende Maria in den vorherigen Stand versetzt wurde. Jedoch befleißigt er sich in der Schilderung der Kreuzigung und zieht eben diese Maria direkt zum Kreuz, ohne dass sie irgendein Wort sagt, oder er selbst. In seinem Text verwendet er erneut die Beschreibung „der andere Jünger“, so als wolle er durch die Beschreibung und die Worte eines Gemarterten, die dieser so zwischen dem einen Stöhnen und dem anderen Stöhnen, sehr geistreich und einfühlsam zu sagen hatte, zum Ausdruck bringen es sei noch dieses Leben in ihm gewesen.

    Und eine Rangstreitigkeit, die Angst vor der Zukunftssicht, die hätte davor im Tempel bei der Probe der Kleidungsübergabe im Jahre 37 gar nicht stattgefunden.

    Das wäre irgendwann und irgendwo passiert.
    Wie in einem Märchen für Kinder.
    Nur der Realität angenähert, aber nicht wirklich.

    “Sorry, Teigabid ist not a King,
    I am the son of a Tailor.
    Seven in a hole.”




    und ein :weihna1
     
  9. ALnei

    ALnei Sehr aktives Mitglied

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    sprach der jesus zu judas: doch du wirst sie alle übertreffen, denn du wirst den mann opfern, der mich kleidet.

    (judasevangelium)
     
  10. DruideMerlin

    DruideMerlin Sehr aktives Mitglied

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    Die schriftliche Überlieferung zu den Fragen um das Ende Jesus ist das Neue Testament. Man braucht in ihm nur nachlesen – was da auch tatsächlich steht.

    Matthäus 25, Vers 34:
    Wahrlich ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe.

    Markus 9, Vers 1:
    Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes kommen mit seiner Kraft.

    Dies sind nur zwei von vielen Hinweisen, in denen die Vorstellungen und Ziele Jesus klar und deutlich zum Ausdruck kommen. Gerade im ersten Teil von Markus 9 geht es ganz konkret um diese Dinge. Dazu muß man sich zunächst auch das erste Paradigma (allgemeine Vorstellung) der Juden-Christen ansehen, um die eigentliche Botschaft Jesus zu erkennen. Es ging ihm nämlich um seine feste Überzeugung, daß der Jüngste Tag und das Reich Gottes nach jüdischer Vorstellung mittelbar bevorstehen oder sogar schon begonnen haben sollte.

    Man sollte dazu auch die ganze Geschichte kennen, in der verschiedene jüdische Propheten die Zeichen nannten, die erfüllt werden mußten, ehe das Reich Gottes auf Erden einziehen konnte. Jesus war so von dieser Mission überzeugt, daß er begann diese Zeichen zu erfüllen, um die Herrschaft Gottes im Hier und Jetzt herbeizuführen.

    Deswegen ist er auch nach Jerusalem gezogen und deshalb ist er auch auf dem Esel mit einem Palmzweig in die Stadt geritten. Alleine dieser Akt war für gläubige Juden eine ungeheuere Anmaßung, welche nicht ungestraft hingenommen werden konnte. Das hatte auch Jesus als strenggläubiger Jude gewußt.

    Es galt nun in letzter Konsequenz die Prophezeiungen umzusetzen, welche den Tod des Knechtes Gottes (2. Jesajas) erforderte und er war bereit diesen Schritt zu gehen. Nach Jesajas sollte der Knecht Gottes durch seine Leiden die Welt von seinen Sünden befreien, um damit das Reich Gottes herbeiführen zu können (man beachte die Parallelität). Nach diesem Verständnis spielte sein Tod ohnehin keine Rolle mehr, denn am Jüngsten Tag bedurfte er auch nicht mehr seines Körpers. Dieses Verständnis erklärt auch einige seiner Gleichungen.

    Die ganzen Ereignisse in Garten Getsemani und dem letzten Abendmahl bekommen so einen Sinn, er war bereit, der Knecht Gottes zu sein. Deshalb hatte er auch seinen Lieblingsjünger Judas beauftragt den entscheidenden Tipp an die Hohepriester zu geben. Es war kein Verrat, sondern ein sehr schwerer Auftrag, der im Sinne der Sache zu erfüllen war.

    Die Vorstellung von dem mittelbar bevorstehenden Reich Gottes, blieb noch über einen längeren Zeitraum ein wesentlicher Glaubensinhalt für die Urchristen. Auch Paulus glaubte, Jesus würde als Christus zu seinen Lebzeiten wiederkommen, um besagtes Reich zu etablieren.

    Mit zunehmender Zeitspanne wurde das Ereignis auch immer weiter in die Zukunft verlegt. Mit der Einführung der christlichen Zeitrechnung im 3. Jahrhundert wurde dann das Ereignis nach mehrmaliger Nachbesserung auf das Jahr 1000 gelegt. Da auch dieses Jahr ohne Folgen verstrich, hatte man es dann auf eine unbestimmte Zeit verschoben.

    Unabhängig von der späteren Entwicklung des christlichen Glaubens und dessen Inhalts, hatte sich so der historische Jesus einfach nur geirrt, er ist für seine Vorstellung gestorben.

    Die Rolle des jüdischen Volkes war der Preis, um die christliche Lehre im Römischen Imperium etablieren zu können. Man sollte sich in diesem Zusammenhang, die Ereignisse um Masada und dem Jüdischen Krieg (66-73 n.Chr.) vor Augen führen, um die Haltung der Römer zum jüdischen Volk zu verstehen. Eine iranische Sekte ließe sich heute in den USA auch nur sehr schwer verbreiten.

    Fast hätte ich es vergessen, die Zahl Zwölf der Apostel ist nur eine symbolische Zahl – ob es tatsächlich zwölf waren, ist sehr fraglich. Paulus hatte jedenfalls nur von Aposteln geredet, ohne eine Zahl zu nennen. Interessant, daß in der Folgezeit auch Maria Magdalena durch ihre besondere Rolle beim Tod Jesus als Apostelin (Apostola) bezeichnet wurde.

    Merlin
     
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