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Menschen leben in unterschiedlichen Welten.

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von PsiSnake, 27. Juni 2018.

  1. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
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    Saarland
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    Habe das zwar schon mal gehört, aber gerade heute eine Seite auf Reddit gefunden, wo sich Leute über Aphantasia austauschen. Solche Leute können keine inneren Bilder formen. Wenn ich zum Beispiel einen inneren Film habe, ist bei denen nichts, es geht einfach nicht. Es gibt einen Philosoph (Daniel Dennett), der nicht an Qualia glaubt, aber naja, ist wohl Aphantasia... Ich bin da auch nicht "perfekt", denn es gibt wiederum Leute, die ein photographisches Gedächtnis haben.

    Oder Alexithymie, wo Leute ihre eigenen Gefühle/Emotionen nicht verstehen, oder eventuell auch gar nicht haben zum Teil.

    Und naja, ich selber bin wohl nach eigener Einschätzung ein Asperger. Soziale Beziehungen sind offensichtlich wesentlich komplizierter.
    Nein, ich bin emotional und auch empathisch (meine jetzt normal hier, und nicht extrasensorisch, nochmal was anderes), das ist so nicht das Problem, außer dass ich möglicherweise Gesichtsausdrücke und Körpersprache wohl weniger gut erkennen kann.
    Wenn ich aber von dieser Nummer... https://en.wikipedia.org/wiki/Dunbar's_number ... lese wird mir quasi total schwindelig. Ich weiß, dass damit nicht beste Freunde usw. gemeint sind, aber ich kann unmöglich stabile Beziehungen mit 150 Personen halten. Ich kann mir das nicht einmal so vorstellen. Meine Nummer ist definitiv wesentlich kleiner.

    So, das waren ein paar Beispiele dafür. Menschen sind einfach unterschiedlicher als viele denken, und zwar auf relativ fundamentaler Ebene auch. So kann es wohl auch schnell passieren, dass es auch deshalb zu Problemen und Missverständnissen kommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juni 2018
    Dyonisus und the_pilgrim gefällt das.
  2. David Cohen

    David Cohen Sehr aktives Mitglied

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    :thumbup:
     
  3. *Eva*

    *Eva* Sehr aktives Mitglied

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    Denkst du, das können andere? Das müssten dann schon sehr oberflächliche Beziehungen sein.
    Den Artikel aus wikipedia hab ich nicht gelesen, so viel Englisch ist mir dann doch zu viel. Schade.
     
    Hellequin gefällt das.
  4. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Saarland
    Aus meiner Sicht sind 150 viel zu viele. Aber bin wohl nicht die richtige Person, das gefragt zu werden.

    Damit sind wohl nicht direkt Freunde gemeint, aber sicher auch nicht, dass man noch den Namen von jemandem weiß, oder dass man paar Worte wechselt, wenn man jemanden rein zufällig trifft, denn daran wäre nichts stabil.

    Kannst über das Internet nach der Dunbar-Nummer suchen. Der deutsche Wikipedia-Artikel ist nicht umfangreich leider, daher habe ich die englische Version verlinkt.
     
  5. anco29

    anco29 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    26. April 2018
    Beiträge:
    169
    Ich fand die Zahl anfangs auch sehr hoch, habe aber, auf mein Leben bezogen, schnell mal durchgerechnet. Es geht ja definitif nicht um enge Freundschaften, sondern um das soziale Umfeld, Leute, die man kennt, weiss wohin und zu wem sie gehören und mit denen man regelmässig interagiert. Familie, Arbeitskollegen, Schulfreunde, Nachbarn, der langjährige Frisör... doch, da kommt man schnell auf 150-200 Personen.

    Bei der Dunbar-Nummer geht es, denke ich, nicht unbedingt darum, wie weit du emotional mit diesen Personen verbunden bist, sondern um deine Hirnkapazitäten. Die Grösse des Neokortex bestimmt die Grösse des sozialen Umfeldes eines Primaten. Ganz nüchtern und wissentschaftlich.

    LG,
    anco
     
    Frl.Zizipe und *Eva* gefällt das.
  6. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Ich wollte das auch gar nicht kritisieren. Ich weiß schon wie es gemeint ist, und ich komme garantiert nicht auf 150 Personen (nicht ansatzweise) oder mehr, selbst nicht in der Zeit, wo ich prinzipiell paar Freunde hatte, und in der Schule oder Uni war. Und ich könnte auch niemals so eine große Zahl Beziehungen stabil halten. Und ja, ich habe es so verstanden wie du.

    Das ist ja auch der Sinn des Threads, es geht nicht als Asperger-Autist. Genauso kann sich ein Aphantast nichts bildlich vorstellen, für den gibt es offenbar kein inneres Bild. Dann gibt es Alexithymie. Viele andere werden höhere Mathematik nie verstehen. Leute sind eben unterschiedlich. In Bezug auf Intelligenz (wobei das auch ein großes Feld ist) ist das eher bekannt, dass Leute unterschiedlich sind, aber es gilt auch für andere Dinge.

    Naja, ich denke nicht, dass intelligentere Personen automatisch besser sind, was die sozialen Fähigkeiten betrifft. Und wenn jemand nicht gerade geistig behindert ist usw., denke ich auch nicht, dass weniger Intelligenz einen großen Einfluss auf diese Dunbar-Nummer bei Menschen hat. Aber im autistischen Spektrum ist das anders. 150 Personen + als soziales Umfeld zu erhalten, sprengt jede Vorstellung bei mir. Wurde bei mir übrigens nie diagnostiziert, aber bin mir da durchaus sicher genug. So oder so ist es offensichtlich für mich, dass nicht jeder eine 150 hat, was die Nummer betrifft.
     
  7. anco29

    anco29 Sehr aktives Mitglied

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    Beiträge:
    169
    Das habe ich auch nicht so empfunden.

    Ich weiss nicht einmal, ob der Neokortex wirklich in Bezug auf die Intelligenz eine Rolle spielt. Dunbar bezog ja auch Affen in seine Studien ein, ich denke also, dass man höchstens sagen könnte, dass es um höher und minder entwickelte Spezies geht aber bestimmt wurden keine psychisch kranken oder behinderten Menschen einbezogen eher der Ottonormalverbraucher.

    Stabil halten ist ja auch so ein Kaugummibegriff. Wenn ich jahrelang zum gleichen Arzt/Frisör gehe, dann weiss der sehr viel über mich (wenn auch nur oberflächlich), ich sehe ihn regelmässig, wir telefonieren ab und zu, es ist also eine stabile Beziehung. Ich habe viele solcher Beziehungen zB durch die Kinder aufgebaut, auch spielt es eine wesentliche Rolle, wo du lebst (Stadt, Land...) oder arbeitest...

    Mit meiner bipolaren Störung arrangiere ich mich mittlerweile sehr gut mit diesen Beziehungen, es gibt meinem Leben ein gewisses Gerüst, eine "Normalität", aber ich muss niemanden allzu nahe an mich heranlassen (das mag ich absolut nicht, ich bin mit mehr als 2,3 engen Freunden schon überfordert). Um viele dieser Leute komme ich zB in Bezug auf die Kinder auch gar nicht herum. Meinem Nachbarn, den ich nicht mag, gehe ich aus dem Weg, bei den Lehrern meiner Kinder wird das schon schwieriger.

    Ich merke aber auch, dass, je grösser dieser Kreis wird, es umso anstrengender wird, und werfe auch ganz bewusst ab und zu ein paar Leute über Bord.
     
  8. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

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    Sicher ist auch die Frage, wie viel Absicht da dabei ist, ob man krank ist oder nicht, wobei ich Asperger nicht als Krankheit sehe (gibt da verschiedene alternative Ideen, wie übermännliches Gehirn, was ich selber definitiv nicht glaube, oder Neanderthaler-Genetik was ich selber für richtig halte). Die tatsächliche Dunbar-Nummer muss jedenfalls nicht mit der möglichen übereinstimmen in Bezug auf eine Person.

    Habe mich auch immer gefragt, inwieweit es auch an meiner Kindheit liegen kann. Gerade zuletzt hat meine Mutter "im Auftrag" meines Bruders versucht eine Immobile zu kaufen. Er wusste aber davon gar nichts, und bekam nur den Vertrag zugeschickt (er wird da nicht mitspielen aber). Sie wohnt jetzt schon in einer Wohnung, die eigentlich ihm gehört, und er hat schon hohe Schulden deswegen. Sie behauptet, dass sie das dann alles bezahlt, aber ist 74 , hat sowieso kaum Geld (weil soviel gepfändet wird) und war nie vertrauenswürdig, also ist das einfach nur lachhaft. Eine Narzisstin halt... Trotzdem denke ich, dass meine Situation in der Hauptsache so ist, weil ich autistisch bin, und dass man daher generell nicht zu viel machen kann.
     
  9. anco29

    anco29 Sehr aktives Mitglied

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    Ich trage bis heute die Konsequenzen einer Kindheit, die ich als Empath und bipolar gestört noch nicht einmal richtig gelebt habe.
     
  10. Frau Regenbogen

    Frau Regenbogen Mitglied

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    Ich lebe mit zwei Autisten zusammen - meine Tochter hat Gestern nach 1,5 Jahren Ärztemarathon die Diagnose bekommen.
    Sie und ihr Vater sind sich in manchem sehr ähnlich, aber ob sie nur wegen dem Autismus in einer Welt leben?
    Ich glaube nicht. Sie haben die gleichen sozialen Schwächen, aber das alleine macht ihren Charakter und ihr Erleben nicht aus.
    Warum lässt du dich nicht testen, Snake? Es scheint dich ja doch zu beschäftigen (würde mir sicher auch so gehen) - dann hättest du Klarheit.

    Ach irgendwo leben wir vermutlich alle in unserer eigenen Welt... das macht uns Menschen doch so interessant. ;)
     
    MelodiaDesenca gefällt das.
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