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Laizismus (Trennung von Staat und Kirche) in Deutschland

Dieses Thema im Forum "Gesellschaft und Politik" wurde erstellt von Akwaaba, 19. April 2009.

  1. Akwaaba

    Akwaaba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. März 2006
    Beiträge:
    4.451
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    Ich hab mir bisher keine bis wenig Gedanken zu diesem Thema gemacht.
    Ich hab mit keiner der "Kirchen" was zu tun und hab immer gedacht, wers will (Kirchenmitglied sein) solls halt sein, geht mich ja nichts an.

    Nun kam in gewissen "verbotenen"-Threads öfters der Hinweis auf Laizismus (Trennung von Kirche und Staat) auf und das hat mich interessiert, wie es bei uns in D aussieht.

    Obwohl bereits in der Weimarer Verfassung von 1919 die Trennung von Staat und Kirche vollzogen wurde, sieht es heute gar nicht so aus.

    Das beginnt mit der Eintreibung von Kirchensteuer in einem prozentualen Anteil an der Lohnsteuer durch den Staat und zieht sich über Längen von verschiedensten Privilegien für die beiden christlichen Großkirchen in Deutschland weiter hin...

    Ich war echt erschrocken, wie stark die Verflechtung tatsächlich ist.

    Was haltet Ihr davon ?
    LGA
     
  2. Das gibts bei uns in Österreich in dieser Form Gott sei Dank nicht.

    Dieses "kleine störrische Volk hinter den Bergen" ist da wohl schon einen Schritt weiter :D

    Es gibt zwar bei uns schon auch die Kirchensteuer, aber jeder macht seine eigene Steuererklärung, was natürlich viel mehr "Handlungsspielraum" zuläßt als das automatische Abziehen vom Dienstgeber...;)

    Ja, Privilegien gibts auch, aber die gibts für Fussballvereine usw. auch, da ist die Liste lang und diskussionswürdig :rolleyes:
     
  3. Akwaaba

    Akwaaba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. März 2006
    Beiträge:
    4.451
    Was ist los, habt ihr Angst gesperrt zu werden?
    Laizismus hat nichts mit Islam zu tun.


    Der Staat muss als weltliche Ordnung von religiöser Ordnung getrennt sein.
    Für mich ist dieser Satz Voraussetzung für eine anständige Demokratie.

    In Deutschland ist das aber nicht klar geregelt und skandalöserweise nicht der Fall
    in Bezug auf die beiden christlichen Großkirchen.

    Wie bereits geschrieben, zieht der deutsche Staat die Mitgliedsbeiträge der Kirchen
    als Kirchensteuer mit Mitteln der staatlichen Finanzverwaltung ein.

    Der Staat bezahlt Lohn/Gehalt von Domherren und weiteren Geistlichen mit den Steuereinnahmen ALLER seiner Bürger.
    Auch fördert er großzügig Kirchentage und Priesterseminare mit allgemeinen Steuermitteln.

    Der Staat unterhält zahlreiche christliche theologische Fakultäten,
    die mit Steuergeldern aller Bürger finanziert und üppig ausgestattet werden.
    Ebenso wird der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen von dem Staat eingerichtet und bezahlt.

    Weiter finanziert der Staat Militärseelsorge, Gefängnis- und Polizeiseelsorge.

    Das ist doch keine Trennung von Staat und Kirche !
    Ist Deutschland ein Christenstaat ?
     
  4. sage

    sage Guest

    Niemand fragt bei einer Einstellung, kirchliche Orgas mal außen vorlassend, welchen Glaubens ich bin, niemand verlangt, daß man am Religionsunterricht teilnimmt.
    Und darüber, was christlich ist, kann man auch unterschiedlicher Meinung sein.
    Nein, ich finde nicht, daß Deutschland ein "Christenstaat" ist.


    Sage
     
  5. JimmyVoice

    JimmyVoice Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13. November 2004
    Beiträge:
    44.000
    Ort:
    Berlin und Wien sowas wie zweite Heimat
    Caritas http://www.caritas.de/ und Diakonie http://www.diakonie.de/index.htm

    könnten ja mal ihre Aktivitäten völlig einstellen....dann sieht es in D aber noch düster aus. Auch dafür werden Kirchensteuern verwendet und beide tragen sich selbst, da gibt es keine staatliche Unterstützung.
     
  6. Akwaaba

    Akwaaba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. März 2006
    Beiträge:
    4.451
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    Hör mal zu Jimmy,
    Du hast den Punkt verfehlt, obwohl Du mit Deiner Aussage nicht falsch liegst..

    Ich sage nicht, dass Kirchen generell schlecht sind oder keine gute Arbeit mit bestimmten Organisationen leisten.
    Es ist traurig genug, dass die von Dir zitierten "Aufgaben" nicht richtig vom Staat gemacht werden.

    Ich behaupte, dass eine "richtige" Demokratie eine Trennung von Kirche und Staat haben muss.
    Und das ist in Deutschland nicht klar gegeben.
     
  7. Akwaaba

    Akwaaba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. März 2006
    Beiträge:
    4.451
    Deine staatliche Lohnsteuerkarte verlangt die Konfessionsangabe!
    Dein Chef ist vom Staat gezwungen, die Kirchenbeiträge einzubehalten.

    Statt Religionsunterricht, "darfst" Du an Ethik teilnehmen.
    Man könnte in dem Zusammenhang auch über Diskriminierung reden...
    Nach wie vor, der Staat bezahlt den Religionsunterricht, ob Sage nun dran teilnimmt oder nicht.
     
  8. sage

    sage Guest

    Da ich konfessionslos bin, zahl ich auch keine K.Steuer und auf der L.karte ist da ein Strich.
    Religionsunterricht habe ich freiwillig mitgemacht, war immer sehr interessant, vom geschichtlichen Aspekt her.


    Sage
     
  9. Akwaaba

    Akwaaba Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. März 2006
    Beiträge:
    4.451
    Nun in diesem Fall ist auch ein Strich eine erzwungene Konfessionsangabe.
    Auch wenn Du keine Kirchensteuer zahlst, so bezahlst Du dennoch anteilig an die Kirche, da viele "Kirchenangelegenheiten" vom Staat aus den allgemeinen Steuern bezahlt werden.

    Aber ich denke, Du persönlich bist nicht der Maßstab für ca. 60% der Bevölkerung in D.
     
  10. Sabbah

    Sabbah Sehr aktives Mitglied

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    17. Februar 2009
    Beiträge:
    5.327
    Ort:
    Wien
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    Laizismus ist eins meiner absoluten Lieblingswörter...Kirche sollte in den privaten Bereich verbannt werden und wer sich nicht daran hält wird bestraft.
     

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