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Die Seele

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Schneeglöckchen, 17. Juni 2009.

  1. Schneeglöckchen

    Schneeglöckchen Mitglied

    Registriert seit:
    25. Mai 2009
    Beiträge:
    508
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    Ich eröffne dieses Thema: Die Seele
    um euch zu fragen, ob es richtig ist, die Gefühle - darin begründet sich die Seele- zu unterdrücken oder ihr freien Lauf zu lassen.

    Gott sagt: Der Seele, darin ist das Gefühl eines Menschen begründet, nicht freien Lauf zu lassen. Der Mensch, der an Gott glaubt, darf und soll seinen Gefühlen nicht einfach freien Lauf lassen, denn meistens ist im Gefühl der "Feind" verborgen. Das Ego. Das Ego will Recht behalten, wenn es sich entscheidet falsches zu tun. Und darin ist auch dann aller Schaden für den Menschen begründet, wenn man als Mensch merkt einen Fehler -oder mehrere- gemacht zu haben.

    Die Seele ist ein entscheidendes Instrument im Menschen, das viel anzettelt und der Mensch merkt, ich habe auf meine Gefühle gehört und trotzdem sind meine Entscheidungen aus den Gefühlen heraus falsch gewesen. Im Nachhinein stellt der Mensch oft fest, dass wenn er seine Gefühle unterdrückt hätte, er nicht Schaden genommen hätte.

    Was tut man als Mensch also, wenn man deutlich spürt: Meine Seele schreit nach Erfüllung, weil sie doch liebt und möchte und man als Mensch seinen Gefühlen freien Lauf lassen möchte und nicht weiss, ob diese Gefühle tatsächlich wahrhaftig, ehrlich und gut sind ???

    Ich stecke in der Zwickmühle. Meine Geschichte kennt ihr ja. Meine Seele schreit nach Erfüllung, meine tiefen Gefühle nach ERLEBEN und doch glaube ich an Gott und möchte keinen Fehler machen.

    Gibt es Rettung für mich ? Oder begebe ich mich, wenn ich meiner Liebe, meiner Seele, meinem Herzen, folge eine Katastrophe ?


    fragende Grüsse
    das Schneeglöckchen
     
  2. Azura

    Azura Guest

    Hallo Schneeglöckchen

    Wo steht das? Ist schon länger her, dass ich in einer Bibel geblättert hab.

    Das ist kein einfacher Punkt. Ich glaube aber nicht, dass man das Ego mit dem Vorhandensein von Gefühlen gleichsetzen sollte.

    Wenn man anfängt, seine Gefühle zu unterdrücken kann das Ich glaube nicht, das man seine Gefühle unterdrücken sollte, denn alles, was du unterdrückst wird stärker und unterdrückte Gefühle können sehr unangenehme Konsequenzen haben, sowohl körperlich als auch psychisch.


    Grüße,
    Diana
     
  3. peterle

    peterle Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juni 2008
    Beiträge:
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    Ort:
    halle
    um das rätzel zu lösen bedarf es genauerer betrachtungen und vor dieser im regelfall einer intensiven selbsterfahrung.

    anderen falls sind die zitierten richtilinien lediglich imitatorische dogmen - die keines wegs zu dem führen in deren verbindung sie stehen.
    es sind weiterführende hinweise und verfeinerte betrachtungen die nur in einem klaren kontext ihren sinn erschließen



    wie du schon sagtest scheint sowohl der "feind" als auch das "verlangen" nach "verwirklichung" in einer "seele" anwesend zu sein.

    auf der handlungsebene kann gesagt werden dass es fatal ist seine "seelentriebe" spekulativ(!) zu "zügeln" - das hat den ein fachen grund dass der maßstab im regelfall fehtl und lediglich über fremddeklariertes kompensiert wird.
    es ist also kein reeller maßstab - sondern spekulatives ermessen von "richtig" und "falsch"

    ganzheitlich gesehen muss sogar ausgelebt werden was vorhanden ist - da sonst das "erkenne dich selbst" nicht erfüllt werden kann - und dieses ist eine grundbedingung für jeden weiteren schritt
    nehmen wir die bildsprache der bibel die anscheinend deine hauptbezugspunkt zu sein scheint - so können die protagonisten als "seinszustände" gelesen werden.
    so hat im regelfall auch jeder NAME seine eigenschaftsdeklaration die ich nicht alles nennen kann, da derartige einzelfrickelei nicht unbedingt nötig ist

    mir fällt gerade nur petrus-petra-fels ein - aber im runde hat jeder charakter seine spezifische bedeutung

    zurück zur "zügelung":
    ein markanntes bsp ist dafür das abendmahl - die aussage jesu an judas(bitte als seins(seelen)zustand lesen!) ist nicht "tue das NICHT" - sondern "tu was du tun MUSST"!!!!

    wäre das nicht der fall wäre das scheitern vollkommen und der auftrag bliebe unerfüllt, der doch sicher in dir mehr oder weniger bewusst anklingt.



    es gibt dabei noch vieles auf dem weg und vieles wird neu erscheinen.
    die tempel(gesamtsystem mensch) sind tatsächlich voll von unrat händlern und anderen unberechtigten priestern! - sie alle - haben ihre zeit und ihr ende!


    zum seelenmysterium:
    der johanneszustand ist beispielhaft für dieses mysterium in dem sehr bewusst der wüstengang angetreten wird und die führung zu gegebenem zeitpunkt einer VÖLLIG NEUEN kraft die führung übertragen wird!
    dem der "war ist und wieder sein wird"

    der kreis schließt sich wenn das schöpfungsmysterium näher betrachtet wird, welches DREI schöpfungsphasen aufweist!

    einem MENSCHEN nach dem BILDE - einer menschlichen entsprechungsform im "Paradies" und eine einsenkung in die Physis - eine bekleidung mit "fellen"



    nimmt man es genauer ist der mensch eine art mischwesen mit einer tendenziellen mischbeseelung - einer "ursprünglichen" und einer animalischen

    die aufgabe des menschen ist es nun dem animalischen kern lediglich das zu geben was ihm zusteht und dieses zu einem geeignetem werkzeug bereit zu stellen - damit es ein fruchtbarer boden werden für den einen samen des ursprünglichen seelenzustandes




    der mensch im ist zustand lebt komplett aus der animalischen beseelung und folgt lediglich strukturell eine offenbarungsdrang der weit über das tierbewusstsein hinaus geht - weil er kein reines tierwesen ist.
    es wäre aber genauso fatal dieses animalische bewusstsein mit der stimme aus dem samen gleich zu setzen - was in der regel der fall ist.

    dafür sind diese myten gemacht - um diese zwei stimmen in einem gefäss zu trennen
    wenn also von "zügeln" die rede ist bezieht sich das lediglich auf ein - nicht schaden - des anderen seelneprinzips - und dieses ist erst möglich wenn das andere wirklich bewusst ist.



    es gibt anklänge davon in allen strömungen des idealismusses - aber diese impression wird lediglich auf die horizontale projiziert und muss deshalb zwangsläufig auch immer wieder zu konflikt und scheitern führen.

    ein kann kann wie paulus sagt nicht "gut" sein - "auch nicht EINER" - gemessen am universellen seelenkern als ursprüngliches und damit suggestiv "gutes"




    bei fragen einfach fragen


    zum thema "ego" und gefühl
    man neigt gerade in der esoterik und "spiritualität" dazu "ego" als stigmata für unliebsames oder unnützliches zu verwenden und fängt schnell an zwischen ego und "nicht"-ego zu trennen.

    strukturell betrachtet kann unser komplettes wesen zusammenfassen als "ego" bezeichnet werden - samt seiner altruistischen bestrebungen und neigungen!
    der mensch kann nicht anders als aus seiner seelennaturzu handeln und wird auch innerhalb der mysterien zu nichts anderem angehalten!
    aber aus diesem grunde ist auch von alchemie die rede und von erneuerung der "seelennatur"

    es lässt sich aber nicht neuer wein in alte schläuche füllen oder ein haus auf dem sand bauen aus dem mensch naturgemäß lebt!

    auch das ist eine grunderfahrung die erst gemacht werden muss

    und judas ist ebenso ein teil davon wie zaccharias und maria und ....
     
  4. Schneeglöckchen

    Schneeglöckchen Mitglied

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    Beiträge:
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    @ Peterle (wow! danke für deine Ausführungen)

    ich hab dazu Fragen:

    da ich eine gläubige Christin bin und der menschliche, weltliche Teil in mir mit wirkt, also meine egoistische Seele (ich nenn das mal so) ihren eigentlichen Teil in mir ausmacht, habe ich Bammel vor dem Glauben, zu tun, was ich tun muss.

    Erklärung: Ich liebe den anderen Mann, tief und beständig. Aber: Meine anerzogene christliche Haltung ihm gegenüber kann ich nicht mit dieser Liebe verbinden. D.h. ich möchte 1. keine Ehebrecherin sein und 2. seine Ehe nicht aufs Spiel setzen und 3. mich selbst vor Schaden bewahren, weil ich vor allem möglichen Konsequenzen daraus Angst und Furcht habe. Und trotzdem sagt mein tiefsten Inneres: Tu es.

    Es fühlt sich richtig an, zu tun, was ich tun muss und doch
    fühlt es sich falsch an, weil ich an Gott glaube und seinem Wort mehr Glauben schenke, als der weltlichen Liebe und meinen Gelüsten bzw. meiner tiefen Zuneigung zu einem Menschen.

    Ich bete sehr viel und spüre, dass wenn ich um Erleuchtung bitte, mein Herz klopft, ich spüre, dass Gott nicht abgeneigt ist, dass ich meiner Liebe folge.
    Ich kämpfe gegen meine Gefühle an und sag mir jeden Tag: Du sollst nicht ehebrechen - bis das der Tod euch scheidet - du sollst nicht begehren - an Jesus´Lehre bzgl. des Ehebrechens..........

    und habe tiefe Gewissensbisse in mir, weil mein Herz deutlich sagt: Tu es und der Glaube mir das verbietet.

    Ich fühle mich uneinig in mir. Und unausgefüllt. Leer, verstrickt, in der Sackgasse, an die Wand gedrückt, in einem dunklen Tunnel, im Glaubenskonflikt.

    Aber nicht unwohl. Irgendwie von Gott abgesegnet. Kann aber auch pure egoistische Einbildung sein. :rolleyes:
     
  5. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    schwierige sache - da mehrere faktoren dazu gehören und es mehrere seiten der medaille gibt

    antworte morgen
     
  6. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    extrem wichtig ist zu beachten dass dir NIEMAND verbindliche ratschläge geben kann über DEIN handeln und also auch deine handlungsverantwortung vor DIR SELBST!!!!



    fangen wir bei der menschlichen seite an:
    aus dieser sicht und eigener erfahrung würde ich einfach sagen bei dir selbst zu bleiben und deinem umfeld gegenüber ehrlich!
    wenn die verbindung zu dem anderen menschen wirklich so stark ist wäre es eine lüge diese verbindung zu leugnen
    zum anderen gibt es anscheinend eine bestehnde "formelle" bindung und eine zwischenmenschliche die sicher auch nicht "zufällig" entstanden ist.

    beide menschen in deinem leben haben also ihre sehr eigenständige berechtigung und können nicht übergangen werden, wenn du dir gegenüber und diesen ehrlich bleibst.
    veränderung ist eine grundeigenschaft unseres lebens und unserer entwicklung und wird mit jedem atemzug und jeder regung mit-bewegt.

    dazu gehäört auch dass sich konstellationen im eigenen umfeld ändern können oder unsere zugehörigkeitsempfindungen - unsere neigungen, wunschschwerpunkte und triebkräfte.

    deine situation ist also vollkommen normal und demnach keineswegs "niederer" art.


    diese überlegung stammt aus einem anderen kontext - dem wie du selber ja ansprichst "glaubens"-BILD.

    aber betrachten wir mal deren herkunft oder besser gesagt die herkunft der bilder so gibt es nur bedingt grund diese als maßstab für derartige entscheidungen heran zu ziehen.

    die zehn gebote
    aus denen der "ehebruch"-aspekt stammt ist dem "volke ISRAEL" auf seinem weg - NACH dem auszug aus ägypten gegeben!!!

    wie im vorbeitrag schon erwähnt hat nahezu jeder "name" seinen sehr eigenen schlüssel - und so lässt sich israel ins deutsche als die "gott-sucher" oder "gottes-kinder" übersetzen.

    es betrifft also eine teil der mehr odert weniger bewusst einen weg der rück-verbindung zu vaterhaus angetreten ist.

    man könnte also auch sagen dass diese richtschnur dem "johannes d.T." für seinen gang durch die wüste gegeben ist!!!


    es betrifft also primär einen seinszustand dessen leitbild MOSE - der geführte führer - ist

    diese gebote können zwar AUCH dem menschen helfen konflikte zu minimieren - aber eigentlich lassen sie sicht nicht aus ihrem kontext zerren.
    und dort beginnen sie mit der bewusstwerdung des auftrages und der verbinung

    also vergleichbar dem abendmahl

    zweitens nicht wieder in den alten zustand zu verfallen
    (ägypten)

    drittens sich KEIN bild zu machen über recht/unrecht/gott/gut/schlecht etc blabla - also alles was gang und gebe - vor allem in rel. und esot. ist

    fünften ist ganz wichtig!
    das bewusstsein dem "schatten über der rechten hand", sowie dem neuen leitstern vertrauen zu können!!!
    das alte firnament wird dadurch zunehmend machtlos!
    (so viel zu astrologie u karten etc^^)

    usw ....


    es gibt auch stimmen die sagen, dass die gebote 11 bis 17
    "systemparagraphen" sind - was tendenziell auch stimmen kann.
    da sie lediglich eine formalie beschreiben.
    die auf die eine aber auch die andere weise gelesen werden kann.

    dazu gehört auch der part des "ehebrechens"

    es gibt kapitel im nt in denen das verhältnis "EHE" in überraschend klarem verhältnis dargelegt ist - (keine ahnung wo genau - hab das ding auch nicht ständig vor der nase^^)
    an besagten stellen wird recht deutlich ein bezug auf das verhältnis zwischen dem "jünger"(jüngerer/nachfolger!) und dem universellen quell beschrieben wird.
    der aspekt der EHE kann also auch als bindung zwischen dem seelenaspekt bewusstseinsakspekt und belebenden-initierenden aspekt sein.

    im falle des volkes israel also eine verbindung des gefallen menschlichen zustanden und dessen vermögen dass sich als dreiecksfeuer darstellt und der korrespondierend - tragendenden verbindung mit dem dreiecksfeuer des universellen siebensgeistes - also der "davidstern" - bestehend aus zwei ineinander gesenkten dreiecken.

    wird diese "ehe" gebrochen wird zwangsläufig auch die verbindung und damit führung unterbrochen.
    das wäre alsttestamentarisch gesprochen wie ein mord an mose oder ein verlassen des durch mose gewiesenen weges.




    wie du siehst können diese scheinbar moralisch tendierenden "gebote" eine weit tiefere ebene eröffnen, die weit ab jegliches moralcodexes liegen kann und diese prinzipiell nicht im geringsten tangiert oder schneidet.




    und trotzdem können wir selbstverständlich unter der verbindung des bestehenden dreiecksfeuers druch den universellen geit entflammt nicht allem nachgehen was das animalische oder abgetrennte/-sonderte(sünde) selbst wünscht oder verlangt.
    dort das maß zwischen notwenigkeit(der natur nach) / schaden(des neuen seelenfeuers!) und nutzen abzuwägen kommt im regelfall einem drahtseilakt gleicht.



    da wir vor allem menschen sind und dogmatik so oder so nicht nur lästig - sondern für reife auch oft hinderlich sind - versuche einen weg für dich zu finden bei dem du DIRund deinen lebensgefährten und -begegnungen ehrlich gegenüber bleibst.
    sich an codexe zu halten mag bis zu einem gewissen zeitpunkt mehr oder weniger nützlich sein - wenn diese aber dem innersten antrieb wiedersprechen sind sie ungesund - im sinne von psyche entwicklung und reife



    mir ist bewusst, dass bei dir sicher eine große angst vor dem "was wenn doch fall" der "bestrafungsmechanismen" dahinter steht und du sicher auch eine "gute" und "ehrliche" christin sein möchstes - aber das universelle liebeslicht sucht und findet nicht was sich mit fremden kleidern schmückt - sonder was zu ihm gehört - und da kann auch zum "mörder" neben jesu am kreuz gesagt werden, dass er mit IHM gehen wird!!!

    wenn du vestehst was ich meine

    es sind nicht die pharisäer und täglich beter oder frommen mönche oder spirituellen haltungen die ein diesem universellen quell zugewandtes leben ausmachen - sondern nur der innerste zusand und offenheit gegeüber den verborgenen mysterien des herzens.


    das was zwischen mensch a und mensch b lauft ist nüchtern betrachtet lediglioch auf die konstellation und deren verbindungspunkte zurück zu führen - entweder sie bleiben beieinander, wenn dieses in dieser form PASSEND ist oder sie MÜSSEN ihre entsprechung weiterhin Suchen
    und da KANN eine trennung von bisher fest geglaubten lebenspartnern durchaus auch mal dazu gehören


    die EHE mit dem universellen liebeslicht kann dadruch niemals gebrochen werden!!!
     
  7. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    dazu fällt mir gerade noch eine süsse kleinigkeit ein


    vielleicht kennst du ja den film "die herbstzeitlosen" ein total putziger film über ne oma die ihren mann verloren hat und sich durch hilfe einer freundin dazu druchringt ihren jugendtraum einer unterwäscheboutique erfüllt gegen den "moralisch" begründeten widerstand der dorfbewohner

    auf jeden fall gibt es dort eine kleine nebengeschichte mit dem sohn der oma - dem dorfpfarrer.

    ein äusserlich frommer herr - mit hinten herum sehr menschlichen neigungen
    ist auf jeden fall ein verheirateter mann mit braver frau etc blabla
    hat aber eine heimliche affäre mit einer anderen

    - wie das LEBEN nun einmal spielt ;) -

    auf jeden fall schluss nach einigem hickhack über mehrere ecken vor allem gegen die oma auch vom sohn - erfährt sie von der affäre des sohnes
    und ruft in diesem erst einmal dazu auf sein eigenes handeln zu betrachten bevor er über andere urteilt.

    fazit ist dass er seiner frau die affäre gesteht und sie sich trennen.

    er führt also die ganze verstrickung zu einem offenen aber ehrlichen ende und vollendet damit das was anstand und nötig war.
    er ist also endlich seiner innersten entsprechung gefolgt!





    kenne aber auch einen anderen fall von meinen eltern
    bei denen hat die affäre die irgendwann zweiseitig war (also beide^^)
    zu einer intensiven hinterfragung des eigenen verhältnisses zueinander geführt - sie sind heute immer noch zusammen und ich würde sogar behauten sie sind daran gewachsten - als gemeinschaft.

    es sind also viele wege offen - folge-handle-sehe-handle-....

    ;)
     
  8. Schneeglöckchen

    Schneeglöckchen Mitglied

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    508
    Vielen Dank für deine Erklärungen Peterle. Sie haben mir schon viel weitergeholfen, sie sprechen mich sehr an.

    Ich habe noch eine Frage dazu:

    Wie ist es mit dem Gewissen ?

    1999 hatte ich einen Nervenzusammenbruch. War über ein halbes Jahr von meinem Mann räumlich und örtlich getrennt lebend, mit den Kindern. Ich habe mich getrennt, weil ich von meinem Mann nicht spüren konnte, dass er zu mir steht und seine Eltern immer zwischen uns gestanden sind und er ihnen gefallen wollte. Seit ich verheiratet bin, geht das so, dieses Jahr sind wir 24 Jahre zusammen und es hat sich noch nicht viel geändert. Ich komme mir manchmal als unnützes Anhängsel in seiner Familie vor, weil mein Mann einfach vom Charakter her nicht so stabil ist und männlich, dass er seiner Mutter deutlich macht, dass ICH es bin, mit der ER verheiratet ist und er mich so liebt wie ich bin. (Nörgeleien, Abwertungen, Lächerlich machen, für bekloppt und dumm halten und hinstellen etc.) sind bei jeder familiären Zusammenkunft an der Tagesordnung.

    Wir fanden trotzdem wieder zueinander und leben ein freundschaftliches Verhältnis, die Basis: Vertrauen, Freundschaft, Zuneigung, um ehrlich zu sein, ich spüre bei meinem Mann nicht das mein Herz ihm allein gehört. Deshalb konnte auch immer ein 3. in die Ehe einbrechen.

    Aber mir fehlt etwas entscheidendes: Durch den Nervenzusammenbruch fühle ich mein Gewissen nicht mehr. D.h. ich weiß zwar, was richtig oder falsch ist, weiß aber nicht, ob es durch die Erziehung mir eingeredet wurde und diese Erziehung in mir fest verankert ist, oder ob ich es in mir selbst drin habe, das Gewissen. So habe ich kein schlechtes Gefühl wenn ich sage: Ich liebe den anderen Mann - obwohl ich mit einem lieben Mann verheiratet bin und er für mich einfach nicht wegzudenken ist. Ich möchte in meiner Ehe bleiben, doch es zieht mich der andere Mann aus dieser trotzdem heraus. Weil ich bei ihm sowas wie: "Das Puzzleteil, das mir innendrin fehlt, ist er" fühle.

    Dazu kommt aber, dass der andere Mann mir nicht deutlicher zeigt, dass er Interesse an mir hat, ausser im Verein sucht er keinen Kontakt zu mir, noch weiß ich sicher, ob es ihm nur um sein Ego geht, er ist der Tollste, der Beste, noch weiß ich ganz sicher, ob er nur ein Abenteuer sucht und dieses Abenteuer ich bin. Er redet nicht mit mir und offenbahrt sich mir gegenüber auch nicht.

    Meine Psyche ist im Moment soweit, dass sie mir deutlich zeigt: STOPP ! Du verrennst dich in etwas - was garnicht vorhanden ist. Und dann kommen die Gedanken: Was sagt Gott dazu. Du willst Christin sein. Du willst das ewige Leben haben nach dem Tod. Und mein menschliches Gewissen schweigt.

    Ich habe gespürt, dass nach dem Zusammenbruch vieles, was ich vorher hatte, in mir abgestorben ist. ich kann nur noch schwer weinen z.B. Ich trauere auch nicht mehr so wie vorher. Bin abgeklärter. Härter. Verletze andere, spür mich nicht mehr so intensiv und bin leblos, leer innerlich, ausgehöhlt, unempfindsamer, ....

    wenn ich meinen Glauben nicht hätte, der mich stärkt und erhellt, wäre ich vermutlich heute nicht da, wo ich bin. Mir war alles egal und ich kann mich kaum noch freuen, war lethargisch und abweisend, bin kühl und abgeklärt, es gibt kaum Zärtlichkeiten zwischen mir und meinem Mann, ich kann es nicht, mir fehlt zur Zärtlichkeit etwas entscheidendes, das Gefühl dazu. So lebte ich von 1999 bis im Februar diesen Jahres in diesem Zustand. Und dann bemerkte ich den anderen Mann und fing wieder an zu LEBEN. Atmete zum 1. Mal richtig durch und erlebte mich neu ! Fing an aufzublühen ! Auch darin ist diese Liebe begründet, wohl eher die Erweckung des Schneeglöckchens ;)

    Ist das typisch nach einem Nervenzusammenbruch ? Ich meine, auch nicht mehr so derart enthusiastisch und aufbäumend mehr lieben zu können.

    Erholt sich meine Psyche wieder, wenn ich den anderen Mann abhake und ihn aus meinem Inneren loslasse ? Denn EHRLICH bin ich derzeit zu MIR ganz und garnicht. Wie kann ich dann ehrlich zu anderen sein ?

    Ich möchte nicht einem Phantom hinterherrennen und überrenne mich dabei psychisch und physisch, wo DAS endet weiss ich nämlich und DAS möchte ich mir nicht noch einmal antun. :(
     
  9. peterle

    peterle Aktives Mitglied

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    holla holla

    das sind ja vertrackte geschichten



    das was du "abstumpfen" nennst ist vermutlich eher eine art schutzreaktion der psyche um die lebensmodule aufrecht zu erhalten - eine art schock

    nach dem was du schilderst lebst du in ziemlich großer spannung, die kaum ventil finden.

    die eigentlich unerfüllende beziehung - die widrigen familienumstände denen DU dich scheinbar willenlos fügst
    und irgendwo auch das glaubenbild oder eher gesagt eine angst nicht zu bekommen, was dem bild nach doch ersehnt wird.


    ohne die vorprogrammierten turbulenzen zu beachten müsste man neutral sagen, dass du enedlich du selbst sein musst.

    nicht wie zum thema einführend durch zügelung des innersten verlangens und wesens - sonder aus-leben des innersten verlangens und SEINS

    da kommen schatten aber auch licht zu tage - helle momente der freude und liebevollen ader - als auch schattenzeiten in denen man anderen auch mal weh tut
    aber es ist ehrlich


    und zu dem was sich als sehnsucht in dir zeigt findest du NUR indem du voll ausklingen lässt was DU bist - nur so kann das kreuz der natur in das kreuz der erlösung verwandelt werden

    wieso das so ist zeigt sich früh genug wenn es soweit ist und der reifepunkt erreicht - aber du kannst die frucht doch nicht am wachsen hindern - wie kann sie sonst zeigen zu welchem baum sie gehört?




    situationsbezogen steht es mir nicht zu dir einen konkreten rat zum handeln in bezug auf deine beiden männer zu geben, da nur du allein wissen kannst was ansteht (nicht: was "gut" ist!!)

    vielleicht kommunizierst du einfach erstmal auf "normale" art mit dem der deine lebensgeister wieder erweckte - es wird sich schon zeigen was es damit auf sich hat ;)

    um himmel / hölle und ewiges leben mache dir dabei erstmal keine sorgen - das ist von komplett anderen faktoren abhängig - finde erstmal zu dir selbst dann findet sich das andere schon von allein
     
  10. Xonolil

    Xonolil Aktives Mitglied

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    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, was ihr bisher geschrieben habt, möchte aber meinen Senf dazugeben. Auch weil ich es von einem anderen Blickwinkel betrachte.

    Man sollte unterscheiden zwischen inneren und äußeren Gefühlen.
    Meist treten sie gemeinsam auf, da sie nicht wollen, dass man in einen Konflikt gerät und eines von beiden ablehnen muss.
    Ich denke, innere Gefühle sind diesseitig und äußerliche Gefühle sind jenseitig.
    Da es hier auf dieser Welt sowas wie einen Krieg (der Meinungen und unsichtbarer Kräfte) zwischen dem Diesseits und dem Jenseits gibt, und nicht nur positive innere und äußere Gefühle gibt (sondern auch negative), solltest du einfach machen, was du willst. Wenn du schon vorher weisst, dass das nachgeben eines bestimmten Gefühls negative Konsequenzen hat, dann musst du einfach abwägen, was dir lieber ist - Gefühle ausleben und bestraft werden (entweder von einer diesseitigen oder einer jenseitigen Kraft, die sich im Verhalten deiner Mitmenschen ausdrückt) - oder versuchen das Gefühl zu kontrollieren und dafür nicht bestraft zu werden.

    Ich z.B. mag innerliche positive Gefühle nicht - äußerliche schon.
    Wenn ich also z.B. Liebe ausleben möchte - und deshalb um eine Frau kämpfe, ihr Liebesbriefe schicke usw. - dann werde ich bestraft: sie will mich nicht.
    Ich finde es prima, dass ich daraus gelernt habe und mich selbst erkannt habe.
    Aber ich glaube nicht, dass ich schon entwickelt genug bin, innerliche Gefühle zu kontrollieren. Deshalb hoffe ich, dass ich keine mehr empfinde - solange, bis ich mich weiterentwickelt habe.
     
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