1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  2. Willkommen im grössten und ältesten Esoterik-Forum!
    Hier findest Du alles zu Astrologie, Lenormand und Tarot, Karten legen, Feng-Shui, Traumdeutung, Religion und Spiritualität, Engel, Familien-Aufstellung, Gesundheit, Reiki
    Registriere Dich kostenlos, dann kannst du eigene Themen verfassen und siehst wesentlich weniger Werbung

  3. Esoterikforum Adventkalender 2016
    Wir wünschen Dir einen friedlichen Advent.

Schulsystem erschafft Durchschnittsmenschen.

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Farid, 15. Mai 2012.

  1. Farid

    Farid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2011
    Beiträge:
    4.215
    Ort:
    Berlin
    Werbung:
    Ich habe mal einen Bericht gelesen, der zeigt, dass unser Schulsystem gezielt Durchschnittsmenschen heranzüchtet.
    Wenn Schüler in einem Fach die Note 1 bekommen aber in einem anderen Fach die Note 5, dann müssen sie sich vorwiegend mit dem Fach auseinandersetzen, in dem sie schlecht dastehen.
    Dadurch vernachlässigen sie ihr Interessengebiet und haben zwar in dem schlechten Fach sich verbessert aber in ihrem eigentlichen Interessengebiet durch Vernachlässigung wenig dazugelernt.

    Sehr viele Kinder haben eine künstlerische Ader und können zum Beispiel sehr gut malen. Diese besonderen Fähigkeiten verkümmern bei sehr vielen Menschen durch graue Themen des Schulalltags, denen sie hilflos ausgeliefert sind sowie des Arbeitslebens (Leistungsdruck).

    Außerdem werden die Kinder schon in der Schule durch Konkurrenzdruck gegeneinander ausgespielt.
     
  2. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Oh guckt mal, DAS Thema schon wieder ...

    Schule ist nicht dazu da, Profis auszubilden. Zum Glück, denn dann könnten wir sie gleich ganz abschaffen. Sich in einem Fach, für das man sich interessiert weiterzubilden, dafür sind Lehre, Studium bzw. sonstige Fachausbildungen da.

    Die Schule soll einfach gewisse Grundlagen vermitteln, Allgemeinwissen, damit unsere Gesellschaft nicht zu einer voller Fachidioten verkümmert. Spezialisten sind immer und überall wichtig, aber wer immer nur in einem ganz eng abgegrenzten Bereich gearbeitet hat, der verliert doch komplett die Perspektive über das große Ganze. Ich werde 95% der Sachen, die ich in der Schule gelernt hab, NIEMALS brauchen - trotzdem bin ich froh, mal Grundlagen der Mathematik, die wichtigsten Stationen der Weltgeschichte und einfache Grundprinzipien der Physik gelernt zu haben. Dafür ist Schule da - Allgemeinwissen zu vermitteln.
     
  3. Erdkröte

    Erdkröte Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    2. Dezember 2008
    Beiträge:
    1.461
    Ort:
    NRW
    Diese Aussage trifft gut auf das Gymnasium zu, ist jedoch ansonsten zu erweitern um den Punkt Anpassung.

    Schule ist dazu da Kinder früh genug anzupassen an das Gesellschaftsystem welche gerade im Vordergrund steht, in der Hauptschule mehr im Gymnasium weniger bzw. anders, von dem her ist die Grundaussage des Thread's ganz stimmig.

    LG Siegmund
     
  4. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    Stimmt, natürlich lernt man auch Anpassung. Man lernt, mit anderen Menschen in einem engen sozialen Gefüge umzugehen (also Klassenkameraden), man lernt, gewisse Hierarchien anzuerkennen (also die Autorität vom Lehrpersonal) - das sind alles extrem wichtige Dinge, die man später im Arbeitsleben (aber auch im Privatleben) gut brauchen kann. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass diese "social skills" mindestens so wichtig - wenn nicht sogar wichtiger - als der normale Schulstoff sind.
     
  5. Marku

    Marku Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. April 2012
    Beiträge:
    1.768
    Ort:
    Wien
    Ich bin auch gegen das allgemein geltende Schulsystem
    Man konzentriert sich auf die Schwächen, und nicht auf die Stärken des einzelnen.
    Und die Aussage, man könnte ja nach der Pflichtschule, sich auf seine Stärken konzentrieren, halte ich für nicht gut überdacht.
    Nicht jeder weiß von Kind an was er einmal tun soll oder will.
    Konzentriere ich mich auf seine Stärken, von Anfang an, mach ich ihm den Weg, den er nach seinen Talenten gehen möchte leichter.
    Auch die gesamte Menschheit hätte Vorteile, wenn wir wirklich Experten in allen Bereichen hätten, und dass schon im Teenageralter.
    Ich halte zwar eine gewisse Grundkenntnis wie z.B. das 1mal1 für wichtig.
    Aber wen interessiert Wurzelrechunung oder chemische Genauigkeiten, wenn man Schriftsteller werden möchte. Oder Maler.
    Hier liegt der Fehler des Systems. Wir sind alle verschieden.
    Deswegen sollte man sich vermehrt auf die Stärken und nicht auf die Schwächen des Menschen konzentrieren.
    Ich bin Künstler, und glaubt mir, ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Differenzialrechnung gebraucht.
    Dass ist für Leute die mit arbeiten wollen, also warum? müssen wir dass alle lernen.
    Ich verlange auch von einem Mathematiker nicht grammatikalisch perfekt Berichte zu schreiben.
    Die Stärke ist es worauf man sich konzentrieren sollte, nicht die Schwäche.
    Die Schwächen müssen nur auf einen Stand gebracht werden, dass er sich im Alltag unserer Gesellschaft zu recht findet.
    Alles andere ist Zeitverschwendung.
    Zeit die ich nutzen könnte, jedem zu helfen seinen ganz individuellen und nach Talenten und Vorlieben ausgesuchten persönlichen Bildungsweg zu gehen!!!!
     
  6. Greenorange

    Greenorange Guest

    Werbung:
    Wieviele Kunstmaler verträgt, erträgt ein Land?

    Wenn man den Drang zum Malen verspürt, dann findet man Wege, diese Berufung zu leben. Für Malen als Hobby gibt es genug Kurs- und Ausbildungsmöglichkeiten.

    Das ist tatsächlich große Schwäche des Schulsystems, Basis für Frust, Resignation, Orientierungslosigkeit der begabten Schüler. Es müßte gelten, sowohl als auch.
     
  7. Tarbagan

    Tarbagan Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    16. September 2010
    Beiträge:
    6.880
    So drängt man ihn von vornherein in eine Rolle, die er vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr einnehmen möchte. Als kleines Kind wollte ich unbedingt Schriftsteller werden. Als ich 13 war, hab ich schon Dutzende Seminare besucht und drei- oder viertausend Seiten an Geschichten verfasst. Zu dieser Zeit hatte ich zum ersten Mal Chemie - und hasste es. Irgendwie drückte ich mich zitternd durch den Test am Ende des Jahres durch und war nicht besonders gut. Irgendwann begann ich mich aber, mich extrem für Chemie zu interessieren. Ich hab in meiner Freizeit Versuche durchgeführt, mich sehr viel mit organischer Chemie beschäftigt und wusste in der Abschlussklasse mehr darüber als mein Lehrer (was zu kuriosen Vorkommnissen führte, nämlich dass ich in meinen eigenen Tests im Nachhinein Fehler oder Ungenauigkeiten finden konnte, die mein Lehrer nicht entdeckt hatte :D).
    Im Endeffekt hab ich in Chemie - und nicht etwa Deutsch - mündlich maturiert (übrigens mit Auszeichnung) und gleich darauf war ich an der Uni Wien für Pharmazie eingeschrieben. Wer hätte das gedacht?

    Bis heute weiß ich nicht, ob ich eine "natürliche Stärke" fürs Schreiben oder für Chemie habe - ich glaube ich hab beides nicht. Ich habe ab einem gewissen Punkt begonnen, mich damit zu beschäftigen, und bin dann gut darin geworden. Oft weiß man gar nicht, wofür man sich interessiert, und "gedrängt" zu werden, sich mit allem ein wenig auseinanderzusetzen kann einem helfen, seine Grenzen und Interessen zu erkunden. Ich hab in der Oberstufe vielen Kollegen Nachhilfe in Physik, Chemie und Biologie gegeben. Es ist ein absolut begeisterndes Erlebnis, wenn man jemanden innerhalb eines zehnstündigen Intensivkurses von einem "wäh-scheiß-Chemie-mach-dass-ich-den-Test-bestehe"-Muffel in jemanden verwandelt, der dir mit größter Freude Phasendiagramme aufmalt und interpretiert oder Fischerprojektionen aufzeichnet und spielend Redoxgleichungen löst.

    Einer meiner Kollegen, dem ich vor einer Physikprüfung (wo's drum ging, ob er die Klasse schafft oder nicht) mal ausgeholfen hab, studiert heute übrigens technische Physik an der TU Wien. Solche Interessen entdeckt man aber nicht, wenn man sich immer nur mit dem beschäftigt, was man schon kennt und kann.
     
  8. Einfach Mensch

    Einfach Mensch Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    4. September 2007
    Beiträge:
    8.643
    Ort:
    Oberschwaben, genau über dem Mittelpunkt der Erde
    Wenn die These zutreffend wäre, dann gäbe es wohl auch nur noch Durchschnittsmenschen. Denn, Schule gehört nun mal in unserer Region für Jeden zum Leben.

    Ein Blick in die Realität zeigt, dass es eben nicht nur Durchschnittsmenschen gibt. Da sind die Künstler aller Gattungen, Ingenieure, Menschen hoher sozialer Kompetenz.

    Und die Beschäftigung mit den eigenen Schwächen trägt zur Persönlichkeitsbildung bei.
    Denn, Im wirklichen Leben werden eben nicht nur die eigenen Stärken gefordert. Sondern es entstehen oft Situationen, die eben auch die Schwächen ansprechen.
    Und wenn man in seiner Jugend gelernt, damit umzugehen, fällt einem das auch später viel leichter.

    Was Schule aber leistet, ist eine durchschnittliche Bildung. Und dann bin ich als Einzelner eben dafür verantwortlich, was ich aus meiner Bildung mache.
     
  9. Ruhepol

    Ruhepol Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    20. März 2007
    Beiträge:
    11.891
    Ort:
    An der Nordsee
    Mir ist noch niemals jemand begegnet, der in einem Fach eine Eins hat und in einem anderen eine 5. Nicht in der ganzen Schullaufbahn meiner 4 Kinder, nicht in meiner eigenen Schulzeit und auch im Bekanntenkreis nicht.

    Wenn jemand im Zeugnis eine 1 hat (außer Religion/Musik/Kunst/Sport) spricht das dafür, dass er/sie fleißig ist und diszipliniert arbeitet. Das wird der-/diejenige auch in den Fächern machen, die ihr/ihm nicht so leicht fallen, so dass zumindest keine 5 im Zeugnis steht.

    Jemand der ne 5 hat, ist halt einfach nicht der Fleißigsten und lässt gerne "Fünfe gerade sein". Sehr unwahrscheinlich, das der-/diejenige in einem anderen Fach (außer Religion/Musik/Kunst/Sport) eine Eins im Zeugnis stehen hat.

    Was bitte muss ich mir unter einem "Durchschnittsmenschen" vorstellen?

    R.
     
  10. Farid

    Farid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. September 2011
    Beiträge:
    4.215
    Ort:
    Berlin
    Werbung:
    Erstens mal, warum schließt du Religion/Musik/Kunst aus?
    Ich finde, dass dies Fächer sind, die sehr wichtig sind und förderlich für eine gute Entwicklung.

    Unter einem Durchschnittsmenschen verstehe ich Menschen, die die breite Masse widerspiegeln.
    Und wo ich schon auf das Fach Musik ansprach, Reinhard Mey beschreibt in seinem Lied "Gegen den Wind" ganz gut einen Menschen, der wie ich finde kein Durchschnittsmensch ist:
    http://lyrics.wikia.com/Reinhard_Mey:Gegen_Den_Wind

    Liebe Grüße
     
Die Seite wird geladen...

Diese Seite empfehlen