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Religion ist Opium fürs Volk ...

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von magnusfe, 1. Februar 2004.

  1. magnusfe

    magnusfe Mitglied

    Registriert seit:
    3. Dezember 2003
    Beiträge:
    434
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    Religion und Evangelium Jesu dasselbe ?

    Vor längerer Zeit habe ich gelesen, dass junge Mütter beim Einkaufen sehr genau auf die Preise achten. Sie sind gewissenhafter als Väter und finden bald heraus, wo man günstig und doch gut einkaufen kann. Erstaunlich ist allerdings, dass die jungen Mütter fast nur die teuerste Säuglingsnahrung kaufen. Sie suchen dafür nicht das billigste Geschäft und nicht die billigste Sorte.
    Man ist der Sache nachgegangen und hat bald herausgefunden, woran das liegt. Junge Mütter wissen, dass sie ihr Kind eigentlich stillen sollten. Weil sie das aber nicht wollen, einige können es auch nicht, wollen sie ihrem Kind wenigstens das Zweitbeste geben. Darum suchen sie die teuerste Säuglingsnahrung aus. Wenn sie es nicht täten, hätten sie ein schlechtes Gewissen. Das ist interessant. Über den Grund dieses Verhaltens wollen wir heute etwas nachdenken im Zusammenhang mit unserem Thema "Religion oder Evangelium".

    Gottes Anknüpfungspunkt

    Wir haben alle einen Mahner in der Brust, der uns sagt, was Gut und Böse ist. Da ist zum Beispiel ein Kettenraucher. Wenn du mit ihm sprichst und ihm sagst: "Es ist nicht gut, dass du sechzig Zigaretten am Tag rauchst," dann mag es sein, dass er dir sagt: "Mit meinem Geld mache ich, was ich will. Rauchfleisch hält besser. Ich kenne jemanden, der lässt die Pfeife nicht ausgehen und ist fünfundneunzig Jahre alt." So und ähnlich redet er dann. Aber da innen drin weiß er genau, dass du recht hast.
    Wenn du mit einem Trinker sprichst und ihm sagst: "Es ist nicht gut, was du machst." Dann mag er sagen: "Mir macht es Spaß. Mit meinem Geld mache ich, was ich will, da lasse ich mir nicht hineinreden." Doch im Grunde weiß auch er genau, dass du recht hast. Wenn du mit einem Ehebrecher sprichst - mag er sich auch rechtfertigen und so tun, als lebe er richtig -, weiß er doch ganz genau, dass er ein Lump ist. Sein Gewissen sagt ihm dabei: "Es ist nicht recht, was du tust."
    Die Bibel lehrt uns, dass wir vom Sündenfall her alle von Gott getrennt sind. Auf der einen Seite ist der heilige Gott und auf der anderen Seite der sündige Mensch. Wir lesen in der Bibel (Jesaja 59, 1-2), dass die Sünde eine Scheidewand zwischen uns und unserem Gott ist. Diese Trennung ist total. Der Sündenfall mit seinen Folgen betrifft alle Menschen, jeden einzelnen, ohne Ausnahme.
    Im Römerbrief, Kapitel 7, Vers 18 steht, dass in uns nichts Gutes ist. Manche meinen, der Mensch hätte einen guten Kern. Das ist aber eine ganz große Lüge. Diese Leute kennen sich selbst nicht. Die Bibel lehrt, dass in uns überhaupt nichts Gutes ist.
    Obwohl wir vom Sündenfall her von Gott getrennt sind, hat Gott doch einen Anknüpfungspunkt im Menschen. Dieser Anknüpfungspunkt ist sein Gewissen. Du kannst darüber etwas im Römerbrief, Kapitel 2, Vers 14-15, lesen. Auch an vielen anderen Stellen sagt uns die Bibel, dass wir ein Gewissen haben.
    Unser Gewissen ist nicht die Stimme Gottes. Es gibt Leute, die sagen: "Ich lebe nach meinem Gewissen und höre auf meine innere Stimme." Trotzdem ist unser Gewissen nicht die Stimme Gottes. Es ist aber so angelegt, dass es auf die Stimme Gottes reagieren kann. Jemand hat einmal gesagt: "Unser Gewissen ist das Echo der Stimme Gottes." Das ist sehr gut gesagt. Unser Gewissen reagiert, wenn wir etwas Ungerechtes tun. Wir alle haben es schon tausendfach erlebt. Doch unser Gewissen reagiert sehr unterschiedlich.
    Es gibt Menschen, deren Gewissen verhärtet ist. Dr. Bergmann sagte einmal: "Bei manchen Menschen ist das Gewissen mit einer geistigen Hornhaut überzogen." Solche Menschen merken nicht mehr, wenn sie lügen. Sie merken nicht mehr, wenn sie die Ehe brechen. Sie merken nicht mehr, wenn sie Böses tun. Ihr Gewissen ist abgestumpft, es ist verhärtet. Das ist ein furchtbarer Zustand. Man kann so lange sein Gewissen unterdrücken und totknüppeln, bis es nicht mehr reagiert.
    Doch es gibt auch das andere: dass jemand ein überempfindliches Gewissen hat. Es gibt Menschen, die mögen kaum über die Straße gehen, sie mögen nicht nach links und rechts sehen, denn sie haben immer ein schlechtes Gewissen. Sehr oft kommt das von einer falschen religiösen Beeinflussung. Das ist eine ganz große Not.
    Aber es gibt auch das normal funktionierende Gewissen. Und das habe ich bereits erwähnt, wie zum Beispiel bei jener Mutter, die die teuerste Säuglingsnahrung für ihr Kind kauft, weil sie sonst ein schlechtes Gewissen hätte, oder wie bei jenem Mann, der sich abends im Bett hin und her wälzt und nicht einschlafen kann. Er hat irgend etwas Schlimmes getan, und sein Gewissen plagt ihn. Oder, wie bei einem anderen, der todkrank ist und jetzt auf dem Krankenlager liegt. Obwohl er schon jahrelang nicht mehr im Gottesdienst war, plagt ihn plötzlich sein Gewissen, und er kann nicht zur Ruhe kommen. Mit einem Mal bittet er um den Besuch eines Seelsorgers. Sein Gewissen funktioniert noch. Er weiß: Ich bin schuldig.

    Was alle Völker wissen

    Wir sind alle sündig, und darum sind wir alle schuldig vor Gott. Selbst dann, wenn es uns niemand sagen würde, wüssten wir es doch: Wir brauchen Erlösung! Irgendwie spüren wir das. Und nicht nur wir, denen man es gesagt hat, sondern auch alle anderen wissen und spüren es ebenso. Alle Völker wissen, dass sie schuldig sind und Erlösung brauchen. Das ist eine ganz interessante Sache. Du kannst den entferntesten Stamm irgendwo auf einer Insel besuchen. Die Leute dort haben vielleicht nicht einmal Kleider auf dem Leibe, keine Wohnungen, und sie haben vieles nicht, was für uns selbstverständlich ist, aber sie sind garantiert auf der Suche nach Erlösung und haben Religion.
    Es gibt viele verschiedene Religionen. Aber wenn du einmal darüber nachdenkst und dir die Frage stellst: "Ja, wie kommt es überhaupt dazu?", merkst du: Auch Menschen, die keine Verbindung mit entfernt lebenden Völkern haben, haben Religion. Und warum haben sie Religion? Sie haben Religion, weil sie wissen, dass sie schuldig sind, und weil sie das Bedürfnis nach Erlösung so sehr verspüren.
    Mit Hilfe der Religion versuchen sie, mit einer höheren Macht, an die sie glauben, ins Reine zu kommen. Sie wollen ihr Gewissen beruhigen.

    Wozu ist Religion da?

    Das Wort "Religion" - eigentlich ein wunderschönes Wort - kommt aus dem Lateinischen. "Re" steht für "zurück" und "legion" erinnert an "Verbindung". Es geht also um Rückverbindung. Der Mensch sucht eine Rückverbindung zu Gott. Darum ist Religion eigentlich ein schönes Wort. Aber das, was der Mensch dann macht, das, was wir als Religion bezeichnen, wollen wir einmal untersuchen.
    Ich frage erst einmal: Woher kommt eigentlich die Religion, und wozu ist die Religion da? Es gibt Menschen, die meinen, dass die Religion von Gott kommt. Wenn sie das Wort Religion hören, denken sie: "Das ist etwas Göttliches, etwas Gottgewolltes."
    Mit ein paar ganz einfachen Beispielen möchte ich jetzt etwas erklären. Hier habe ich einen kleinen Druckbleistift. Darin befindet sich eine ganz feine Mine, die braucht man nie anzuspitzen. Dieser Bleistift, ein Radiergummi und etwas Papier sind meine wichtigsten Werkzeuge. Ich habe das Radiergummi gleich auf dem anderen Ende des Bleistifts. Wenn ich etwas falsch geschrieben habe, drehe ich das Ding nur um und schon kann ich radieren. Eine wunderbare Sache, oder? Was meinst du, ist dieser Bleistift einmal vom Himmel gefallen, oder wo kommt er her? Nein, er ist in Japan erfunden und in Japan hergestellt worden. Die Europäer haben ihn importiert, und ich habe ihn im Supermarkt gekauft. Dieser Druckbleistift ist eine menschliche Erfindung. Das Radiergummi ist ebenfalls eine menschliche Erfindung.
    Ich habe außerdem eine kleine, scharfe Nagelschere. Nun, ich weiß, man kann sich die Nägel auch abkauen oder abfeilen. Meine Nagelschere ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern Menschen haben sie erfunden.
    Ich habe gelesen, dass der Mann, der die Haarnadel mit den Wellen darin erfunden hat, steinreich geworden ist. Vorher gab es nur gerade Haarnadeln, und die fielen leicht aus den Haaren heraus. Eines Tages kam jemand auf die Idee, dass man sie auch wellenförmig machen kann, und dann bleiben sie besser drin. Darauf bekam er ein Patent und verdiente damit viel Geld.
    Das alles sind Erfindungen von Menschen. Menschen hatten ein Problem, und sie suchten nach einer Lösung. Menschen haben nachgedacht, wie sie das Problem lösen könnten, dann haben sie diese Entdeckungen gemacht. Alle Dinge, die ich eben aufgezählt habe, sind menschliche Erfindungen. Sie sind Mittel für einen bestimmten Zweck.

    Religionen sind Erfindungen

    Genauso ist es bei den vielen verschiedenen Religionen. Religionen sind auch Erfindungen der Menschen. Die Religionen sind nicht vom Himmel gekommen, sondern Menschen haben sich die Religionen ausgedacht. Dieser Bleistift ist zum Schreiben, das Radiergummi ist zum Radieren und die Schere ist zum Schneiden da. Und wozu ist die Religion da? Die Religion ist ein menschliches Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Ich möchte das jetzt noch etwas anders erklären, damit es jeder verstehen kann.
    Auch die Heiden, die irgendwo im Busch leben und noch nie etwas von Gott oder der Bibel gehört haben, sind Sünder, und sie wissen, dass sie Sünder sind. Im Römerbrief Kapitel 2 kannst du nachlesen, dass ihr Gewissen es ihnen bezeugt. Sie spüren, dass sie vor Gott schuldig sind, dass sie Sünder sind. Sie spüren, dass etwas geschehen muss. Und bei dem Versuch, mit Gott ins Reine zu kommen, kommt es zu allen möglichen Entgleisungen.

    Religion ist eigene Anstrengung

    Es gibt Heiden, die beten einen Gott an, den sie selbst aus Holz gemacht haben. Schließlich glauben sie sogar fest daran, dass dieser Gott ihnen helfen kann. Sie bringen große Opfer, sie schlachten sogar ihre Kinder und opfern sie dem Gott, den sie selbst gemacht haben. Wir lesen von Völkern, die stundenlange Gebetsübungen verrichten, weil sie damit ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen.
    Hindufrauen tragen ihre Toten hunderte von Kilometern bis zum Ganges, um sie dort zu bestatten. Warum tun sie das? Sie könnten sie genausogut zu Hause begraben. Sie tun es, weil sie sonst ein schlechtes Gewissen hätten. Sie verrichten diese Übungen, um ihr Gewissen zu beruhigen.
    Heidenfrauen werfen ihre Kinder bei ihren heidnischen Festen vor die Götzenwagen. Wenn dann die Räder über die Babys rollen und das Blut spritzt und die Kinder zermalmt werden, geraten sie in Ekstase. Das ist für sie der Höhepunkt ihres Lebens. Sie haben das Liebste, was sie haben, den Göttern geopfert. Jetzt müssen die Götter doch zufrieden sein. Das sind schreckliche Praktiken. Aber so haben sie es von ihren Vorfahren gelernt. Und jetzt machen sie es so. Wenn sie es nicht tun würden, hätten sie ein schlechtes Gewissen.
    Ein Missionar, der unter Eingeborenen gearbeitet hatte, kam in ein Dorf, wo gefeiert wurde. Die Leute tanzten und sangen. Er kam näher heran, um zu sehen, was dort eigentlich geschah. Und dann sah er, dass gerade ein Kind geopfert wurde. Eine Plage war ausgebrochen, und die Leute gingen zum Medizinmann und fragten: "Was sollen wir tun? Die Götter sind gegen uns." Daraufhin hatte der Medizinmann die Götter gefragt, was die Menschen tun sollten. Die Antwort, die kam, war aber nicht von Gott, sondern eher vom Teufel. Der Medizinmann ordnete an, dass das zuletzt geborene Kind geopfert werden sollte. Das wurde dann schnell herausgefunden, und die Eltern brachten das zuletzt geborene Kind. Dann wurde dieses Kind ganz langsam mit feinem Sand erstickt. Während das Kind so qualvoll starb, jubelte das Dorf. Der Zorn der Götter ist gestillt und abgewandt.
    Das sind unheimliche Vorgänge. Wenn man so etwas liest, wird man dankbar, dass man in einem Land aufwachsen durfte, wo es solche furchtbaren Dinge nicht mehr gibt. Warum gibt es sie nicht mehr? Unsere Vorfahren waren doch einmal genauso? Weil vor vielen Jahrhunderten das Evangelium hierher kam. Und wo immer das Evangelium hinkam, wurden diese Dinge ausgeräumt. In der Bibel wird uns gesagt, dass wir nicht unsere Kinder opfern müssen, sondern: Gott hat seinen Sohn zu unserm Heil geopfert!

    Die gefährlichste Religion

    Doch nun noch einmal zurück zur Religion. Religion ist ein Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Religion ist manchmal ein ganz grausames Mittel. Wenn du jetzt fragst: "Welche Religion?" Dann muss ich dir sagen: "Jede Religion." Jede Religion ist ein Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Auch die allerbeste Religion ist nur ein Mittel, das Gewissen zu beruhigen und darum im Endeffekt nichts wert. Jede Religion ist in Wirklichkeit gefährlich.
    Karl Marx hat gesagt: "Religion ist das Opium des Volkes." Wieviel Leute haben sich über diese Aussage aufgeregt? In Wirklichkeit stimmt sie. Was ist denn Opium? Es ist ein Rauschmittel, ein Betäubungsmittel, ein Beruhigungsmittel, ein Mittel, das über den wirklichen Zustand hinwegtäuscht.
    Ich will jetzt etwas sehr Wichtiges mit einem ganz einfachen Beispiel erklären. Jemand hat Zahnschmerzen. Er hat einen sehr kranken Zahn. Schon vor Monaten hätte er zum Zahnarzt gehen müssen. Jetzt aber kommen die Zahnschmerzen mit Macht. Er will gerade in die Ferien fahren und besorgt sich ein ganz starkes, schmerzstillendes Mittel, und das schluckt er viermal am Tag. Was passiert? Die Schmerzen verschwinden. Es geht ihm gut. Er kann wieder beißen und fühlt sich wohl. Der Zahn aber ist noch genauso krank wie vorher. Am eigentlichen Problem hat sich überhaupt nichts geändert.
    Bitte denke jetzt einmal gut mit! Genauso ist das mit der Religion. Ich bin ein verlorener Sünder. Die Sünde trennt mich von Gott. Manchmal tue ich Dinge, von denen mein Gewissen mir sagt, dass sie falsch sind. Die Sünde ist nämlich schlimmer als ein Magengeschwür, viel, viel schlimmer. Sünde kann ebenfalls Qualen, nämlich große Gewissensqualen, verursachen. Doch dann holt man seine Religion zur Hilfe. Irgendeine Religion hat ja jeder. Man fängt an, sie zu praktizieren, und die Religion fängt an zu wirken: Das schlechte Gewissen geht weg, aber die Sünde bleibt.
    Das ist genauso, wie wenn ich einen kranken Zahn mit einem Betäubungsmittel behandle. Die Zahnschmerzen gehen zwar weg, aber der kranke Zahn bleibt. So machen es Millionen von Menschen mit den verschiedensten Religionen. Das schlechte Gewissen ist zwar weg, aber die Sünde bleibt, und der verlorene Zustand bleibt. Daran hat sich überhaupt nichts geändert.
    Und jetzt komme ich zu einem Punkt, bei dem mir einige vielleicht fast böse sein werden; aber was ich jetzt sage, ist wahr: Die christliche Religion, die sogenannte christliche Religion ist die gefährlichste aller Religionen. Sie ist darum so gefährlich, weil sie so gut wirkt, weil sie so gut beruhigt.
     
  2. magnusfe

    magnusfe Mitglied

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    434
    Drei Dinge, mit denen Religion zu tun hat

    Religion hat fast immer mit drei Dingen zu tun. Achte einmal darauf. Mit toten Gegenständen, mit Vorschriften, die nirgendwo in der Bibel zu finden sind und mit Menschen, zum Teil mit toten Menschen. Ein paar Beispiele dazu:
    1. Mit toten Gegenständen. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Wenn es wieder Weihnachten wurde, saßen wir im Lichterglanz und haben gesungen: "0 Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter! 0 Tannenbaum, o Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen... " Dann hieß es: "So, dann wollen wir mal sehen, was der Weihnachtsmann gebracht hat!" Das war das größte christliche Fest im Jahr.
    0, es gibt Leute, die tragen ein Kreuz an einer Kette. Wunderschön! Ich mag das, aber wenn das alles ist, dann sind sie arm dran. Es gibt Leute, die legen sogar ein Kreuz unter's Kopfkissen und meinen, wenn sie in dieser Nacht sterben, dann werden sie sicher selig; es liegt ja ein Kreuz unter ihrem Kopfkissen. Das ist ein ganz übler Aberglaube.
    Es gibt Leute, die reisen an eine bestimmte Stätte und küssen ein Kreuz, weil es ein besonders heiliges Stück Holz sein soll. Was ist das alles für ein Unsinn! Aber das ist Religion. Religion hat mit toten Gegenständen zu tun, mit Büchern, Urkunden und mit allerlei Klimbim.
    2. Das andere, das ich erwähnte, sind Vorschriften die nirgends in der Bibel zu finden sind. Es gibt Menschen, die essen am Freitag kein Fleisch. Sie meinen, sie tun Gott damit einen Gefallen. Sie hätten ein schlechtes Gewissen, wenn sie Fleisch essen würden.
    Sag mal, wie kommen die Leute nur auf so eine Idee? Ich finde es gut, mal einen Tag oder auch länger fleischlos zu leben. Es wäre sogar besser, man würde ab und zu mal einen Tag fasten. Heute wissen wir von der Medizin her, dass Fasten sehr gut ist. Aber wenn wir versuchen, diese Sache religiös zu begründen und meinen, wir täten Gott damit einen Dienst, dann liegen wir ganz schief. Mit solchen Vorschriften hat der lebendige Gott überhaupt nichts zu tun.
    3. Als nächstes erwähnte ich, dass Religion es mit Menschen zu tun hat, nicht mit Jesus Christus, sondern mit Menschen und oft mit toten Menschen. Irgend jemand sagt: "Mein Onkel war Pfarrer, mein Schwager ist Pfarrer. Na also, das muss Gott doch anrechnen oder?" Was sind das bloß für kurzschlüssige Überlegungen. Das alles ist überhaupt nichts wert, wenn es um unsere Errettung geht. Aber das ist Religion!
    Religion, tote Religion ist ein Mittel zum Zweck, ein Mittel, mit dem man sein Gewissen beruhigen kann. Doch schließlich stirbt man ohne Bekehrung, ohne Wiedergeburt, ohne Heilsgewissheit, ohne jemals mit Jesus Christus ins Reine gekommen zu sein.

    Was ist Evangelium?

    Jetzt komme ich zum zweiten Teil. Jetzt wird es ganz wichtig. Was ist denn nun Evangelium? Ich will ja den Unterschied zwischen Religion und Evangelium zeigen. Was ist denn Evangelium?
    Aus dem Johannesevangelium Kapitel 3 möchte ich dazu die Verse 1 bis 10 lesen. Dort heißt es:
    Es war aber einer unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Mitglied des Hohen Rats bei den Juden. Der kam in der Nacht zu Jesus und sagte zu ihm: Meister, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus sagte zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in den Leib seiner Mutter kommen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht durch Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht darüber, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus fragte ihn: Wie kann dies geschehen? Jesus antwortete ihm: Du bist ein Lehrer in Israel und weißt das nicht?
    Wir haben gelesen, wie Jesus hier mit einem Religionslehrer spricht, mit Nikodemus. Jesus sagt ihm: "Wenn du nicht von neuem geboren wirst, wenn du nicht von oben geboren wirst, dann kannst du das Reich Gottes überhaupt nicht sehen."
    Dieser Nikodemus hatte die beste Religion, die es damals gab. Er hat viele gute Werke getan. Und jetzt sagt Jesus zu diesem religiösen, guten Menschen: Das ist alles nichts. Wer ins Reich Gottes kommen will, der muss von oben geboren werden."
    Deine drei Möglichkeiten

    Wie oft hat dein Gewissen dich verklagt! Wie willst du darauf reagieren? Du hast drei Möglichkeiten.
    1. Du kannst weitersündigen, und dein Gewissen wird mit der Zeit so abgestumpft, dass es nicht mehr reagiert. Das ist etwas Furchtbares. Ja, es gibt Menschen, die merken nicht mehr, wenn sie lügen. Es gibt Menschen, die leben im Ehebruch und merken es nicht mehr. Andere fluchen und merken das nicht. Sie haben ihr Gewissen so lange mit Füßen getreten, dass es nicht mehr reagiert. Das ist unheimlich, ja, wirklich unheimlich!
    2. Du kannst es auch so machen: Du kannst dein Gewissen beruhigen und dich von einer religiösen Aktion in die andere stürzen und tausend gute und religiöse Dinge tun. Aber in Wirklichkeit bist du ein betrogener Mensch, denn dir fehlt Jesus Christus. Deine Religion rettet dich nicht!
    3. Du kannst auch den dritten Weg wählen. Und dazu lade ich dich heute ein. Dein Gewissen zeigt dir, wer du bist. Der Geist Gottes kommt dir zu Hilfe und öffnet dir die inneren Augen. Dann fragst du wie Paulus damals: "Herr, was soll ich tun?" Jesus gab ihm daraufhin eine klare Antwort. Auch dich lädt Jesus heute mit ganz viel Liebe ein, zu ihm zu kommen.
    Du sollst heute nicht irgendeinen Kraftakt vollbringen, sondern du kannst heute zu Jesus kommen und zwar so, wie du bist. Vielleicht hast du schon immer geglaubt, dass es ihn gibt; aber heute sollst du etwas tun, was du noch nie getan hast. Du kannst jetzt deine Hände falten und im persönlichen Gebet zu Jesus sagen: "Herr Jesus, ich komme zu dir." Du brauchst nicht viele Worte zu machen. Du darfst ehrlich kommen, wie du bist, und ungefähr so beten:
    Herr Jesus, hier bin ich. Meine Sünden tun mir leid. Meine Kindheit, meine Jugend, meine ganze Vergangenheit bringe ich dir. Herr Jesus, vergib mir. Herr Jesus, wasche mich in deinem Blut. Herr Jesus, rette mich. In der Bibel steht, wer dich aufnimmt, der wird ein Gotteskind. Das glaube ich jetzt. Ich habe schon sehr viel von dir gehört. Aber heute entscheide ich mich für dich. Herr Jesus, ich nehme dich jetzt auf als meinen Heiland und Erretter. Herr Jesus, komm in mein Herz, komm jetzt in mein Leben; ich will dein sein, und du sollst mein sein für Zeit und Ewigkeit. Von jetzt an will ich dir gehören. Ich will meinen Weg mit dir gehen. Ich will dein Jünger sein. Und ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast. Amen.
    Wenn du so betest und dein altes, sündiges Leben ihm hinlegst und Jesus im Gebet als deinen Erretter annimmst, wird der Friede Gottes in dein Leben kommen. Du wirst wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Du wirst ein Kind Gottes. Dein Leben wird neu. Das garantiere ich dir. Es wird wirklich geschehen, wenn du so zu Jesus kommst. Gott kann nicht lügen. Wenn du kommst, wird er dir entgegenkommen. Wenn du deine Schuld im Gebet zu Jesus bringst, wird er sie dir abnehmen. Wenn du ihn im Glauben aufnimmst, wirst du wiedergeboren. Das steht in der Bibel, und die Bibel ist wahr. Gott lügt nicht. Er wird seine Verheißung erfüllen. Heute wird dein Leben total neu werden.
    Liebe Leserin, lieber Leser, hast du das Gebet jetzt gerade für dich persönlich mitgebetet? Wenn nicht, dann lies es doch noch einmal in aller Ruhe und dann bete es als D E I N Gebet. Jesus wird es ganz sicher erhören. Er wartet schon lange auf dich.
    Für deinen weiteren Weg mit Jesus wünsche ich dir von Herzen Gottes reichen Segen.
    Wilhelm Pahls
    c/o DIE BRUDERHAND e.V.
    Waldweg 3
    D-29342 Wienhausen
     
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