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Von der Pflicht

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Trutzburg, 30. März 2011.

  1. Trutzburg

    Trutzburg Neues Mitglied

    Registriert seit:
    10. März 2011
    Beiträge:
    5
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    Von der Pflicht

    Dem Menschen ist nunmehr eine Jahrhunderte währende wechselvolle Geschichte zu Eigen geworden. Im Laufe dieser Geschichte, im Gang durch die Zeiten und Zeitenwenden, hat sich nicht nur die Erde mit und durch den Menschen verändert, sondern auch der Mensch hat die Wahrnehmung von sich und der Natur um ihn herum ständig und mannigfaltig verändert und gewandelt.

    Diesen Vorgängen war jedoch stets gemein, daß sich nachfolgende Generationen immer bemühten das „Alte“, das „Gewesene“ dann als rückständig oder als irrig abzuqualifizieren, wenn es ihnen nicht mehr in das eigene Weltbild passte. Wie oft hierbei jedoch eine Generation Unwissender und Missversteher am Werke war, ist ein Blatt in der Geschichte, welches niemals geschrieben wurde und somit nie in ein Geschichtsbuch Eingang gefunden hat.

    Immer dann haben sich in der menschlichen Kultur Veränderungen ergeben, wenn Traditionen leer erschienen und auch nicht einmal der hübsche Schein sie am Leben erhalten konnte oder wenn sie schlicht und ergreifend nicht mehr von der Mehrheit der Menschen verstanden wurden.
    Was liegt hier doch näher als rechtfertigend diese toten und gemordeten Traditionen als Unsinn oder Irrlehre abzuqualifizieren, wo dieses Vorgehen gleichsam eine augenscheinliche Rechtfertigung darstellt.
    So ist auch die Pflicht eine Institution des menschlichen Lebens, die in der heutigen Zeit doch reichlich oberflächlich, modern eben, behandelt wird. Pflicht wird nahe mit dem Zwang, der negativen Konnotierung, versehen, was sie als Last und als Qual erscheinen lässt. Ein Beispiel für die wachsende Verständnislosigkeit für den Begriff der Pflicht mag die öffentliche Diskussion vor wenigen Monaten sein, in der darüber sinniert wurde, ob eine Wahlpflicht einzuführen sei.

    Pflicht wird eng an ein Gesetz gebunden und immer dann beschworen, wenn es darum geht Verhalten von Menschen von Außen, von Seite des Staates, in Bahnen zu lenken.
    Und ja, gleichwohl es zugegeben werden muß, ist die Pflicht keine Form des süßen Lebens und auch kein heiterer Spaziergang im Mai, sondern der Einsatz des Menschen in seiner vollständigen Verfassung. Aber sie ist nicht der Ausfluss von Gesetzen oder repressiven Einwirkungen von Außen, sondern ein Kernelement von Tugend und somit der Moral überhaupt. Gewissermaßen eine Herzensangelegenheit.

    So war es das deutsche Recht, welches die Beziehung des verpflichtenden Eigentums kannte und in Leichtgläubigkeit meinte diese Pflicht sei für alle Zeit für jeden Deutschen verständlich; somit wurde auf eine genauere Klassifizierung verzichtet.
    Pflicht ist das, was in gesunden Gemeinschaften die Gesetzgebung nahezu überflüssig macht.

    Somit ist sie eben kein Zwang, sondern gerade das Element, welches allzu enge Gesetzesziehung vermeiden lässt, da sie sich zum Hüter, zum sozialen Konstrukt der Einmütigkeit und der Normalität aufschwingt. Erinnern wir uns: Normal soll uns all‘ das sein, was wir erwarten, daß es geschieht und somit ist Normalität kultur- und volksgebunden.

    Wenn eine Gesellschaft in jetzige Zeit von der Freiheit spricht, dann meint sie die Freiheit des Individuums und die damit einhergehende Differenzierung von Anschauungen und den zunehmenden Mangel an Interaktion.
    Doch auch das ist einsichtig, wenn eine Gesellschaft keine Bezugspunkte findet, an denen alle Gesellschaftsmitglieder nicht wenigstens im Geiste beisammen sind, bzw. wenn diese Bezugspunkte nicht mehr zweckdienlich erscheinen, kulturell gewachsene Traditionen schon längst als unzeitgemäß gepredigt werden, da man hier nicht auf Menschen anderer Nationen, Hautfarben und Kulturen im eigenen Lande Rücksicht nehme.
    Dabei ist allein der Ansatz von Zweckdienlichkeit ein verfehlter. Tradition und Kultur entsteht nicht aus einem Zweck heraus, sondern sie entsteht aus den Menschen heraus, die zusammen leben und sie stirbt mit dem letzten Menschen, der einst Träger dieser Kultur angehörte. Kultur ist Selbstzweck.
    Kultur schafft im Nebengang die Pflicht. Die Pflicht sich zu sich selber zu bekennen, die Pflicht seine Herkunft anzuerkennen, denn aus nichts anderen heraus entspricht die Kultur und das Leben eines Volkes.
    Wenn der Mensch, das Bewusstsein von Volkstum konstituierende Prinzipen eines gemeinschaftlichen Lebens darstellen, diese es also möglich machen, so ist die Pflicht das regulierende Prinzip, da dieses die konstituierenden Prinzipien zu erhalten hilft.
    Überall, wo ein Gesetz an die Seite der Pflicht tritt, da ist der Verfall und die Unterhöhlung schon nahe.

    Nun mag manch einer berechtigterweise in Verwunderung fragen, ob nicht schon ewig Kulturen ausstarben und ob nicht danach etwas anderes käme.
    Ja gewiss, es wird im Weltenlauf weiter gehen, doch das, was wir heute noch als fahlen Schein am Horizont Heimat, Vaterland, Kulturraum nennen, wird dem anheimfallen, was Oswald Spengler als „Untergang des Abendlandes“ bezeichnete und andere als mechanisierte Erstarrung beschrieben.
    Hier ist die Frage danach zu stellen, ob, wenn es nur noch einen Funken Hoffnung gibt, nicht dieser Funken ergriffen werden muß, in jedes Herz zu tragen sei und somit beweist, daß der innere Kern eines Individuums immer noch bei seinen Wurzeln liegt.

    Weiterlesen auf trutzburg.net

    Detailverweis: /showthread.php?t=74&highlight=Pflicht
     
  2. FIST

    FIST Neues Mitglied

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    16. Februar 2004
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    Fehlt nur noch ein sieg heil um den schmarren komplett zu machen.
     
  3. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    ich glaub ich fühle mich verpflichtet den traditions- und pflichtbewussten volxgenossenfred zuzumüllen :lachen:

    danke für den ablageplatz :thumbup:
     
  4. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    so schnell kanns gehen...
     
  5. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    der trutzburg-song :lachen:
     
  6. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    und doch es gibt noch menschen, die wissen was pflicht ist
    und was es zu bewahren gibt...

     
  7. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    das müsste ganz nach trutzburgs geschmack sein
     
  8. Trutzburg

    Trutzburg Neues Mitglied

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    Ihr scheint ja mal richtige geistige Höhenflieger zu sein, die argumentativ und intellektuell richtig was drauf haben. Man ist ja geradezu verblüfft von eurer Eloquenz und eurer wortgewaltigen Logik, die ihr dem Thema entgegensetzt, von dieser höchst substanziell, d.h. inhaltlichen Auseinandersetzung.

    @peterle:
    Da Du Dich ja scheinbar mit Rechtsrock auskennst (denn sonst hättest Du wohl kaum was bei youtube gefunden), müsste Dir eigentlich auch klar sein, dass Du Dich nach bundesdeutschem Recht durch das Verbreiten von verbotener Musik einer verbotenen Musikgruppe strafbar machst und man Dich dafür anzeigen kann.
     
  9. peterle

    peterle Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    halle
    es ist ja ganz nett an die innere "pflicht" des menschen zu appelieren, aber was da ein volk zu suchen hat weiss ich leider nicht...

    ursprünge hin oder her - jeder weiss woher er kommt - wichtiger ist m.e. zu erkennen wohin er geht
    und da ist volksdümpelei nicht mit von der partie


    wieso diese verweise?
    weil komischerweise die rhetorik, die von dir zu lesen ist bei denen auch anzutreffen ist
    nur ebend auf ne schnallzig/schmalzige art


    wenn du es als deine PFLICHT ansiehst - machs doch :D
     
  10. daway

    daway Neues Mitglied

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    dass ist deine ansicht...
    freiheit bedeutet auch FREI sein von vorurteilen, diskriminierung, unterdrückung, angst, schmerzen, leiden ...

    ein wunderschönes apell an die kultur dieser welt

    ich hoffe du hast die pflicht erkannt ein liebevoller mensch zu sein!
    ebenso dass (deine herkunft) dein körper ein produkt der liebe ist :rolleyes:

    sich selbst zu finden und zu erkennen - kann nicht verpflichtet werden!
    es ist ein individueller prozess

    ja möge die liebe zu der welt und zu den menschen in unsere kultur einzug nehmen
    ja achten wir uns gegenseitig so liebevoll wir es können und imstande sind

    hexen wurden verbrannt fällt mir dazu noch ein ...
    und die inquisition hat bis heute ihre spuren hinterlassen...

    der horizont geht um die welt und endet nicht bei einem land... egal ob abend- oder morgenland - so wie die kultur des menschens ebenso
    ja möge der funke uns auf dieser welt erleuchten

    nein im ernst ...

    ich vergleich mal kultur mit dem was du womöglich unter kultur verstehst und was ich unter kultur verstehe...

    also kultur ist für mich das heranziehen von mehren pflanzen um möglichst viel ertrag einzubringen...
    wenn man sie verwildern lasst - nicht kultiviert - dann regelt sich die natur von selbst
    (schädlinge nehemen nicht überhand und eine symbiose entsteht)
    kultur ist daher sinnvoll für die ertragssteigerung... das betrifft auch den maschinellen einsatz und die ernte zum zwecke der wirtschaftlichkeit (jeder bauer kann dir dazu ein märchen erzählen)
    kultur ziehlt darauf ab individuelle lebensräume zu zerstören, und die natur regelt dass aber auch wieder (monokulturen werden daher häufig als brutstätte für schädlinge genützt - ala borkenkäfer) - durch kultivierung bei der nicht rücksicht genommen wird wird ein kreislauf in gang gesetzt der einer zerstörung der natur gleichkommt
    monokulturen bergen ein erhöhtes ausfallrisik im falle eines ausfalls während mischkulturen viel resistenter sind und auch mehr lebensräume für andere (kleinlebewesen , schädlinge und nützlinge halten sich symbiotisch in ihren lebensraum auf anstatt sich seuchenartig zu verbreiten sozusagen)

    naja was bringt also die kultur... wenig wenn man nicht auf die individuellen gegebenheiten und vorkommnisse eingeht
    wenn man das nicht tut braucht es erheblich viel an technik, dünger, pestiziden um die kultur aufrecht zu erhalten ...
    eine monokultur die mit gewalt maschinen und chemie ihre pflicht erfüllt um erträge zu steigern - zerstört in wirklichkeit mehr
    ist als überhaupt nicht nachhaltig - schädigt den boden - macht ich eigentlich unbrauchbar - verseucht ihn sogar - das grundwasser ebenso und die flora und faune wird dezimiert zieht sich zurück wo geht und bringt durch die flucht andere natürliche kulturen aus dem gleichgewicht - doch natürliche lebensräume regeln das von selbst und der nützling wird sich über die geflüchteten nur kurz übermässig freuen - sich den wanzt vollstopfen bis geht nimmer bis sich das gleichgewicht wieder einpendelt - wenn man die natürlichkeit denn schützt und bewahrt

    aus all diesen gründen und noch viel mehr
    ist dann permakultur entstanden - weil der mensch erkannte dass er mit zwang,pflicht und wirschaftlichkeit die welt mehr zerstört und ein nachhaltiges verbrechen begeht bei der übermäßig mit gewalt durchgesetzten kultivierung ...und so

    und man erkannte, dass pflanzen viel prächtiger gedeihen wenn sie andersartige nachbarn haben, ja dass sie freundschaften schließen - sich gegenseitig stärken
    und dabei wird weder der boden noch das grundwasser verseucht
    man braucht auch keine chemie und keine pestizide

    denn der umgang mit der perma-Kultur erfordert nur
    hingucken und von der natur lernen - also hirn einschalten, IQ und so (sinneseindrücke verarbeiten -logisch eben)
    da braucht es keine pflicht nur einwenig geschicklichkeit und vorallem rücksichtnahme!

    ich hoffe meine metaphorische ansicht von kultur, offenbart einiges
    vielfalt bereichert das leben und die globale kultur erheblich

    liebe grüße
    daway
     
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