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der " auferstehungsleib" und das ich-bewusstsein

Dieses Thema im Forum "Religion & Spiritualität" wurde erstellt von parsival, 9. Januar 2020.

  1. parsival

    parsival Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Dezember 2019
    Beiträge:
    283
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    ich will hier nicht nur " über" das ich-bewusstsein etwas schreiben,
    sondern " aus" dem ich-bewusstsein selbst beschreiben,
    was es mit diesem ich-bewusssein auf sich hat.
    wie es in die welt gekommen ist und welche bedeutung es für uns menschen hat.

    das soll wohlgemerkt nicht im beweisenden sinne erfolgen, sondern eben im beschreibenden.

    denn auch wenn ich davon ausgehe wie das was ich hier bringen will
    allgemeingültigkeit besitzt, so bin ich mir darüber doch auch vollkommen bewusst,
    dass es für andere nicht gleich so sein muss.

    so möchte ich auch den vorschlag machen, es zunächst als arbeitshypothese anzusehen.

    als etwas, das man sich zunächst mal möglichst unbefangen anschaut und im besten falle gründlich prüft.
    man braucht dann auch nicht gleich zu entscheiden ob man dem zustimmen will
    oder es besser ablehnt, sondern kann es auch zunächst stehen- wenn man verstanden hat wie es gemeint ist- und wirken lassen.

    dass ich mich selbst dabei an einer europäischen, christlich-esoterischen überlieferung orientiere,
    ja auf diese zurückgreife, dürfte aus dem einen oder anderen meiner bisherigen 165 posts hier im forum
    hervorgegangen sein.
    was aber bedeutet das?
    für mich besteht diese überlieferung nicht in einem fertigen lehrgebäude oder doktrin,
    die etwa bei allen die sich damit befassen zu ein und denselben ergebnissen führen müsste,
    sondern in einer fülle an einzelerkenntnissen, die von jedem selbst individuell verarbeitet werden können.
    entsprechend werden die ergebnisse auch individuell ausfallen.

    was aber bedeutet das ?

    es bedeutet nicht, dass bei jedem etwas ganz anderes heraus kommen muss , das mit dem was bei anderen herauskommt gar nichts zu tun hätte. das wäre ja nicht " individuell" sondern willkürlich und es hätte auch keinen allgemeingültigen charakter, sondern würde nur den rein persönlichen glaubensvorstellungen dienen.

    nein, individuell bedeutet, dass dieselbe sache jeweils von einem anderen gesichtspunkt aus betrachtet
    und behandelt wird. und dieser jeweilige gesichtspunkt ergibt sich einfach aus der jeweils individuellen
    sicht des einzelnen, der alledrings über seinen rein persönlichen, willkürlichen standpunkt herausgewachsen sein muss.

    so wie dieselbe eine sonne ( individualität) das licht und die kraft der zwölf sternbilder des tierkreies
    in einer jeweils von dem stand derselben modifizierten form weiter strahlt und jedesmal einen individuellen aspekt generiert, so kann dieselbe wahrheit in einer zwölffach modifizierten form individuell erscheinen.

    und so kann aber auch jede einzelne individuelle sicht im grunde immer nur einen zwölftel des gesamten lichtes derselben wahrheit wiederspiegeln.
    genau so wie in jeder einzelnen inkarnation eine persönlichkeit immer nur einen zwölften ihrer gesamten individualität wiederspiegeln kann, die in dem begründet ist, was man " das höhere selbst" nennt, das auch erst nach einem zyklus von 12 inkarnationen vollendet sein kann.

    dieser impuls der sich individualisierenden " einen wahrheit" ist durch den christus in die welt gekommen.
    und zwar durch das was neben dem ich-bewusstsein thema dieses fadens sein soll, nämlich durch den
    "auferstehungsleib", der in dieser form nur das eine mal in erscheinung getreten ist.
    davor gab es auch weisen, spirituelle lehrer , göttliche avatare usw., keine frage,
    aber bei keinem von diesen ist jemals so etwas in erscheinung getreten wie der auferstehungsleib des christus jesus, der nun eine besondere bedeutung für jeden menschen auf der erde hat und der das genannte ich-bewusstsein möglich macht.

    davon soll nun im weiteren verlaufs dieses fadens die rede sein
     
  2. Desperado

    Desperado Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Oktober 2019
    Beiträge:
    769
    Interessantes Thema, parsival!

    Wozu ist der denn in Erscheinung getreten? Es wird zwar viel von "Auferstehung" gesprochen, aber auch von einem Leib, der aufersteht. Wie soll man sich solch einen Leib des Christus Jesus also vorstellen? Christus war seit der Jordantaufe in dem am Kreuz verstorbenen toten Jesus. Wer ist denn dann von beiden der Auferstandene in dem toten Leib des Jesus? Der tote Jesus als ein nun Lebendiger in einem toten Leib, also ein Zombie etwa? Schließlich war ja der Körper des Jesus nicht mehr in seinem Grab und der Stein, der das Grab verschlossen hatte, war von seiner Stelle weggerückt. Jesus hatte wohl Supermächte erlangt oder hat er ein Wunder bewirkt, wie er bei der Hochzeit zu Kana Wasser in Wein verwandelt hatte, weil den Feiernden der Wein ausgegangen war und ein Zechgelage drohte, nicht fortgesetzt werden zu können? War Jesus also einer, der Zechgelage förderte?

    Fragen über Fragen, die mir Theologie bisher nicht befriedigend beantwortet hat können. Wie kommst du denn dazu, zu meinen, solches zu wissen bzw. zu können?
     
  3. parsival

    parsival Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    283
    ja, fragen über fragen... darum soll es ja in diesem faden gehen.
    aber bitte der reihe nach:)

    wie ich dazu komme habe ich ja oben schon geschrieben:
    durch das individuelle verarbeiten der europäischen, esoterisch-christlichen überlieferung,
    die darüber eine ganze fülle an einzelerkenntnissen liefert.

    den zugang dazu habe ich durch eigene erfahrungen bekommen,
    die man heute zu den nahtodes-erfahrungen rechnen würde.

    in früheren jahrhunderten gab es auch einige christliche einweihungsströmungen,
    für die solche erfahrungen systematisch zu dem zählten was dabei eben die einweihung war.

    und diese erfahrung nannten sie den " mystischen tod", auf den eine neugeburt folgt.
    im sinne der stelle in den evangelien, in der von einer zweiten geburt aus "wasser und geist"
    die rede ist. mit " wasser" ist hier natürlich die ätherisch/lebendige welt gemeint, die zu dem
    flüssigen element auf der erde eine besondere beziehung hat.
    ebenso wie die astralische welt zu dem luftförmigen element auf der erde eine besondere beziehung hat
    und die mentale oder geistige welt zu dem feuerelement.
    aber auch das feste, physische hat seine entsprechung in den geistigen dimensionen oder welten.

    es dürfte inzwischen bei esoterisch interessierten menschen bekannt sein,
    das der mensch nicht nur den physischen körper hat, durch den er mit
    der physischen welt in verbindung steht. ja, dieser physische körper des menschen
    aus der allgemeinen physischen welt heraus gestaltet ist, sondern darüber hinaus auch einen ätherischen körper,
    der mit der ätherischen welt ebenso in verbindung steht wie der physische körper mit der physischen welt.
    darüber hinaus einen astralen körper, der mit der allgemeinen astralen welt in verbindung steht und auch einen mentalkörper
    der in derselben beziehung zu der geistigen welt steht wie die anderen zu den entsprechenden welten.

    durch die physische welt kommt der mensch also zu einem körper, der gegenüber der restlichen physischen welt eine abgegrenzte form hat.
    durch den ätherischen körper wird er zu einem lebenden organismus, der gleiches wieder aus sich durch forpflanzung hervorbringen kann.
    durch den astralkörper bildet er eine seele aus, in der die gleichen gesetze wirken wie in der sternenwelt.
    und durch den mentalkörper wird er zu einem ich, durch den er fähig wird den geist in bewusster form aufzunehmen und individuell zu verarbeiten.

    in diesem ich kann sich sozusagen in ihm der göttliche funke entzünden.

    das ist wohlgemerkt heute so. damit es aber heute so werden konnte hat es auch einer entwicklung gebraucht.

    denn der mensch ist erst nach und nach innerhalb der kosmischen evolution von den geistigen hierarchien
    mit diesen wesensglieder begabt worden.
    um zu verstehen welche bedeutung und sinn der auferstehungsleib des christus jesus für uns hat, muss man sich zumindest in groben linien
    diese kosmische evolution vor augen führen können.

    und darum soll es hier in diesem faden nach und nach gehen.

    es macht nicht viel sinn das alles auf einmal zu bringen, weil es auch kein mensch
    auf einmal aufnehmen und verarbeiten kann.

    soviel also erstmal, was natürlich der fortsetzung und ergänzung bedarf.

    fragen können schon hilfreich sein, wenn sie sich aus dem ergeben was erst nach und nach beschrieben werden kann.
     
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  4. Desperado

    Desperado Sehr aktives Mitglied

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    Eben, damit fangen wir jetzt an:

    Na, sooo einfach ist das nun nicht. Da fallen Begriffe, mit denen man nichts Rechtes anfangen kann. Das sollte sich schon genauer erklären.

    Das wirft ja jede Menge weitere Fragen auf. Was soll das denn sein, es gibt doch die Theologie, die dafür zuständig ist? Ist es etwas anderes, so bedarf es ja einer Stellungnahme, wie es dazu kommt, der Theologie und dem Biblischem als ein Europäisches Konkurrenz zu machen. Da könnte jetzt einer auch mit gleichem Recht mit der Gnosis anfangen usw.
     
  5. parsival

    parsival Aktives Mitglied

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    welche genau? niemand kann alles auf einmal schreiben.

    allerdings erklären sich die begriffe im weiteren fortschreiten
    gegenseitig auch von selbst.

    das ist auch gut so! so findet innere entwicklung statt. jede beantwortete frage
    wirft immer wieder neue auf. die kunst ist, daraus wieder die nächstliegende und weiterführende frage zu formulieren.
    also zunächst für sich selbst zu formulieren..

    ja nun, ich habe oben schon auf christliche einweihungssrömungen hingewiesen.
    da gab es zunächst die gnostischen. im 4. jahrhundert gab es etwa eine davon,
    die es auch zu einer eigenen kirche gebracht hat und von der bis zum 20. jahrhundert
    nicht mehr bekannt war, als das was ihre gegner verbreitet haben( augustinus). denn ihre bücher wurden
    von eben ihren gegnern verbrannt. erst im 20. jahrhundert wurden neue funde von schriftrollen gemacht,
    die besagen dass die manichäer doch etwas anderes verbreitet haben als ihre gegner behaupteten.

    aber auch templer, katharer, rosenkreuzer usw., haben im untergrund eine andere strömung weitergetragen,
    als von der kirche und den theologen.
    diese nannten sich johannes-christen, weil ihr impuls von dem ausgeht was von dem verfasser des johannes-evangeliums kommt.
    so wie der impuls der zur kirche und der theologie geführt hat von dem auftrag ausgeht, den petrus von dem christus jesus erhalten hat.

    also: von petrus geht der exoterische impuls aus der zur kirche, den konfessionen und der theologie geführt hat.

    von johannes geht der esoterische impuls aus, der in den späteren einweihungsströmungen weiter lebte;
    allerdings für lange zeit nicht öffentlich verbreitet werden konnte.

    paulus wiederum hat beiden geholfen und gedient. in athen hat er eine esoterische schule mitbegründet
    und in rom hat er dem petrus geholfen, seine exoterische kirche zu begründen.
    ursprünglich waren es zwei seiten desselben impulses.

    über die einweihungspraxis selbst, mit ihren systematischen stufen die zu solchen erkenntnissen führt vlt später etwas ausführlicheres.
    hier möchte ich zunächst von ergebnissen der einweihung ausgehen, die eine fülle von erkenntnissen beinhaltet,
    die möglicher weise ein licht auf beide seiten werfen können.
    zu der einweihung hier zunächst nur soviel, dass man dadurch die fähigkeit erlangt,
    in geistigen welten so exakt forschen zu können, wie die naturwissenschaft in der äusseren welt.
     
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  6. parsival

    parsival Aktives Mitglied

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    ein solches ergebnis der einweihungswissenschaft ist etwa
    die erkenntnis der verschiedenen wesensteile des menschen.
    dass der mensch nicht nur einen physischen körper hat,
    mit dem er an der äusseren welt teil haben kann.
    sondern darüber hinaus auch einen äther-, astral- und mentalkörper,
    mit denen er an den anderen welten ebenso bewusst teil haben kann,
    wie durch den physischen an der äusseren.
    an der äusseren welt hat der mensch durch seine sinnesorgane
    teil, in dem er diese äussere welt mit seinen sinnen wahrnimmt
    und mit seinem verstand diese wahrnehmungen zu erkenntnissen verarbeitet.
    das ist es auch was zur naturwissenschaft führt.

    durch die einweihung kann der mensch auch in seinem ätherkörper
    wahrnehmungsorgane ausbilden, mit denen er auch wahrnehmungen
    in der ätherischen lichtwelt haben kann, in der u.a. auch das webt, was man das leben
    nennen kann. um diese wahrnehmungen zu verarbeiten braucht es allerdings noch
    etwas was über den blossen verstand hinausgeht. und das ist das was man nach der
    hinduistischen terminologie " manas" nennt. in der christlichen terminologie ist das der hl. geist.
    dazu später noch ewas ausführlicheres.
    er kann nämlich durch die einweihung auch in seinem astralkörper wahrnehmungsorgane ausbilden.
    entsprechend kann er auch in der astralen welt wahrnehmungen haben.
    um diese zu verarbeiten braucht es entsprechend etwas , was auch über das " manas" hinausgeht.
    dasselbe gilt auch für den mentalen körper und dem bewussten erleben der geistigen welt.
    dazu braucht es " atman".

    diese einweihungen wurden in der vorchristlichen zeit innerhalb der mysterienstätten kultiviert.
    dazu wurden die anwärter jahrelang vorbereitet. sie mussten sich von der aussenwelt zurückziehen
    und innerhalb geschlossener tempelanlagen ihre übungen ausführen. wenn sie soweit waren wurden sie dann
    von den priestern in einen tod-ähnlichen zustand versetzt. in eine art scheintod,
    der über dreieinhalb tage aufrecht erhalten wurde. danach wurden sie von den priestern wieder ins leben zurück geholt.

    was geschah nun in diesen dreieinhalb tagen mit den aspiranten?
    ihre seele zog sich in dieser zeit aus dem körper heraus, so wie sie sich beim tode eines jeden menschen herauszieht.
    nur mit dem unterschied dass beim gewöhnlichen tod alle drei anderen körper herausgehen und nur der physische
    körper als leichnahm zurückbleibt. bei der alten, vorchristlichen einweihung dagegen, zogen sich der astralkörper und der mentalkörper
    wohl ganz heraus, aber der ätherkörper nur zum teil. denn würde der ätherkörper ganz heraus gehen, dann würde
    der mensch definitiv sterben.
    das ist auch heute noch so. wenn wir schlafen, da ziehen sich der astralkörper und der mentalkörper
    aus dem physischen- und dem ätherkörper heraus. letztere bleiben im bett liegen, während der astral- und der mentalkörper
    in der geistigen welt verweilen. dass wir dabei kein bewusstsein über das haben was diese da erleben, liegt daran,
    dass unsere wahrnehmungsorgane des astral- und mentalkörpers noch nicht ausgebildet sind.

    wenn wir sterben, dann deshalb weil sich beim tode auch der ätherkörper aus dem physischen herauszieht.

    durch die vorbereitung zur einweihung bildeten die aspiranten eben die wahrnehmungsorgane der höheren körper aus,
    so dass diese, wenn sie aus dem physischen und ätherkörper heraus waren auch bewusste wahrnehmungen haben konnten.

    und auch das ist in gewisser hinsicht heute noch so. wenn wir heute an der ausbildung der höheren wahrnehmungsorgane arbeiten
    und diese auch ein stückweit ausgebildet sind, dann wird auch nach und nach das bewusst, was der astral- und mentalkörper des nachts erleben.

    und DAS ist u.a. auch das was wir in vorangegangenen inkarnationen erlebt haben.
    wenn sich jemand also an das erinnern will was er in früheren inkarnationen erlebt hat,
    dann braucht er dazu nur das zu tun was ihm möglich macht, das bewusst zu erleben,
    was er sonst im tiefschlaf eben verschläft. denn wir gehen alle jede nacht im tiefschlaf- also
    unterbewusst- rückläufig auch alle unsere früheren inkarnationen durch.

    es gibt allerdings einen wesentlichen unterschied in der art wie es in der vorchristlichen zeit
    möglich war aus dem körper bewusst auszutreten und der heutigen. und dieser unterschied
    wurde durch das bewirkt was der christus gebracht hat.
    dieses hängt nun , mit dem auferstehungleib des christus jesus zusammen.

    um das zu verstehen muss man schon einiges zusammen tragen. und man muss sich auch anstrengen um
    den zusammenhang zu erkennen.

    wie sehr muss man sich heute etwa anstrengen, um auch nur die einfachsten physikalischen
    gesetzmässigkeiten nach der naturwissenschaftlichen methode zu erkennen?

    und wie könnte man glauben, dass man sich weniger anstrengen müsste um das zu verstehen und zu erkennen,
    was mit dem bedeutendsten impuls der gesamten erdenentwicklung der menschheit zusammen hängt..

    in diesem sinne soll es im weiteren, damit es nicht zuviel auf einmal wird, gehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2020
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  7. parsival

    parsival Aktives Mitglied

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    möglicher weise ist das bisher geschilderte für manche jetzt schon " zuviel".

    es stellt in der tat schon eine gewisse anforderung an das " selbst-denken" dar, denn man
    kann es nicht einfach an sich vorbei rauschen lassen, wenn man den sinn erfassen will.
    anders als die konfessionellen glaubensinhalte, die man passiv über sich ergehen lassen kann.
    fordert es zu einem aktiven selbst-ergreifen auf, wenn man den sinn und zusammenhang eben fassen will.

    das hat auch mancherlei methodischen sinn.

    denn so wird die eigene freiheit und selbständigkeit gewährleistet. man muss sich dazu etwas überwinden.
    und das wird wohl keiner aufbringen der es nicht selbst auch will.
    gleichzeitig stellt es einen schutz gegen ungewollte indoktrination dar. denn das was man davon nicht aktiv selbst ergreift,
    rauscht dann tatsächlich an einen vorbei, ohne bleibenden eindruck zu hinterlassen.

    wenn man aber irgend etwas davon selbsttätig ergreift, es zuminest ansatzweise versteht,
    so dass sich daraus auch weitere fragen ergeben, dann ist damit so etwas wie ein keim,
    oder same der in fruchtbare erde gelegt wird, und der- mag er noch so klein und unscheinbar
    erscheinen - sich zu einem lebenden baum auswachsen kann.

    und dieser baum ist eigentlich nichts anderes als das eigene individuelle ich, das sich aus dem speist,
    sich davon " ernährt" sozusagen, was dieses individuelle ich durch eigene aktivität- also selbsttätig-
    hervorbringt.

    wir sind bzw. werden buchstäblich das was wir selbst denken und fühlen/ glauben.

    nun kann man sich natürlich ganz willkürlich etwas ausdenken und fühlen/ glauben,
    dann werden wir entsprechend auch das ergebnis dieser willkür sein. oder man hält sich dabei an die geistige gesetzmässigkeit
    die der welt zugrunde liegt, die auch unsere evolution und geschichte hervor gebracht hat.

    so wie der physische same einer pflanze nur dann wirklich gedeihen kann, wenn es
    auf die gesetzmässigen naturbedingungen trifft, so kann das ich des menschen nur dann fruchtbar wachsen
    wenn es sich aktiv erkennend in die göttlich-geistige gesetzmässigkeit einlebt, aus der es selbst hervorgegangen ist.

    dass wir es heute noch können, das verdanken wir all den spirituellen lehrern, meistern, göttlichen avataren
    und buddhas, die solche göttlich-geistige gesetznässigkeit erforscht und auf ihr eigenes leben angewendet habe.

    und aus dem was sie so hervorgebracht haben besteht im grunde die esoterische überlieferung,
    die letztlich soweit zurückreicht seit es menschen auf der erde gibt. es ist auch ihre aufgabe, diese überlieferung
    an die jeweilige kulturentfaltung auf der erde anzupassen, die in jeder epoche notwendig eine andere sein muss,
    weil sich die menschheit in einer entwicklung befindet, von dem was als urbild potentiell veranlagt ist und was der mesnch
    aus seiner freiheit heraus davon entweder selbsttätig verwirklicht oder eben auch verwirkt.

    eine " erlösung" etwa, ohne das aktive selbstergreifen, ohne das eigene zutun, gibt es nicht.
    das bedeutet auch nicht dass die " erlösung" etwa der eigenen willkür unterliegt.
    denn selbst kann man nur das nötige dazu tun. ob es dann angenommen wird und auch wirkt..
    das kommt von oben und ist letztlich ein akt der gnade.
     
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  8. parsival

    parsival Aktives Mitglied

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    in diesem sinne will ich hier ein weiteres stück an die eigen-aktivität
    und die dazu nötige überwindung appellieren.

    dass der mensch etwa nicht nur aus dem physischen körper besteht. sondern darüber hinaus
    auch einen ätherischen lebensorganismus an sich trägt, einen astralen seelen-organismus
    und eine mentalen geistkörper, in dem das ich als göttlicher funke in ihm individualisierend wirkt,

    das zählt sozusagen zu dem ABC der esoterik; ist teil der grundlehren derselben.
    in der pythagorischen schule verband man damit etwa das quadrat, so wie man da mit dem dreieck auch
    die göttliche trinität verband, aus der diese ganze entwicklung in gang gebracht wurde.

    der kreis mit dem punkt in der mitte ist das symbol für das ich des menschen.
    es ist zugleich auch das astrologische symbol für die sonne und deutet somit auch
    auf den zusammenhang des menschlichen ich mit der sonne.
    dass die sonne etwa auch eine geistige seite hat, die nicht in dem erschöpft ist was die
    sonne an äusserem licht aussendet, zählt ebenfalls zu den grundlegenden esoterischen erkenntnissen.

    in der hinduistischen überlieferung nennt man diese geistige seite der sonne das " devachan"!
    und das liegt im übertragenen sinne noch über der astralen welt, die ihrerseits in der mondsphäre angesiedelt ist
    das devachan ist auch dasselbe, was in der christlichen terminologie der " himmel" genannt wird.

    im " übertragenen sinne" deshalb, weil das devachan nicht im räumlichen sinne " über" der astralen welt liegt.
    ebenso wenig wie das " jenseits", wo sich auch die verstorbenen aufhalten, irgendwo über den wolken liegt,
    sondern auch überall das ist wo wir jetzt auch sind. es ist nur für unsere bewusste wahrnehmung verborgen,
    bis wir die entsprechenden übersinnlichen wahrnhmungsorgane ausgebildet haben, die in der hinduistischen
    terminologie auch "chakren" genannt werden.

    um auf der erde auf natürliche art- also ohne bewusstes und aktive ergreifen- ein ich-bewusstsein auszubilden
    braucht es zunächst nichs anderes, als die vier genannten wesensglieder die zusammen wirken, wie das im
    wachzustand der fall ist. im schlaf trennen sich ja der astralkörper und das ich aus dem zusammensein mit
    physischem- und ätherkörper, weshalb dieser schlafzustand für uns zunächst unterbewusst verläuft.
    im wachzustand braucht das ich die äusseren wahrnehmungen, die durch die sinne des physischen körpers
    vermittelt werden, um an diesen sozuzsagen zum bewusstsein seiner selbst zu erwachen.

    man kann also sagen, wie der physische körper zunächst wie ein reflektor für das ich wirkt,
    damit dieses zum bewusstsein seiner selbst erwachen kann.

    was ist nun diese physische körper genau? was macht ihn aus?
    wenn man seine bestandteile heute im naturwissenschaftlichen sinne untersucht, dann findet man
    der substzanz nach im grunde nichts weiter als all die stoffe wieder, die es auch in der übrigen
    physischen welt gibt. also in stein, pflanze, tier; in den elementen wasser, luft, feuer und erde usw.

    wie kommt es nun, dass dieselben atomen und molekülen einmal die gestalt eines menschlichn körpers annehmen
    und das andere mal die eines kristalls etwa, oder einer pflanze, tier usw. ?

    oder anders formuliert: liegen die kräfte die einmal die eine, das andere mal eine andere gestalt hervorbringen
    in diesen atomen und molekülen selbst, oder gibt es noch andere kräfte die das bewirken?

    von der oben angeführten vierheit der menschlichen wesensglieder aus gesehen, könnte man nun annehmen,
    dass die jeweils spezifische gestalt von diesen anderen wesensglieder aus bewirkt wird.

    wenn man aber genauer hinsieht findet man, dass der ätherkörper etwa, aus diesem physischen körper
    sehr wohl einen lebenden organismus werden lässt. aber dasselbe macht der ätherkörper auch bei der pflanze und dem tier.
    von diesem ätherkörper kann also die jeweils spezifische gestalt eine menschen, einer pflanze, eines tieres alleine nicht kommen.

    ausserdem hat das mineral ja auch eine gestalt, obwohl es keinen lebensorganismus in sich trägt
    wie die pflanze, das tier und der mensch es in sich tragen. also muss die gestaltbildende kraft
    von woanders herkommen.
    wenn wir dazu beim astralkörper anfragen, so wird das wesen dadurch zu einem selbstempfindenden,
    in seinem inneren fühlenden und aus diesem inneren heraus zu einem selbstönenden. der laute aus sich selbst hervorbringen kann.

    also kann von daher die gestaltbringende kraft auch nicht kommen, zumal sie ja bei tieren ganz andere gestaltungen hervoruft
    als beim menschen.
    fragen wir also mal bei der ich-organisation an, die als solche auf der erde nur dem menschen zukommt.
    könnte diese ich-organisation ausser dem ich-bewusstein eventuell auch die gestalt des physischen körper bewirken?

    unter umständen wäre das schon denkbar; allerdings bliebe dann die frage offen, wie die tiere, pflanzen und mineralien,
    ja selbst die elemente zu ihrer gestalt kommen.

    wenn wir nun die esoterische überlieferung darüber befragen, dann gibt diese aus ihrer übersinnlichen forschung
    und erkenntnis die auskunft, dass alle die wesen auf der erde ihre gestalt von göttlichen wesen haben, die zum range der elohim gezählt
    werden. und zwar eine gestalt und form, die zunächst gar nichts mit den mineralischen atomen und molekülen zu tun hat,
    die insgesamt auch das mineralische reich auf der erde ausmachen.
    mit einer solchen formgestalt die noch nichts mineralisches an sich trägt,
    kommen zunächst alle die wesen auf unserer erde an. also mit einem physischen körper,
    der für unsere heutigen augen gar nicht sichtbar wäre.


    dafür diente aber dieser unsichtbare physische körper dem ich des menschen etwa
    als reflektor für ein bewusstsein, in dem all die göttlich-geistigen wesen und welten
    so unmittelbar anwesend waren, wie für uns heute all die naturwesen und reiche unmittelbar anwesend sind.

    diese wurden allerdings noch nicht mit äusseren augen wahrgenommen, sondern mit den wahrnemungsorganen,
    der anderen wesenglieder die man auch chakren nennt.


    fortsetzung folgt
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2020
    evamaira gefällt das.
  9. parsival

    parsival Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    283
    in diesem zustand, in dem der physische körper des menschen
    noch nicht für äussere sinne sichtbar war, befand sich der mensch
    am anfang seiner erden-entwicklung.
    das war sozusagen der ADAM, der ja nicht aus einem einzelnen
    menschen alleine bestand, sondern alle menschen waren adam.
    ADAM heisst übersetzt ja auch ERD- GEBOREN.

    dass sich nun diese vielen menschen unter einander noch nicht gross unterschieden
    hatte auch seinen guten grund.
    das ICH, das ihnen von der gottheit geschenkt wurde war zunächst für alle dasselbe,
    weil es immer dieselbe gottheit war, die durch ihnen alle wirkte.

    der erdenmensch ( adam) war in diesem stadium innerhalb der gottheit auf eine ähnliche art eingebettet,
    wie etwa das embrio heute im mutterleib eingebettet ist, dessen nabelschnur sozusagen noch nicht abgetrennt wurde.

    er wirkte wie eine irdische fortsetzung der gottheit selbst. war dabei halt nicht in der lage eigene entscheidungen zu treffen.
    er konnte dadurch zwar keine " fehler" machen- also kein ungleichgewicht in die göttlich-geistige naturordnung bringen-
    war allerdings im weitesten sinne unfrei.
    die gottheit die ihm sowohl sein ich, als auch seine anderen wesensglieder gab,
    war dieselbe die auch in dem gesamtzusammenhang der irdischen naturordnung wirkte
    und als solche als der geist oder intelligenz des erdenplaneten selbst war.

    das spiegelte sich in dem ADAM - also die vielen erdenmenschen gleichermassen-
    so dass der erdenmensch in seinem ich diesen geist oder intelligenz des erdenplaneten trug.

    wäre es nun so geblieben, dann wären die einzelnen erdenmenschen erst viel später frei geworden,
    sich von der gottheit abgenabelt,
    hätten dadurch auch angefangen sich zu individualisieren und sich unter einander zu unterscheiden.

    aber es kam nicht so! durch das was in der biblischen mythe als sündenfall beschrieben wird,
    wurde dieser vorgang zwar um einiges beschleunigt, aber der mensch verlor in der folge den
    unmittelbaren zusammenhang seines ich mit dem geist des erdenplanten und der damit
    zusammenhängenden gottheit.

    in der biblischen mythe tritt nun das luziferische wesen in dem bild der schlange auf,
    die dem menschen verspricht, wenn er vom baume der erkenntnis isst selbst wie gott zu werden
    und das wahre und gute selbst erkennen zu können.
    was ist nun dieser baum der erkenntnis? das ist nichts andere als der astralkörper des menschen,
    der u.a. auch das wissen und die erkenntnis möglich macht.

    und genau in diesen astralkörper des menschen nistet sich nun das luziferische wesen ein
    und sitzt seit dem als parasit sozusagen in jedem einzelnen menschen. das ist jetzt auch keine
    moralische wertung von mir, denn es hat, wie wir vlt noch sehen werden, auch alles seinen
    guten grund und seine richtigkeit so.

    fortsetzung folgt
     
  10. Teigabid

    Teigabid Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    3. November 2006
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    7.903
    Ort:
    burgenland.at
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    Servus @parsival!



    Sehr interessant!

    Genau betrachtet meinen wir wohl die gleichen Voraussetzungen,
    beschreiben sie jedoch mit anderen Worten.

    Meine Darstellung ist weniger göttlich, sondern sie wird womöglich als das Produkt eines zutiefst geerdeten naturverbundenen Realisten bezeichnet.
    Denn ich war nicht bei diesen vorgelagerten Ereignissen tatsächlich und unmittelbar physisch anwesend,
    und auch sonst niemanden könnte ich dafür als Augenzeuge nennen.
    Als Grundvoraussetzung gehe ich von einer ständigen Steigerung aus, zumindest empfindet es so der Mensch aus seiner Sichtweise.
    Aber allgemein könnte man sagen, die Schöpfung ist noch nicht zu ende, sondern sie passiert gerade,
    indem sich die Natur ständig verändert und umgestaltet.
    Aufgrund vorherrschender Gesetzmäßigkeiten, denen wir einen hohen Rang zuordnen,
    und mit der niedlichen Bezeichnung „Naturgesetze“ benennen.
    So gesehen ist die einzige Sünde des Menschen im Verhältnis zum gesamten Systemprogramm,
    dass er seinen Zustand gewillt ist beizubehalten.

    Müsste ich die erste Geschichte in der Bibel heute neu schreiben, dann beginnt das so:

    „Am Anfang war nicht Afganistan, sondern die Energie und die Materie.
    Also sind die Energie und die Materie viel älter als das Leben.
    Aus Wasserstoff wurde zuerst Helium,
    und unter Druck die weiteren bekannten Elemente.
    Darum kann ich nicht das fertige Leben darstellen,
    sondern muss als das Leben bildlich beim Apfel beginnen.
    Während das fertige Leben als Konstrukt, als Plan, daran beteiligt gewesen ist.
    Das Leben auf der Erde ist ein Sonderfall,
    so ähnlich wie die Kristalle in der Mineralogie.
    Die Entstehung des Lebens benötigte jedoch eine flüssige Grundsubstanz,
    sowie einen fördernden Zustand (Flüssigkeit, in Kälte, als auch Wärme)
    und eine entsprechende Kraft (Explosion, elektrische Strömungen).
    Und all das in einem einzigen Augenblick.“



    Als abstraktes Beispiel soll uns die Schwefelsäure dienlich sein.
    Sie gilt eigentlich als ätzendes und giftiges Tabu, aber auch nur darum,
    damit die Lösung auf die Frage nach dem Leben nicht sofort gefunden werden kann.
    Die chemische Formel für die Schwefelsäure ist bekanntlich H2SO4.
    Wird jedoch auch nur ein O-Atom davon herausgeschleudert, streben die verbleibenden Atome danach,
    den vorherigen idealen Zustand erneut zu erlangen, mit der Ergänzung eines zusätzlichen O-Atoms.



    Es versteht sich wohl von selbst, das Leben ist nicht wirklich die Schwefelsäure.
    Sie erklärt uns hier nur das Prinzip.
    Noch viel weniger kommt die feste Materie dafür in Frage, wie uns mit „Staub der Erde“ versucht wird „weiß“ zu machen.
    Höchst wahrscheinlich ist man vorerst davon ausgegangen, dass die organischen Elemente schon immer Bestandteil der Natur gewesen sind.

    Also ist eigentlich der natürlich entstandene Kohlenstoff ( C ) der Apfel aus der Paradis-Parabel …



    … und ein (y)

    -
     
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