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Ego

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von Tares, 23. August 2014.

  1. Tares

    Tares Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2014
    Beiträge:
    182
    Ort:
    Deutschland
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    Ich wollte hier, angeregt durch eine zwar kurze, aber herzliche Unterhaltung mit einem freundlichen Teilnehmer dieses Forums, mal die Sprache auf unser Ego bringen.

    Was ist das Ego denn für Euch ?
    Welchen Stellenwert hat das Ego eures Erachtens?
    Und vorallem kann man es auf unserem Weg - zu Mehr Bewusstheit bzw gar zur Erleuchtung - nutzen, als Freund gewissermassen oder ist das Ego für Euch etwas was man unbedingt, als reine Illusion demaskiert auch gänzlich überwinden muss ?

    An anderer Stelle schrieb ich mal folgendes:
    Das Ego, in der vedischen Philososphie Ahamkara aus dem Sanskrit wörtl. der „Ich-Macher" genannt, setzt sich zusammen aus der Silbe "Aham"=Ich und "Kara"= machen.
    Das Ego ist der Faktor, der bewirkt, daß man sich nicht mehr als Teil des Ganzen sieht.


    Nun hab ich mich angeregt durch jene Unterhaltung noch etwas näher mit dem Ego beschäftigt...

    Statt von dem Ego zu sprechen, spricht bsp.weise Dr.Matthias Ennenbach, ein Buddhistisch orientierter Psychotherapeut, vom Ego-Gebilden.
    In der Hermetik könnte man jene "Ego-Gebilde" als "Elementale" umschreiben, also schwach oder stark aufgeladene Gedanken-/Gefühlsenergien, die in ihrer Gesamtheit u.a. unsere Persönlichkeit ausmachen.
    Jene Ego-Gebilde teilt der Therapeut M.Ennebach in heilsame Ego-Anteile, wie z.b. das Gedulds-Ego, das Liebes-Ego, das Berater-Ego usw und unheilsame Ego-Anteile, als da bsp.weise wären das Frust-Ego, das Angst-ego, das Sucht-Ego etc pp.

    Der XIV.Dalai Lama sagt - und hier zitiere ich aus dem Buch von erwähnten M.Ennebach " Dein erleuchtetes Ego"- in seinem Buch "inneren Frieden finden":
    Mit einem weisen Egoismus helfen wir anderen und dadurch auch uns Selbst, wobei der Dalai Lama zwischen einem törichten Egoimus differenziert, der nur sich Selbst sieht und dem weisen Egoismus, der sich und Anderen Gutes tut.

    Sieht man sich den Zustand unserer Welt an, indem blinder törichter Egoismus massivst unsere Umwelt forschreitend zerstört, zu immer stärkerer Ausbeutung, Gewalt und Krieg führt, scheint ein massives Umdenken und der proklamierte weise Egoismus dringend nötig zu sein.
    Der weise Egoismus von dem der Dalai Lama spricht, ist also dringend notwendig, indem wir heilsame Ego-Anteile in uns kultivieren und dennoch der Erleuchtung Entgegen gehen.

    Generationen von Suchenden haben mit sich und ihrem Ego gekämpft.
    Was ist eure Ansicht hierzu ?

    VG
    Tares
     
  2. Ich bleib dabei, für mich ist es eine Erfindung aus früheren Zeiten.
    Man wusste nicht wie man die Details des Menschen benennen sollte, und ließ sich halt was einfallen, eben das Ego.
    Mir kommt es oft so vor das eben dadurch, der Mensch viele diverse Seiten an sich hat, nur wenn es zu viele Seiten werden kennt sich auch keiner mehr aus, es wird dann verwirrend.
    Jeder Mensch hat so viel ich weiß gleich viel Eigenschaften, nur bei jedem kommen sie anders durch.
    Einmal zeigt der eine mehr von sich, dann wieder der andere.
    Es kommt je nach Situation eine andere Eigenschaft zum Vorschein, die eine wurde Ego genannt, eigentlich ist es egal wie die Eigenschaften heißen, wichtig ist man erkennt, welche es sind, also das man es im Gefühl hat welche es gerade sind.
     
  3. ping

    ping Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    18. Mai 2011
    Beiträge:
    5.586
    Ort:
    Rheinland
    Da ist es wohl wie bei einem Musikinstrument.
    Wenn es gut gestimmt ist, klingt es harmonisch, ansonsten disharmonisch.
    Und wenn es nicht gut gestimmt ist, die Stimmung schlecht ist, man sich schlecht fühlt, dann geht es wohl darum, sich wieder besser fühlen zu können, Verbindung zu sich selbst zu haben. Dieses Selbst ist aber auch verbunden mit jedem anderen Selbst, weshalb sich das mit dem Egoismus im Sinne von Getrenntheit und Disharmonie dann auch relativiert.
     
  4. Venja

    Venja Guest

    Ego ist für mich ein virtueller Spielraum für Junkies*g
     
  5. Es könnte sich bei dem Wort EGO auch um eine Abkürzung handeln, Empathisch für Gefühle der Ohnmacht.:D
     
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    hi tares :)

    danke für die diskussion :)


    ja, für mich hat EGO mit etwas trennendem zu tun. ich gegen etwas oder jemand anderen.
    ich verwende ja gern den begriff des SELBST, das nicht in der trennung ist, und mich viel größer meint. das kleine EGO hat für mich immer mit Kampf (um Essen, Überleben, Platz, Haben-wollen,...) zu tun.

    mir gefällt das gut mit den Ego-Gebilden. Allerdings gibt es für mich keine heilsamen Ego-Gebilde, das definiere ich mit SELBST/Verbundenheit.
    EGO impliziert für mich immer das Getrenntsein/Dualität.

    Einen weisen Egoismus gibts so nicht wirklich für mich. denn weisheit und EGO schließen sich ja aus......

    herzlich:)
     
  7. Inti

    Inti Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Juli 2004
    Beiträge:
    12.236
    Ort:
    Nordhessen
    @tares
    Das Ego ist das, was die Persönlichkeit ausmacht. Es ist ein Konglomerat aus gelerntem geprägtem und selbst gewähltem.

    In dieser Welt ist es von Wert, sofern ich mich in einer Gemeinschaft bewege, sofern ich als Individuum wahrgenommen werden will und als Individuum eine individuelle Entwicklung habe.

    Nun erst mal ist das Ego keine Illusion, sondern einfach nur ein Hilfsmittel. Die Vorstellung von der Illusion kommt daher, dass das Ego halt nicht meinen innersten Kern, mein wahres Sein darstellt, sondern etwas angezogenes (im Sinne von ich ziehe mir ein T-shirt über) ist. Es ist nicht Ich, sondern es ist das was ich nutze, um hier in der Welt als Individuum irgendwie aktiv zu sein.

    Das halte ich für eine gute Beschreibung - das Ego ist gebildet von der Umgebung aber auch von uns selber und besteht aus den verschiedensten Funktionen und Kategorien.

    Das würde ich beim ICH positionieren, denn es ist die Bewusstheit des Ich. Mit drei Jahren beginnt der Mensch sich selbst als ein von der Umgebung abgetrenntes Wesen zu erkennen. Er sagt zum ersten mal ICH (meist: Ich will...). Dies ist also ein Akt der Bewusstwerdung in der Entwicklung. Es ist ein Schritt der Trennung, der mit dieser Bewusstwerdung verbunden ist, deshalb ist dieser Akt in zweierlei Richtung interessant, einmal ist es ein Akt der Bewusstwerdung zum anderen ist es ein Akt der Trennung - beides ist hier miteinander verknüpft. Das eine bedingt das andere.
    Egoismus heißt, dass das Individuum ganz auf sich bezogen lebt - nur das, was dieses Individuum als wichtig erachtet, was es haben will, machen will hat Bedeutung und wird gegen jeden Einwand durchgesetzt.

    Wenn jemand an andere denkt, für andere etwas Gutes tut, würde ich das gar nicht als Egoismus bezeichnen, sondern als mitfühlendes, sich als Teil einer Gemeinschaft erlebendes Handeln.

    LGInti
     
  8. Tares

    Tares Aktives Mitglied

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    7. März 2014
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    182
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    Deutschland
    Dank dir Ping, dass ist ein sehr kreativer Gedanke !

    Man könnte auch an ein Orchester denken, die von den verschiedensten Musikinstrumenten, sprich Ego-Gebilde gebildet werden.
    Je Dissonanter, desto unangenehmer das Ganze, je Harmonischer alle miteinander spielen, desto melodischer klingt es dann.

    VG
    Tares
     
  9. Tares

    Tares Aktives Mitglied

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    7. März 2014
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    182
    Ort:
    Deutschland
    Hehe, das ist eine Idee, die mal eine ganz neu Betrachtung des Wortes erlaubt:D
    Dank Dir, werd ich mir merken !

    VG
    Tares
     
  10. Tares

    Tares Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    7. März 2014
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    Du da gehen wir ganz konform und sind im Gleichklang :)

    Mir geht es nämlich genauso wie dir, denn ich unterscheide hier auch zwischen Selbst, als dem hoch schwingenden Aspekt und Ego, der den niedrigen repräsentiert.

    Andererseits kann man auch immer was lernen wenn man altbekanntes und als wahr akzeptiertes einfach mal wendet und dreht, sodass Ego in unserem Falle eben einfach mal - per definitionem - positiv und eben negativ besetzt wird.
    Katie Byron, die "the work" initiert hat tut z.b. genau dies, indem sie uns rät - gerade alt geliebte, doch Leid verursachende - Gedanken zu hinterfragen, sie zu drehen und zu wenden.

    Bsp.weise kann man bei einer so empfunden Feindschaft, in der man überlicherweise den Feind des Angriffs beschuldigt, den Satz:" Du greifst mich an, aufgrund..." mal umdrehen in:
    "Ich greife Dich an, weil ich fühle u./o. denke..."

    Durch jene Gedanken Hinterfragungen und Infragestellen der Identifizierung wirst du auch nach und nach - durch einige Schatten hindurch -ganz zu deinem Innersten geführt.
    Ist also auch ein gangbarer, von vielen Wegen, der zu Frieden mit sich und der Welt führt bzw zum Ziele hat.

    VG
    Tares
     

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