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Die gebrechlichen Eltern ins Heim abschieben oder..?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von bergfee, 22. März 2006.

  1. bergfee

    bergfee Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2006
    Beiträge:
    599
    Ort:
    hoch droben in den Nordalpen
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    Hallo Ihr Lieben! Aus gegebenem ( sehr TRAURIGEM ) Anlass und auch, weil meine Eltern schön langsam in die "Jahre" kommen, möchte ich gern mit euch diskutieren, wie Ihr darüber denkt. Angenommen, eure Eltern bzw, ein Elternteil ist so gebrechlich dass er nicht mehr für sich selbst sorgen kann ( einfache Dinge wie an- und auskleiden, WC-Gang, Sauberhalten der Wohnung, Nahrungseinnahme nicht mehr möglich)was werdet ihr tun? Werdet ihr sie ins Altersheim geben oder werdet ihr dafür sorgen ( so wie ich) dass sie so lange wie möglich in ihren eigenen 4 wänden leben können? Ich weiß, dass viele sagen:ich habe einen Job, und eine Familie, kleine Kinder die versorgt werden müssen, etc,...aber für die alten Eltern ist keine Zeit/ Platz....Warum eigentlich????
    Andererseits: Eure Eltern haben euch großgezogen und sich viele Jahre Zeit genommen, um für EUCH dazusein....
    Ich kenne einige Leute, die sagen: "wenn meine Mutter/ Vater pflegebedürftig ist, will ich damit nichts zu tun haben....
    Ich denke, wenn WIR einmal alt und gebrechlich sind, möchten WIR dann in einem Altersheim leben?
    Und jetzt kommt es noch viel schlimmer: Ich habe eine sehr liebe Bekannte, die verheiratet ist und mit 60 Jahren einen schweren Schlaganfall erlitt. Darufhin wurde sie zum Pflegefall. Ihr Mann bekam d. Leumund, da sie nicht mehr sprechen kann.
    Muss verdammt schlimm sein, wenn die ANDEREN für einen bestimmen und sagen wo es langgeht, nur weil man selber Sätze nicht mehr artikulieren kann bzw nicht mehr fähig ist sich irgendwie mitzuteilen.
    Lieben Gruß Bergfee
     
  2. Vagabond

    Vagabond Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    846
    Ort:
    ...in my own fuckin' fairytale
    Das is ne schwierige Frage. Vor allem wegen der moralischen Bedenken.
    Ich denke das klärt man am besten auf in dem man mit den Pflegefällen mal darüber spricht und man mal schaut wie die Altersheime drauf sind. Sind ja auch nicht alle so wirklich das Wahre.
    Vor allem muss man auch abklären wie sich das finanziell ausgeht und zeitlich.

    Generell sehe ich es nicht falsch die Eltern in ein Altersheim zu geben wenn sie den Haushalt nicht mehr selbst schmeissen können. Vor allem dann wenn kein anderer dabei helfen kann sei es wegen Geldmangel oder Zeitmangel der Freiwilligen

    Und vergiss nicht: Du lebst immer noch dein Leben
     
  3. Elli

    Elli Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.014
    Ort:
    im Wald
    Kommt in meiner Familie gar nicht in die Tüte. Vater ist schon vor sechs Jahren gestorben. Aber Mutti wird vermutlich fast Hundert werden :) Und alle ihre drei Kinder (inklusive mir) würden sie jederzeit bei sich daheim aufnehmen.
    Gerade suchen wir zB ein neues Haus und da achten wir schon darauf, dass noch ein Zimmer für Mutti dabei ist, falls sie mal bei uns einziehen will oder - wenns denn so kommen sollte - sie zum Pflegefall wird.

    Ich würd nie nie nie meine Mutter ins Heim geben, solang das medizinische Equipment daheim noch machbar ist.
    Und überhaupt: Solang sie noch entscheiden kann, ist das ihre Entscheidung :)

    Sie weiss aber auch, dass sie jederzeit bei ihren drei Kids willkommen ist - auch auf Dauer :)

    Wir lieben sie einfach :)
    Greetings
    Elli :)
     
  4. RitaMaria

    RitaMaria Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2004
    Beiträge:
    3.876
    Ort:
    Am Rhein
    Nee, hätte ich wohl auch nicht getan, aber:

    manche Eltern sehen das eben auch noch etwas anders. Etwa in der Form:

    Es reicht, wenn ich selber nicht mehr so kann, wie ich gerne möchte.
    Dich damit zu belästigen, so dass auch du nicht mehr leben kannst, wie du gerne willst, weil du mich pflegen sollst, das will ich nicht...

    Gruß von Rita
     
  5. Reinfried

    Reinfried Guest

    Schönen guten Morgen!

    Ich denke, das ist von Fall zu Fall verschieden. Es kommt meiner Meinung nach auch sehr auf die Einstellung der zu Pflegenden an.

    Ich für meinen Teil möchte auf jeden Fall in ein Heim, wenn ichs nicht mehr alleine schaffe. Was brauch ich zuhause sitzen, wenn ich in einer großen Anlage genügend Gleichgesinnte finde, um z.B. Karten zu spielen?

    Ich hab den gegenteiligen Fall erlebt, bei einer Bekannten, die fast blind war und den Haushalt nicht mehr machen konnte, aufgrund ihres Alters. Es ging ihr sehr schlecht, sie jammerte viel, die Kinder konnten sie auch nicht ununterbrochen besuchen, sie war einsam... Nun machte sie (es war ein Geburtstagsgeschenk) einen "Wochenendurlaub" in einem Altersheim. Als die Kinder sie dort abholen wollten, wollte sie gar nicht mehr zurück. Sie, als fast Blinde, schob eine andere Frau mit dem Rollstuhl sicher durch die Gänge. Sie hatte dort Anschluß gefunden, eine Aufgabe, wurde von denen, die "noch ärmer dran waren", so etwas ähnliches wie gebraucht.

    Und sie blieb dort und blühte auf.

    Klingt fast romantisch und ich weiß, die Realität kann oft anders sein :(, es kommt halt immer auf den Fall drauf an.

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
  6. bergfee

    bergfee Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2006
    Beiträge:
    599
    Ort:
    hoch droben in den Nordalpen
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    Hallo Rita,
    glaubst du nicht, dass wir evtl. dasselbe sagen werden, sobald wir uns nicht mehr imstande fühlen, für uns selbst zu sorgen?
    In Wahrheit wären wir vermutlich froh, wenn wir im Kreise unserer Lieben bzw. Familie bleiben können, oder? Aber aus Rücksicht zu unserer Familie werden wir dann eben ins Altersheim marschieren.

    Liebe Grüße Bergfee
     
  7. lass dich beraten! dass du mit den eltern darüber offen reden kannst, ist wichtig. ihr könntet ja mal gemeinsam heime besichtigen, das ist völlig unverbindlich, dann seht ihr, ob so was überhaupt in frage kommt. auch für pflegende angehörige (die ganz oft auf sich selbst vergessen!) gibt es selbsthilfegruppen und hauskrankenpflege zur unterstützung, oder tageszentren für senioren, wo sie gut betreut werden.
    aber es gibt den punkt, wo das zu-hause-bleiben nicht mehr geht. was tun mit einem alzheimer-kranken, der aufgrund des wandertriebes ständig unterwegs ist, aber nicht mehr heimfindet, bei dem der tag-nacht-rythmus durcheinander ist, der die pflegende tochter nicht mal mehr erkennt? aber selbst wenn die eltern ins heim kommen, es muss kein "abschieben" sein - niemand hindert die angehörigen an täglichen besuchen.
    also, mein vorschlag wär: zusammensetzen und aufschreiben, wie sich das jeder vorstellt, vereinbarungen rechtzeitig treffen, auch ein heim für "alle fälle" aussuchen. nach meinen erfahrungen übrigens sind sehr viele heimbewohner sehr lange zu hause gepflegt worden und die angehörigen haben sich entsetzlich mies gefühlt, als sie es nicht mehr schafften...
    bei alzheimer verändert sich auch die persönlichkeit - aggressivität zb kann auftreten (aufgrund der verunsicherung). man muss auch die kommunikation und den umgang mit dementen erlernen. ich hab gestern etwas zum thema gehört: pflegender ehemann und demente gattin sind beim arzt, dieser meint zur frau "schön, dass sie so einen netten mann haben." die frau antwortet: "der? der ist doch nicht mein mann. mein mann ist jung und schön." und der mann sagt: "ich weiss. aber ich bleibe bei dir, bis der richtige kommt." beeindruckend, aber hält das wirklich jeder aus?

    lg
    MK
     
  8. Sitamun

    Sitamun Mitglied

    Registriert seit:
    16. Juni 2004
    Beiträge:
    82
    Hallo, interessante Frage auf die ich Folgendes sagen möchte: :)

    Meine Mutter hat mich geboren, gefüttert, mir den Hintern sauber gemacht, mir immer geholfen, mich ins Bett gebracht, gewaschen, gepflegt wenn ich krank war uvm.

    Und ich möchte ihr das zurückgeben, selbst wenn ich an meine Grenzen käme - so wie sie, als ich als Baby Nächte durchgeschrieben habe und sie meinen Liebeskummer geteilt hat uvm.

    Das Einzige was mir Sorgen ist, ob das "Außen" das zulassen wird. Sprich: Ob ich die Räumlichkeiten, die finanziellen Mittel dazu habe. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich alles geben möchte und zwar in Liebe.
     
  9. Roter Baron

    Roter Baron Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. Februar 2006
    Beiträge:
    6.140
    Ort:
    Dort wo jeder willkommen ist
    Ich würde auch sagen, dass das von Fall zu Fall verschieden ist.

    Ich bin der Meinung, dass "Kinder" keinerlei Verpflichtungen zur Altenpflege haben. Es ist zwar richtig, dass die Eltern immer für ihre Kinder da sind, aber aufgrund dessen zu erwarten, dass die "Kinder" für alte gebrechlichte Eltern immer da sind, ist eine zu hohe Erwartung bzw. eine Verpflichtung, die man den Kindern nicht auferlegt!

    Wichtig ist dabei:
    1. Für das "Kind": Wie fühlst Du Dich, wenn Du Deine Eltern pflegen musst (machst Du es gerne, dann tue es, wenn nicht dann nicht!!!)
    2. Wie fühlt sich die Umgebung des "Kindes", es die Eltern pflegt (ist ja vielleicht selber verheiratet und hat Kinder)
    3. Was wollen die Eltern?

    Und wenn einer der drei Punkte auf Eltern kommen ins Heim fällt, dann ab in Heim!
     
  10. bergfee

    bergfee Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2006
    Beiträge:
    599
    Ort:
    hoch droben in den Nordalpen
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    Hallu Sitamun, genau deiner Meinung bin ich auch. Ich lebe auf einem großen Bauernhof, und in einer Gegend, wo es üblich ist, dass die "Alten" im Haus bleiben, zusammen mit den jüngeren Generationen ( Kinder und Enkeln, evtl sogar Urenkel)
    Allerdings, bei mir ist es so, ein älterer Familienangehöriger bei uns fängt an, verwirrt und desorienteirt zu sein, räumt z.b. Klumpert zu sauberen Geschirr, Bodenfetzen zum Eßbesteck, macht alle Dinger nur "halbert", redet viel Unsinn, und ich MUSS immer alles hinterherräumen und schauen, dass er nicht irgendeinen Unsinn anstellt. Das ist nicht leicht, im Gegenteil, es BELASTET mich sogar. Und hier ist der große Unterschied zwischen einem Angehörigen, der zwar pflegebedürftig ist aber klar im Kopf, oder ob jemand pflegebedürftig UND verwirrt ist... Ein Heim ist nur mehr der letzte Ausweg, und zwar dann, wenn sie derart agressiv werden, dass sie eine Gefahr für sich und andere Mitbewoner/Familienangehörige werden.
    Das Schlimme an den Ganzen ist, dass der verwirrte Familienangehörige gar nicht mitbekommt, was er alles anstellt bzw was er für Unsinn redet. Er lebt und denkt so, wie vor 40 jahren. Aber andererseits will er IMMER komplett in die Familie integriert sein, Also auch, wenn wir z.B. Besuch haben, immer und überall dabei sein und seinen Senf dazugeben, oder bei geschäftlichen Gesprächen mischt er sich immer ein! Das ist peinlich. Das nervt mich manchmal wahnsinnig und dann krieg ich öfters ein schlechtes Gewissen, weil ich mir egoistisch vorkommme oder ich werde kurzfristig wütend.
    Lg Bergfee
     
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