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Verstößt die Schulpflicht gegen Grundrechte?

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von baubeau, 27. Januar 2010.

  1. baubeau

    baubeau Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    14. August 2008
    Beiträge:
    635
    Ort:
    Ich nenne es das Santa Fé von NRW...
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    Hallo Ihr!

    Heute gehört, auf Deutschlandradio:

    Eine deutsche Familie ist in die USA ausgewandert, weil sie, aufgrund ihres Glaubens, ihr Kind Zuhause aufziehen wollte und nicht in einer öffentlichen Schule. Das verstieß natürlich gegen die Schulpflicht.

    In den USA haben Sie dann Asyl beantragt - und dem hat ein amerikanisches Gericht nun stattgegeben. Begründung: die deutsche Schulpflicht würde gegen das Grundrecht auf Freiheit verstoßen.

    Gehört die Schulpflicht also abgeschafft? Und was könnte gut daran sein, die eigenen Kinder Zuhause aufzuziehen?
    Und, abgesehen von gesellschaftlichen Gründen - Ihr wisst schon, der Mob würde ja eh nur vor der Glotze hängen bleiben, fressen, saufen, fischen(?) und verblöden - ist Schulpflicht erwiesenermaßen gut für die kindliche Entwicklung?

    Was meint Ihr?

    Grüße
    Baubeau
     
  2. Luckysun

    Luckysun Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juli 2007
    Beiträge:
    8.549
    Ort:
    NRW
    Interessantes Thema...

    habe grad mal gegoogelt

    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/8/0,3672,8018216,00.html

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/535843/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    Ehrlich gesagt, kann ich die Eltern verstehen, auch wenn ich ihre christliche Einstellung nicht teile...

    Ich halte den Zwang, die Kinder auf jeden Fall zur Schule schicken zu MÜSSEN unter Androhung der Wegnahme der Kinder durchs Amt ebenfalls für bedenklich...
    Solange den Kindern nicht grundsätzlich Bildung vorenthalten wird, sehe ich die Rechte der Eltern hier in De immer mehr beschnitten...
    es ist ja z.B. auch so, daß mittlerweile die Empfehlung der Grundschule welche weiterführende Schule besucht werden soll...bindend ist, die Eltern haben dabei KEINERLEI Mitspracherecht und Entscheidungsgewalt mehr...

    Bis vor wenigen Jahren konnten Eltern SELBER entscheiden WELCHE weiterführende Schule ihr Kind letztendlich besucht...auch wenn die Grundschule anderer Ansicht war...
    Das ist heute nur noch mit großen Problemen, Widersprüchen beim Schulamt, Prüfungen des Ganzen usw. möglich und oft wird dann trotzdem gegen den Willen der Eltern entschieden...obwohl Studien eindeutig belegen, daß eine sehr große Anzahl der Empfehlungen durch die Grundschulen in der Vergangenheit Fehleinschätzungen waren...da kommt man schon ins Grübeln, gell???:rolleyes:
     
  3. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.856
    Ort:
    An der Nordsee
    Hmmm, schwierig!
    Meine Antwort: Schule gehört endlich reformiert und Schulpflicht beibehalten.

    Das Gros der (dtsch.) Menschen gehört halt nicht unbedingt zur geistigen Elite, so dass fraglich wäre was die Kinder überhaupt von ihren Eltern lernen könnten.
    Und wenn man dann ein, zwei Generationen weiter schaut, haben wir erst recht eine 2-Klassen-Gesellschaft, nämlich die, die lesen und schreiben können und eine gesunden Bildungsgrundlage von Haus aus mitbekommen haben, und die, die es eben nicht können, weil Eltern und Großeltern schon nicht sonderlich helle waren.

    Wo bleibt da die Chancengleichheit? Arbeiten nicht z. B. Integrierte Gesamtschulen nach dem Prinzip dass sich Kinder ent-wickeln können, dass sie alle Möglichkeiten haben sillen auch einen höheren Bildungsabschluss zu erlangen als ihre Herkunfstfamilie? Wurde nicht laut geschrieen, dass jeder (auch Unterschichtkinder) zur Uni gehen kann wenn die Noten stimmen?
    Das galt mal als Reform, das wird sich dann aber wieder von selbst erledigen, denn nur die Kids "der (Erfolg-)Reichen" werden dann akademische Berufe ergreifen können, da sie von Hause aus richtig gefördert würden (evtl. von Hauslehrern)

    Was will jemand der selbst kaum einen Satz fehlerfrei zustande bekommt einem Kind an Lehrstoff nahebringen? Viele dieser Leute vertreten die Ansicht dass "man das theoretische Zeug alles gar nicht braucht", nur weil es bei ihnen selbst fehlt.

    Ich sehe Schulpflicht nicht als Beschneiden der elterlichen Kompetenz, sondern eher als staatlich verordnete Förderung der Kinder.

    R.
     
  4. Tatzelwurm

    Tatzelwurm Mitglied

    Registriert seit:
    11. Dezember 2009
    Beiträge:
    349
    Ort:
    Brannenburg
    Es geht da gar nicht mal um die Abschaffung der Schulpflicht. Die halte ich für sehr wichtig.

    Nur sollten Alternativen leichter zugelassen werden. Wenn jemand nachweist, dass er seine Kinder ebenso gut - oder wie häufig sogar der Fall besser - fördert und die Kinder über Vereine und andere Gruppierungen ausreichend Kontakt zu anderen Kindern haben, dann sollte Heimunterricht leichter möglich sein. Der Nachweis gelingt ja jetzt schon durch externe Prüfungen.
    Als ehemalige Montessori-Pädagogin verstehe ich die Sturheit der Kultusministerien nicht.


    Viele Grüße, Tatzelwurm
     
  5. hallo

    hallo Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. November 2007
    Beiträge:
    2.321
    Ort:
    Ö
    recht & pflicht hat nicht selten einen negativen anstrich. ´

    kinder, und zwar ausnahmslos alle kinder dieser erde, sollten das recht und die möglichkeit haben eine schule zu besuchen!
    und eltern, die kindern dieses recht verwirken, die sind meiner ansicht nach nicht ganz bei trost.

    wo rechte durchgesetzt werden wollen oder vielleicht sogar müssen, da entstehen dann eben auch pflichten.
    ja, ich bin eindeutig für die schulpflicht.
     
  6. wutiger

    wutiger Mitglied

    Registriert seit:
    19. Dezember 2008
    Beiträge:
    520
    Ort:
    keine Ahnung
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    eine schwere Frage. Natürlich stimmt es, dass auch Kinder Rechte haben. Das Problem ist, nur weil die Mehrheit behauptet, dass etwas richtig, bzw. rechtens ist, muss es das noch lange nicht sein. Wenn Eltern nicht mit Absicht bzw. bewusst gegen das wohl ihrer Kinder handeln, halte ich es für äußerst bedenklich zu sagen, andere wüssten besser was gut für sie ist und hätten deshalb das Recht ihre Vorstellung gegenüber den Eltern zu erzwingen.
    Denn natürlich liegen Eltern oft falsch, aber das tut gesellschaft genauso. Der Unterschied ist, dass die eltern wirklich die ELtern ihrer Kinder sind, während die Gesellschaft nur die Gesellschaft ist.
    Unser schulsystem ist weder freoi von Dogmen, noch besteht kein Zweifel daran, dass es den Menschen nicht schadet. Auch namhafte Pädagogen, Psychologen, Soziologen, ... stellen das Schulsystem so wie es heute existiert in Frage und slebst wenn man es ändern würde, gebe es wieder menschen, die es in Frage stellen möglicherweise berechtigt, möglicherweise nicht.
    Ähnlich ist es bei den Lehrinhalten.
    Was hier geschieht ist auf den Punkt gebracht folgendes:

    Ich habe recht, du hast unrecht, ich bin stärker (in diesem Fall, weil in der Mehrheit) unterwirf dich mir.
     
  7. Syndra

    Syndra Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. August 2004
    Beiträge:
    2.263
    Kinder zu unterrichten ist Teamarbeit. Ein Einzelner kann gar nicht über ausreichend vertieftes Wissen verfügen, um die gesamte schulische Ausbildung eines Kindes zu verantworten. Ich sehe es so, gäbe es keine Schulpflicht, dann wäre die Freiheit des Kindes bedroht, denn das Kind würde beschränkt werden auf die Bildung seiner Eltern...

    Liebe Grüße,

    Syndra
     
  8. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde

    Im Endeffekt ging es diesen Eltern doch wohl darum, dass ihren Kindern ausschließlich die eigenen Glaubenssätze vermittelt werden.
    Die Kinder werden also auf eine einzige Glaubensrichtung indoktriniert. Und damit den Kindern die Möglichkeit zur eigenen Meinungsbildung weggenommen.

    Erziehung sollte aber immer ein Weg zur Selbstständigkeit sein.

    Meine Kinder müssen nicht annehmen, was ich für mich als richtig erkannt habe.

    :)

    crossfire


     
  9. puenktchen

    puenktchen Guest

    diese Familie ist ja wohl hoffentlich Ausnahme. Denn was soll aus ihren Kindern mal werden? Es ist zwar IHR Glaube, aber die Zukunft ihrer Kinder.
    Und die werden hoffentlich irgendwann mal ihre Eltern überleben. Find ich genauso krank wie wenn die Eltern ihren Kindern keine medizinische Versorgung zukommen lassen obwohl totkrank, weil der da oben oder wer auch immer dafür sorgen würde.

    Es gibt Ausnahmen, daß zu Hause unterrichtet werden darf bei Eignung. Schaustelller usw.. Aber das hängt ja nunmal mit dem Beruf der Eltern zusammen und nicht mit dem Glauben.

    Das Soziale, das Miteinander, auch das würde den Kindern fehlen. Kinder brauchen eine GUTE! Schule. Eine Ausbildung. Geht ja nunmal nicht anders, oder? Denn sie sollen ja später mal Geld verdienen, den Sozialstaat aufrechterhalten, für die Rente der Alten aufkommen:rolleyes:
    Und ich denke, es ist sowieso gut für Kinder wenn sie von zu Hause rauskommen. Die meisten Lehrer sind auch nicht schlecht.

    Ich bin auf jeden Fall für eine Schulpflicht, weil das Chaos, was man sich vorstellen kann, wären die lieben Kleinen nur noch zu Hause, möcht ich nicht erleben. Denn nicht alle Eltern sind Leherr oder sonstwie
    Gebildete, die sich auch tatsächlich die Zeit nehmen für Erziehung und Ausbildung...
    Auch wenn der Staat dadurch SEHR viel Geld einsparen würde die ersten Jahre, hätten wir bald einen Hottentotten- Staat. fehlt ja nur noch daß die Eltern dann auch noch Schul oder unterrichts- geld bekommen.... :escape:....
     
  10. sage

    sage Guest

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    ...und die Kinderarbeit würde wieder florieren...kann mir durchaus vorstellen, daß manche Eltern ihre Kids gern schnellstens zum Geldverdienen schicken würden...und daß manche Unternehmer gern darauf zurückgreifen würden.



    Sage
     

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