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Neues Modell zur "Arbeit mit dem Inneren Kind"

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Vandan, 11. November 2010.

  1. Vandan

    Vandan Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2010
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Bielefeld
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    Hallo zusammen, :)

    hoffentlich ist das hier in Ordnung,
    ich bin Heilpraktiker für Psychotherapie in Bielefeld,
    und hab in den letzten Jahren ein neues,
    sehr gut funktionierendes Modell
    zur Arbeit mit dem inneren Kind entwickelt.
    Hierzu hab ich ein paar Worte geschrieben
    die ich mal hier hineinstelle.

    In meiner Praxis arbeite ich sehr erfolgreich mit diesem neuen Modell
    und in meinem "Dunstkreis" wird es auch immer mehr
    von Kollegen genutzt.

    Ich wünsche mir, daß es sich weiter verbreitet,
    bin aber zu faul noch ein Buch zu schreiben,
    deshalb wähle ich Wege wie diesen hier.

    Ich freue mich über Fragen und Anregungen

    alles Liebe :kuesse:

    Vandan





    Die Psychologie des Inneren Kindes

    Die sogenannte „Arbeit mit dem Inneren Kind“ ist eine einfache und leicht erlernbare
    psychotherapeutische Methode, die sowohl das eigene Selbstverständnis
    als auch die Fähigkeit, sich durch Liebe selbst zu heilen, effektiv fördert.

    Sinnvoll eingesetzt fördert sie unser Selbstverständnis und Selbstvertrauen,
    ermöglicht einen fundierten und differenzierten Einblick in psychische Zusammenhänge
    und fördert hierdurch über das Wohlsein des Einzelnen hinaus auch die Beziehungen zu Partnern und Kindern.
    Bei psychischen Störungen wie Ängsten oder Zwängen, mangelndem Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl, Störungen in privaten und beruflichen Beziehungen sowie bei allgemeinen Sinn- und Lebenskrisen ist die Arbeit mit dem Inneren Kind ein wirklich wunderbares Werkzeug.

    Luise Reddemann, Traumatherapeutin schreibt:
    „Die therapeutische Arbeit mit dem Inneren-Kind-Ansatz hat sich als sehr effektiv erwiesen. Wenn sich Patienten mit dieser Arbeit vertraut machen können, führt dies zu einem erheblichen Zuwachs an Selbstberuhigungskompetenz.“
    ...
    „Es fällt auf, wie schnell sich Menschen verändern, wenn sie mit dem inneren Kind arbeiten. Diese Veränderung ist sehr tiefgreifend und setzt ein hohes Maß an Kraft und Kreativität frei, wenn die Wunden der Vergangenheit geheilt sind.“
    bemerkt John Bradshaw in seinem Buch „Das Kind in uns. Wie finde ich zu mir selbst“

    Diese Beobachtungen kann ich durch meine Erfahrungen absolut bestätigen.

    Einzige Voraussetzung ist, wie auch Luise Reddemann beschreibt, die Bereitschaft und Fähigkeit sich mit dem Konzept und Modell der „Psychologie des Inneren Kindes“
    vertraut zu machen.
    Da dieses Modell jedoch sehr übersichtlich und unmittelbar verständlich ist braucht das Lernen und Verstehen weder eine psychologische Vorbildung noch außergewöhnliche Intelligenz. Nötig sind eine relative Stabilität im Alltag und ein sogenannt „hinreichend stabiles Ich“. Menschen mit schwersten psychischen Störungen wie Schizophrenie
    oder anderen psychotischen Formen, sollten wenn überhaupt , dann nur außerordentlich behutsam, mit dieser Methode vertraut gemacht werden.

    Seit Beginn der „Arbeit mit dem Inneren Kind“
    wird mit unterschiedlichen Verständnismodellen gearbeitet,
    Das heißt die Psyche wird in unterschiedliche Aspekte oder Stimmen unterteilt
    um hierdurch differenziert betrachten, fühlen und handeln zu können.

    Da die existierenden Modelle für mich unbefriedigend, teilweise sogar verwirrend wirkten,
    habe ich vor ca. 10 Jahren begonnen ein eigenes Modell zu entwickeln mit dem ich seitdem erfolgreich arbeite.
    „Die Psychologie des Inneren Kindes“
    Im Unterschied zu anderen Modellen arbeite ich mit dem Bild von zwei Inneren Kindern und zwei Inneren Erwachsenen
    Durch die Einbettung in ein spirituelles Verständnis ergeben sich nicht nur neue Lösungswege für alle möglichen inneren und äußeren Konflikte,
    es erschließt sich auch Sinnhaftigkeit unserer erlittenen Verletzungen und Traumata.


    Vandan





    ...danke fürs Lesen...
    :)
     
  2. Hundefutter

    Hundefutter Mitglied

    Registriert seit:
    2. April 2008
    Beiträge:
    108
    Ort:
    Österreich
    hi vandan,
    horcht sich ja toll an!
    verrätst du auch noch mehr über das modell?:rolleyes:
     
  3. Vandan

    Vandan Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2010
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Bielefeld
    ...lach, aber gern, was möchtest du wissen ?:)
     
  4. ELLISA

    ELLISA Mitglied

    Registriert seit:
    11. Oktober 2010
    Beiträge:
    74
    Ort:
    ÖSTERREICH
    Hallo Vandan mich würde interessieren wie du mit deiner Arbeit (neues Model) vorgehst , wie kann man sich das vorstellen , passiert das in Gesprächen oder berührst du Menschen . lg. Ellisa
     
  5. Vandan

    Vandan Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2010
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Bielefeld
    Hi Elisa, :)

    zuerst mal fühle ich mich in den Menschen hinein der zu mir kommt,
    ich hör mir an wo ihn der Schuh drückt , worin seine Problematik besteht.

    Wenn ich den Eindruck habe "mein Modell" könnte für diesen Menschen hifreich sein
    erarbeite ich mit ihm, anhand seiner konkreten Probleme,
    ein grafisches Bild der "Psychologie des Inneren Kindes".

    Hierdurch bekommt er die Möglichkeit sich selbst,
    d.h. seine verschiedenen inneren Anteile oder Stimmen zu differenzieren.
    Er lernt zu verstehen wie und warum unsere Psyche
    auf ganz bestimmte Weisen funktioniert,
    und wo unsere Möglichkeit der Einflußnahme liegt.

    Dieser Teil meiner Arbeit ist der eher kognitive Teil,
    hier wird viel gesprochen, viel gelacht und manchmal geweint.

    Der eher emotionale Teil
    geschieht einfach durch begleitete tiefe Entspannung.
    Ich lade meine Gäste hier ein sich superbequem hinzulegen,
    so daß sie körperlich vollkommen loslassen können.
    Dann spreche ich ein paar einleitende Worte
    mit denen ich sie einlade sich fallenzulassen, loszulassen
    nichts zu tun, und alles was geschehen will zu erlauben.

    Dies ist sozusagen eine Einladung an das Unterbewußtsein
    alles was heilungsbereit ist loszulassen,
    so daß es ganz von allein ins Bewußtsein aufsteigen kann.

    Wenn sich hier dann tiefe Bedürftigkeit zeigt
    kann es geschehen, daß ich meinen Klienten frage
    ob ich ihm eine auflegen darf,
    oder ich biete ihm auch an
    ihn im Sinne eines Bemutterns im Arm zu halten.

    alles Liebe :)

    Vandan
     
  6. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
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    Hallo vandan,

    obiger ist der einzige Satz in deinem Text, der mit dem von dir empfohlenen Modell zu tun hat.
    Wie sieht so ein grafisches Bild konkret aus ? Wie erstelle ich es, welche Infos brauche ich dafür ? Und noch mehr würde mich interessieren, wieso 2 Kinder ? Das gute und das böse Kind ? Oder wie soll ich mir das vorstellen ?

    LG
    Stern
     
  7. Vandan

    Vandan Mitglied

    Registriert seit:
    13. Juli 2010
    Beiträge:
    104
    Ort:
    Bielefeld
    Hallo Stern,

    Gezeigt wird ein Bild der Psyche,
    und ich verstehe die Psyche als das Verbindungsglied
    zwischen Körperund Seele,
    den beiden Komponenten unseres Menschseins.

    Das Bild ist ein quergelegtes A3 Blatt
    in 4 Rechtecke unterteilt für die 4 psychischen Aspekte oder Stimmen.
    In der Mitte ist es vertikal gespalten, wie ein langgezogenes V
    um die Abspaltung zwischen linker und rechter,
    zwischen der kindlichen und der erwachsenen Seite zu symbolisieren.

    Die obere Hälfte des Blattes zeigt die körperlichen Aspekte der Psyche,
    links das Bedürftige innere Kind dem ich alle unsere Bedürfnisse sowie unsere Verletzungen und Traumata zuordne.
    Rechts den Retter und Beschützer,
    der dei Aufgabe hat unser Leben so lange wie möglich zu erhalten,
    damit die Seele, die für dieses Leben gewählten Entwicklungsschritte
    auch erleben kann.

    Die untere Hälfte zeigt die seelischen oder wesentlichen Aspekte der Psyche, links das natürliche, ursprüngliche oder auch wilde Kind,
    der fühlende Teil der Seele, die Quelle unserer Lebensfreude und
    unserer Intuition.
    Rechts den erleuchteten, liebevollen Erwachsenen, der aus der Gewissheit des All-Eins-Seins heraus, sowohl mütterlich als auch väterlich die beiden kindlichen Bereiche unterstützen und begleiten, versorgen und heilen kann.

    Ein wesentlicher Unterschied zu bestehenden Bildern besteht hier in
    der Unterscheidung zweier kindlicher Aspekte.
    In anderen Schulen wird z.B. von "erwachsenen Bedürfnissen" gesprochen, in meinem Bild sind Bedürfnisse immer kindlich.
    Dies sorgt für große Klarheit im Verständnis und auch in der Art und Weise wie, auf wirklich befriedigende Weise, mit Bedürftigkeit umgegangen werden kann.

    Auch kenne ich nicht den Begriff des "trotzigen Kindes"
    entweder handelt es sich hier um das natürliche Kind,
    daß voller Freude NEIN sagt,
    oder es ist der Retter & Beschützer" der, als Kind verkleidet
    sich trotzig dem Leben verweigert.

    ...so ich glaub deine Frage ist schon beantwortet, oder...?;)

    alles Liebe :)

    Vandan

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  8. sternja

    sternja Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    19. Oktober 2006
    Beiträge:
    5.190
    Hallo Vandan,

    lieben Dank für deine Erklärung. :)
    Was ich daran grad ganz toll finde, ist dass das Thema zu einer Zeit auftaucht, in welcher ich mein eigenes natürliches, wildes Kind wiederentdecke.
    Bisher habe ich nur das traurige gesehen, das allein gelassene, das so viel Unschönem ohnmächtig ausgeliefert war und dieses zu heilen ist mir bis dato nicht wirklich gelungen.
    Doch seit kurzer Zeit erinnere ich mich an die Zeit davor und wie glücklich ich damals war. Und ich denke du könntest Recht haben, dass dieses ursprüngliche Kind vielleicht viel eher in der Lage ist, das verletzte Kind aus ihrer Ecke zu ziehen und sich wieder am Leben zu freuen, trotz allem.
    Ob ich einen 2. Erwachsenen brauche weiß ich nicht. Vermutlich ist es auch nicht sinnvoll, die beiden Erwachsenen in Vater- und Mutteranteil aufzuteilen, weil das wieder eine Trennung der beiden Energien darstellt.
    Ich finde dein Modell jedenfalls sehr interessant und werd mal für mich schauen, ob und was es mir bringt, danke. :)

    Auch dir alles Liebe
    Stern
     
  9. Vandan

    Vandan Mitglied

    Registriert seit:
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    Bielefeld

    Hi Stern, :)

    schön, daß dieses Bild dich inspirieren kann.

    Noch ein paar Worte:

    Zwei erwachsene Anteile werden bei der Arbeit mit dem inneren Kind
    immer erwähnt.
    Nur habe ich dem Teil, der gewöhnlich "der lieblose Erwachsene"genannt wird
    den Namen "Retter & Beschützer" gegeben,
    weil dieser Name, auf liebe volle Art, die Funktion dieses Teils beschreibt.

    Der R&B ist der angstvolle, automatisierte Erwachsene,
    hier finden sich unsere lebensfeindlichen Denk- und Verhaltensmuster,
    die wir erlernen mußten um überleben zu können.

    Der liebevolle Erwachsene ist der erwachsene Teil unserer Seele.
    Und die Unterteilung in mütterlich und väterlich ist deshalb sinnvoll,
    da das dürftige innere Kind, ich nenne es auch unser inneres Baby
    bemutterung durch unseren liebevollen mütterlichen Anteil braucht.
    Babys brauchen eine Mutter, keinen Vater.
    Der väterliche Anteil wiederum ist nötig
    um die wilden, ursprünglichen Impulse des natürlichen Kindes
    wahrzunehmen und liebevoll zu moderieren
    und sie hierdurch, im Zusammenhang mit unserer Umwelt
    lebbar zu machen.

    Danke für dein Interesse
    & alles Liebe :)

    Vandan



    hier noch eine Erklärung des R&B:
     
  10. Vandan

    Vandan Mitglied

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    Auch das Ego braucht Liebe


    Das Ego lieben
    heißt seine Bedeutung, seinen Wert und seine Funktion anerkennen
    und es gleichzeitig auch in seiner Begrenztheit und seiner begrenzenden Wirkung zu erkennen.
    Da der Begriff "Ego" inzwischen negativ besetzt ist,
    nenne ich diesen Aspekt unserer Psyche "Retter & Beschützer",
    denn das bezeichnet auf liebevolle Weise seine Funktion.

    Wenn ich mein Ego geringschätze und ablehne,
    stärke ich es auf subtile Art,
    denn es ist letztlich das Ego selbst, das sich ablehnt und bekämpft.
    Wenn ich möchte, dass es sich beruhigt
    und den Weg freimacht für mehr Sinn und Liebe,
    für mehr Lebendigkeit in meinem Leben,
    muß ich es anerkennen und lieben lernen.

    Unser Ego hat sich notwendigerweise, vom Beginn unseres Lebens an entwickelt,
    um unser Leben zu retten und zu beschützen.
    Ohne unser Ego wären wir gar nicht mehr hier,
    wir wären längst gestorben
    und unsere Seele hätte nicht mehr die Möglichkeit
    in diesem Körper weitere Erfahrungen zu machen,
    sich in diesem Leben weiter zu entfalten.

    Unser "Retter & Beschützer" sorgt dafür, dass wir am Leben bleiben,
    indem er unerträgliche Gefühle und Impulse unterdrückt,
    sie ins Unterbewusstsein verschiebt und dort sozusagen zwischenlagert,
    solange die Wahrnehmung und der Ausdruck dieser Gefühle und Impulse
    real lebensbedrohlich ist oder scheint.
    Außerdem sorgt er mit allen erdenkbaren Tricks und Mechanismen dafür,
    dass wir in der Mangelsituation unseres Lebens
    an möglichst viel Energie in Form von Anerkennung und materiellen Gütern kommen.

    Das Ego ist überzeugt in einer feindlichen Welt zu leben,
    es handelt aus Angst vor dem Tod und nicht aus Liebe.

    Sein Ziel ist es das Überleben des Körpers zu sichern
    und damit die Basis unseres Menschseins.
    Das ist seine Aufgabe, seine Funktion und auch seine Leistung,
    und hierfür verdient es wahrhaft unseren Dank und unsere Anerkennung.

    Was das Ego nicht leisten kann,
    ist mehr Liebe, mehr Lebendigkeit und damit mehr Sinn in unser Leben zu bringen,
    denn gerade durch die Reduzierung unserer Lebendigkeit hat es uns ja gerettet
    und tut dies vermeintlich noch heute.

    Wenn wir unsere Bedürfnisse nach mehr Liebe, Sinn und Leben erfüllen wollen,
    brauchen wir einen Weg am Ego vorbei.

    Als unser "Retter und Beschützer" steht es wie ein Türwächter
    an der Pforte unseres Unterbewusstseins
    und verhindert das Auftauchen unterdrückter Gefühle und Impulse,
    da diese von ihm noch immer als lebensbedrohlich erlebt und bewertet werden.

    Wenn wir heilen und uns entwickeln wollen,
    muß das Ego den Weg freimachen,
    es muß an die Seite treten und sich entspannen,
    und das kann und tut es eben nicht,
    wenn es abgelehnt und bekämpft wird.

    Bekommt es hingegen die ihm gebührende Liebe und Anerkennung,
    entspannt es sich gern,
    schont seine Kräfte für echte Notsituationen
    und ermöglicht dadurch die wunderbare Entwicklung und Entfaltung
    unseres seelischen Potentials.


    Vandan ​
     
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