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krafttier: hund oder wolf?

Dieses Thema im Forum "Schamanismus" wurde erstellt von gollum, 18. Februar 2009.

  1. gollum

    gollum Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Februar 2009
    Beiträge:
    5
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    Mir geht diese Karl May Romantik schon gewaltig auf den Zeiger! Siehe –
    Ich kann sehr wohl auch in Europa mit einem Wolf als Krafttier arbeiten, da brauch ich gar keinen Dschungel! Ich hab hier schon gute Seminare (mit schamanischen Reisen usw.) gemacht. Und warum soll ich nicht einen Hund als Krafttier haben können?
    Und warum muss in Asien, Amerika oder sonstwo immer alles besser sein? Die Menschen sind doch eh überall gleich, und durch die Missionare lernen sie wenigstens Lesen und Schreiben und haben Ihre Ärzte und Spenden. Dann können‘s ja eh wieder Schamanen werden :rolleyes: und bei uns (Geldtier-) Sau-teure Seminare geben. Und der Dschungel wird auch von Einheimischen dort abgeholzt für den Biosprit wie in Brasilien!!!
    lg gollum
     
  2. Sitanka

    Sitanka Guest

    glaub mir, mir auch :D

    natürlich kann man den hier auch mit dem krafttier wolf arbeiten, ich bin der lebende beweis dafür. nur die wenigsten sagen, das es nicht geht, doch da irren sie sich, aber es sagen eh die wenigsten das es nicht möglich ist. ein freund von mir hat auch den hund als krafttier, es sagt auch fast keiner das es nicht möglich ist, sondern nur unwahrscheinlich.
    in meiner heimat kommen sogar regelmässig wölfe.

    da ist es das gleiche. fast kein mensch (außer er kennt sich nicht aus) sagen, dass es in asien oder amerika besser ist. warst du schon mal in einer indianerreservation, wahrscheinlich nicht oder? die dritte welt, mitten in amerika, toll.
    und das mit den ärzten lassen wir mal lieber. ich glaube das bei gewissen dingen die menschen froh wären, wenn die ärzte weniger übereifrigkeit zeigen würden und den leuten nicht so viel chemie reinschütten würden. wir wissen alle, dass in wirklichkeit chemie auf dauer noch kranker macht, als es die meisten ohnehin schon sind. da ist es doch gut, auch zusätzlich heilige männer oder schamen zu haben, die mit dieser arbeit menschen auf andere weise heilen oder die ärzte dabei unterstützen mit ihrem heilwissen und heilpflanzen.

    da liegt hald das problem, dass die wirklichen schamanen, wahrscheinlich eh keine seminare machen würden, denn denen liegt nicht sehr viel an geld.

    du hast völlig recht, dem ist nichts hinzuzufügen ;)
     
  3. ancalagon

    ancalagon Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2005
    Beiträge:
    196
    Ort:
    Wien/ Steiermark
    Hallo ihr beiden!

    Ich will hier jetzt nicht viel auf Karl May und den Hund eingehen, denn ich will Phantasie nicht kritisieren.

    Aber jetzt zu Asien oder Amerika. Da ist mir die Kritik doch etwas zu pauschal. Es gibt sehr wohl noch einige wenige, die in Asien, Afrika und Amerika noch einigermaßen traditionell leben können und deshalb auch eine authente Spiritualität haben. Und sicher muß man da gut suchen um wirklich "Große" zu finden, denn auch dort gibt es genügend Dampfplauderer und Schwindler. Ich denke jedoch, dass hier im Forum Menschen sind, denen Spiritualität und geistige Weiterentwicklung ein Anliegen sind. Da aber in unserer Zivilisation der vorherrschende Geist doch der der Münze ist, können wir hier vielleicht begabte Ökonomen finden (naja, siehe Wirtschaftskrise) aber einen Weisen zu finden ist glaube ich hier noch viel schwieriger.
    Ich glaube durchaus, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen natürlichem Lebensraum und natürlicher Spiritualiät (Schamanismus) gibt. Durch die Globalisierung allerdings, deren Teil wir sind, werden diese Lebenräume drastisch reduziert und nachhaltig zerstört. Das tut mir in der Seele weh. Und ich will dabei nicht tatenlos zusehen.

    Ich glaube, Menschen haben einen anderen Lebensstil ohne ihren natürlichen Lebensraum. Beim Beispiel Guarani würde die Veränderung des Lebensraumes zu einer Veränderung der Gesellschaft führen und so den Schamanen obsolet machen. So ist eigentlich die Rettung des Lebensraumes auch eine Rettung des Schamanismus in dieser Region. Und vielleicht auch eine Chance für viele andere. Viele Wissenschafter sagen ja, dass sich die Welt ohne Regenwald in ungeahntem Ausmaß verändern wird. Dem schließe ich mich an. Also ist die Rettung der Schamanen eine Rettung der Menschheit und ich trage das Meine dazu bei.

    Wie seht ihr das?

    Liebe Grüße,
    ancalagon
     
  4. Aratron

    Aratron Guest

    eine natürliche umgebung ermöglicht eine natürliche spiritualität,ja. in einer komplexen sozialstruktur erfährt man schnell sich selbst nicht mehr, sondern lebt diese struktur und sie wird falsch.
    mich würde interessieren, wie du rettung und spiritualität verknüpfst. mir ist klar, das du das eine als fundament für das andere siehst, habe mich selber
    auch als brutalen kämpfer erlebt, was aber für sich nicht spiritualität erzeugt.
    besteht nicht akut für dich die gefahr,sich spirituell zu verlieren ?konnte ich mich verständlich ausdrücken?

    lieben gruß,
    aratron
     
  5. ancalagon

    ancalagon Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2005
    Beiträge:
    196
    Ort:
    Wien/ Steiermark
    Hallo Aratron,

    ja, sehe ich auch so.

    Ich sehe es vordringlich als "den Erkenntnissen Taten folgen zu lassen". Mit jedem Hektar mehr, den wir freikaufen, können wir ein Stückchen "Schlechtes" verhindern. Ich bin überglücklich wenn diese Grenzen dann von den "Bösen" respektiert werden.

    Es ist leider so, dass "Weiße" mehr Respekt in der "weißen Welt" genießen und so die Respektlosigkeit gegenüber "weißem" Land wesentlich geringer ist. Was es dann ja augenscheinlich ist. Wenn das Ganze konfliktfrei abläuft, sind wir hoch zufrieden. Wenn diese Grenzen jedoch gewaltsam überschritten werden sollten, sind wir doch auch bereit, dagegen zu stehen. Das hat aber natürlich nichts mit Spiritualität zu tun. Eher mit Verantwortung übernehmen.

    Als Folge entsteht durch das dortige einfache Leben eine Basis für eine natürliche Spiritualität. Für mache von uns ist regelmäßige spirituelle Arbeit seit Jahrzehnten fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Unser guter Freund und Lehrer ist traditioneller Kam, in der gängigen Übersetzung Schamane. Er kommt mit. Wir nehmen unser Kraftfeld also einfach mit. :) Das ist von der dortigen Tradition gar nicht so weit entfernt.

    Falls es zu einer Interaktion auch auf der spirituellen Ebene mit den Einheimischen kommt, gerne. Wenn nicht, nicht. Wir drängen uns nicht auf.

    Ich hoffe - ich habe deine Frage richtig interpretiert.

    Liebe Grüße,
    ancalagon
     
  6. Aratron

    Aratron Guest

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    Ja, danke. Die Frage war zur Hälfte an mich selbst gestellt.
    Das mit dem Kam verstehe ich noch nicht so ganz. Nach meinem (bescheidenen)
    Wissen ging ich bisher davon aus, das ein Schamane alleine arbeitet, hier und da mal einen Helfer hat, sich vielleicht mit Kollegen trifft. Du nennst ihn nun auch Lehrer einer ganzen Gruppe. Dieses Gefüge scheint mir noch undurchsichtig, bzw. außergewöhnlich. Tritt das so auch in der (türkischen?) Tradition auf?
    Er ist das Kraftfeld? Definiert sich das nicht über die Gruppe und den Kontakt nach "drüben"? Ich hätte ihn eher als Knotenpunkt bezeichnet.
    Nehmen wir mal ganz dramatisch an, der Kam würde erschossen. Im üblichen schamanischen Sinne gäbe es keinen Ersatz auf die Schnelle, oder? Zerfällt die Gruppe?
    Bin bezüglich Schamanismus etwas naiv und ungebildet:D
    Ja, Hund oder Wolf -ich bin immer noch am Thema:D Darum gehts mir eigentlich- wenn auch schwer ersichtlich.
    Lieben Gruß,
    Aratron
     
  7. Loge33

    Loge33 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Oktober 2007
    Beiträge:
    18.071
    Wenn die dunkle Wolke vom Hund überspringt, seh ich den Wolf oder das, was ich als eine Art Beast-Wesen bezeichnen würde. Vermutlich ist es gar kein Wolf, sondern einfach Animalisches im Sinne einer ungezähmten Kreatur.

    Was der Hund dann sieht, weiss ich nicht. :D
     
  8. ancalagon

    ancalagon Mitglied

    Registriert seit:
    19. Januar 2005
    Beiträge:
    196
    Ort:
    Wien/ Steiermark
    Hallo!

    TURK – Tradition bitte! Darauf besteht Kerim. :)

    Die Turkvölker siedeln ja von der Donau bis zur Mongolei und Sibirien. Sicherlich gibt es ebenso riesige regionale Unterschiede. In der ganz alten Tradition war die Funktion von Khan und Kam in der gleichen Person vereint. Bei den Tartaren waren die Rituale auch identitätsstiftend, da sie das im „Geist“ stehen als ebenso wichtig sehen wie Blutsbande. Mit den „zentralistischen“ Religionen, speziell mit Erstarken von Islam und Buddhismus, die übrigens beide sehr radikal missioniert hatten kam es zum Splitting weltlicher und religiöser Führung. Die Traditionalisten wurden in ein Randbereich gedrängt, der/die Bekehrte kamen als Kunden und nicht mehr Teil des Ganzen. Bei Kerim wurden bei den Kämpfen die noch sein Großvater führte mehr als ¾ des Stammes und der Familie vernichtet. Fast alle der Überlebenden wurden Muslime. Von da ab war in der Region das trad. Ritual nur noch „Klein-Programm“ oder Dienstleistung.
    Nein er ist nicht das Kraftfeld, er ist EIN Tor zum Kraftfeld. Wir sind Teil des Kraftfeldes, wie die Ahnen und die dazu gehörenden Geister!
    Hund oder Wolf? Eine traditionelle Gruppe mag oberflächlich betrachtet einen Kopf haben, so ist es aber in Wirklichkeit nicht. Es ist nicht der Kam der bindet. Es ist unsere Freundschaft, das Anerkennen der unterschiedlichen Stärken die jeder Einzelne hat. Das Vertrauen untereinander.

    Ja, Absolut - es geht um Hund oder Wolf!

    Liebe Grüße,
    ancalagon
     
  9. Aratron

    Aratron Guest

    Genau darauf wollte ich hinaus.
    Dankeschön:)

    Lieben Gruß,
    Aratron
     
  10. rai1

    rai1 Mitglied

    Registriert seit:
    25. Oktober 2004
    Beiträge:
    106
    Ort:
    Chile
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    Zum Thema Romantik: Ich war im Irak mit Partisanen gegen Saddam Hussein unterwegs, als dessen Regierungstruppen Jezidi (Teufelsanbeter) nur aufgrund der Volkszugehörigkeit und Religion verfolgten und töteten. Auch Frauen und Kinder. Ich war im guatemaltekischen Dschungel bei den Guerillas, als die Regierungstruppen vom Helikopter aus tausende flüchtende Frauen und Kinder erschossen. Ich war bei den Tarahumara im Norden Mexikos, in deren Gebiet ein mörderischer, millionenschwerer Drogenkrieg tobt, die im Winter halbnackt im hüfthohen Schnee erfrieren und verhungern. - Da bleibt nicht viel Raum für Romantik, romantisch empfinde ich da eher die hiesige Weltsicht, dass sich auf der ganzen Welt eh alles „ordentlich“ abspielt. Und dass uns das eigentlich Alles nichts angeht.
    Realität ist: Nahrungsmittel und auch Futter für heimisches Vieh kommen von Böden wo vor kurzem noch Urwald stand (Soja). Recherchiert mal wie Baumwolle für unser Gewand produziert wird. Unter welchen Bedingungen China, Thailand, Indonesien und Vietnam produzieren. Wie auch unsere Konzerne Weltweit agierend unterwegs sind. Jeder Konsument und Bankkunde hier finanziert das mit.
    Realität ist, Globalisierung ist das Ende des nativen Schamanismus. Jeder hier wirkt an der Zerstörung alter Kulturen mit. Steht’s dazu oder tut’s etwas dagegen, ein Dazwischen gibt es nicht.

    Mitleidlose Grüsse,

    Rai
     
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