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Selbstverleugnung

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Suki111, 6. Juni 2015.

  1. Suki111

    Suki111 Guest

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    Ich möchte hier ein sehr offenes Thema erstellen... und zwar wie der Titel schon sagt, zur Selbstverleugnung.
    Ich habe dabei kein bestimmtes Anliegen, sondern möchte eine Diskussion starten. Über eure Meinungen zum Thema würde ich mich freuen.

    Hier ein paar Fragen, die mir in den Sinn kommen:

    Wie erfolgreich kann man im Leben (im Privaten sowie im Beruf) sein, wenn man sein wahres Selbst verleugnet?
    Wo sind dem Erfolg Grenzen gesetzt, wenn man nicht authentisch ist, oder ist man damit wohlmöglich erfolgreicher?
    Kann man ein glückliches Leben auf diese Weise führen, oder es sich zumindest vormachen? Wenn ja, wie lange?
    Was führt eurer Meinung nach von der Selbstverleugnung zum wahren Selbst? Gibt es bestimmten Situationen, die euch "aufgeweckt" haben?

    Ich persönlich habe diesbezüglich besondere Erfahrungen mit Menschen gemacht, die sich einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlten und dieses Gefühl der Zugehörigkeit durch bestes Wissen über die Materie und Verbreiten von Informationen (u.a. auch Lehren von Schülern) lebten und weitergeben wollten.
    Nach kurzer Zeit stellte sich dann aber heraus, dass die augenscheinliche Leidenschaft an der Sache nur ein Imitieren, bzw. Kopieren fremder Glaubenssätze war und diese nichts eigenes beinhaltete, erst recht keine Leidenschaft, sondern den Anschein erweckte, höchstens dem Zwecke der Füllung innerer Leere oder Indentitätsgebung diente.
    Dies war für mich besonders als Schülerin des jeweiligen Themas jedes Mal eine große Enttäuschung - wünschte ich mir doch, dass die lehrende Person ein Vorbild sein würde, zu der ich aufsehen, bzw. aus deren authentischen Erfahrungs- und Wissensschatz ich lernen könnte, was mir bei einer Kopie nicht möglich war, da jede tiefergehende Frage zumeist abgeblockt wurde, die die mangelnde Authetizität enttarnen hätte können.
     
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  2. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.271
    ist es denn erstrebenswert erfolgreich zu sein.?
    Selbstverleugnung kann unterschiedlich verstanden werden, meiner Meinung nach ist das so eine Art die Führung abzugeben, vielleicht an einen Gott, oder so....
     
  3. Suki111

    Suki111 Guest

    Ist es erstrebenswert erfolgreich zu sein? Mhh. Für mich ist es erstrebenswert glücklich zu sein.
    Das eine muss das andere nicht zwangsläufig ausschließen, schätze ich.

    Ich finde besonders den letzten Aspekt deines Beitrags sehr interessant... die Führung abzugeben.
    Kann damit auch gemeint sein, die Verantwortung abzugeben... für sich selbst und sie einem anderen, einem Gott, zu übertragen, um nicht "hinsehen" zu müssen?
    Warum ich das hinterfrage... Ich verbinde "Gott" mit Glauben. Glaube ist für mich Vertrauen.
    Und Selbstverleugnung verbinde ich mit mangelndem Vertrauen in sich Selbst. Weshalb ich eine wahre Verbindung zu Gott ausschließen würde.
    Würde nicht auch hier Gott wieder nur demselben Zweck dienen: Identitätsgebung, Füllung innerer Leere?
     
    flimm gefällt das.
  4. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.271
    Selbstverleugnung könnte auch genau durch das Vertrauen entstehen und dadurch wäre eine Fülle, nicht Leere.....naja, theoretisch.
     
  5. 0bst

    0bst Guest

    Hier war irgendwann der Punkt wo hinterfragt werden mußte: Wie real ist das Selbst?

    Selbstverleugnung, ist das vielleicht Einsicht, Erkenntnis?
     
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  6. Moondance

    Moondance Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2012
    Beiträge:
    11.271
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    interessanter Gedanke......welche Einsicht und Erkenntnis...?
     
  7. 0bst

    0bst Guest

    Analyse ist nur bis zu einem bestimmten Punkt möglich, dann verschwinden Übersicht und Sinn.

    Es ging hier so weit, daß da kein Selbst gesehen oder vermutet wird.
     
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  8. maiila

    maiila Guest

    mhmh, ich möchte an Obst's Beitrag anknüpfen.

    Was ist das Selbst [das verleugnet werden kann] ? Was schließt es ein, was schließt es aus? Können wir (alleine das) mit Sicherheit beantworten?
    Wo etwas verleugnet werden kann, muss ich schon von einer Realität ausgehen; von festgelegten Parametern. Doch wie real sind diese Parameter wirklich?
     
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  9. alamerrot

    alamerrot Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juni 2009
    Beiträge:
    706
    Ort:
    Guaymallén/Mendoza/Argentinien
    Eigentlich verstehe ich Dein Problem überhaupt nicht. Du schreibst:
    Wie erfolgreich kann man im Leben (im Privaten sowie im Beruf) sein, wenn man sein wahres Selbst verleugnet?
    Nehmen wir einmal ein praktisches Beispiel. Vermutlich ist Dir der chinesische Pianist Lang Lang ein Begriff. Der hat einen fantastischen Erfolg in seinem Beruf als Pianist und ist wohl auch privat bei vielen Menschen hoch gerschätzt und beliebt. Wo kommt hier die Selbstverleugnung in’s Spiel und was hat sie eigentlich zu tun mit Erfolg im Leben?
    Zu seinem Selbst gehört doch wohl sein ungewöhnliches musikalisches Talent, ohne das er wohl als Musiker keinen Erfolg haben würde. Wie sollte er denn diesen Teil seines Selbstes verleugnen?
    Weiterhin schreibst Du:
    Wo sind dem Erfolg Grenzen gesetzt, wenn man nicht authentisch ist, oder ist man damit wohlmöglich erfolgreicher?
    Auf welche Art von Erfolg beziehst Du Dich jetzt? Vielleicht auf den finanziellen? Da brauchst nicht authentisch zu sein, da kannst Du lügen und betrügen, andere übervorteilen, ausnutzen, usw. Beispiele dafür gibt es genug. Ich will hier aber keine Namen nennen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Aber hier sind dem Erfolg keine Grenzen gesetzt.
    Dann schreibst Du:
    Kann man ein glückliches Leben auf diese Weise führen, oder es sich zumindest vormachen? Wenn ja, wie lange?
    Auf welche Weie? Wenn man authentisch ist wie der Pianist Lang Lang, der sein Selbst nicht verleugnet.
    Oder wie der Milliardär, der zwar ein verlogenes Selbst nicht (vor sich selbst) verleugnet aber nicht authentish ist sonden die Welt betrügt.
    Ich habe den Eindruck, Du vermengtst hier zwei Begriffe, die nicht so ohne weiteres zusammengehören nämlich authentisch sein und das Selbst, das eventuell verleugnet sein soll, um vielleicht auf diese Weie glücklich zu werden.
    Oder verstehe ich Dich falsch?
    Mit Sicherheit kannst Du nicht glücklich werden, wenn Du Deine Persönlichkeit, also Dein Selbst verleugnest.
    Leider scheibst Du nichts ausführlicheres über die Gruppe, mit der Du Kontakt hattest. Aber falsche “Gurus” gibt es in rauhen Mengen und beginnst Du, Dich für die Tranzendenz zu interessieren, dann bewegst Du Dich – wie die Inder sagen - “auf Messers Schneide”. Da kann man links und rechts herunter fallen bis in tiefe Abgründe und äusserste Vorsicht ist geboten.
    Was verstehstr Du eigentlich unter “Selbst”. Ich verstehe darunter die eigene Persönlichkeit mit allen ihren Facetten, körperlich, seelisch und geistig. Weshalb sollte ich denn davon etwas verleugnen?
    Gruss
    Alamerrot
     
  10. Suki111

    Suki111 Guest

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    Ich habe ja auch kein Problem beschrieben. Ich wollte eine offene Diskussion über das Thema in Gang setzen. Im Eingangspost habe ich lediglich ein Beispiel genannt, was ich genau damit meine, bzw. wo mir solche Situationen begegnet sind.

    Ich sagte doch nicht, dass beispielsweise der "Pianist Lang Lang" sein Selbst verleugnen würde. Und auch nicht, dass Erfolg im Zusammenhang mit einer Selbstverleugnung steht. Trotz allem fand ich den Aspekt des Erfolges bei diesem Thema interessant, der aber wie gesagt nicht notwendigerweise durch eine Art der Selbstverleugnung bedingt sein muss.
    Der Künstler sagt mir nichts, aber besonders in diesem Bereich würde ich beispielsweise annehmen, dass man eine fehlende wahre Leidenschaft und Begeisterung an dem Instrument und der Musik sehr schnell als Zuhörer/Zuschauer bemerken würde, da diese meiner Meinung nach unabdingbar ist, um in besagten Bereich so gut zu sein. Hierzu gehört die Inspiration durch die Musik selbst und die Kreativität diese umzusetzen, die Liebe zum Detail.

    Pianisten wird es viele geben und unter ihnen bestimmt auch solche, die das Instrument aus anderen Gründen zu spielen erlenten, wie meinetwegen Prestige, sich einer bestimmten Gruppe zuzuordnen (dessen Zugehörigkeit man als erstrebenswert ansieht): hier der, der Musiker, um damit etwas darstellen und verkörpern zu können. Dabei fehlt aber jene Kreativität und Schaffensfreude, das Inspirierende, die Leidenschaft, echte Emptionen, kurzum: das was den Zuhörer mitreißt bei einem guten Konzert.

    Ich bezog mich auf keine bestimmte Art von Erfolg. Aber ich denke, ich habe eher den Erfolg zufriedengestellter Kunden durch zufriedenstellende Arbeit gemeint. Das "Wie gut kann man sein? Kann man überhaupt gut sein?"
    Dennoch wollte ich keine Assoziation zum Thema ausschließen. Deshalb vielen Dank für deine Gedanken!

    Ich verstehe dasselbe unter "Selbst" wie du. Man kann das Selbst aus unterschiedlichsten Gründen verleugnen. An erster Stelle steht hier wohl die Angst, in seiner ureigenen Art nicht liebenswert zu sein, die Angst vor Ablehnung. So etwas hat seine Wurzeln meistens in der Kindheit.
    Wer authetisch ist, muss Ablehnung und/oder andere Meinungen ertragen können, ohne sich bedroht zu fühlen.
    Das heißt für mich, Authentizität setzt auch eine gewisse Reife und Persönlichkeitsentwicklung voraus und das Nichtvorhandensein narzisstischer Wunden, durch die man die Andersartigkeit anderer nicht zu ertragen vermögen könnte sowie der narzisstisch verletzte Mensch auch seine eigene Andersartigkeit in der Vergangenheit als schmerzlich abgelehnt sah, wodurch seine Wunden zu stande kamen.

    Authentizität bedeutet für mich durch eben jene Toleranz dem anderen "Selbst" gegenüber, (da der authetische Mensch andere Meinungen neben seiner eigenen akzeptieren kann ohne einen Kontrollverlust oder die Vereinnahmung durch andere befürchten zu müssen) immer das Gegenteil von Egozentrik. Authetizität bedeut für mich, das Interesse am Anderen, sowie das Interesse an seinem Selbst, welches sich ebenso von anderen absetzt.

    Ist man nicht authetisch, so hat man Interesse am Gleichen - daran, sich mit anderen "gleichzuschalten" um so Bedrohungen auszuschalten, die durch Andersartigkeit entstehen. Gleichheit bedeutet Sicherheit und Kontrolle. Für Andersartigkeit braucht es das Vertrauen, dass diese Andersartigkeit mich nicht zerstören wird. Vertrauen bedeutet für Menschen mit Ängsten "sich auszuliefern"
     

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